DE550620C - Verfahren zur Darstellung von therapeutisch wertvollen organischen Quecksilberverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von therapeutisch wertvollen organischen Quecksilberverbindungen

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DE550620C
DE550620C DEC40078D DEC0040078D DE550620C DE 550620 C DE550620 C DE 550620C DE C40078 D DEC40078 D DE C40078D DE C0040078 D DEC0040078 D DE C0040078D DE 550620 C DE550620 C DE 550620C
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Chinoin Private Co Ltd
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Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von therapeutisch wertvollen organischen Quecksilberverbindungen Durch die Patentschrift 423 031 sind bereits zu therapeutischen Zwecken dienende Quecksilberverbindungen bekannt geworden, die in der Weise dargestellt werden können, daß man eine aliphatische oder aromatische Verbindung, die eine an den Kern oder an eine Seitenkette gebundene ungesättigte Alkylgruppe enthält, nachträglich mercuriert, so daß das in die ungesättigte Alkylgruppe eintretende Quecksilber in dieser den ungesättigten Charakter aufhebt.
  • Es ist weiter bekannt (vgl. Withmore, Organic Compounds of Mercury 1921, S. 8z), daß die Aminogruppe der im Kern mercurierten Anilinderivate durch Säurechloride acyliert werden kann ohne nennenswerte Schädigung der am Kerne bekanntlich festhaftenden quecksilberhaltigen Gruppe. Es ist ferner bekannt (vgl. a. a. O.), daß die gegen Alkalien bekanntlichwiderstandsfähigen Additionsprodukte von Mercurisalzen mit Allylalkohol an den beiden Hydroxylgruppen (nach Schotten-Baumann), d. h. in alkalischem Medium, benzoyliert werden können unter Entstehung von in wässerigen Alkalien unlöslichen Körpern.
  • DasWesen der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, daß man das Quecksilber nicht nachträglich in die ungesättigte Seitenkette der aromatischen oder aliphatischen organischen Verbindung einführt, sondern daß man an Allylalkohol oder Allylamin in beliebiger bekannter Weise zunächst Quecksilbersalze, z. B. Quecksilberacetat, anlagert (vgl. z. B. Biilman Ber, 1goo, Bd. 33, S. 1645; K. A. Hoffmann und J. Sand, Ber. 1goo, Bd. 33, S. 2698, ferner Ber. 19o1, Bd. 3q., S. 1392) und die solcherart dargestellte quecksilberhaltige Verbindung mit aliphatischen oder mit aromatischen oder mit eine aliphatische Seitenkette enthaltenden aromatischen Dicarbonsäureanhydriden zur Reaktion bringt. Die zwischen den Anhydriden und der Quecksilberverbindung des Allylalkohols oder des Amins verlaufende Reaktion läßt sich durch folgende Gleichungen darstellen: wo R eine einfache oder substituierte Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe bedeutet.
  • Es war nicht vorauszusehen, daß die Additionsprodukte von Mercurisalzen mit Allylalkohol bzw. Allylamin, mit Dicarbonsäureanhydriden zu den mitgeteilten Reaktionen fähig sind, um so weniger, da diese Additionsprodukte gegen saure Agenzien bekanntlich empfindlich sind.
  • Die auf diese Weise gewonnenen Produkte besitzen sehr wertvolle therapeutische Eigenschaften.
  • Beispiele x. Man vermengt 334 Gewichtsteile einer Allylalkoholquecksilberverbindung, die aus 318 Gewichtsteilen Quecksilberacetat und aus 58 Gewichtsteilen Alkohol dargestellt worden ist, sorgfältig mit 98 Gewichtsteilen fein pulverisiertem Bernsteinsäureanhydrid und schmilzt das Gemisch im Olbade. Nachdem eine homogene, klare Schmelze entstanden ist, läßt man die Masse kühlen. Die erkaltete Schmelze wird zunächst mit Äther, sodann mit Acetessigester bis zur Erstarrung behandelt. Hierauf wird so lange mit Acetessigester gewaschen, bis beim Waschen einer Probe des Produkts mit heißem Wasser das ablaufende Waschwasser mit Schwefelwasserstoff und Salzsäure keine Quecksilberreaktion mehr gibt. Ist eine weitere Reinigung des gewonnenen Produkts erforderlich, so löst man in Normallauge und fällt mittels Normalessigsäure. Ausbeute 24o bis 300 Gewichtsteile, d. h. 55 bis 7o °;'o der Theorie. Die wahrscheinliche Zusammensetzung des Produktes wird durch folgendes Formelbild ausgedrückt Der gewonnene Stoff ist ein Pulver ohne charakteristischen Schmelzpunkt, er ist in Wasser unlöslich, in Alkohol kaum, in verdünnten Alkalien, Ammoniak jedoch löslich, ohne daß Quecksilberoxydausscheidung auftritt. Diese Lösungen liefern mit Schwefelwasserstoff weder einen Quecksilbersulfidniederschlag noch eine Färbung, während im sauren Mittel eine starke Quecksilberreaktion auftritt.
  • 2. Man löst 333 Gewichtsteile einer Allylaminquecksilberverbindung, dargestellt aus 318 Gewichtsteilen Quecksilberacetat und 57 Gewichtsteilen Allylamin, in etwa i:ooo Gewichtsteilen Eisessig und setzt der Lösung Z82 Gewichtsteile Kampfersäureanhydrid zu. Nach dreistündigem schwachen Sieden destilliert man die Essigsäure im Vakuum vollständig ab und knetet die zurückbleibende, dicke ölige Masse zunächst mit Äther, sodann mit Acetessigester bis zur vollständigen Erstarrung. Hierauf wäscht man noch mit Wasser nach, bis der wässerige Teil in saurem Mittel keine Quecksilberreaktion mehr ergibt. Ein allfälliges weiteres Reinigen des Produktes erfolgt wie im ersten Beispiele. Ausbeute Zoo bis 25o Gewichtsteile; die vermutliche Zusammensetzung wird durch folgendes Formelbild veranschaulicht Der Zersetzungspunkt ist unsicher: i7o bis i8o°. Der gewonnene Körper ist in Wasser unlöslich, in Methyl- und Äthylalkohol löslich und in Alkalilaugen und Ammoniak leicht löslich.
  • Seine verdünnte Ammoniaklösung gibt mit Schwefelwasserstoff keine Quecksilberreaktion, während sich in saurem Medium sofort ein starker Quecksilbersulfidniederschlag bildet.
  • 3. Man verschmilzt 333 Gewichtsteile einer Allylaminquecksilberverbindung mit 178 Gewichtsteilen O-Phenylglycolsäure-o-carbonsäureanhydrid, bis eine reine Schmelze entsteht. Die erkaltete Schmelze knetet man zunächst mit Äther, sodann mit Acetessigester bis zum Erstarren durch und wäscht nach Abgießen des Acetessigesters mit Wasser so lange, bis die wässerige Lösung mit Schwefelwasserstoff in saurer Lösung keine Quecksilberreaktion mehr gibt. Die Ausbeute beträgt igo bis 25o Gewichtsteile. Die Zusammensetzung des Produktes wird durch das folgende Formelbild ausgedrückt:- Das gewonnene Produkt, dessen Reinigung wie in den vorangehenden Beispielen erfolgen kann, ist in Wasser und in organischen Lösungsmitteln kaum, in Ammoniak und Alkalilaugen dagegen gut löslich; diese Lösungen erleiden mit Schwefelwasserstoff keine Änderung, nach Ansäuerung entsteht jedoch ein Quecksilbersulfidniederschlag.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von therapeutisch wertvollen organischen Quecksilberverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß aliphatische, aromatische oder eine aliphatische Seitenkette enthaltende aromatische Dicarbonsäureanhydride mit durch Einwirkung von Quecksilbersalzen auf Allylarriin oder Allylalkoholentstandenen quecksilberhaltigen Verbindungen zur Reaktion gebracht werden.
DEC40078D 1927-01-25 1927-07-05 Verfahren zur Darstellung von therapeutisch wertvollen organischen Quecksilberverbindungen Expired DE550620C (de)

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DE (1) DE550620C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940896C (de) * 1952-03-22 1956-03-29 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Quecksilberverbindungen
DE1155434B (de) * 1953-12-01 1963-10-10 Lakeside Lab Canada Ltd Verfahren zur Herstellung von mercurierten Propylharnstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940896C (de) * 1952-03-22 1956-03-29 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Quecksilberverbindungen
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