DE550239C - Ersatz fuer Olein in der Textilindustrie - Google Patents

Ersatz fuer Olein in der Textilindustrie

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DE550239C
DE550239C DEI35172D DEI0035172D DE550239C DE 550239 C DE550239 C DE 550239C DE I35172 D DEI35172 D DE I35172D DE I0035172 D DEI0035172 D DE I0035172D DE 550239 C DE550239 C DE 550239C
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DE
Germany
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olein
acids
textile industry
substitute
unsaturated
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Expired
Application number
DEI35172D
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English (en)
Inventor
Dr Hans Beller
Dr Martin Luther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE550239C publication Critical patent/DE550239C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M7/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made of other substances with subsequent freeing of the treated goods from the treating medium, e.g. swelling, e.g. polyolefins
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M2200/00Functionality of the treatment composition and/or properties imparted to the textile material
    • D06M2200/40Reduced friction resistance, lubricant properties; Sizing compositions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Ersatz für Olein in der Textilindustrie Aus den Oxydationsprodukten von Paraffinkohienwasserstoffen, Wachsen u. dgl. oder daraus abgetrennten Säuren oder deren Derivaten lassen sich durch Wasserabspaltung ungesättigte Säuren gewinnen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die so gewonnenen ungesättigten Säuren in vorzüglicher Weise an Stelle der technischen Ölsäure, des Oleins, verwenden kann, z. B. zur Behandlung von Fasermaterialien, wie Einfetten von Wolle vor dem Reißen, Schmälzen vor dem Spinnen u. dgl. Sie können ferner mit besonderem Vorteil. für die Herstellung von Spinn- und Spickölen sowie von Textilseifen Verwendung finden. Für alle diese Verfahren bildete seither das 01ein, die technische Ölsäure, die Grundlage der zur Verwendung gelangenden. Präparate. Das Olein wird im allgemeinen durch einen Verseifungsprozeß aus natürlichen Fetten und Ölen gewonnen und enthält daher stets mehr oder weniger große Mengen Stearin, wodurch die Leichtflüssigkeit und Kältebeständigkeit der daraus hergestellten Präparate stark beeinträchtigt wird. Ferner zeigen Öle, die z. B. aus Tran oder trocknenden Ölen gewonnen wurden, Neigung zum Verharzen, wodurch unliebsame Störungen durch Verschmieren und Verkleben der Maschinen, beispielsweise in der Wollreißerei, verursacht werden. Die bisher verwendeten Naturprodukte enthalten in der Hauptsache die einfach ungesättigte Ölsäure mit 18 Kohlenstoffatomen, mitunter auch die Hypogäasäure mit 16 Kohlenstoffatomen, und besitzen eine ziemlich hohe Viskosität. Andere Produkte von geringerer Viskosität, die für die genanntem. Zwecke an sich vorteilhafter wären, enthalten stärker ungesättigte Säuren, so daß ihre Verwendung durch die Gefahr der Selbstentzündung infolge Oxydation, z. B. bei gefetteter Baumwolle, die meist eine Oleinauflage von 8 bis 12 % erhält, beeinträchtigt wird.
  • Bei Verwendung der hier im vorliegenden Falle vorgesehenen Säuren fallen diese Nachteile weg. Diese Säuren. werden erst bei i bis 2° C fest, sind bei etwa 20° C leichtflüssigund von heller Farbe, bei gewöhnlicher Temperatur vollkommen klar, mit basischen Mitteln leicht .emulgierbar, zeigen keine Neigung zur Verharzung oder zum Verkleben rund sind auch bei feinster Verteilung auf der Faser nicht feuergefährlich. Die Verseifungszahl schwankt zwischen igo und 25o, die Jodzahl zwischen etwa 5o und 9o. Der Gehalt an Unverseifbarem ist sehr gering. Durch geeignete Modifikation der Herstellungsweise oder der Nachbehandlung läßt sich die Höhe der Säurezahl und Verseifungszahl wie auch die Länge der Kohlenstoffkette variieren, wodurch die Produkte den verschiedenen Verwendungszwecken '-angepaßt werden können. Die synthetischen ungesättigten Säuren sind jederzeit in gleicher - Qualität erhältlich, sind billiger und machen vom Naturprodukt, dem techni: schen Olein, unabhängig. Sie ' können auch im Gemisch mit ,anderen, z. B. natürlichen Säuren, wie Olein, zur Anwendung gelangen. Beispiel Auf i oo Teile gewaschene Rohwolle werden 15 Teile eines Gemisches von ungesättigten Säuren, vorteilhaft in @emulgiertem - Zustande, aufgebracht. Die Weiterverarbeitung der Faser, wie das Kratzen und Krempeln, wird durch diese Behandlung wesentlich @erleichtert. Vor dem Spinnen werden die zugesetzten ungesättigten Säuren bei q.o° durch ein Seifenbad, das Soda oder Ammoniak enthält, aus dem Wollgarn entfernt. Die ungesättigten Säuren können z.13. gewonnen werden, indem man Oxyfettsäuren, die durch Oxydation von Paraffinwachs und nachfolgendes Abtrennen durch Auspressen gewonnen wurden, bei Temperaturen zwischen 100 bis 300° C destilliert. In gleicher Weise geeignet sind die durch Destillation aus dem rohen Oxydationsprodukt von Paraffinkohlenwasserstoffen u. dgl. mit oder ohne Anwendung von erhöhtem oder vermindertem Druck gewonnenen ungesättigten Fettsäuren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Die Verwendung der aus den Oxydationsprodukten von Paraffinkohlenwasserstoffen, Wachsen u. dgl. oder daraus abgetrennten Säuren oder deren. Derivaten durch Wasserabspaltung erhältlichen ungesättigten Säuren an Stelle von Olein in der Textilindustrie.
DEI35172D 1928-08-06 1928-08-07 Ersatz fuer Olein in der Textilindustrie Expired DE550239C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753814C (de) * 1941-03-07 1951-10-31 Goldschmidt Ag Th Textiloele
DE852389C (de) * 1948-11-26 1952-10-13 Herberts & Co Gmbh Dr Kurt Mittel zum Behandeln von Textilien

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753814C (de) * 1941-03-07 1951-10-31 Goldschmidt Ag Th Textiloele
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