DE448728C - Verfahren zur Herstellung trockener Diazo- und Diazotierungspraeparate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung trockener Diazo- und Diazotierungspraeparate

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DE448728C
DE448728C DEC36137D DEC0036137D DE448728C DE 448728 C DE448728 C DE 448728C DE C36137 D DEC36137 D DE C36137D DE C0036137 D DEC0036137 D DE C0036137D DE 448728 C DE448728 C DE 448728C
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DE
Germany
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preparations
dry
diazo
alum
partially dehydrated
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Expired
Application number
DEC36137D
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English (en)
Inventor
Dr Ferdinand Keller
Dr Karl Schnitzspahn
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Priority to FR609746D priority patent/FR609746A/fr
Priority to GB2774/26A priority patent/GB246870A/en
Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung trockener Diazo- und Diazotierungspräparate. Das Trocknen von in fester Form aus Lösungen abgeschiedenen und abfiltrierten, noch feuchten Diazoverbindungen, wie Diazosalzen, Diazooxyden, Diazosulfos,äuren durch Verdampfung des in ihnen vorhandenen Wassers in der Wärme ist bekanntlich in vielen Fällen nicht ungefährlich und bleibt immer ein umständliches Verfahren. Daher ist ein Verfahren, das gestattet, solche in fester Form abgeschiedene, von ihrer Mutterlauge abfiltrierte, aber noch feuchte Diazoverbindungen, ohne das Trocknen in der Wärme in trockne, haltbare und für die Zwecke :der Färberei geeignete Form zu bringen, von großer Bedeutung.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein solches Verfahren darin besteht, daß man derartige feuchte Diazoverbindungen mit teilentwässertem Alaun oder teilentwässertem Aluminiumsulfat vermischt.
  • Unter teilentwässertem Alaun ist dabei solcher zu verstehen, welcher bis zu 4/5 seines Kristallwassergehaltes abgegeben hat. Unter teilentwässertem Aluminiumsulfat ist solches zu verstehen, welches bis zu 2/3 seines Kristallwassers abgegeben hat und etwa 1/3 von diesem noch enthält. Am zweckmäßigsten erweist sich ein solcher teilentwässerter Alaun, welcher von 2-q. Molekülen Kristallwasser etwa 8 Moleküle, und ein solches teilentwässertes Aluminiumsulfat, welches von 18 Molekülen Kristallwasser etwa g Moleküle noch enthält. Derartiger teilentwässerter Alaun oder solches teilentwässertes Aluminiumsulfat binden das Wasser von mit ihnen vermischten feuchten Diazoverbindungen rasch und dabei doch ohne gefährliche, zu hoch ansteigende Erhitzung, und es werden mit ihnen Präparate erhalten, die schnell völlig trocken sind und auch an der feuchten Luft eine große Beständigkeit aufweisen, und die sich in kaltem oder wenig warmem Wasser schnell und gut lösen. Dagegen werden trockne Diazopräparate von gleich guten Eigenschaften, insbesondere von gleich guter Haltbarkeit beim Warmlagern, und von gleich guter Löslichkeit in kaltem oder nur bis zu etwa 35°C warmem Wasser weder erhalten beim Vermischen feuchter Diazosa lze mit wasserfreiem Natriumsulfat, noch mit wasserfreiem Magnesiumsulfat, noch mit gebranntem Alaun, noch mit einem anderen wasserfreien Salz. Gebrannter Alaun ist in der Patentschrift 85 387 empfohlen, um bis zur Syrupkonsistenz verdampfte, freie Schwefelsäure enthaltende Lösungen leicht löslicher Diazosulfate damit in trockne, pulverige Form überzuführen. Aus feuchten, keine wesentliche Menge freie Mineralsäure mehr enthaltenden Diazoverbindungen jedoch sind durch Vermischen mit gebranntem Alaun rasch trockne und alsdann in kaltem Wasser gut lösliche. Präparate nicht zu erhalten, da der gebrannte Alaun die Feuchtigkeit zu langsam bindet und da er in kaltem Wasser zu unvollständig und zu langsam sieh löst. Kristallisierter Alaun mit seinem vollen Kristallwassergehalt von 24 Molekülen Wasser andererseits vermag keine Feuchtigkeit zu binden und feuchte Diazoverbindungen nicht in trockne Form überzuführen. Nur mit teilentwässertem Alaun wird der erstrebte Zweck, rasch trockne und dabei gut Lösliche Diazopräparate zu erhalten, .erreicht.
  • Noch günstiger als teilentwässerter Alaun für den angestrebten Zweck wirkt teilentwässertes Aluminiumsulfat, das vor dem Alaun den Vorteil hat, die Feuchtigkeit noch rascher zu binden, leichter löslich zu sein und nicht zu treiben, d. h. bei der Wasseraufnahme nicht stark im Volumen zuzunehmen. Auch beim Aluminiumsulfat ist der angestrebte Zweck weder mit dem vollkristallwasserhaltigen, noch mit dem vollständig entwässerten Produkt zu* erreichen.
  • Wie zum Vermischen mit feuchten Diazoverbindungen, so erweisen sich teilentwÄsserter Alaun und teilentwässertes -Aluminiumsulfat auch zum Vermischen mit trocknen Diazoverbindungen als vorteilhaft ;gegenüber den von dem gesamten Kristallwasser befreitem oder den dasselbe noch vollständig enthalten den Verbindungen, da die teilentwässerten Aluminium- und Kaliumaluminiumsulfate sich. bedeutend leichter pulvern und mit Diazoverbindungen leichter homogen vermischen lassen als die vollkristlallwasserhaltigen, und da auch in diesem Falle nur die teilentwässerten Verbindungen den damit hergestellten Prä paraten Schutz vor der Luftfeuchtigkeit verleihen können, ohne die Löslichkeit in kaltem Wasser zu beeinträchtigen.
  • Auch für solche Diazotierungspräparate, die aus Mischungen mineralsaurer Salze diazotierbarer Amine ohne oder mit Gehalt an freier Mineralsäure oder sauren mineralsauren Salzen und aus Nitriten bestehen und die erst beim Lösen in verdünnter Säure oder in Wasser gebrauchsfertige Diazosalzlösungen liefern, erweisen sich die teilentwässerten Produkte aus Alaun und Aluminiumsulfat als Verdünnungs- und Schutzmittel für die betreffenden Arylaminsalze und die Nitrite von großem Vorteil .gegenüber den vonkris,ta.11-wasserhaltigen Produkten einerseits und den vollständig entwässerten Produkten andererseits durch ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit rasch zu binden und festzuhalten, sich leicht zerkleinern und homogen vermahlen zu lassen und dabei gut lösliche Präparate zu liefern. In allen Fällen können den Präparaten außer dem teilentwässerten Alaun bzw. Aluminiumsulfat noch weitere Beimischungen und Färbereihilfskörper zugesetzt werden.
  • Beispiel i.
  • ioo Teile geschleudertes feuchtes 4-Chlor 2-iiitrodiazobenzolchlorzinkdoppelsalz von einem Gehalt entsprechend 38 Prozent Chlornitroanilin werden mit i2o Teilen teilentwässertem Aluminiumsulfat von etwa i3o Prozent Gehalt, bezogen auf Mol. Gew. 667, vermahlen, wobei durch geeignete Kühlung ein Ansteigen der Temperatur über 5o' C verhütet wird. Es wird rasch ein vollständig trocknes, leichtlösliches, sehr gut haltbares Präparat erhalten. Ein Teil des teilentwässerten Aluminiumsulfates kann durch trocknes naphthalintetrasulfosaures Natrium oder ein anderes geeignetes Verdünnungsmittel ersetzt werden. In ganz entsprechender Weise können aus feuchter Diazopicraminsäure oder Diazosulfanilsäure trockne haltbare Diazopräparate dargestellt werden. Beispiele. - ioo Teile geschleudertes feuchtes Chlorzinkdoppelsalz des diazotierten o-Nitroanilins mit einem Gehalt entsprechend _4i Prozent o-Nitroanilinbase werden mit ioo Teilen teilentwässertem Alaun von- etwa 144 Prozent Gehalt, bezogen auf Mol.-Gew. 949, von also noch etwa 8 Molekülen Kristallwassergehalt vermahlen, -wobei durch geeignete Kühlteig ein Ansteigen der Temperatur über 5o° C verhütet wird. Es wird ein staubtrocknes, helles, gut lösliches und gut haltbares Präparat erhalten. Beispiel 3. 245 Teile trocknes -saures i, 5-naphthalindisufosaures Salz des dianotierten 3'-Nitro-4-amino-i;-üolhols mit einem Gehalt emtsprechend 31 Prozent Nitrotoluidin werden mit einer Mischung von 35 Teilen calcimerter Soda und ioo Teilen teilentwässertem Aluminiumsulfat von etwa i3o Prozent Gehalt, bezogen auf Mol: Gew. 667, vermahlen. Es wird ein sehr gut haltbares, gut lösliches Präparat erhalten, in dem die Soda erst beim Lösen in Wasser mit dem sauren Diazoniumsalz bezüglich mit dem Aluminiumsulfat sich ums.etzt.-Beispiel 4. 82 - Teile trocknes salzsaures o-Chloranilin werden zunächst mit 183 Teilen teilentwässertem Aluminiumsulfat vermahlen, und dieser Mischung werden alsdann 35 Teile trocknes Nitrit einverleibt.. Es wird ohne Bildung erheblicher Mengen von nitrosen Gasen oder von Diazoverbindung ein nicht stark hygroskopisches, auch beim Warmlagern beständiges Präparat erhalten, das beim Lösen in verdünnter Salzsäure eine gebrauchsfertige Diazolösung liefert.
  • Beispiel 5.
  • 69 Teile p-Nitroanilin werden in 79 Teilen 94prozentige Schwefelsäure eingerührt. Nachdem die Sulfatbildung erfolgt ist, werden 5o Teile teilentwässertes Aluminiumsulfat ehr geknetet. Der alsbald trocken gewordenen Mischung werden sodann ioo Teile trocknes Gemisch von naphthalintri- und -tetrasulfosaurem Natrium, wie es durch Sulfierung von i Mol. Naphthalin mit 4 Mol. Schwefelsäureanhydrid erhältlich ist, zugemischt. Dieser Mischung werden alsdann 36 Teile Natriumnitrit zugegeben und das Ganze gleichmäßig vermahlen. Es wird ein trocknes, gut haltbares Präparat erhalten, das beim Lösen in 3 bis 4 Teilen Wasser eine gebrauchsfertige Diazolösung liefert.

Claims (1)

  1. PATENT ANTSPIZÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung trockner Diazo- und Diazotierungspräparate, darin bestehend, daß man in fester Form abgeschiedene und abfiltrierte, noch feuchte oder bereits getrocknete Diazoverbindungen mit teilentwässertem Alaun oder teilentwässertem Aluminiumsulfat vermischt, wobei weitere Verdünnungs- und Färbereihilfsmittel mitverwandt werden können. z. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, darin bestehend, däß man in Diazotierungspräparaten, die aus mineralsauren Salzen von Arylaminen ohne oder mit Gehalt an freier Mineralsäure oder sauren mineralsauren Salzen und Nitriten hergestellt werden können, teilentwässerten Alaun oder teilentwässertes Aluminiumsulfat als Verdünnungsmittel verwendet, wobei weitere Verdünnungsmittel und Färbereihilfsmittel mitverwandt werden können.
DEC36137D 1925-01-31 1925-01-31 Verfahren zur Herstellung trockener Diazo- und Diazotierungspraeparate Expired DE448728C (de)

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FR609746A (fr) 1926-08-20
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