DE954060C - Verfahren zur Herstellung von Dialkylestern der Cyclohexa-1, 4-dien-1, 4-dicarbonsaeure durch Wasserabspaltung in fluessigem Zustand - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Dialkylestern der Cyclohexa-1, 4-dien-1, 4-dicarbonsaeure durch Wasserabspaltung in fluessigem ZustandInfo
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
- C07C67/08—Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with the hydroxy or O-metal group of organic compounds
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C69/00—Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
- C07C69/74—Esters of carboxylic acids having an esterified carboxyl group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
- C07C69/75—Esters of carboxylic acids having an esterified carboxyl group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring of acids with a six-membered ring
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Dialkylestern der Cyclohexa-i, 4-dien-'
i, 4-dicarbonsäum
Erfindungsgemäß erhitzt man einen Dialkylester
der Cyclohexan-2,5-diol-i, 4-dicarbonsäure mit
mindestens 0,01 Gewichtsprozent eines Dialkalisalzes
der Cyclohexan-2, 5-diol-i, 4-dicarbonsäure, bezogen auf das Gewicht des Dialkylesters, in Gegenwart
eines aliphatischen Alkohols mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen im Molekül als Lösungsmittel
auf eine Temperatur von mindestens 150°.
Als Dialkalisalz der Cyclohexan-2, 5-diol-i, 4-dicarbonsäure wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung
das Dinatriumsalz bevorzugt. Die Menge des angewandten Dialkalisalzes beträgt voarzugsweise
ι bis S %, es können aber auch größere Mengen
angewandt werden.
Erfindungsgemäß wird z.B. Cyclohexan-2, 5-diol- i, 4-dicarbonisäuredimethyleS'ter in Cyclohexa-
1, 4-dien-1, 4-dicarbonisäuredimethylesiter umgewandelt.
Die Ausgangsstoffe können in Form von Stereoisomeren vorliegen. Einige dieser Isomeren haben
die Neigung, Laktone zu bilden. So nimmt man z. B. an, daß bei Verwendung von Cyclohexan-
2, 5-diol-i, 4-dicarbonsäuredimethylester das Lakton
4-Carbomethoxy-2-oxy-6-oxabicyclo-[3, 2, ι] -oktan-7-on
als Nebenprodukt gebildet wird, wenn bei dem Ausgangsstoff die in 5-Steilung befindliche
Hydroxylgruppe zu der in i-Stellung befindlichen
Carbomethoxygruppe in cis-Stellung steht. Diese Laktonbildung wird herabgesetzt, wenn man in
einem aliphatischen Alkohol mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen im Molekül als Lösungsmittel arbeitet.
Besonders vorteilhaft ist es, als Lösungsmittel denjenigen Alkohol zu verwenden, der dem
als Ausgangsmaterial verwendeten Ester entspricht. Geht man z. B. vom Dimethylester der Cyclohexan-2,
5-'diol-1,4-dicarbonisäure aus, so wird man vorzugsweise Methanol als Lösungsmittel verwenden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird bei Temperatoren
von mindestens 150° durchgeführt. Die Temperatur soll unterhalb der kritischen Temperatur
des angewandten Lösungsmittels liegen,. Insbesondere ist eine Temperatur von etwa 2000 vorteilhaft.
Man muß natürlich bei einem genügend hohen Druck arbeiten, damit das Lösungsmittel
flüssig bleibt.
Nach einer anderen Ausführungsform wird das zur Umsetzung erforderliche Alkalisalz erst während
des Verfahrens selbst gebildet, indem man nämlich den Cyclohexan-2,5-diol-i, 4-dicarbonsäuredialkylesteirn
statt des fertigen Dialkalisalzes der Cyclohexan-2, 5-diol-i, 4-dicarbonsäuire die erforderliche
Menge Alkalihydroxyd zusetzt. Das Alkalihydroxyd reagiert dann, mit dem Cyclohexan-2,
5-dioKi, 4-dicarbonsäuredialkylester unter Bildung
des entsprechenden Dialkalisalzes.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet wesentliehe
Vorteile gegenüber den bisher bekannten Verfahren zur Wasserabspaltung aus C.yclohexan-2,
5-diol-i, 4-dicarbonsäurediestern. Das Verfahren ist einfacher und wirtschaftlicher als diejenigen
Verfahren, nach denen ein saurer wirkendes Wasserabspaltungsmittel,
wie Phosphorsäure oder Schwefelsäure, angewandt wird. Außerdem besteht bei der Verwendung eines Cyclohexane,5-dioli,
4-dicarbonsäuiredialkylesters, beispielsweise in
Verbindung mit Schwefelsäure, eine erheblich größere Neigung der Estergruppen zur Hydrolyse
zur freien Säure als bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung. Die vorliegenden Verfahrensprodukte
werden schneller als bei der Wasserabspaltung durch Einwirkung von Wärme erhalten,
außerdem tritt Laktonbildung in vermindertem Maße auf. Nach dem Verfahren der deutschen
Patentanmeldung J 8599 IVc/12 ο (Patent 946 896)
wird die Wasser ab spaltung aus Cyclohexan-2,5-dioli,
4-dicarbonsäure oder ihren Mono- oder Diestern mit einer größeren Menge an Alkalihydroxyd als
bei vorliegendem Verfahren durchgeführt, beispielsweise von mindestens 2 Mol Alkalihydroxyd oder
-alkoholat je Mol Säure, Mono-oder Diester. Hierbei ist, unabhängig davon, ob man eine Säure, einen
Mono- oder einen Diester als Ausgangsstoff verwendet, deir Hauptbestandteil des durch Wasserabspaltung
erhaltenen Reaktionsproduktes das Dialkalisalz der Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäure.
Man ihuß bei jedem Verfahren also, wenn man aus einem Cyclohexan-2, 5-diol-i, 4-dicarbonsäuredialkylester
einen Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäuredialkylester
herstellen will, zunächst das Dialkalisalz der Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäure
hydrolysieren und dann die freie Säure verestern. Dieses Verfahren ist' umständlich und
unwirtschaftlich, verglichen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Auch gegenüber dem Verfahren der deutschen Patentanmeldung J8600 IVb/120 (Patent950285)
bietet das erfindungsgemäße Verfahren noch Vorteile. Während nach jenem Verfahren beim Arbeiten
mit Methanol bei einmaligem Durchgang nur eine Ausbeute von 6% Cyclohexan-i, 4-dien-1, 4-dicarbonsäuredimethylester
erzielt wird, macht sich beim Verfahren gemäß der Erfindung die katalytische Wirkung des Alkalisalzes in einer Ausbeuteerhöhung
auf 55fl/o bemerkbar. Es kommt noch
hinzu, daß nach Beispiel 2 der vorliegenden Beschreibung eine 75°/oige Ausbeute an Cyclohexai,
4-dien-i, 4-diearbonsäuredimethylester und eine 23%ige Ausbeute an Lakton erhalten wurde, wobei
das Lakton- zur weiteren Wasserabspaltung im Kreislauf in das Verfahren zurückgeführt werden
kann, also nicht verlorengeht.-Der Verlust beträgt hierbei also nur 2%.
18,4 g Cyclohexan-2, 5-diol-i, 4-dicarbonsäuredimethylester
und 0,0,5 g des entsprechenden Dinatriumderivates wurden in einem Druckgefäß aus
rostfreiem Stahl zusammen mit 100 ecm Methanol 24 Stunden auf 2000 erhitzt. Nach dem Abkühlen
auf 2O° schieden sich 2,7 g Cyclohexa-i, 4-dieni,
4-dicarbonsäuredimethylester aus. Die Methanollösung wurde aus dem Druckgefäß entfernt, eingeengt
und mit Wasserdampf destilliert, wodurch weitere 1,75 g Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäuTedimethylester
erhalten wurden. Bei der fortlaufenden kontinuierlichen Extraktion · mit Äther
ergab das Wasserdampfdestillat noch weitere 4,1 g Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäuredimethylester. Die Gesamtausbeute an diesem Ester betrug
also 8,55 g = 55°/» der Theorie; F. = 1300.
Durch Einengen des wäßrigen Rückstandes nach der Wasserdampfdestillation wurden 6,25 g eines
Laktons, nämlich des 4-CarbomethDxy-2-oxy-6-oxabicylo-[3, 2, 1]-oktan-7-on; F. = 1170 erhalten.
Dieses Lakton kann im Kreislauf in das Verfahren zurückgeführt und seinerseits durch Wasserabspalrung
in Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäuredimethylester umgewandelt werden.
Wurden an Stelle von 0,05 g Dinatriumderivat 0,5 g angewandt, so wurden nach Beendigung der
Umsetzung und Abdestillieren des Methanols iao 11,7 g Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäuiredimethylester
entsprechend einer Ausbeute von 75% abgetrennt. Außerdem wurden 4,3 g 4-Carbomethoxy-2-oxy-6-oxabicyclo-[3,
2, 1]-oktan-7-on erhalten, entsprechend einer Ausbeute von 23 % an Lakton.
Das Lakton wurde im Kreislauf in das Ver-
fahren zurückgeführt und durch Wasserabspaltung in Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäuredimeth.ylester
umgewandelt. Dadurch tritt fast kein Verlust an Ausgangsmaterial durch Umwandlung zu unerwünschten
Produkten auf.
I05 g Cyclohexan-2, 5-diol-i, 4-dicarbonsäurediäthylester
wurden in 500 ecm Äthanol gelöst, und die Lösung wurde zusammen mit 2 g Natriumhydroxyd
36 Stunden in einem Druckgefäß aus rostfreiem Stahl auf 2200 erhitzt. Im Laufe der
Umsetzung wurde eine kleine Menge des Diäthylesters in das Dinatriumsalz der Cyclohexan-2,
5-diol-i, 4-dicarbonsäure umgewandelt, und dieses Salz wirkte katalytisch auf die Wasserabspaltung.
Das Äthanol wurde aus dem Reaktionsprodukt abdestilliert, und es wurden 75 g Cyclohexaao
i, 4-dien-i, 4-dicarbonsä.urediäthylester erhalten.
Dieser Diester enthielt keine Hydroxylgruppen mehr; die Wasserabspaltung war also vollständig
verlaufen. Der Diester hatte einen Siedepunkt Kp.0i6=io6° und eine Reinheit von 92°/». Die
Ausbeute an Cydohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäurediäthylester
betrug bei einem Durchgang 76%.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung von Dialkylestern der Cyclohexa-i, 4-dien-i, 4-dicarbonsäure durch Wasserabspaltung in flüssigem Zustand, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Dialkylester der Cyclohexane, Srdiol-i, 4-dicarbonisäure mit mindestens 0,01 %>, vorzugsweise ι bis 5%, bezogen auf das Gewicht des als Ausgangsmaterial verwendeten Dialkylesters, eines darin gelösten Dialkalisalzes der Cyclohexan-2, 5-dial-i, 4-dicarbonsäuire in Gegenwart eines aliphatischen Alkohols mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen im Molekül als Lösungsmittel auf mindestens 1500, vorzugsweise 2oo°, erhitzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dialkalisalz erst durch Zusatz der entsprechenden Menge Alkalihydroxyd zum Cyclohexan-2, 5-idiol-i, 4-dicarbonsäuredialkylester beim Erhitzen der Reaktionsmischung gebildet wird.© 609530/479 6.56 (609 705 12.56)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1105215X | 1953-05-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE954060C true DE954060C (de) | 1956-12-13 |
Family
ID=10874381
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI8604A Expired DE954060C (de) | 1953-05-01 | 1954-05-01 | Verfahren zur Herstellung von Dialkylestern der Cyclohexa-1, 4-dien-1, 4-dicarbonsaeure durch Wasserabspaltung in fluessigem Zustand |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE954060C (de) |
| FR (1) | FR1105215A (de) |
| NL (1) | NL95036C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1271110B (de) * | 1962-05-03 | 1968-06-27 | Olin Mathieson | Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Cyclohexadien-1, 4-dicarbonsaeure |
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0
- NL NL95036D patent/NL95036C/xx active
-
1954
- 1954-05-01 DE DEI8604A patent/DE954060C/de not_active Expired
- 1954-05-03 FR FR1105215D patent/FR1105215A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1271110B (de) * | 1962-05-03 | 1968-06-27 | Olin Mathieson | Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Cyclohexadien-1, 4-dicarbonsaeure |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1105215A (fr) | 1955-11-29 |
| NL95036C (de) |
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