DE719571C - Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Estern aus Aldehyddiacylaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Estern aus Aldehyddiacylaten

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DE719571C
DE719571C DEI62884D DEI0062884D DE719571C DE 719571 C DE719571 C DE 719571C DE I62884 D DEI62884 D DE I62884D DE I0062884 D DEI0062884 D DE I0062884D DE 719571 C DE719571 C DE 719571C
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DE
Germany
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theory
acetic acid
aldehydes
esters
aldehyde
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Expired
Application number
DEI62884D
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English (en)
Inventor
Dr Heinrich Lange
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/51Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by pyrolysis, rearrangement or decomposition
    • C07C45/54Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by pyrolysis, rearrangement or decomposition of compounds containing doubly bound oxygen atoms, e.g. esters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Estern aus Aldehyddiacylaten Bei vielen technischen Verfahren fallen Aldehyddiacylate als Nebenerzeugnisse an, z. B. Äthylidenglykoldiaoetat bei der Herstellung der Essigsäure oder des Vinylacetats. Es wurde nun gefunden, daß derartige Diacylate sehr glatt :durch Erhitzen. mit einem ein-oder mehrwertigen Alkohol in Anwesenheit von katalytisch, wirkenden sauren Stoffen in die @entsprechenden Aldehyde und Ester zerlegt werden kennen. Es kann dabei die theoretische Menge oder :ein überschuß von Alkohol zweckmäßig sein. Auch der Zusatz von Wasser ist angängig. Die Umsetzung kann. durch längeres Erhitzen unter Rückflußkühlung und anschließendes Abdestillieren :oder auch durch sofortiges Abdestillieren .der Zerlegungserzeugnisse unmittelbar mach ihrer Entstehung durchgeführt werden. In: Fällen, in denen die entstehenden Erzeugnisse sämtlich destillierbar sind, läßt sich .die Umsetzung ohne weiteres in ununter-@brochenem durchführen. Ist der Aldehyd nicht :oder schwer flüchtig, so muß der Aldehyd, im Sumpf flüssig abgezogen und für entsprechende Erneuerung des katalytisch wirkenden Stofffes gesorgt werden. Als Kontakte können verwendet werden: Schwefelsäume, B:enzolsulfonsäure, 2-Methylb@enzoli-sulfonsäune, q.-Methylbenzol-i-sulfonsäu:re und Naphthalin-i- :oder -2-sulfonsäure, Borfluoridesisigsäure; sauer reagierende Salze. Die Zersetzung wird bei der jeweils günstigsten Temperaturr ausgeführt.
  • Die Erfindung gestattet die technich und wirtschaftlich wichtige Wiedergewinnung von Aldehyden und Säuren unter Gewinnung der Ester aus den Säuren. Im Gegensatz zu bekannten Verfahren, bei denen die Zersetzung - von Diacylaten, z. B. in Vinylester und Essigsäure, in . Aldehyd und Anhydrid mit mäßiger Ausbeute und uneinheitlich erfolgt, werden nach dem vorliegenden Verfahren dig Enderzeugnisse in sehr guter Ausbeute erhalten.
  • Beispiele I . 146g Äthylidendiacetat werden mit 18o ccm 96%igem Äthylalkohol und 4,5g Naphthalin-2-sulfonsäure in einem Destillierkolben, der mit einer 40, cm langen Perlenkolonne versehen ist, zum Sieden erhitzt. In den im Verlaufe von etwa 2 bis 3 Stunden erhaltenen Desfillaten; 'bestehend aus einem `Torlauf von 24 bis 60,° und einem Hauptlauf von 60, bis 70° bei normalem Druck, wurden 42,1 g Aeetaldehyd, 152- Äthylaeetat und aus dem wäßrigen naphthalinsulfons:auren Rückstand 12,3g Essigsäure erhalten. Die Ausbeuten betrugen, bezogen auf angewandtes Athylidenacetat, 960;o der Theorie vorn Aoetaldehyd, 86% der Theorie vom Äthylacetat, entsprechend 86% der Theorie von der Essigsäure, und i o % der Theorie der Essigsäure als freie Essigsäure.
  • z. Bei einem mit gleichen Mengen und unter sonst gleichen Bedingungen durchgeführten Versuch, bei dem an Stelle der Naphthalin-2-sulfonsäure 3,75 g Borfluoridessigsäure angewandt wurden, wurden erhalten: 41,4g Acetaldehyd, 150,4g ÄthYlaoetat und 12,21- Essigsäure. Die Ausbeuten betrugen also entsprechend 94% derTheorle vom Acetaldehyd, 850/6 der Theorie vom Äthylaoetat und i o % der Theorie der Essigsäure als freie Essigsäure.
  • 3. Ein Gemisch von 1469 Äthylidendiacetat, 296g Butanol und 2- konzentrierter Schwefelsäure wurden nach Beispiel i behandelt. In den erhaltenen Fraktionen von 25 bis 30,° bzw. 90, bis ioo° und ioo bis 125° sowie aus dem Rückstand wurden erhalten: 210;o der Theorie vom Aoetaldehyd, goo,'o der Theorie vom Butylacetat und 80;ö der Theorie der Essigsäure als freie Essigsäure..
  • 4. Ein Gemisch von .138g Äthylidendiacetat, 2979 96%igem Alkohol und i,8 g konzentrierter Schwefelsäure wurden wie in Beispiel i -behandelt. Erhalten wurden 780/0 der Theorie vom Acetaldehyd und 770;o der Theorie vom Äthylaeetat.
  • 5. Ein Gemisch wie in Beisp e14 wurde unter Zusatz von 5,49 konzentrierter Schwefelsäure und 18 g Wasser unter gleichen U rnständen behandelt. Es wurden herhalten: 77% der Theorie vom Acetaldehyd, So0,/o der Theorie vom Äthylacetat und 18% der Theorie der Essigsäure als freie Essigsäure.
  • 6. 1469 Äthylidendiaaetat wurden mit 92- absolutem Alkohol und 7,29 konzentrierter Schwefelsäure wie in Beispiel i be-'handelt. Es wurden erhalten: ;23% der Theorie `-0,m Acetaldehyd, 84% derTheorie vom Äthylacetat und I I @!o der Theorie der Essigsäure als freie Essigsäure.
  • 7. Ein Gemisch von 146g Äthyl.idendiacetat, 142 g 96%igem Alkohol und 2 g konzentrierter Schwefelsäure wurden nach Beispiel i behandelt. Es wurden erhalten: 88,5% der Theorie vom Acetaldehyd, 91 0,;'o der Theorie vom Äthylacetat und 7, I 0,'o der Theorie der Essigsäure als freie Essigsäure.
  • B. 174 g Butylidendiacetatwurden mit 192 g 96%igem Äthylalkohol und 4,5 g NTaphthalin-2-sulfonsäure gemischt und durch eine Kolonie von 40, cm Länge langsam abdestilliert. Durch Fraktionieren des Destillats wurden erhalten : Butyraldehyd 60, g = 83 % der Theorie, Äthylacetat 17o g = 97 % der Theorie, Essigsäure 97 % der Theorie in Form von Äthylaoetat und Essigsäure 1,9 g= 1,6% der Theorie als freie Essigsäure.
  • 9. 16o g Propylid@endiacetat wurden mit 1 So g Isopropylalkohol und 4,5g Naplithalin-2-sulfonsäure nach Beispiel 8 behandelt. Es wurden erhalten: Propionaldehyd 8201'o der Theorie, Isopropylacetat 79,5% der Theorie, Essigsäure 79,50/0 der Theorie in Form des n-Propylesters und Essigsäure 13,90,10 der Theorie als freie Essigsäure.
  • i0,. 160,g Propylidendiacetat wurden mit 18o g n-Propylalkohol und 4,5g Naphthalin-2-sulfonsäure nach Beispiel 8 behandelt. Erhalten wurden: Propion.aldehyd 67% der Theorie, n-Propylacetat 92% der Theorie, Essigsäure 920/0 der Theorie in Form des n-Propylesters und Essigsäure 470110 der Theorie als freie Essigsäure.
  • i i. 86g Crotylidendiacetat wurden mit 96g 96%igem Äthylalkohol und 2,3g \'aphthalin-2-suifonsäure gemischt und langsamaus dem Wasserbad abdestilliert, bis nichts mehr überging. Der Rückstand wurde dann mit 5 g Natriumacetatabgestumpft und im Vakuum weiter destilliert. Durch Fraktionieren der erhaltenen Destillate wurden 280,1o der Theorie an Crotonaldehyd und 47#'o der Theorie an Äthylacetat erhalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Estern aus Aldehyddiacylaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Aldehyddiacylate mit der äquimolekularen.Menge oder einem überschuß eines Alkohols mit oder ohne einen besonderen Zusatz von Wasser in Gegenwart sauer reagierender katalytisch wirkender Stoffe mit oder #Dlrne Anwendung von Druck in die freien Aldehyde und die entsprechenden Ester übergeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Aldehyde und Ester sofort nach ihrer Entstehung ,durch Abdestillieren aus dem Umsetzungsgemischentfernt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ausgangs-Z> und gegebenenfalls die- katalytisch wirkenden Stoffe ununterbrochen dem Umsetzungsgefäß zulaufen läßt, während gleichzeitig die Zerlegungserzeugnisse abdestillieren.
DEI62884D 1938-11-12 1938-11-12 Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Estern aus Aldehyddiacylaten Expired DE719571C (de)

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