DE634733C - Verfahren zur Herstellung niedrigsiedender fluessiger Kohlenwasserstoffe durch Waermebehandlung von Teeren, Mineraloelen, deren Destillations- und Umwandlungsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung niedrigsiedender fluessiger Kohlenwasserstoffe durch Waermebehandlung von Teeren, Mineraloelen, deren Destillations- und Umwandlungsprodukten

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DE634733C
DE634733C DEI45189D DEI0045189D DE634733C DE 634733 C DE634733 C DE 634733C DE I45189 D DEI45189 D DE I45189D DE I0045189 D DEI0045189 D DE I0045189D DE 634733 C DE634733 C DE 634733C
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DE
Germany
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catalyst
tars
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heat treatment
production
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Expired
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DEI45189D
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English (en)
Inventor
Dr Ernst Donath
Dr Mathias Pier
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G11/00Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G11/14Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid catalysts
    • C10G11/18Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid catalysts according to the "fluidised-bed" technique

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

Bei der bekannten Überführung hochsiedender Kohlenwasserstoffe, insbesondere von Teeren, Mineralölen, deren Destillations- und Umwandlungsprodukten o. dgl., in niedriger siedende durch Spalten in Gegenwart von Katalysatoren kann man so verfahren, daß man die Katalysatoren in fein verteiltem Zustand dem Ausgangsmaterial zugibt und das Gemisch dann auf die Reaktionstemperatur aufheizt. Hierbei hat sich gezeigt, daß die Katalysatoren während der Aufheizung vielfach von in den Produkten vorhandenen oder sich während der Behandlung bildenden Polymerisationsprodukten umhüllt werden und daher nicht ihre volle Wirksamkeit entfalten können.
Es wurde nun gefunden, daß man diesen
Nachteil beseitigen kann, wenn man die für die Umsetzung bestimmte Katalysatormenge dem in strömendem Zustand befindlichen
ao schon erhitzten Ausgangsstoff während der Verarbeitung an verschiedenen, in der Strömungsrichtung aufeinanderfolgenden Stellen in Anteilen zusetzt. Es wird auf diese Weise vermieden, daß die gesamte erforderliche Menge des Katalysators die gesamte Apparatur von Anfang bis zu Ende durchlaufen muß und dabei den Einflüssen, welche die katalytische Wirksamkeit herabsetzen, ausgesetzt ist. Durch, die Zuführung des Katalysators in Anteilen an mehreren Stellen der Apparatur erreicht man, daß dauernd frischer oder wenig verbrauchter Katalysator zugegen ist. Außerdem ist es auf diese Weise möglich, den für die jeweilige Reaktionsstufe am besten geeigneten Katalysator zuzufügen.
Als Katalysatoren kommen insbesondere in Betracht Elemente oder deren Verbindungen der zweiten bis achten Gruppe des periodischen Systems, wie z. B. Zink, Vanadin, Chrom, Mangan, Eisen oder Kobalt. Von Verbindungen kommen vorzugsweise die Oxyde, Halogenide oder sauren Salze in Betracht. Ferner kann man aktive Kieselsäure, Kieselgur, aktive Kohle, Koks, Grude u. dgl. verwenden. Diese können mit einer katalytischen Substanz getränkt oder gemischt sein. Es können auch solche Katalysatoren verwendet werden, die sich, während der Reaktion zersetzen, z. B. Halogenverbindungen von Metallen oder organische Halogenverbindungen, Metallcarbonyle oder Oxalate.
Bei der Durchführung des Verfahrens kann man sich im wesentlichen der bei der thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen üblichen Maßnahmen und Vorrichtungen bedienen. Man verwendet zweckmäßig einen Röhrenvorheizer mit anschließendem Reaktionsgefäß und verfährt derart, daß man den fein gemahlenen Katalysator für sich oder vorzugsweise verteilt in einer asphaltfreien
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden: Dr. Mathias Pier in Heidelberg und Dr. Ernst Donath in Mannheim.
Flüssigkeit, ζ. B. Schweröl· - Mittelöl oder Benzin oder Gemischen dieser, mittels Einschleusvorrichtungen an mehreren Stellen des-Vorheizers-und bzw. oder des Reaktionsg§*' fäßes, gegebenenfalls zwischen Vorheizer lÄoJ: Reaktionsgefäß, zuführt. 1^V
Im Reaktionsgefäß selbst können Rohre* von verschiedener Länge bzw. in verschiedeiner. Höhe angebracht sein, so daß man im ίο unteren, mittleren und oberen Teil des Gefäßes den Katalysator zugeben kann. Bei der Anwendung mehrerer Reaktionsgefäße kann der Katalysator vor Eintritt in jedes Reak-* tionsgefäß oder in den unteren Teil jedes' Reaktionsgefäßes an mehreren Stellen, eines oder jeden Reaktionsgefäßes zugeführt werden. Das Öl, mit dem der Katalysator evtl. angepastet wird, kann vorher erwärmt werden, so daß an der Zuführungsstelle kein oder nur ein geringer Temp eraturabfall eintritt. Aus diesem Grunde ist es mitunter erforderlich, den Katalysator mit größeren Mengen des vorerhitzten "Öles zu versetzen, als s"ie lediglich zum Anpasten erforderlich, wären. '25 Wird der Katalysator in mehr als zwei Stufen zugeführt, so ist es vorteilhaft, die Zuführung in verschiedenen Temperaturgebieten vorzunehmen,, z. B.' bei 300 bis 4000, bei 400 bis 50a0 usf. Die an den einzelnen Stellen der Apparatur zugeführte Menge des Katalysators wird so gewählt, daß im Reaktionsgefäß die erforderliche Gesamtmenge, bezogen auf das Auggangsprodukt, vorhanden - ist. So kann z. B. im Vpfheizer die Hälfte und im Reaktionsgefäß oder kurz vor demselben die andere Hälfte des Katalysators zugesetzt werden, wobei auch, an den verschiedenen Stellen verschiedene Arten von Katalysatoren zur Einwirkung gebracht werden können.
Die Spaltung wird unter den hierbei üblichen Bedingungen der Temperatur, z. B. bei 400 bis 6oo° und darüber, ausgeführt. Man kann auch 'unter Druck, und zwar unter mäßig oder stark erhöhtem Druck, etwa zwischen 5 at und 200 at oder unter noch höheren Drucken·, arbeiten. Die bei dem Verfahren außer den gebildeten niedriger siedenden Produkten erhaltenen höher siedenden Anteile können nach. Abtrennung von den ersteren und gegebenenfalls nach Abtrennung vom Katalysator erneut dem Reaktionsgefäß zugeleitet oder für sich verwendet werden.
Es ist zwar bekannt, Spaltkatalysatoren dem zu spaltenden Öl nach, der Erhitzung zuzusetzen. Das Wesen der vorliegenden Erfindung .besteht jedoch, darin, den Katalysator dem erhitzten strömenden Öl an verschiedenen in der Strömungsrichtung aufeinanderfolgen
den Stellen zuzusetzen. Auf diese Weise wird eine 'innige Mischung mit dauernd wirksamem Katalysator ohne Anwendung umständlicher ; »Kijjhrung erzielt und die Möglichkeit gegeben, '·.- Spaltverfahren bei hoher Temperatur in i-fctjrzester Zeit durchzuführen. 6g
Beispiel
**Eifie*'pberhalb 3250 siedende Ölfraktion, ge-WO^HAiii^ifsifefh deutschen Erdöl, wird bei
££oja't J.D^^$injreinem gasbeheizten Röhren-.system'*aüf-/4öj|?)r erhitzt. Sobald das Öl eine
'Temperatur von 42 o° erreicht hat, werden an der entsprechenden Stelle des Röhrensystems 0,5% (bezogen auf das Öl) eines Katalysators, bestehend aus aktiver Kohle, die mit 50/0 Zinkchlorid getränkt ist, zugesetzt. Der Katalysator ist fein gemalüen in einer von 325 bis 3750 siedenden Fraktion des gleichen Öles suspendiert. Dem auf 485° erhitzten Öl werden nochmals 0,50/0 des gleichen Katalysators zugesetzt und das Öl in einen Krackraum mit größerem Durchmesser als das Heizrohr geleitet; die entstandenen Dämpfe sowie die flüssigen Anteile und der Katalysator werden kontinuierlich aus dem Reaktionsraum abgeführt. Es wird, bezogen auf das Ausgangsprodukt, eine Benzinausbeute von 45,7 0/0 erhalten, während bei Zugabe der gesamten Katalysatormenge zu dem Ausgangsprodukt vor Eintritt in die Apparatur go die Benzinausbeute nur 42,80/0 beträgt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung niedrigsiedender flüssiger Kohlenwasserstoffe durch Wärmebehandlung von Teeren, Mineralölen, deren Destillations- und Umwandlungsprodukten 0. dgl. in Gegenwart von in den Ausgangsstoffen fein verteilten Katalysatoren, die nach Erhitzung der Ausgangsstoffe zugegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß man die für die Umsetzung bestimmte Katalysatormenge dem in strömendem Zustand befindlichen schon erhitzten Ausgangsstoff während der Verarbeitung an verschiedenen, in der Strömungsrichtung aufeinanderfolgenden Stellen in Anteilen zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens einen Teil der Katalysatormenge dem Ausgangsstoff zugibt, nachdem dieser den größten Teil der zur Erreichung der Reaktionstemperatur notwendigen Wärmemenge aufgenommen hat.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Katalysator in asphaltfreiem Öl verteilt zusetzt.
DEI45189D 1932-08-28 1932-08-28 Verfahren zur Herstellung niedrigsiedender fluessiger Kohlenwasserstoffe durch Waermebehandlung von Teeren, Mineraloelen, deren Destillations- und Umwandlungsprodukten Expired DE634733C (de)

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FR760030D FR760030A (fr) 1932-08-28 1933-08-23 Procédé pour préparer des hydrocarbures liquides à point d'ébullition peu élevé par traitement thermique de goudrons, d'huiles minérales, et autres produits similaires
NL66458A NL37257C (de) 1932-08-28 1933-08-24

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE849157C (de) * 1937-08-13 1952-09-11 Basf Ag Verfahren zur katalytischen Spaltung von Kohlenwasserstoffoelen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE849157C (de) * 1937-08-13 1952-09-11 Basf Ag Verfahren zur katalytischen Spaltung von Kohlenwasserstoffoelen

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Publication number Publication date
NL37257C (de) 1936-01-15
FR760030A (fr) 1934-02-15

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