DE282915C - - Google Patents

Info

Publication number
DE282915C
DE282915C DENDAT282915D DE282915DA DE282915C DE 282915 C DE282915 C DE 282915C DE NDAT282915 D DENDAT282915 D DE NDAT282915D DE 282915D A DE282915D A DE 282915DA DE 282915 C DE282915 C DE 282915C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ammonia
superphosphate
phosphoric acid
digested
phosphates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT282915D
Other languages
English (en)
Publication of DE282915C publication Critical patent/DE282915C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B1/00Superphosphates, i.e. fertilisers produced by reacting rock or bone phosphates with sulfuric or phosphoric acid in such amounts and concentrations as to yield solid products directly
    • C05B1/06Ammoniation of superphosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 16. GRUPPE
Dr. MAX GERLACH in BROMBERG.
Es ist bereits bekannt, freies Ammoniak auf Phosphatschlacken einwirken zu lassen (Gmelin-Kraut, Handbuch der anorganischen Chemie, 7. Auflage, I, 3, Seite 141); ferner ist vorgeschlagen worden, in Doppelsuperphosphaten, welche dxirch Behandeln von Rohphosphaten mit Pyrophosphorsäure entstanden sind, die freie Phosphorsäure durch Ammoniak abzubinden.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein Verfahren, ein ammoniak- und phosphorsäurehaltiges Düngemittel herzustellen, indem man über ein aufgeschlossenes KaIkphpsphat, d. h. über gewöhnliches Superphosphat im halbfertigen oder fertigen Zustande gasförmiges Ammoniak leitet; hierbei nimmt ein Molekül des Monocalciumphosphates vier Moleküle Ammoniak auf und es entstehen durch weitere Umsetzungen bei gleichzeitiger Einwirkung des im Superphosphat enthaltenen Gipses Ammoniumsulfat und Tricalciumphosphat. Theoretisch werden von 100 Teilen der vorhandenen Phosphorsäure (P2O5) 47,9 Teile Ammoniak gleich 39,4 Teile Ammoniakstickstoff aufgenommen. Wird das aufgeschlossene Kalkphosphat in dünner Schicht auf Hürden o. dgl. ausgebreitet oder durch einen Rotierapparat in der Kammer bewegt, so verläuft der Prozeß fast quantitativ. Mari erhält/ wie die Versuche ergeben, annähernd die theoretische Ausbeute. Läßt man geringere Mengen Ammoniak einwirken, so bleibt die Umsetzung Unvollständig, und es entstehen Düngemittel mit geringerem Ammoniakgehalt.
Man hat es demnach in der Hand, auch Waren mit niedrigerem Ammoniakgehalt darzustellen.
Das nicht absorbierte Ammoniak wird nach dem Passieren der mit Superphosphat gefüllten Kammer in Schwefelsäure aufgefangen und auf Ammoniumsulfat verarbeitet.
Es ist nicht erforderlich, das durch Aufschließen mit Schwefelsäure gewonnene Superphosphat fertig darzustellen, sondern man kann bald nach dem Aufschließen das Am- 4S moniak auf das ungetrocknete Produkt wirken lassen. Aber auch fertiges Superphosphat eignet sich zur Fabrikation jenes Düngemittels. Dieses stellt eine lockere Masse dar, aus welcher sich wesentlich, leichter als aus rohen Superphosphaten ein gutes, nicht hygroskopisches und streufähiges Düngemittel gewinnen läßt.
Die so dargestellten Düngemittel besitzen, wie Versuche zeigen, denselben Düngewert gleichprozentiger Ammoniaksuperphosphate, welche nach dem bisherigen Verfahren durch Zusatz von Ammoniumsulfat zum Superphosphat gewonnen werden, denn das wiedergebildete Tricalciumphosphat ist im amorphen, äußerst fein verteilten Zustande in der Ware vorhanden, so daß seine Phosphorsäure den Pflanzen leicht zugänglich bleibt.
Der Vorzug des Verfahrens besteht demgegenüber vor allem darin, daß das durch Zersetzung von Kalkstickstoff und Nitriden oder synthetisch gewonnene Ammoniak direkt zur Verwendung gelangt. Man hat also nicht
erst nötig, Ammoniumsulfat darzustellen, und spart .mithin die Ausgaben für die Schwefelsäure und das Eindampfen der wäßrigen Ammoniumsulfatlösung. Es lassen sich ferner zur Fabrikation Kalkrohphosphate von niedrigerem Phosphorsäuregehalt benutzen, als jetzt zur Gewinnung hochprozentiger Ammoniaksuperphosphate erforderlich sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung ammoniak- und phosphorsäurehaltiger Düngemittel durch Behandeln aufgeschlossener Phosphate mit Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß man gasförmiges Ammoniak auf durch Schwefelsäure aufgeschlossene Kalkphosphate wirken läßt.
DENDAT282915D Active DE282915C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE282915C true DE282915C (de)

Family

ID=538529

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT282915D Active DE282915C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE282915C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE859476C (de) * 1950-01-10 1952-12-15 Guano Werke Ag Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen, wasserloesliche Phosphor-saeure enthaltenden Stickstoff-Phosphorsaeure-Duengemittels
DE930088C (de) * 1951-09-13 1955-07-11 Kalk Chemische Fabrik Gmbh Verfahren zur Herstellung von Mischduengern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE859476C (de) * 1950-01-10 1952-12-15 Guano Werke Ag Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen, wasserloesliche Phosphor-saeure enthaltenden Stickstoff-Phosphorsaeure-Duengemittels
DE930088C (de) * 1951-09-13 1955-07-11 Kalk Chemische Fabrik Gmbh Verfahren zur Herstellung von Mischduengern

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE282915C (de)
DE102015003289A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsulfat aus Ammoniumsulfat und Kaliumchlorid
DE661956C (de) Verfahren zur Herstellung eines kalkhaltigen Mischduengers
DE579627C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln, die mehrere Duengerkomponenten enthalten
DE579629C (de) Verfahren zur Gewinnung von Phosphorsaeure oder Phosphaten
DE932189C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischduengern
DE542957C (de) Verfahren zur Gewinnung phosphorsaeurehaltiger Mischduenger
DE949950C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischduengemitteln
DE655686C (de) Verfahren zur Herstellung eines Calciumphosphat und Stickstoff enthaltenden Mischduengers
DE818500C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Mischduengern
DE3229890A1 (de) Verfahren zum aufschluss von phosphathaltigem gestein zwecks gewinnung von phosphorsaeure und/oder phosphatduengemitteln und verwendung des verfahrens zur herstellung eines pulverfoermigen np-duengemittels mit langzeitwirkung
DE549539C (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Duengemitteln
DE565902C (de) Verfahren zur Herstellung eines Phosphorsaeure-Stickstoff-Duengers
DE533857C (de) Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen aus Alkaliphosphaten bestehenden Duengemitteln
DE154505C (de)
DE627273C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Doppelsuperphosphat
DE955772C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure, Kali und Stickstoff enthaltenden Duengemitteln
DE292174C (de)
DE553607C (de) Verfahren zur Herstellung von Kali-Stickstoff-Mischduenger
DE972567C (de) Verfahren zur Herstellung von hochprozentigen Mischduengern
DE1467398A1 (de) Verfahren zur Herstellung von fliessigen hochkonzentrierten komplexen Duengemitteln
DE538768C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Mineralien zu nutzbaren Pflanzennaehrstoffen
DE920793C (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoffduengemitteln aus Kieserit
DE880144C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatdungemitteln
DE897572C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischduengern