DE545852C - Verfahren zur Herstellung fester Diazopraeparate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester Diazopraeparate

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DE545852C
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diazo
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 5. MÄRZ 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12 q GRUPPElO
Gesellschaft für Chemische Industrie in Basel in Basel, Schweiz
Verfahren zur Herstellung fester Diazopräparate Patentiertem Deutschen Reiche vom 24. Mai 1930 ab
Die Diazoverbindungen der Aminoderivate der Diaryläther haben zur Herstellung echter Töne auf der Faser technische Bedeutung erlangt. Ihre Diazotierung bietet indessen gewisse Schwierigkeiten, so daß sie praktisch in Form von in den Farbenfabriken hergestellten Diazopräparaten verwendet werden müssen. Solche Präparate sind bisher mit Hilfe von aromatischen Sulfonsäuren hergestellt worden.
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß man die Diazoverbindungen der Aminodiaryläther der Benzolreihe, welche die Aminogruppe in o-Stellung und ein Halogenatom in p-Stellung des gleichen Ringes enthalten, in Form von mineralsauren Salzen abscheiden kann, wenn man die kon-• zentrierte Diazolösung, die stets einen beträchtlichen Überschuß an freier Miueralsäure enthält, mit geeigneten Neutralisierungsmitteln ganz oder nahezu ganz neutraE-siert und die Diazoverbindung mit einem leicht löslichen Salz, zweckmäßig der betreffenden Mineralsäure, aussalzt.
Beispiel 1
220 Gewichtsteile 4-Chlor-2-aminodiphenyläther werden fein pulverisiert und gesiebt und mit 105 Gewichtsteilen Natriumnitrat gut gemischt. Das Gemisch wird unter Rühren und Kühlen langsam in ein Gemisch von 300 Gewichtsteilen Eis und 300 Raumteilen Salzsäure eingetragen. Die filtrierte Diazolösung wird nun durch vorsichtigen Zusatz von Calciumcarbonat (etwa 25 Gewichtsteile) neutralisiert und durch Zusatz von 200 Gewichtsteilen Magnesiumchlorid das Hydrochlorid des 4-Chlor-2-diazodiphenylathers ausgesalzen, welches sich in Form schöner gelber Kristalle mit guter Ausbeute ausscheidet. Sie können leicht abfiltriert oder zentrifugiert und dann bei tiefer Temperatur getrocknet werden. Man kann sie aber auch vor dem Trocknen, also in noch feuchtem Zustande, mit den gebräuchlichen färberischen Hilfsstoffen oder mit- irgendwelchen geeigneten Verdünnungsmitteln mischen, wodurch dann ihre — übrigens nicht sehr große — Explosivität wesentlich verringert wird. Die gelben Kristalle des Hydrochlorids sind in Wasser außerordentlich leicht und mit neutraler Reaktion löslidi.
Beispiel 2
54 Gewichtsteile des Hydrochlorids des 4- Chlor- 2-amino- 4'-methyldiphenyläthers werden mit 30 Raumteilen Salzsäure und 60 Gewichtsteilen Eis verrührt und durch vorsieh-
tigen Zusatz von 15 Gewichtsteilen Natriumnitrit, gelöst in 30 Gewichtsteilen Wasser, diazotiert. Nach beendeter Diazotierung wird filtriert, die -. Idare Lösung durch portionsweisen Zusatz von Calciumcarbonat neutralisiert, nötigenfalls nochmals filtriert und nun durch Zusatz leicht löslicher Chloride, z. B. von 20 Gewichtsteilen Magnesiumchlorid und von 20 Gewichtsteilen wasserfreiem Calciumchlorid, das Diazoniumchlorid zur Abscheidung gebracht. Beim Stehen in der Kälte scheidet es sich in Form von großen gelben Kristallen ab.
In diesen Beispielen kann das Calciumcarbonat durch andere geeignete Neutralisierungsmittel, wie Calciumbicarbonat, Magnesiumcarbonat, Aluminiumoxyd, ersetzt werden. Man erhält ebenfalls nach Neutralisierung der überschüssigen Säure kristallinische Aus-Scheidungen, wenn man statt mit Salzsäure mit Schwefelsäure oder Phosphorsäure diazotiert hat.
Beispiel 3
264 Gewichtsteile 4-Brom-2-aminodiphenyläther werden fein pulverisiert und gesiebt und mit 105 Gewichtsteilen Natriumnitrit gemischt. Das Gemisch wird sehr langsam unter gutem Rühren in eine Mischung von 35oRaumteilen Salzsäure und 400 Gewichtsteilen Eis eingetragen. Noch vor Beendigung der Diazotierung scheidet sich schon Diazoniumhydrochlorid aus. Nach beendeter Diazotierung wird zwecks Reingewinnung des Diazosalzes auf etwa 300 erwärmt und durch Zusatz von 300 warmem Wasser (etwa 250 Raumteile) alles in Lösung gebracht, von Verunreinigungen abfiltriert, durch vorsichtigen Zusatz von Magnesiumcarbonat (etwa 42 Gewichtsteile) neutralisiert, wenn nötig, nochmals filtriert und 200 Teile Magnesiumchlorid zugesetzt. Beim Stehen und Abkühlen kristallisiert das Hydrochlorid des 4-Brom-2-diazodiphenyläthers in schönen, großen gelben Kristallen aus. Diese können abfiltriert und in bekannter Weise in ein handelsübliches Diazosalz übergeführt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung fester Diazopräparate aus, wie üblich, in Gegenwart von Mineralsäuren diazotierten Aminodiaryläthern der Benzolreihe, welche die Aminogruppe in o-Stellung und ein Halogenatom in p-Stellung des gleichen Ringes enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Diazolösung nach Neutralisierung der überschüssigen Mineralsäure ausgesalzen wird.
DE1930545852D 1930-05-21 1930-05-24 Verfahren zur Herstellung fester Diazopraeparate Expired DE545852C (de)

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