DE565057C - Emulsionswachs - Google Patents

Emulsionswachs

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DE565057C
DE565057C DE1930565057D DE565057DD DE565057C DE 565057 C DE565057 C DE 565057C DE 1930565057 D DE1930565057 D DE 1930565057D DE 565057D D DE565057D D DE 565057DD DE 565057 C DE565057 C DE 565057C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00—Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/017—Mixtures of compounds
    • C09K23/018—Mixtures of two or more different organic oxygen-containing compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Emulsionswachs Es ist bekannt, daß Wachs- und Fettalkohole je nach ihrer Konstitution durch Seifenzusatz in Wasser gelöst oder emulgiert werden können und Wachsemulsionen zu stabilisieren vermögen.
  • Die bisher für diese Zwecke üblichen Alkohole sind, soweit sie wachsartige Konsistenz aufweisen, aber nur in begrenzten Verhältnissen mit Wasser kombinierbar. Wollfettalkohole nehmen je nach ihrer nach Herkunft und Gewinnung verschiedenen Zusammensetzung wechselnde Wassermengen auf; höhere, rein aliphatische Alkohole, wie der Cetylalkohol, lassen sich teilweise mit der 20flachen Menge Wasser noch beständig emulgieren, wenn Seifen, seifenartige Sulfonate o. dgl. hinzugesetzt werden. Für zahlreiche Zwecke der Textil- oder Lederindustrie, bei der Herstellung von Putzmitteln u. dgl., für kosmetische und pharmazeutische Zwecke usw. ist es aber erwünscht, in noch verdünnteren Lösungen stabile Emulsionen wachs-Woder fettartig sich verhaltender Produkte herzustellen.
  • Diese Möglichkeit ist nunmehr auf Grund nachfolgender Beobachtungen gegeben. Es wurde nämlich gefunden, daß mehrwertige, höher molekulare Fett- und Wachsalkohole diese Eigenschaften in befriedigendem Ausrnaße aufweisen. Dabei ist es nicht nötig, daß diese Alkohole in reiner Form vorliegen; auch Tachskompositionen, die nur zum Teil aus derartigen mehrwertigen Alkoholen bestehen, emulgieren in etwa I°/Oiger wäßriger Suspension beständig, sobald geringe Mengen von Seifen oder Seifenersatzmitteln zugegen sind.
  • Infolgedessen sind die mehrwertigen höher molekularen Fettalkohole auch von Wert bei der Herstellung von emulgierfähigem Paraffin, Ceresin u. dgl. Auf Grund ihres höheren Emulgierungsvermögens genügen zudem klei nere Zusätze als bisher üblich.
  • Derartige höher molekulare mehrwertige Fettalkohole lassen sich nach verschiedenen Methoden herstellen.
  • Beispielsweise geht Oxystearinsäure, welche leicht durch katalytische Hydrogenierung von Ricinolsäure, aber auch durch Wasseranlagerung an Oleinsäure herstellbar ist, in Gegenwart von Kontaktstoffen beim Behandeln mit Wasserstoff unter hohem Druck bei 280 bis 3500 glatt und quantitativ in Dioxyoctadecan über, welches- bei 530 schmilzt und in Gegenwart von etwa I bis 2 °lo Talgseife oder 5 bis Io °/o cetylsulfonsaurem Natrium in beliebigen Verhältnissen in Wasser emulgierbar ist und weiterhin auch Paraffin- oder Wachsemulsionen zu stabilisieren vermag. Ein weiterer Weg zur Darstellung mehrwertiger Fettalkohole ist der folgende: Technischer Oleinalkohol wird bei Temperaturen unter 200 mit etwa der gleichen Menge Schwefelsäure in Reaktion gebracht und mit etwa der 5- bis Iofachen Menge Wasser längere Zeit gekocht. Nach Entfernung der überschüssigen Säure und Trocknen nach üblichen Verfahren ergibt sich ein Produkt, das im wesentlichen aus Dioxyoctadecan besteht und das sich ähnlich verhält wie das oben beschriebene Reduktionsprodukt der Oxystearinsäure.
  • Ebenso lassen sich mehrwertige höher molekulare Alkohole durch Alkalieinwirkung auf Halogensubstitutionsprodukte einwertiger, höher molekularer Alkohole, z. B. des Cetylalkohols, des Oleinalkohols, des Laurinalkohols usw., darstellen, und es ist durchaus möglich, an Stelle dieser letztgenannten Alkohole auch deren aus natürlichen Fettprodukten erhältliche Gemische für die gedachte Umsetzung zu verwenden. Auch durch Einwirkung von Natriummetall auf Oxyfettsäuren und ihre Ester, zweckmäßig zuvor gehärtetes Rizinusöl, Rizinusölsäure oder Ricinolsäureester, lassen sich diese Substanzen gewinnen.
  • Beispiel I Dioxyoctadecan, das durch Reduktion von gehärtetem Rizinusöl gewonnen wurde, wird mit 2 01, Stearinsäure technisch und 0,25 O/o Harzsäure zusammengeschmolzen. Es resultiert ein wachsartiges Produkt vom Fp.
  • 5I bis 530, welches als solches oder nach Zugabe der I112fachen Menge Paraffin in schwach sodaalkalischem Wasser durch einfaches Erwärmen in beliebig verdünnbare Emulsion übergeführt werden kann.
  • Beispiel 2 Ein durch Hydratisieren von technischem Oleinalkohol mit Schwefelsäure erhaltenes Wachsgemisch von der Jodzahl 16 und dem Fp. 320 wird bei 500 mit t/10 seines Gewichtes cetylschwefelsaurem Natrium versetzt.
  • Es resultiert ein in neutralem, essigsaurem oder alkalischem Wasser beliebig emulgierbares Weichwachs.
  • Beispiel 3 20 Gewichtsteile Dioxyoctadecan werden mit 70 Teilen Cetylalkohol und 10 Teilen cetylschwefelsaurem Natrium bei Temperaturen unterhalb 1000 verschmolzen. Es resultiers ein bei etwa 500 schmelzendes Hartwachs von ähnlichen Eigenschaften, wie unter Beispiel 1 beschrieben.
  • Beispiel 4 20 Gewichtsteile Dioxyoctadecan und 70 Gewichtsteile Laurinalkohol werden über einer Lösung von 10 Gewichtsteilen octadecylschwefelsaurem Natrium in 400 Teilen Wasser verschmolzen und bis zum Erkalten gerührt. Es resultiert eine nach weiterer Wasserzugabe beständig emulgierende weiße Paste.
  • Beispiel 5 20 Gewichtsteile Dioxyhexadecan (erhalten durch Hydratisieren des w-Oxyhexadecylens) und 70 Gewichtsteile Japanwachs werden mit IO Teilen Türkischrotöl bei etwa 800 verschmolzen. Es resultiert ein leicht schmelzender Wachskörper, der als Emulsionswachs für alle in Betracht kommenden Zwecke, speziell der Textil- und Lederindustrie, geeignet ist und dessen Emulsionen sich weitgehend auf Konzentrationen auch unter I 01o verdünnen lassen.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : In Wasser beständig emulgierende fett-oder wachsartige Substanzen, bestehend aus Mischungen von höher molekularen fett- oder wachsartigen Alkoholen für sich oder in Mischung mit anderen fett- odel wachsartigen Produkten mit Seifen, Seifenersatzmitteln, seifenbildenden Säuren oder Lösungen dieser Substanzen, dadurch gekennzeichnet, daß solche fett- oder wachsartige Alkohole verwendet werden, welche mehr als eine Hydroxylgruppe im Molekül enthalten.
DE1930565057D 1930-10-12 1930-10-12 Emulsionswachs Expired DE565057C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2809907A1 (de) * 1977-11-29 1979-05-31 Mallofre Salvador Gali Verfahren und vorrichtung zur verbesserung des startverhaltens aufgeladener verbrennungsmotoren
EP0723035A3 (de) * 1995-01-19 1996-08-14 Decap 93 S L

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2809907A1 (de) * 1977-11-29 1979-05-31 Mallofre Salvador Gali Verfahren und vorrichtung zur verbesserung des startverhaltens aufgeladener verbrennungsmotoren
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