DE553607C - Verfahren zur Herstellung von Kali-Stickstoff-Mischduenger - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kali-Stickstoff-Mischduenger

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DE553607C
DE553607C DEI37274D DEI0037274D DE553607C DE 553607 C DE553607 C DE 553607C DE I37274 D DEI37274 D DE I37274D DE I0037274 D DEI0037274 D DE I0037274D DE 553607 C DE553607 C DE 553607C
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DE
Germany
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production
potash
acid
mixed fertilizer
nitrogen mixed
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Expired
Application number
DEI37274D
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English (en)
Inventor
Dr Ernst Jaenecke
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B7/00Fertilisers based essentially on alkali or ammonium orthophosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kali-Stickstoff-Mischdünger Es ist bekannt, daß Kaliumcarbamat unter Bildung der entsprechenden Salze von Säuren zersetzt wird und von dieser Eigenschaft für analytische Zwecke Gebrauch zu machen.
  • Es hat sich gezeigt, daß carbaminsaures Kalium, das neuerdings in bequemer Weise zugänglich geworden ist, ein vorzügliches Ausgangsmaterial für die Herstellung von Kali-Sticlcstoff-' oder Kali-Stickstoff-Phosphor-Düngesalzen ist. Man verfährt hierbei gemäß der vorliegenden Erfindung allgemein so, daß man das feste Carbamat mit einer zur unmittelbaren Erzeugung fester Düngesalze geeigneten Säure von entsprechender Konzentration, vor allem Salpetersäure oder Phosphorsäure, oder einem Gemisch solcher Säuren in passenden Mengenverhältnissen behandelt. Statt oder vorzugsweise neben der Säure kann man auch entsprechende saure Salze verwenden. Man hat es hierbei in der Hand, durch Wahl passender Säuren bzw. Salze und passender Mengenverhältnisse unmittelbar hochwertige gebrauchsfertige feste Mischdünger von gewünschter Zusammensetzung zu erhalten. Die Bestandteile des Mischdüngers werden hierbei unmittelbar im Zustand feinster Verteilung erhalten. In dem erhaltenen Produkt etwa vorhandene freie oder in Form saurer Salze gebundene Säure kann man durch Behandlung mit basisch wirkenden Mitteln, wie Ammoniak, abstumpfen oder neutralisieren. Insbesondere kann z. B. das primäre Ammonphosphat mit Ammoniak in das sekundäre übergeführt werden.
  • Die Umsetzung geht z. B. mit konzentrierter Salpetersäure so vor sich, daß sich unter Entwicklung von Kohlensäure ein trockenes Gemisch von äquimolekularen Mengen K N O3 und NH,N03 bildet. Bei gleichzeitiger Anwesenheit von Phosphorsäure findet noch eine doppelte Umsetzung des gebildeten Kaliumphosphates und des Ammonnitrates statt, so daß man dann unter Anwendung geeigneter Mengenverhältnisse ohne weiteres zu dem Gemisch KN03 -f- (NH4),HPO4 gelangt. Zweckmäßig wird die Säuremenge so groß gewählt, daß eine vollkommene Umsetzung des Carbamates eintritt. Vielfach empfiehlt es sich, außer der Salpeter- oder Phosphorsäure noch andere stickstoff- (z. B. Harnstoff) oder phosphorsäurehaltige Verbindungen zuzusetzen, um zu einem der gebräuchlichen Nährstoffverhältnisse von K : N : P zu gelangen. Natürlich kann man auch saure Salze, wie KH5(P04)2, verwenden. Beispiel i igg Teile Kaliumcarbamat werden mit einem Gemisch von i96 Teilen H2 S O,, und 264 Teilen Ammonsulfat zersetzt, wobei Kohlensäure entweicht. Es entsteht ein Produkt mit l4;70/0 N und 16,400 K20.
  • Beispiel e 99 Teile Kaliumcarbamat werden mit einem Gemisch von 98 Teilen H, P O, und 63 Teilen H N 0s zersetzt. Unter Entwicklung von Kohlensäure entsteht ein Produkt mit iAo INT, 32,5% P20, und 2i,50/, K,0-Beispiel 3 Durch das gemäß Beispiel 2 erhaltene Produkt wird gasförmiges Ammoniak geleitet. Man erhält so ein Produkt mit igo/o N, 30,5010 P,0, und 2o % K,0.
  • Beispiel 4 198 Teile Kaliumcarbamat werden mit einem Gemisch-von 98Teilen H,P01, i26Teilen HNOs und 4o Teilen Ammonnitrat zersetzt. Das erhaltene Produkt hat einen Gehalt von i9,20[, IST, 18,40/0 P20, und 25,2°0 K2 O.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kali-Stickstoff-Mischdünger, dadurch gekennzeichnet, daß man festes Kaliumcarbamat mit zur unmittelbaren Erzeugung von festem Mischdünger geeigneten Säuren entsprechender Konzentration oder den entsprechenden sauren Salzen behandelt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine etwa vorhandene überschüssige Säuremenge durch Behandlung des erhaltenen Produktes mit basisch wirkenden Mitteln, wie Ammoniak, ganz oder teilweise neutralisiert wird.
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