DE545457C - Verfahren zur Herstellung von Mitteln zur Bekaempfung von pflanzlichen und tierischen Pflanzenschaedlingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mitteln zur Bekaempfung von pflanzlichen und tierischen Pflanzenschaedlingen

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DE545457C
DE545457C DEB146985D DEB0146985D DE545457C DE 545457 C DE545457 C DE 545457C DE B146985 D DEB146985 D DE B146985D DE B0146985 D DEB0146985 D DE B0146985D DE 545457 C DE545457 C DE 545457C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N65/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Mitteln zur Bekämpfung von pflanzlichen und tierischen Pflanzenschädlingen Bekannt sind bereits Verfahren zur Herstellung von :Mitteln zur Bekämpfung von pflanzlichen und tierischen Pflanzenschädlingen, bei denen von Pflanzen, welche nicht von den zu bekämpfenden Schädlingen oder Krankheiten angegriffen werden., Auszüge oder Absude hergestellt werden und in eine Form gebracht werden, daß sie zur Übertragung auf die zu behandelnden Pflanzen geeignet sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kennzeichnet sich nun dadurch, daß die pflanzlichen Auszüge oder Absude mit solchen fungiciden und insekticiden Metallverbindungen, Metalloiden oder Metalloidverbindungen vermischt werden, die darin unlöslich sind bzw. mit Pflanzensäuren oder pflanzlichen Auszügen unlösliche Verbindungen ergeben, aber mindestens teilweise in den von Schimmelpilzen gebildeten Säuren löslich sind.
  • Es hat sich herausgestellt, daß die in obenerwähnter Weise hergestellten Pflanzenauszüge oder -absude vielfach Pflanzensäuren, z. B. Benzoesäure, Salicvlsäure, Ameisensäure oder Zimtsäure, enthalten. Demzufolge sind diese Flüssigkeiten ganz besonders zur Aufnahme von Oxvden, Hv droxv den, Carbonaten oder ähnlichen Metallverbindungen geeignet. Es entstehen dann pflanzensaure Metallsalze, die in Wasser unlöslich sind und daher der gesunden Pflanze nicht schaden, die aber in saurer Lösung, wie sie z. B. bei Anwesenheit von Schimmelpilzen immer entsteht, umgesetzt den Krankheitserreger wirkungsvoll bekämpfen können. Bei den tierischen Schädlingen dringen die Gifte in Magen und Atmungsorgane. Man wählt also in erster Linie diejenigen Metalle, welche geeignet sind, in aufgelöstem Zustande ein Bekämpfungsmittel für pflanzliche oder tierische Pflanzenschädlinge zu bilden, wie Kupfer, Wismuth, Chrom, Mangan, Nickel oder Barium.
  • Außer den Pflanzensäuren enthalten die Auszüge oder Absude von Pflanzen auch oft ungesättigte Öle und sind dadurch imstande, Metalloide, z. B. Schwefel, zu binden. Durch einfaches Kochen der Flüssigkeit mit Schwefel werden Lösungen mit geschwefelten ölen erhalten.
  • An Stelle von Schwefel kann auch Antimon oder Bor zur Anwendung kommen.
  • Falls jedoch die ursprüngliche Flüssigkeit dieses Vermögen zur Aufnahme von Schwefel oder anderen Metalloiden nicht oder in ungenügendem Maße aufweist, kann man der Flüssigkeit direkt geschwefeltes Öl, z. B. Leinöl, zusetzen.
  • Die so hergestellten Bekämpfungsmittel haben den Vorteil, daß sie im allgemeinen keine für lebende Pflanzen schädlichen Stoffe, sogenannte Zellgifte, z. B. Schwefeloxvd, Sublimat, Chlorpikrin, enthalten und daß man bei der Herstellung der Bekämpfungsmittel solche Stoffe wählen kann, bei deren Verspritzen keine Gefahr für den Verwender entsteht. Vergiftungen, wie sie bei der Anwendung von Blausäure oder Arsenverbindungen möglich sind, sind bei .der Ver`vendung des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Mittels ausgeschlossen.
  • Bei Zufügung einer mehr oder weniger unlöslichen Metallverbindung kann die Bildung eines pflanzensauren Salzes ausbleiben, z. B. wenn in der ursprünglichen Flüssigkeit zu wenig Pflanzensäure vorhanden ist.
  • Dann wird die zuzusetzende, in Wasser unlösliche Metallverbindung, wie Oxyde, Hydroxyde, Carbonate, welche sich dann später bei der Anwendung des Mittels in den durch Schimmelpilze gebildeten Säuren löst, in der Flüssigkeit suspendiert, oder es werden dem Bekämpfungsmittel noch besondere Pflanzensäuren, z. B. Benzoesäure, Gerbsäure, wie Eichengerbsäure, Chinagerbsäure, Ratanhiagerbsäure, sowie auch Salicylsäure und Chinasäure oder ein Pflanzenstoff mit hohem Säuregehalt, wieBenzoeliarz, zugesetzt. Solche Säuren und säurehaltigen Pflanzenstoffe haben auch an sich schon eine fungicide und insekticide Wirkung.
  • Ebenso können auch zur Erhöhung der Wirkung den Pflanzenextrakten noch pflanzensaure Salze derjenigen Metalle zugesetzt werden, welche in Lösung ein Bekämpfungsmittel gegen pflanzliche oder tierische Pflanzenschädlinge bilden. Es kann z. B. Kupferbenzoat zugesetzt werden. Dieses in Wasser unlösliche Salz wird durch Säuren, z. B. durch die von wachsendem Schimmele hervorgerufenen, in Lösung gebracht und wirkt dann durch das lösliche Kupfersalz und auch durch die freigemachte Benzoesäure.
  • Zur Erhöhung der Haftfähigkeit der Flüssigkeiten an den behandelten Oberflächen und den zu bekämpfenden Schädlingen können Stoffe mit schleimigem Charakter, z. B. Gelatine, Gummi, Latex oder Abkochung von irländischem ,Moos, zugesetzt werden. Ebenso kann man den Flüssigkeiten noch feinpulverförmige Stoffe, z. B. Talk, Lykopodium oder Tannenstaubmehl, zusetzen. Die festen Teilchen dringen in die Atmungsöffnungen der Parasiten, wodurch diese schließlich zugrunde gehen.
  • Die beschriebenen Flüssigkeiten können nicht nur verspritzt oder zerstäubt, sondern auch verdunstet oder in Form von Rauch angewendet werden. Letzteres zwar in der Weise, daß man sie auf Papier oder einen solchen brennbaren, gegebenenfalls zuvor mit einem sauerstoffreichen Salz, wie Salpeter, imprägnierten Träger- ausbreitet, worauf man das Papier oder sonstigen brennbaren Träger schwelen läßt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Mitteln zur Bekämpfung von pflanzlichen und tierischen Pflanzenschädlingen mit von Pflanzen, welche nicht von den zu bekämpfenden Schädlingen oder Krankheiten angegriffen werden, hergestellten Auszügen oder Absuden, dadurch gekennzeichnet, daß diese Flüssigkeiten mit solchen fungiciden und insekticiden Metallverbindungen, Metalloiden oder Metalloidverbindungen vermischt werden, die darin unlöslich sind bzw. mit Pflanzensäuren oder pflanzlichen Auszügen unlösliche Verbindungen ergeben, aber mindestens teilweise in den von Schimmelpilzen gebildeten Säuren löslich sind. :
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als fungicider und insekticider Zusatz pflanzensaure Metallverbindungen, z. B. Kupferbenzont, verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als fungicide und insekticide Metalloidverbindungen geschwefelte öle verwendet werden.
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