DE546972C - Fahrbarer Arbeitssitz - Google Patents
Fahrbarer ArbeitssitzInfo
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- DE546972C DE546972C DE1930546972D DE546972DD DE546972C DE 546972 C DE546972 C DE 546972C DE 1930546972 D DE1930546972 D DE 1930546972D DE 546972D D DE546972D D DE 546972DD DE 546972 C DE546972 C DE 546972C
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Links
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C9/00—Stools for specified purposes
- A47C9/02—Office stools; Workshop stools
- A47C9/022—Office stools; Workshop stools movably mounted on a working-table or the like
Landscapes
- Seats For Vehicles (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
18. MÄRZ 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34 g GRUPPE
34g $3i-Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 3. Mär \
Siemens-Schuckertwerke Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt
Fahrbarer Arbeitssitz Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Januar 1930 ab
Um ein vorzeitiges Ermüden der Arbeiter zu vermeiden und eine Steigerung der Arbeitsleistung
zu erzielen, ist man im allgemeinen bestrebt, die Arbeitsmittel so auszubilden, daß unnötige körperliche Anstrengungen
vermieden werden. Für viele Arbeiten, die bisher im Stehen vorgenommen wurden, hat man geeignete Arbeitssitze geschaffen, die
der bei den jeweiligen Arbeiten entsprechenden Körperhaltung angepaßt werden. Derartige
Arbeitssitze wurden bisher nur für an einen bestimmten Platz gebundene Arbeiten verwendet. Bei Arbeiten, die einen häufigen
Platzwechsel erfordern, beispielsweise an langen Ringspinnmaschinen oder bei umfangreichen
Sortier- bzw. Montagearbeiten ο. dgl., konnte jedoch der Vorteil der Arbeitssitze
nicht ausgenutzt werden, da mit den bis jetzt bekannten Ausführungen der Arbeitssitze ein
ao häufiger Platzwechsel nicht möglich ist. Infolgedessen mußten derartige Arbeiten
stehend ausgeführt werden, so daß die Arbeitsbedingungen im Vergleich zu den an einem festen Platz vorzunehmenden Arbeiten
erheblich ungünstiger waren.
Die Erfindung betrifft nun einen fahrbar ausgebildeten Arbeitssifcz, durch den auch bei
den einen häufigen Platzwechsel erfordernden Arbeiten eine sitzende Beschäftigung ermöglicht
wird. Die Erfindung besteht darin, daß der Arbeitssitz auf einem von einem
Elektromotor angetriebenen und auf Schienen laufenden Wagen angeordnet wird. Die
Schienenbahn ist hierbei in solcher Weise ausgebildet, daß ihr Raumbedarf nicht störend
in Erscheinung tritt. Beispielsweise kann sie vor der Arbeitsstelle angebracht
und im Fußboden versenkt sein; sie kann statt dessen auch an der Decke oberhalb der
Arbeitsstelle angeordnet sein, wobei der Sitz an einer elektromotorisch angetriebenen
Laufkatze o. dgl. befestigt ist. Die Stromzuführung kann durch parallel zur Rollbahn
verlaufende Schleifdrähte erfolgen, die bei Anordnung der Schienen vor dem Werkplatz *5
zweckmäßig so verkleidet werden, daß ein unbeabsichtigtes Berühren der Schleifdrähte
unmöglich wird. Bei Verwendung eines Gleichstrommotors kann die Geschwindigkeit der Bewegung des Sitzes durch Vorschalten
von Widerständen geregelt werden, was vorteilhaft mittels eines Fußhebels geschieht.
Der gemäß der Erfindung ausgebildete fahrbare Arbeitssitz ermöglicht dem Arbeiter eine
große Beweglichkeit ohne körperlichen Kraftaufwand.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar
zeigt Abb. 1 den Arbeitssitz in der Vorder- und Abb. 2 in der Seitenansicht. Auf einem So
in Schienen 11 laufenden Fahrgestell 12 ist
ein Gestell 13 befestigt, dessen oberer Teil r5
den Arbeitssitz trägt. Dieser ist bei 16 schwenkbar gelagert und durch eine Feder 17
abgestützt. Auf dem Fahrgestell 12 ist ein Gleichstrommotor 18 angeordnet, der als
Vorlegemotor ausgebildet ist und über ein Kettengetriebe 19 die beiden in den Schienen
11 gelagerten Achsen 20 der Lauf räder 21
antreibt. Zum Anlassen und Regeln des Motors 18 dient ein regelbarer Widerstand
22, der durch einen an der Bodenplatte 23 des Sitzes angebrachten Fußhebel 24 gesteuert
wird. Der zweite, an der Bodenplatte 23 angebrachte Fußhebel 25 dient zum Steuern
eines Umschalters, um hierdurch die Fahrtrichtung zu ändern. Die Stromzuführung erfolgt durch unterhalb des Werkplatzes
angebrachte, durch Bretter 26 verkleidete Schleifdrähte 27, an denen zwei an einen
Hebel 28 befestigte Stromabnehmer schleifen. Die beiden Fußhebel 24 und 25 sind bei 29
in dem Fahrgestell gelagert. Am Ende des Fußhebels 24 greift in der Nähe der Lagerung
ein Bremsband 30 an, das über eine auf der herausgefütterten Motorwelle sitzende Bremstrommel
31 geführt ist. Durch eine Zugfeder ao 32 werden die Fußhebel in die Ausschaltstellung
gezogen.
Durch Niedertreten der Fußhebel 24 und 25 kann die Drehzahl des Motors 18 und damit
die Geschwindigkeit, mit welcher der Ara5 beitssitz an dem Werkplatz entlang führt, geregelt
werden. Befinden sich die Fußhebel in der dargestellten Ruhestellung, so ist hierbei
die Bremse 31 angezogen, so daß der Arbeitssite feststeht und nicht unbeabsichtigt
verschoben werden kann.
Die Drehzahl des Motors kann durch Zusatzwiderstände 33 eingestellt werden, die
im unteren Teil 14 des den Arbeitssitz 15
tragenden Gestells angebracht sind. Dieser Teil 14 trägt außerdem einen Ausschalter 34,
durch den der Motor in den Betriebspausen abgestellt wird und bei Gefahr von der den
Arbeitssitz 15 einnehmenden Person betätigt werden kann, um den Motor sofort stillsetzen
zu können.
Bei Anordnung des Sitzes in einer über
dem Werkplatz angebrachten Rollbahn wird der Motor zweckmäßig in einer Laufkatze
angebracht, während die Steuerung des Motors in ähnlicher Weise wie beim dargestell- 45
ten Ausführungsbeispiel durch Fußhebel erfolgen kann. Um der den Arbeitssitz benutzenden
Person eine leichte Bewegung zu geben, die besonders bei Anordnung der Rollbahn zwischen Ringspinnmaschinen 50
o. dgl. erforderlich ist, wird der Arbeitssitz zweckmäßig schaukelartig an die Laufkatze
gehängt. Um ein Arbeiten auf beiden Seiten der Rollbahn zu ermöglichen, ist der Arbeitssitz
um eine senkrechte Achse drehbar, 55 so daß die den Sitz benutzende Person sich jederzeit drehen kann, um die hinter ihr liegenden
Stellen der Maschine o. dgl. überwachen und benutzen zu können. Die leichte
Drehbarkeit des Arbeitssitzes ist auch bei 60 den in der Abbildung dargestellten, auf einer
im Fußboden verlegten Schienenbahn laufenden Rollsitzen zweckmäßig. Die Stromzuführung
kann statt durch Schleifdrähte auch durch ein biegsames Kabel erfolgen, das bei 65
einer größeren Länge mit einer geeigneten Spannvorrichtung versehen wird, um ein zu
starkes Durchhängen des Kabels zu verhindern. Das biegsame Kabel ist als Stromführung
besonders am Platze, wenn der fahr- 7° bare Arbeitssitz nicht dauernd an derselben
Stelle bleibt, sondern abwechselnd an verschiedenen Betriebsstellen verwendet werden
soll.
Claims (1)
- Patentanspruch:Fahrbarer Arbeitssitz, der von einem Fahrgestell getragen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lauf räder des Fahrgestelles mit einem Elektromotor gekuppelt sind, dessen Drehzahl und Drehrichtung mit Hilfe von Fußhebeln regelbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE546972T | 1930-01-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE546972C true DE546972C (de) | 1932-03-18 |
Family
ID=6561382
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930546972D Expired DE546972C (de) | 1930-01-25 | 1930-01-25 | Fahrbarer Arbeitssitz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE546972C (de) |
-
1930
- 1930-01-25 DE DE1930546972D patent/DE546972C/de not_active Expired
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