DE550325C - Verfahren zur Darstellung von Camphen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Camphen

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DE550325C
DE550325C DESCH91906D DESC091906D DE550325C DE 550325 C DE550325 C DE 550325C DE SCH91906 D DESCH91906 D DE SCH91906D DE SC091906 D DESC091906 D DE SC091906D DE 550325 C DE550325 C DE 550325C
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DE
Germany
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camphene
hydrochloric acid
bornyl chloride
parts
vapors
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Expired
Application number
DESCH91906D
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English (en)
Inventor
Dr Erich Borgwardt
Dr Walter Hentschel
Dr Kurt Remesat
Dr Erwin Schwenk
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Schering Kahlbaum AG
Original Assignee
Schering Kahlbaum AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/26Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only halogen atoms as hetero-atoms
    • C07C1/30Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only halogen atoms as hetero-atoms by splitting-off the elements of hydrogen halide from a single molecule
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2602/00Systems containing two condensed rings
    • C07C2602/36Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common
    • C07C2602/42Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common the bicyclo ring system containing seven carbon atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Camphen Das für die Darstellung des synthetischen Kampfers als Ausgangsmaterial benutzte Camphen wird im allgemeinen aus Bornylchlorid durch Salzsäureabspaltung mit Hilfe von alkalischen Mitteln hergestellt. Man hat Camphen auch schon durch Erhitzen von Bornylchlorid mit Kieselgur, Kohle usw. gewonnen. Hierbei muß jedoch das Bornylchlorid mit dem Katalysator längere Zeit erhitzt werden, wodurch Nebenreaktionen ausgelöst werden, die die Ausbeuten verringern; auch ist dieses Verfahren ohne Zuhilfenahme salzsäurebindender Mittel technisch nicht brauchbar.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, die Salzsäure aus dem Bornylchlorid unter Bildung von Camphen in glatter Reaktion abzuspalten, wenn man das Bornylchlorid in Dampfform, vermischt mit anderen Dämpfen, wie Wasser- oder Xyloldampf, bei über seinem Schmelzpunkt liegenden Temperaturen über Katalysatoren leitet, die gegen Salzsäure indifferent sind. Als Katalysatoren eignen sich besonders Oberflächenkatalysatoren, wie Kieselsäuregel in seinen verschiedenen Formen, Bimsstein, Zeolithe, wie z. B. die unter den Markenbezeichnungen Frankonit, Tonsil usw, bekannten natürlichen und künstlichen Präparate. Es haben sich aber auch Metalle oder Salze, wie z. B. Nickel, Kupfer, Kupferphosphat und Borat, als sehr geeignete Katalysatoren erwiesen. Man kann aber auch Mischkatalysatoren aus mehreren dieser Stoffe verwenden, wobei die Oberflächenkatalysatoren als Träger für die Salze dienen können.
  • Es ist bereits bekannt, Camphen durch Überleiten von Bornylchloriddämpfen über Kupferoxyd zu gewinnen. Bei diesen Verfahren verbindet sich jedoch die abgespaltene Salzsäure mit dem Kupferoxyd, das sich bald erschöpft. Im Gegensatz dazu reagiert bei dem vorliegenden Verfahren die abgespaltene Salzsäure nicht mit dem Katalysator, sondern wird mit den Dämpfen fortgeführt und kann restlos wiedergewonnen und ohne weiteres wieder durch Umsetzen mit Pinn zur Darstellung von frischem Bornylchlorid verwendet werden. Beispiel i Man leitet durch _5oo Teile geschmolzenes Bornylchlorid trockene Wasserdämpfe und führt die aus i Teil Bornylchlorid und z bis 3 Teilen Wasserdampf bestehende Dampfmischung mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 5o 1 pro Minute und Liter Katalysatorgefäß über den in einem Kupferrohr befindlichen Katalysator, der aus Kupferborat auf Bimsstein als Träger besteht. Die aus dem auf etwa q.oo bis 50o° geheizten Rohr entweichenden Dämpfe werden gekühlt, wobei sich über einer Schicht von .wäßriger Salzsäure 39o Teile Camphen abscheiden. Man trennt die .wäßiige Schicht in einem Scheidegefäß ab und rektifiziert das Camphen, das bei dem Siedepunkt von 16o' übergeht und beim Animpfen zum größten Teil erstarrt. Die erhaltenen, von geringen Mengen öliger Mutterlauge abgeschleuderten Kristalle sind chlorfrei und zeigen einen Schmelzpunkt von 48 bis 5o°. Beispiel 2 3o Teile Bornylchlorid und 6o Teile Xylol werden-mit einer Geschwindigkeit von 4o bis 5o 1 pro Minute und Liter Katalysatorgefäß über den. in einem Kupferrohr befindlichen, auf 45o° erhitzten Katalysator, der aus einer unter der Markenbezeichnung Tonsil bekannten Bleicherde besteht, geleitet; die entweichenden Dämpfe werden durch Einleiten in Wasser gekühlt. Aus der ölschicht wird das Camphen durch Destillation gewonnen, Die Ausbeute beträgt 23 Teile. Beispiel 3 i oo Teile Bornylchlorid und Zoo bis 3oo Teile Wasserdampf werden mit einer Geschwindigkeit von 4o bis 5o1 pro 1linute und Liter Katalysatorgefäß über einen auf Zoo bis 25o° erhitzten Katalysator geleitet, der aus Magnesiumoxychlorid mit Bimsstein als Träger besteht; das Reaktionsgemisch wird kondensiert. Das sich über der wäßrigen Salzsäureschicht ansammelnde Camphen erhält man in einer Ausbeute von 78 Teilen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von Camphen, dadurch gekennzeichnet, daß man Bornylchlorid in Dampfform, vermischt mit anderen Dämpfen, bei über dem Schmelzpunkt des Bornylchlorids liegenden Temperaturen über Katalysatoren leitet, die gegen Salzsäure indifferent sind.
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