DE557740C - Verfahren zum Raffinieren von Schmieroeldestillaten des Erdoels oder Teers - Google Patents
Verfahren zum Raffinieren von Schmieroeldestillaten des Erdoels oder TeersInfo
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Description
- Verfahren zum Raffinieren von Schmieröldestillaten des Erdöls oder Teers Die Erfindung betrifft die Gewinnung von weitgehend gereinigten Fraktionen bei der Destillation von Kohlenwasserstoffgemischen, wie Mineralölen, Teerölen u. dgl. Bei der Destillation solcher Gemische verfährt man vielfach derart, daß man die Ausgangsstoffe in von außen geheizten Rohren vorheizt und alsdann in eine Fraktionierkolonne einleitet, in der die Zerlegung stattfindet und aus der die einzelnen Fraktionen getrennt voneinander abgezogen werden. Es ist üblich, die erhaltenen Fraktionen oder einen Teil dieser mit Wasserdampf zu behandeln, um die niedriger siedendenAnteile abzutreiben. Diese Behandlung erfolgt z. B. in Gegenstromkolonnen, die mit Glockenböden versehen sein können und in die von unten Wasserdampf eingeführt wird; die oben abziehenden, leichter siedenden Anteile werden zusammen mit dem Wasserdampf in die Fraktionierkolonne zurückgeführt. Die auf diese Weise gewonnenen Fraktionen müssen nun vielfach, da sie in ihrer Farbe zu wünschen übrig lassen, noch mit Entfärbungsmitteln, z. B. Bleicherde, behandelt werden. Dies erfolgt meist nach Abkühlung der Ölfraktionen in gesonderten Apparaturen, wobei es erforderlich ist, die Fraktionen nochmals auf die zur Entfärbung erforderliche Temperatur zu bringen.
- Gemäß vorliegender Erfindung wird diese umständliche gesonderte Behandlung mit Entfärbungsmitteln vermieden. Das Verfahren besteht darin, daß aus einer oder mehreren Zonen der Fraktionierkolonne flüssige Destillate abgezogen und einer bzw. mehreren Reinigerkolonnen zugeführt werden, in denen die Reinigung mit den Entfärbungsmitteln und die Behandlung mit Wasserdampf erfolgt. Man arbeitet dabei derart, daß das aus der Fraktionierkolonne abgezogene Destillat oben auf die Reinigerkolonne aufgegeben und Wasserdampf im Gegenstrom zu dem zu behandelnden 01 unten eingeführt wird; die Zugabe des am besten mit Öl angerührten Entfärbungsmittels erfolgt an geeigneter Stelle des Reinigers. Die Arbeitstemperatur in der Reinigerkolonne ist bestimmt durch die Temperatur des flüssigen Destillates. Die Behandlungszeit mit dem Entfärbungsmittel muß daher sorgfältig kontrolliert werden. Dies kann durch Regulierung der Flüssigkeitsmengen, welche auf den Glockenböden zurückgehalten und derjenigen, welche sich unten in der Kolonne ansammeln, in an sich bekannter Weise erreicht werden. Ein anderer Weg zur Regelung der Behandlung besteht darin, daß man das am besten mit C51 angerührte Entfärbungsmittel in solcher Höhe in die Kolonne einführt, daß die Berührungsdauer mit dem 01 genügt, um die gewünschte Reinigung zu bewirken. Als Entfärbungsmittel kommen beispielsweise Fullererde, mit Säuren vorbehandelte Bleicherde, Filtrol u. dgl. in Betracht.
- Die vorliegende Arbeitsweise stellt eine bedeutende Vereinfachung gegenüber den bisher bekannten Arbeitsweisen dar. Da sowohl die Destillation in der Fralctionierkolonne als auch die Reinigung der abgetrennten Fraktionen und ihre gleichzeitige Behandlung mit im Gegenstrom geführtem Dampf in den Reinigerkolonnen kontinuierlich und nebeneinander verlaufend erfolgen, erreicht man in einem einzigen Arbeitsgang mit einer verhältnismäßig einfachen Apparatur eine glatte Zerlegung des Ausgangsproduktes in die gewünschten gereinigten Endfraktionen. Diese einfache Art der Arbeitsweise läßt sich mit keiner der bisher bekannten Arbeitsweisen erreichen. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die in den Reinigerkolonnen behandelten Fraktionen, die, mit dem Entfärbungsmittel gemischt, durch die einzelnen Glockenböden dem Dampfstrom entgegengeführt werden, auf diese Weise in einen besonders innigen Kontakt mit dem Entfärbungsmittel gebracht werden, so daß eine mechanische Rührung der mit dem Entfärbungsmittel gemischten Fraktionen in Wegfall kommt und sehr hochwertige Endprodukte erhalten werden.
- An Hand der Zeichnung sei das Verfahren näher erläutert.
- i bedeutet das Zuleitungsrohr für das Ausgangsmaterial; z ist die Heizvorrichtung, 3 die Fraktionierkolonne; ¢ ist der Kühler für die aus der Kolonne oben abziehenden Gase und Dämpfe; 5 ist ein Rückflußrohr; 6 und 6' sind zwei Reinigerkolonnen, denen durch die Rohre 7 und 7' flüssige Destillate aus bestimmten Zonen der Fraktionierkolonne 3 zugeführt werden; 8 und 8' sind Dampfzuleitungsrohre für die Rein?gerkolonnen, denen durch die Rohre 9 und 9' Gemische von ölen mit Entfärbungsmitteln zugeführt werden; io und io' sind die Rückleitungen aus den Reinigerkolonnen für die aus dem flüssigen Destillat abgetriebenen Dämpfe und den Wasserdampf; i i und i i' sind die Ableitungsrohre für die Gemische des behandelten flüssigen Destillates mit dem Reinigungsmittel; 12 und 12' sind Filtervorrichtungen zur Abtrennung des Destillates von dem Reinigungsmittel.
- Die Ausgangsstoffe, z. B. ein getopptes Rohöl, werden mittels einer Pumpe durch das Zuleitungsrohr dem Erhitzer zugeführt, indem sie in mehreren Rohren durch Außenheizung mis Verbrennungsgasen auf Destillationste.Aheratur erhitzt werden. Die Erhitzung des.-@les kann selbstverständlich auch in anderei:@Veise, z. B. in üblichen Verdampfergefäßen Blasen), erfolgen. Das erhitzte Öl wird sdann in die Fraktionierkolonne, welche Glockenböden oder ähnliche Vorrichtungen enthält, eingeführt. Das öl wird hier in mehrere Fraktionen zerlegt, z. B. die Gasölfraktion, die oben abzieht, die paraffinhaltige Ölfraktion und die Zylinderölfraktion, welche beide an der Seite der Kolonne in zwei Strömen abgezogen werden, und die Asphaltfraktion, die sich am Boden der Kolonne sammelt. »Die Destillation und Fraktionierung kann unter beliebigem Druck ausgeführt werden, beispielsweise unter Atmosphärendruck oder unter Vakuum. Die seitlich abgezogenen flüssigen Destillate, also die Paraffinöldestillate und das Zylinderöldestillat, werden alsdann jede für sich in der zugehörigen Reinigungskolonne 6, 6' mit in Öl aufgeschlämmter Bleicherde behandelt. Das Gemisch von öl und Bleicherde fließt durch die Rohre i i, i i' ab undJ gelangt durch die Kühler 13, 13' nach den Filtern 12, 12' und von hier nach den Kühlern r4., 1d.'. Beispiel Ein getopptes Mid-Kontinent Rohöl (5o11/0 abdestilliert) wird unter Vakuum in der oben beschriebenen Apparatur der Destillation unterworfen. Man erhält als Produkte Asphalt, Zylinderöl und Paraffinöl. Das Zylinderöl wird mit 2,4o g Filtrol pro Liter i Minute lang behandelt. Die Temperatur beträgt in der Reinigerkolonne 33o° und unten etwa 300°. Das Zylinderöl, welches eine Viskosität von 3-65' En gler bei ioo° hat, wird zur Bestimmung der Färbung in folgender Weise verdünnt: 15 Teile des Öles werden mit 85 Teilen Leuchtöl gemischt, dessen Farbe nach der Skala des Saybolt-Kolorimeters -{- 21 (wasserhell) ist. Der Farbwert einer Probe unbehandelten Zylinderöls ist nach der Skala des Tagliabue-Robinson-Kolorimeters 34, während der Farbwert des mit Bleicherde behandelten Öles i% beträgt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Raffinieren von Schmieröldestillaten des Erdöls oder Teers mit Entfärbungsmitteln in der Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß die Destillate mit den Entfärbungsmitteln behandelt werden, während sie in bekannter Weise unmittelbar nach ihrer in Fraktionierkolonnen erfolgten Kondensation in kleinen Abtreibekolonnen zwecks Entfernung der zu niedrig siedenden Anteile mit Wasserdampf behandelt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer der Behandlung der Öle mit den Entfärbungsmitteln dadurch geregelt wird, daß die Entfärbungsmittel, gegebenenfalls in Mischung mit Ö1, in jeweils entsprechender Höhe in die Abtreibekolonne eingeführt werden.
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