CH166784A - Verfahren zur Herstellung von Fettsäureanhydriden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fettsäureanhydriden.

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CH166784A
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Boehringer & Soehne Gmbh
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      Terfahren    zur Herstellung von     Fettsäur        eanhydriden.       Für die Darstellung von     Fettsäureanhy-          driden    aus     Äthylidendiacetat    und seinen Ho  inologen sind verschiedene Verfahren be  kannt. Nach den einen wird flüssiges     Äthy-          lidendiacetat    unter Mitwirkung von Kataly  satoren in der Wärme zerlegt, nach den an  dern wird die katalytische Spaltung     dampf-          förinigen        Äthylidendiacetats    vorgenommen.  



  Wie in der deutschen Patentschrift  N r. 541471 dargelegt     und    durch Vergleichs  versuche belegt ist, entstehen bei den in flüs  siger Phase arbeitenden Verfahren verlust  bringende     Verharzungsprodukte,    so insbeson  dere, wenn man Säuren für sich oder in  Kombination mit     Kieselgur    als Katalysato  ren verwendet.

   Verdünnt man die Säure  statt mit     Kieselgur    mit Nitrobenzol, wie es  in der deutschen Patentschrift Nr. 495334  beschrieben ist, so bedarf es hierfür eines  grossen Überschusses an Nitrobenzol, damit  unverhältnismässig grosser Apparaturen mit  entsprechendem Energieaufwand und einer    besonderen Trennung des Nitrobenzols vom  entstehenden     Anhydrid.    Während Zink in  verschiedener Form, als Folie, Draht, Kör  ner oder Pulver, sich für die     Darstellung    von       Essigsäureanhydrid    aus flüssigem     Äthyliden-          diacetat    als unwirksam erwiesen hat, stellen       Zinkhalogenide    wirksame Katalysatoren vor.

    Wenn mit ihrer Hilfe die Teerbildung wohl  auch zurückgedrängt     wird,    so wird sie doch  nicht verhindert; ausserdem haben die     etwas          zersetzlichen    Katalysatoren Gelegenheit, ihre  Zersetzungsprodukte in die Reaktionspro  dukte gelangen zu lassen.  



  Während früher fernerhin behauptet  wurde, dass für die Spaltung dampfförmigen       Äthylidendiacetats    zu     Essigsäureanhydrid     und     Acetaldehyd    Bimsstein einen geeigneten  Katalysator vorstellen würde,     wurde    in der  deutschen Patentschrift     Nr.541471    gezeigt,  dass dies nicht der Fall ist, und demzufolge  die Kombination eines Trägers, wie Bims  stein, Kieselsäure usw., mit nicht basisch      reagierenden Metallverbindungen als akti  vierendem Stoff für die Spaltung von     dampf-          förmigem        Äthylidendiacetat    vorgeschlagen.

    Bei den gemäss dieser genannten Patent  schrift zur Anwendung gelangenden     Xata-          lysatoren    sind die Träger durch den Übe  zug von Metallsalzen der Kieselsäure, Phos  phorsäure, Borsäure usw., die eine zusam  menhängende, glasartige Schicht bilden, von  ihrer Umgebung abgeschlossen, so dass sie  selbst nicht auf das     Äthylidendiacetat    ein  wirken können. Es handelt sich also hier um  reine Stoffkatalysatoren. Andere Verfahren  zur Spaltung     dampfförmigen        Äthyliden-          diacetats    in     Essigsäureanhydrid    und     Acet-          aldehyd    sind nicht bekannt geworden.  



  Es wurde nun gefunden, dass man mit.  den im schweizer.     Hauptpatent    Nr.     1.19695     beschriebenen Oberflächenkatalysatoren allein  in vorzüglicher Ausbeute und praktisch ohne  jede     Verharzung        Fettsäureanhydrid,    zum  Beispiel     Essigsäureanhydrid,    durch     Spaltun          dampfförmigen        Äthylidendiacetats    oder des  sen Homologen darstellen kann.  



  Vorliegendes Verfahren hat demzufolge  die Herstellung von     Fettsäureanhydriden     durch     katalytische    Spaltung von     Äthyliden-          diacetat    und seinen Homologen in der  Dampfphase in Gegenwart der in dem  schweizer. Patent Nr. 149695 näher gekenn  zeichneten Katalysatoren zum Gegenstand.  Vorteilhaft verwendet man, wie dort an  gegeben, solche Katalysatoren, deren     soge-          nannte    hochaktive Form der Oberflächen  entwicklung wenigstens teilweise zurück  gedrängt wurde, oder aber nicht vollständig  zur Ausbildung gelangt ist.  



  Aus der Tatsache; dass die das vorlie  gende Verfahren kennzeichnenden Katalysa  toren für die Herstellung von Essigsäure  anhydrid durch thermische Spaltung von  Essigsäure bekannt waren, war nicht zu  schliessen, dass sie für die Darstellung von       Essigsäureanhydrid    und andern     Fettsäure-          anhydriden    auch aus     Äthylidendiacetat    und  seinen Homologen besonders wirksame und  vorteilhafte Katalysatoren vorstellen wür  den. Denn ein verschiedenes Ausgangsmate-         rial    erfordert für die Darstellung des glei  chen Endproduktes in der Regel verschiedene  Hilfsmittel und insbesondere verschiedene  Katalysatoren.

   So braucht man beispiels  weise andere     Katalysatoren,    wenn man     Acet-          aldehyd    aus Acetylen darstellt, als wenn  man ihn aus Alkohol darstellen will; die  nach der deutschen Patentschrift Nr. 451533  zur Herstellung von     Essigsäureanhydrid    ge  eigneten     Zinkhalogenide    sind wiederum für  die Herstellung von     Essigsäureanhydrid     durch thermische Spaltung von Essigsäure  nicht geeignet.  



  Von allen für die Spaltung von     Äthy-          lidendiacetat    bekannt gewordenen Verfahren  unterscheidet sich das vorliegende Verfahren  grundsätzlich dadurch, dass es die gebräuch  lichen Katalysatoren nicht lediglich um die  eine oder andere Substanz vermehrt, sondern  eine neue Gruppe und Art von Katalysatoren  für diese Reaktion erschliesst. Die Auswahl,  Herstellung und Anwendung der Katalysa  toren kann erfolgen, wie im schweizer. Pa  tent Nr.<B>149665</B> beschrieben.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Durch ein     U-Rohr    werden bei     etwa.     <B>320'</B> Dämpfe von     Äthylidendiacetat    über  einen Katalysator, der aus mit Salzsäure  extrahiertem Asbest besteht, geleitet. Durch  die Säurebehandlung wird aus dem Asbest  ein     Kieselsäureskelett    von     @Gelstruktur    frei  gelegt, das eine weit geringere Oberflächen  ausbildung und     Adsorptionsfähigkeit    für  Gase besitzt, als ein auf übliche Weise, zum  Beispiel aus Wasserglas und Salzsäure her  gestelltes hochaktives     Kieselsäuregel.    Das       Äthylidendiacetat    wird bei einmaligem Über  leiten zu     9:

  ),%    in     Essigsäureanhydrid    und       Acetaldehyd    gespalten. Der nach     Abdestil-          lieren    des     Acetaldehyds    und Essigsäure  anhydrids zurückbleibende Rest besteht fast  völlig aus     unzersetztem        Äthylidendiacetat,     das erneut dem     Spaltungsprozess    zugeführt  werden     kann.     



  2. In der gleichen Apparatur werden bei  etwa 300 bis 350   Dämpfe von     Äthyliden-          dipropionat    über mit Phosphorsäure behan-           deltes    aktives     Kieselsäuregel    geleitet. Durch  die     Phosphorsäurebehandlung    wird die Ober  flächenausbildung des     Kieselsäuregels    zu  rückgedrängt. 31 % des durchgeleiteten     Di-          propionats    werden bei einmaligem Überleiten  zu     Propionsäureanhydrid    und Aldehyd ge  spalten.  



  3. Dämpfe von     Äthylidendipropionat    wer  den über einen     Katalysator    geleitet, der       durch    Niederschlagen von Platin auf mit  Säuren extrahiertem Asbest gewonnen ist,  Das Platin erhält dabei, in dünner Schicht  aufgebracht, die Oberflächenausbildung, die  dem     Kieselsäureskelett,    das aus dem Asbest  durch die Säurebehandlung in Freiheit ge  setzt wurde, eigen ist. 42'% des angewandten       Ä,thy        lidendipropionat.s    werden bei einmali  gem Überleiten in     Propionsäureanhydrid    und  Aldehyd gespalten

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Fettsäure- anhydriden durch thermische Zersetzung von dampfförmigem Äthylidendiacetat und sei nen Homologen in Gegenwart von Katalysa toren, dadurch gekennzeichnet, dass man sol che Katalysatoren verwendet, die eine un- vollständige Oberflächenentwicklung auf weisen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' man solche Katalysa toren verwendet, bei denen die sogenannte hochaktive Form der Oberflächenentwick lung wenigstens zum Teil zurückgedrängt wurde. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Katalysa toren verwendet, bei denen die sogenannte hochaktive Form der Oberflächenentwick- lung nicht zur vollständigen Ausbildung gelangt ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysa toren Gele mit unvollständig entwickelter Oberflächenausbildung verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Säure extra hierten Asbest als Katalysator verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Katalysatoren einen Niederschlag von Metallen tragen.
CH166784D 1931-12-21 1932-11-12 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureanhydriden. CH166784A (de)

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