DE55093C - Selbstthätiger elektrischer Feuermelder - Google Patents
Selbstthätiger elektrischer FeuermelderInfo
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- DE55093C DE55093C DENDAT55093D DE55093DA DE55093C DE 55093 C DE55093 C DE 55093C DE NDAT55093 D DENDAT55093 D DE NDAT55093D DE 55093D A DE55093D A DE 55093DA DE 55093 C DE55093 C DE 55093C
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
Selbstthätiger elektrischer Feuermelder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1890 ab.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur selbstthätigen Meldung eines ausbrechenden
Schadenfeuers durch elektrische Vorrichtungen.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine schematische Darstellung einer mit dieser selbstthätigen
Einrichtung versehenen Anlage; Fig. 2, 3, 4, 5 und 6 sind Sonderansichten einzelner bei
dieser Einrichtung zur Verwendung kommender Theile.
A ist ein durch ein Triebwerk" beliebiger Art in Drehung gesetztes Zahnrad, welches in
ein Getriebe auf der Nabe des Rades B eingreift; dieses letztere Rad hat. am Umfang- seitlich
vorspringende Stifte B\ welche in Gruppen eingetheilt sind. Das Rad A hat an der dem
Rad B zugewendeten Seite dreickige Knaggen b und c, deren eine b näher am Umfang des
Rades A sich befindet als die andere c.
An einem geeigneten Gestell, Träger, oder dergleichen ist ein Hebel C drehbar befestigt,
welcher als Anker D eines mit zwei entgegengesetzt gerichteten Wickelungen versehenen
Elektromagneten E dient und einen nach abwärts gerichteten Arm oder Finger g trägt,
dessen abgeschrägtes und rechtwinklig nach einer Seite vorspringendes Ende h, Fig. 3, den
Knaggen c des Rades A erfafst, wenn der Magnetkern E1 des Elektromagneten E seine
Anziehungskraft auf den Anker D verliert und der Hebel C dann in die durch Fig. 1 angegebene
Lage herabsinkt. Dagegen erfafst der Riegel h den Knaggen b des Rades A,
wenn der Magnetkern E1 erregt wird und den Hebel C durch Anziehung des Ankers D
emporhebt.
Die Leitungsdrähte F G bilden den Hauptstromkreis
der Einrichtung; der eine dieser Drähte F geht von der Batterie X aus durch
das Relais H2 nach dem Elektromagnetkern E1,
um den er spiralförmig gewickelt ist und dann in eine Polklemme L mündet. Der Draht G
geht vom anderen Pol der Batterie X in dieselbe Polklemme L. In diesen Draht G ist
eine Contactfeder H und eine Polklemme H1
eingeschaltet. Das freie Ende dieser Contactfeder H ragt in die Drehungsbahn der Stifte B1
am Rad B hinein, so dafs bei der Umwälzung dieses letzteren Rades die Stifte B1 den Stromkreis
F G der Batterie X nach einander schliefsen und unterbrechen und dadurch eine
in den Stromkreis X^ eingeschaltete Alarmoder
Signalglocke in Thätigkeit setzen, Um eine entsprechende Zahl von Glockenschlägen
ertönen zu lassen.
Von dem Leitungsdraht F ist bei q ein Draht G3 abgezweigt, der zuerst um einen
Magnetkern M gewickelt, dann nach dem Magnetkern E1 weitergeführt und um diesen
in entgegengesetzter Richtung zum Draht F und über diesen letzteren spiralförmig aufgewickelt
ist; von da führt dann der Draht G3 nach einem Thermostat (Wärmeregler) /, dessen
eines Ende zwischen Polstücken jjl liegt, die
durch einen Leitungsdraht G2 mit einem zweiten Thermostaten P verbunden sind. Das
freie Ende dieses letzteren liegt wieder zwischen den Polstücken K. und K1, die durch
einen Leitungsdraht G4 mit einem dritten Thermostaten P verbunden sind. Auch dieser
letztere befindet sich mit seinem'freien Ende zwischen Polstücken K2 Ks, die durch den
Draht G1 mit der Polklemme L in Verbindung stehen. Die Zahl der Thermostaten, welche
hier nur durch drei veranschaulicht ist, kann beliebig vermehrt werden; es soll angenommen
werden, dafs der Thermostat I im dritten, der Thermostat /* im zweiten und der
Thermostat /2 im ersten Stockwerk eines Gebäudes Aufstellung gefunden habe. Umschalter
L1 L2 L3 zur Bethätigung von Hand können
mit den Leitungen in Verbindung gebracht bezw. eingeschaltet sein; diese Umschalter
können an beliebigen Stellen in einem oder in jedem Stockwerk angebracht sein. Unter diesen
Umschaltern befinden sich Anzeigeschilder, welche entsprechend dem Stockwerk mit i, 2,
3 u. s. w. bezeichnet und um je einen Stift r drehbar sind, so dafs sie herabschwingen oder
-fallen können. Die auf diese Anzeigeschilder wirkenden Magnete O1 O2 O3 sind auf viel
gröfseren Widerstand bewickelt als der Magnet des Hauptstromkreises; die Magnete OJ O2 O3
sind mit den Leitungsdrähten G1 Gi G2 G3
durch Drähte o1 o2, o3 o* und o5 o° in Verbindung
gebracht. Vermöge des an dieser Stelle bestehenden gröfseren Widerstandes wird der
Strom für gewöhnlich durch den geschlossenen Kreis G1 G* G2 G3 anstatt durch den Stromkreis
G1O1 O1O2 G* o3 O2O* G2O5 O3O* G3
gehen. Wenn jedoch im Hauptstromkreis eine Unterbrechung stattfindet (z. B. durch Abheben
des Thermostats I2 vom Polstück K2 im ersten Stockwerk), so wird der Strom durch
den entsprechenden Theil des kurzen Stromkreises mit höherem Widerstand hindurchgehen
und das Herabschwingen oder -Fallen des Anzeigeschildes 1 bewirken, wodurch sofort
zu erkennen gegeben wird, in welchem Stockwerk die Stromunterbrechung stattgefunden
hat. Die Einrichtung dieser Anzeigeschilder und ihrer Haltevorrichtung ist durch Fig. 5
und 6 verdeutlicht; das Schild 1 ist um den Stift r einer Gestellwand P beweglich und hat
an der Innenseite eine längliche Erhöhung s. Der Magnetkern O1 ruht in einem Träger P1,
an welchem um einen Drehzapfen ρ2 ein zweiarmiger, zweckmäfsig winkelförmiger Hebel P2
beweglich befestigt ist. Das untere Ende dieses Hebels wird von einer Feder Q1 so angezogen,
dafs der obere Hebelarm P2 für gewöhnlich aufser Berührung mit dem Magneten
O1 gehalten wird. An dem Hebel P2 ist ein Sperrstift P3 befestigt, welcher durch
einen Ausschnitt der Gehäusewand P hindurchgeht und das Schild 1 für gewöhnlich
in seiner waagrechten Lage festhält, indem er unter den Vorsprung s des Schildes greift und
letzteres stützt. Eine Stellschraube R führt durch den oberen Theil der Wand P hindurch und begrenzt den Ausschlag des Hebels
P2 unter dem Zug der Feder Q.1.
Wenn nun durch Feuer oder durch irgend eine andere Ursache der Stomkreis G1G4 G2 G3
eine Unterbrechung erfährt, so nimmt der Strom, wie schon bemerkt, seinen Weg durch
die kürzere Verbindung, und wenn, wie hier angenommen, die Unterbrechung im ersten
Stockwerk stattgefunden hat, so geht der Strom von G1 durch o1 O1O2 nach G4, wobei
er die Erregung des Magneten O1 so verstärkt,
dafs dieser seinen Anker Q, der einen Theil des Hebels P2 bildet und folglich den
letzteren selbst unter Ueberwindung des Federzugwiderstandes anzieht und damit zugleich
den Sperrstift P3 unter dem Vorsprung s des Schildes 1 zurückzieht, so dafs letzteres durch
eigene Schwere um seinen Drehstift r nach unten schwingt und anzeigt, in welchem Stockwerk
die Stromunterbrechung stattgefunden hat, während gleichzeitig die Alarmglocke ertönt
und das Geschehnifs bemerkbar macht.
Der Magnetkern M hat einen Anker iV, der als um einen Drehzapfen schwingender Hebel
gestaltet ist, an dessen unterem Ende ein Haken oder Vorsprung sich befindet, der, sobald
der Magnetkern E1 erregt und der Hebel C gehoben wird, mit dem Ende dieses
Hebels C Eingriff bekommt und ihn emporhält, so dafs der Knaggen c des Rades A
darunter hinweggeht. Die Bewegungen des Hebels C werden durch die Stifte m m begrenzt;
ρ ist eine Rückzugfeder für den Hebel C und p1 eine solche für den Anker N.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Für gewöhnlich befinden sich alle
Theile in der . durch Fig. 1 gezeigten Ruhestellung; es gehen dabei zwei elektrische
Ströme in entgegengesetzter Richtung um den Magnetkern E\ welcher, indem sich die magnetisirende
Wirkung der beiden Wickelungen gegenseitig aufhebt, unmagnetisch verharrt; der Anker D und Hebel C werden dabei durch
die Zugfeder ρ nieder- und der Finger g h des Hebels C mit dem Knaggen c des Rades A
in Eingriff gehalten; letzteres wird dadurch an seiner Drehung verhindert.
Sobald nun durch eine geringe Erhöhung der normalen Temperatur der Thermostat I
(oder 71/2) von seinem unteren Contact j
(oder KK-) abgehoben oder sonst eine Unterbrechung im geschlossenen Stromkreis G1 G2
G3 G4 hervorgerufen wird, so schaltet sich der Leitungsdraht G3 selbstthätig aus und der
Magnetkern E1 wird nun, weil nur in einer Richtung vom Strom umkreist^ magnetisch und
hebt seinen Anker D und Hebel C an, während der Magnetkern M durch Ausschaltung
seiner Wickelung G3 unmagnetisch wird und der Anker N folglich durch Feder pl abge-
zogen und mit dem Ende des Hebels C in seiner Höhestellung in Eingriff gebracht wird.
Der Riegel h am Hebel C läfst bei der Aufwärtsbewegung
Knaggen c am Rad A frei und letzteres beginnt sofort seine Drehung unter
der stetig wirkenden Triebkraft. Nach einer Viertelumwälzung des Rades A kommt nun
der andere Knaggen b mit dem Riegel g h des Hebels C in Eingriff und hält das Rad A
wiederum an, aber während dieser Vierteldrehung hat das Rad A durch Eingriff in den
Trieb der Scheibe B dieser letzteren eine volle Umdrehung ertheilt, während welcher die
Stifte B1 durch Niederdrücken der Zunge H neun Unterbrechungen des Stromkreises F G
bewirken.
Wenn nun die Temperatur in den gefährdeten Räumen nicht in dem Mafse steigt, dafs
der Thermostat mit dem anderen Polstück J1K1K9 Berührung erhält, so wird nur das
vorbezeichnete Alarmsignal, welches Gefahr oder eine Unterbrechung der Leitung bedeutet, gegeben.
Wenn jedoch das obere Polstück J1K1K3 erreicht und berührt wird, dann wird
der Stromkreis G1 C2 GB G* wieder geschlossen,
der Magnetkern M erregt, der Anker N angezogen, der Hebel C freigelassen, der Magnetkern
E1 wieder unmagnetisch gemacht und
durch Herabziehen des Hebels C ,der Knaggen b des Rades A vom Riegel h frei gemacht,
so dafs sie über den letzteren hinweggleiten kann; das Rad A macht nun, bis es
wieder durch Anschlag des Knaggens c an den Riegel h festgehalten wird, drei Viertel
einer Umwälzung, wodurch die Scheibe B drei volle Umdrehungen empfängt, während welcher
die drei Gruppen von Stiften B1 je dreimal das Alarmzeichen geben; dies bedeutet dann
»Feuer«.
Um zu verhindern, dafs der Thermostat, nachdem er einmal von seinem unteren Polstück
abgehoben ist, wieder mit demselben Berührung erhält, bevor der Apparat wieder in Stillstand kommt, können beliebige geeignete
Vorkehrungen getroffen sein, z. B. kann, wie durch Fig. 4 verdeutlicht, die Unterseite des
Thermostats mit einer Verzahnung i1 versehen sein, in welche beim Heben des Thermostats
eine unter Federdruck stehende Sperrklinke i eingreift, durch welche die Thermostatzunge
in jeder Höhenstellung getragen wird, bis die Klinke von Hand wieder ausgelöst wird.
An Stelle des Thermostaten können auch einfache Umschaltungen Anwendung finden,
ohne das Wesen der Erfindung zu ändern.
Claims (2)
1. Eine selbstthätige elektrische Feuermelde-Einrichtung,
bei welcher ein unter Wirkung einer beständigen Triebkraft stehendes , bei seiner Drehung die Contacte
(B1 H) einer elektrischen Alarmsignal-Vorrichtung
in Wirkung setzendes Rad (A) mit Hemmstiften oder Knaggen (b c) durch den
Riegel (g h) eines Hebels (C) festgehalten und behufs Drehung und Signalgebung zeitweise
freigelassen wird, einestheils wenn der Sperrhebel (C) von einem in entgegengesetzter
Richtung von dem Leitungsdrahte eines Hauptstromkreises und eines Zweigstromkreises umwickelten Elektromagneten
(E) angehoben wird, sobald dessen durch die entgegengesetzte Wickelung für gewöhnlich
unmagnetischer Kern durch Ausschaltung der Zweigstromwickelung magnetisch wird, welche Ausschaltung durch
eine (sei es durch bei zunehmender Erwärmung selbstthätig in Wirkung tretende Thermostaten oder durch Umschalter oder
sonstige Störungen) eintretende Unterbrechung im Leitungsstromkreise erfolgt,
und anderentheils, wenn der Leitungsstromkreis durch weitere Erhitzung des Thermostaten
oder auf andere Weise wieder geschlossen wird.
2. Bei der im Anspruch 1. bezeichneten Einrichtung die Anordnung des den Sperrhebel
(C) in seiner angehobenen Stellung festlegenden Hebels (N), welcher als Anker
des vom Nebenstromdrahte umwickelten Elektromagneten (M) freigegeben und durch
Federzug in Wirkung gesetzt wird, sobald Ausschaltung des Nebenstromkreises erfolgt.
Hierzu-1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55093C true DE55093C (de) |
Family
ID=329643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55093D Expired - Lifetime DE55093C (de) | Selbstthätiger elektrischer Feuermelder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55093C (de) |
-
0
- DE DENDAT55093D patent/DE55093C/de not_active Expired - Lifetime
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