DE580930C - Verfahren zur Herstellung von Fettsaeureanhydriden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FettsaeureanhydridenInfo
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- DE580930C DE580930C DEB153629D DEB0153629D DE580930C DE 580930 C DE580930 C DE 580930C DE B153629 D DEB153629 D DE B153629D DE B0153629 D DEB0153629 D DE B0153629D DE 580930 C DE580930 C DE 580930C
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Description
DEUTSCHES REICH
Bwr. Ind. Eigesicfe?
18'AUG. 1933
AUSGEGEBEN AM
19. JULI 1933
. REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 580930 KLASSE 12o GRUPPE
Zusatz zum Patent 566
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1931 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 7. Juni 1929.
Für die Herstellung von Essigsäureanhydrid aus Äthylidendiacetat sind verschiedene
Verfahren bekannt. Nach dem einen wird flüssiges Äthylidendiacetat unter Mitwirkung
von Katalysatoren in der Wärme zerlegt, nach den anderen wird die katalytische
Spaltung dampfförmigen Äthylidendiacetats vorgenommen.
Wie in der Patentschrift 541 471 dargelegt und durch Vergleichsversuche belegt ist, entstehen bei den in flüssiger Phase arbeitenden Verfahren verlustbringende Verharzungsprodukte, so insbesondere wenn man Säuren für sich oder in Kombination mit Kieselgur als
Wie in der Patentschrift 541 471 dargelegt und durch Vergleichsversuche belegt ist, entstehen bei den in flüssiger Phase arbeitenden Verfahren verlustbringende Verharzungsprodukte, so insbesondere wenn man Säuren für sich oder in Kombination mit Kieselgur als
»5 Katalysatoren verwendet. Verdünnt man die Säure statt mit Kieselgur mit Nitrobenzol,
wie es in der Patentschrift 495 334 beschrieben ist, so bedarf es hierfür eines großen
Überschusses an Nitrobenzol, damit unver-
ao hältnismäßig großer Apparaturen mit entsprechendem
Energieaufwand und einer besonderen Trennung des Nitrobenzols vom entstehenden Anhydrid. Während Zink in verschiedener
Form, als Folie, Draht, Körner oder Pulver, sich für die Herstellung von Essigsäureanhydrid aus flüssigem Äthylidendiacetat
als unwirksam erwiesen hat, stellen Zinkhalogenide wirksame Katalysatoren vor. Wenn mit ihrer Hilfe die Teerbildung wohl
auch zurückgedrängt wird, so wird sie doch nicht verhindert; außerdem haben die etwas zersetzlichen Katalysatoren Gelegenheit,
ihre Zersetzungsprodukte in die Reaktionsprodukte gelangen zu lassen.
Während früher fernerhin behauptet wurde, daß für die Spaltung dampfförmigen Äthylidendiacetats
zu Essigsäureanhydrid und Acetaldehyd Bimsstein einen geeigneten Katalysator vorstellen würde, wurde in der Palentschrift
541471 gezeigt, daß dies nicht der Fall ist, und demzufolge die Kombination
eines Trägers, wie Bimsstein, Kieselsäure usw., mit nicht basisch reagierenden Metallverbindungen
als aktivierendem Stoff für die Spaltung von dampfförmigem Äthylidendiacetat
vorgeschlagen. Bei den gemäß dieser Patentschrift zur Anwendung gelangenden Katalysatoren
sind die Träger durch den Überzug von Metallsalzen der Kieselsäure, Phosphorsäure,
Borsäure usw., die eine zusammenhängende, glasartige Schicht bilden, von ihrer
Umgebung abgeschlossen, so daß sie selbst nicht auf das Äthylidendiacetat einwirken
können. Es handelt sich also hier um reine
*) Von dem Patent sucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Richard Müller in Heidelberg und Dr. Erich Rabald in Mannheim.
Stoft'katalysatoren. Andere Verfahren zur Spaltung dampfförmigen Äthylidendiacetats
in Essigsäureanhydrid und Acetaldehyd sind nicht bekanntgeworden.
Es wurde nun gefunden, daß man mit Oberflächenkatalysatoren 'allein in vorzüglicher Ausbeute
und praktisch ohne jede Verharzung Essigsäureanhydrid durch Spaltung dampfförmigen
Äthylidendiacetats herstellen kann, ίο wenn man sich hierfür der im Hauptpatent
566 332 oder auch in der entsprechenden französischen Patentschrift 696154 beschriebenen
einheitlichen oder zusammengesetzten Katalysatoren bedient.
Vorliegendes Verfahren hat demzufolge die Herstellung von Fettsäureanhydriden durch
katalytisch^ Spaltung von Athylidendiacetat und seinen Homologen in der Dampfphase
über den im Patent 566 332 näher gekennzeichneten Katalysatoren zum Gegenstand.
Aus der Tatsache, daß die das vorliegende Verfahren kennzeichnenden Katalysatoren für
die Herstellung von Essigsäureanhydrid durch thermische Spaltung von Essigsäure bekannt
waren, war nicht zu schließen, daß sie für die Herstellung von Essigsäureanhydrid- und anderen
Fettsäureanhydriden auch aus Athylidendiacetat und seinen Homologen besonders
wirksame und vorteilhafte Katalysatoren vorstellen würden. Denn ein verschiedenes Ausgangsmaterial
erfordert für die Herstellung des gleichen Endproduktes in der Regel verschiedene
Hilfsmittel und insbesondere verschiedene Katalysatoren. So braucht man beispielsweise
andere Katalysatoren, wenn man Acetaldehyd aus Acetylen herstellt, als wenn man ihn aus Alkohol herstellen will; die
nach der Patentschrift 451 533 zur Herstellung von Essigsäureanhydrid geeignetenZinkhalogenide
sind wiederum für die Herstellung von Essigsäureanhydrid durch thermische Spaltung von Essigsäure nicht geeignet.
Von allen für die Spaltung von Athylidendiacetat bekanntgewordenen Verfahren urtterscheidet
sich das vorliegende Verfahren grundsätzlich dadurch, daß es die gebräuchlichen Katalysatoren nicht lediglich um die
eine oder andere Substanz vermehrt, sondern eine neue Gruppe und Art von Katalysatoren
für diese Reaktion erschließt. Die Auswahl, Herstellung und Anwendung der Katalysatoren
erfolgt, wie im Patent 566332 beschrieben.
Beispiele i. Durch ein U-Rohr werden bei etwa 3200
Dämpfe von Athylidendiacetat über einen Katalysator,
der aus mit Salzsäure extrahiertem Asbest besteht, geleitet. Das Athylidendiacetat
wird bei einmaligem Überleiten zu 92 % in Essigsäureanhydrid und Acetaldehyd gespalten.
Der nach. Abdestillier en des Acetaldehyds und Essigsäureanhydrids zurückbleibende
Rest besteht fast völlig aus unzersetztem Athylidendiacetat, das erneut dem Spaltungsprozeß
zugeführt werden kann.
2. In der gleichen Apparatur werden bei etwa 300 bis 3500 Dämpfe von Äthylidendipropionat
über mit Phosphorsäure behandeltes Kieselsäuregel geleitet. 31 °/„ des durchgeleiteten
Dipropionats werden bei einmaligem Überleiten zu Propionsäureanhydrid und Aldehyd gespalten.
3. Dämpfe von Äthylidendipropionat werden über einen Katalysator geleitet, der durch
Niederschlagen λόπ Platin auf mit Säuren
extrahiertem Asbest gewonnen ist. 42 °/0 des angewandten Äthylidendipropionats werden
bei einmaligem Überleiten in Propionsäureanhydrid und Aldehyd gespalten.
Claims (1)
- Paten'tanspkuch :Verfahren zur Herstellung von Fettsäureanhydriden, dadurch gekennzeichnet, daß in Abänderung des durch Patent 566 332 geschützten Verfahrens an Stelle ; von Essigsäure Athylidendiacetat und seine Homologen dampfförmig bei höhe- ; rer Temperatur über die dort beschriebenen Katalysatoren geleitet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB153629D DE580930C (de) | 1931-12-22 | 1931-12-22 | Verfahren zur Herstellung von Fettsaeureanhydriden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB153629D DE580930C (de) | 1931-12-22 | 1931-12-22 | Verfahren zur Herstellung von Fettsaeureanhydriden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE580930C true DE580930C (de) | 1933-07-19 |
Family
ID=7002904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB153629D Expired DE580930C (de) | 1931-12-22 | 1931-12-22 | Verfahren zur Herstellung von Fettsaeureanhydriden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE580930C (de) |
-
1931
- 1931-12-22 DE DEB153629D patent/DE580930C/de not_active Expired
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