DE540907C - Sperrvorrichtung fuer den Antrieb von Maschinen mit Druck- und Fuehlwerken, z. B. Registrierkassen oder Lochkartenmaschinen - Google Patents

Sperrvorrichtung fuer den Antrieb von Maschinen mit Druck- und Fuehlwerken, z. B. Registrierkassen oder Lochkartenmaschinen

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DE540907C
DE540907C DEK99585D DEK0099585D DE540907C DE 540907 C DE540907 C DE 540907C DE K99585 D DEK99585 D DE K99585D DE K0099585 D DEK0099585 D DE K0099585D DE 540907 C DE540907 C DE 540907C
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DEK99585D
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English (en)
Inventor
August Radermacher
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Krupp Stahl AG
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Krupp Stahl AG
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Description

  • Sperrvorrichtung für den Antrieb von Maschinen mit Druck- und Fühlwerken, z. B. Registrierkassen oder Lochkartenmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf den Antrieb solcher Maschinen, z. B. Registrierkassen oder Lochkartenmaschinen, welche mit Druckwerken zum Bedrucken von Zetteln oder Kontrollstreifen oder mit Fühlwerken zum Abtasten von Lochkarten ausgerüstet sind und durch Niederdrücken einer Freigabetaste oder durch Verstellen eines Hebels in Gang gesetzt werden. Um die Vornahme eines Maschinenganges von dem Vorhandensein eines Druckzettels oder einer Lochkarte abhängig zu machen, sind die Freigabemittel (Tasten, Sperrhebel für die Triebwelle) bei solchen Maschinen mit Sperrvorrichtungen versehen, die in Tätigkeit treten, wenn kein Zettel eingelegt ist. Diese Sperrvorrichtungen werden entweder von dem Triebwerk der Maschine oder durch das Niederdrücken einer Freigabetaste angetrieben, oder es sind zu ihrer Einstellung besondere Handgriffe erforderlich. Um die letzteren und besondere Antriebsverbindungen zwischen den Sperrmitteln einerseits und den Freigabetasten oder dem Triebwerke andererseits zu umgehen und die gewünschte Wirkung mit möglichst einfachen Mitteln zu erzielen, ist gemäß der Erfindung ein unmittelbar an dem Einführungsschlitz für den Druckzettel beweglich gelagertes Glied, das in der Grundstellung einen Teil der Wandung des Einführungsschlitzes bildet und beim Einführen eines Druckzettels von der einführenden Hand ohne Anwendung eines besonderen Handgriffes bewegt wird, mit einer Sperrvorrichtung für die Freigabevorrichtung derart verbunden, daß es bei seiner Bewegung die Sperrvorrichtung unwirksam macht.
  • Diese Einrichtung, deren Zweck vorwiegend darin besteht, den Bedienenden an die Einführung eines Druckzettels zu erinnern, besitzt außer ihrer baulichen Einfachheit den Vorteil, daß sich die Anordnung einer besonderen Abstellvorrichtung der Sperrvorrichtung erübrigt, wenn die Maschine ohne Einführung eines Druckzettels in Gang gesetzt werden soll. In diesem Falle genügt es, bei der einen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes eine der Einführungsbewegung des Beleges entsprechende Bewegung vorzunehmen, während bei der zweiten Ausführungsform ein beliebiger Zettel eingeführt werden kann, um die Sperrvorrichtung in der Freigabestellung zu halten.
  • Durch die Art der unmittelbaren Erzeugung der Schaltbewegung durch die den Beleg einführende Hand fallen beim Erfindungsgegenstande auch alle Beschränkungen in bezug auf die Stärke des Beleges weg, die sich bei der unmittelbaren Auslösung einer Schaltbewegung durch die Kante des in einen Schlitz einzuführenden Beleges ergeben. In der Zeichnung ist die Erfindung in der Anwendung auf eine Registrierkasse dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der Erfindung ohne Fühler für den Druckzettel und Fig. 2 eine solche mit Fühler für den Druckzettel.
  • Oberhalb der Typenräder i (Fig. i) für das Druckwerk der Registrierkasse ist der Einführungsschlitz für den Druckzettel angeordnet. Dieser Einführungsschlitz wird gebildet aus einem hinteren gebogenen Blech z und einem vorderen Blech 3, 4. Das letztere besteht aus einem mit dem Maschinenrahmen 5 fest verbundenen unteren Teil 3, der eine Öffnung 6 besitzt, in die die Typenräder i hineinragen, und einem oberen beweglichen Teil 4, der mittels der Lasche 7 mit einer in dem Maschinenrahmen 5 drehbar gelagerten Welle 8 fest verbunden ist. Der bewegliche Teil 4 wird durch eine Feder g in Anschlag mit einem Stift io des Maschinenrahmens 5 gehalten. Die Welle 8 trägt auf einem Ende einen nach unten gerichteten starren Arm ii, welcher mit einem Stift 12 eines lose auf der Welle 8 gelagerten Winkelhebels 13, 14 zusammenwirkt. Dieser besitzt an seinem nach hinten gerichteten Arm 13 eine Abbiegung 15, die in der Ruhestellung der Vorrichtung, d. h. wenn sich der Stift i2 an den Arm ii und das Blech 4 an den Stift io anlegt, in der Bahn eines Sperrstiftes 16 sich befindet. Dieser ist auf einer von einem Stift 17 der Freigabetaste 18 beeinflußten und auf Ansätzen ig, 2o des Maschinenrahmens 5 verschiebbar gelagerten Schiene qm befestigt, so daß die Freigabetaste gegen Niederdrücken gesperrt ist.
  • Der Winkelhebel 13, 14 wird mit seinem Stift ia in der Anlage an dem Arm il durch eine Kippfeder 22 gehalten, deren Richtungslinie in der Ruhestellung der Vorrichtung rechts von der Achse der Welle 8 verläuft. Legt sich beim Einführen eines Druckzettels die den Druckzettel haltende Hand auf das Blech 4, so wird diesem entgegen der Wirkung der Feder g eine Drehung im Sinne des Uhrzeigers erteilt, wobei der Arm ii den Stift ia mitnimmt und die Richtungslinie der Feder 22 auf die andere Seite der Achse der Welle 8 gelangt. Dies hat zur Folge, daß die Feder 22 jetzt im Sinne des Uhrzeigers drehend auf den Winkelhebel 13, 14 einwirkt und ihn mit seiner Abbiegung 15 vollständig aus der. Bahn des Sperrstiftes 16 zieht, so daß die Freigabetaste 18 gedrückt werden kann. Die Bewegung des Armes 13 nach oben wird durch einen am Maschinenrahmen 5 befestigten Stift 23 begrenzt. Unterhalb der Welle 8 ist eine Welle 24 angeordnet, welcher vom Triebwerk der Maschine am Ende jedes Maschinenganges in nicht dargestellter Weise eine einmalige Drehung im Sinne des Uhrzeigers erteilt wird. Diese Welle trägt einen mit einem Stift 25 versehenen Arm 26, der mit dem Arm 14 des Winkelhebels 13, 14 zusammenarbeitet. Ist der Arm 14 nach links ausgeschwungen, so liegt sein unteres Ende derart in der Bahn des Stiftes 25, daß der verstellte Winkelhebel am Ende des Maschinenganges in seine in Fig. i dargestellte Ruhestellung zurückgeführt wird.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 kehren die Teile i bis 21 des ersten Ausführungsbeispieleswieder. Der Arm 13 des Winkelhebels 13, 14 besitzt hier jedoch einen nach unten gerichteten Ausleger 30,, welcher eine quer über den Einführungsschlitz gerichtete Abbiegung 3i, den Fühler, aufweist. Dem Fühler 31: liegen Öffnungen 32 und 33 der Bleche 2 und 3 gegenüber, durch welche er bei der Bewegung des Winkelhebels 13, 14 hindurchtreten kann. Bei dieser Anordnung kommt die Kippfeder 22 und die Triebwelle 24 in Fortfall. An Stelle der Kippfeder ist eine an dem Stift 1z angreifende Feder 34 angeordnet, die den Winkelhebel 13, 14 stets entgegengesetzt dem Drehsinne des Uhrzeigers beeinflußt. In der Ruhestellung der Maschine verdeckt der Fühler 31 den Einführungsschlitz, und seine vordere Endfläche 35 ragt nach vorn aus der Öffnung 33 des Bleches 3 heraus, während sich wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Stift 12 an den Arm ix und das Handauflageblech 4 an den Stift io anlegen und die Abbiegung 15 des Winkelhebels 13, 14 die Freigabetaste 18 gegen Niederdrücken sperrt.
  • Legt sich beim Einführen eines Druckzettels die den Druckzettel haltende Hand auf das Blech 4, so wird diesem entgegen der Wirkung der Feder g eine Drehung im Sinne des Uhrzeigers erteilt, wobei der Arm ii den Stift iz mitnimmt. Bei der hierdurch erfolgenden Ausschwenkung des Winkelhebels 13, 14 wird der Fühler 31 aus dem Einführungsschlitz herausbewegt, so daß dieser für das Einführen eines Druckzettels freigemacht ist. Wird, nachdem der Druckzettel eingeführt ist, das Blech 4 losgelassen, so kehrt es unter der Wirkung seiner Feder g in die Ruhelage zurück. Der Fühler 31 mitsamt dem Winkelhebel i3, 14 wird dagegen von dem Druckzettel zurückgehalten, wobei die Abbiegung 15 außerhalb der Bahn des Stiftes 16 sich befindet, so daß die Freigabetaste 18 gedrückt und der Maschinengang ausgelöst werden kann. War kein Druckzettel eingelegt worden, so kehrt beim Loslassen des Bleches auch der Fühler 31 in seine Ruhelage zurück, wodurch die Sperrung 16, 15 der Freigabetaste 18 wieder hergestellt wird.
  • An Stelle des beweglichen Handauflagebleches 4 kann bei beiden Ausführungsbeispielen auch ein anderes Glied, z. B. ein vor dem Einführungsschlitz angeordneter Hebel o. dgl. treten, der durch die den Druckzettel einführende Hand zurückgedrückt wird. Ferner kann in derselben Weise, wie die Freigabetaste gesperrt wird, auch ein anderes an der Freigabe der Maschine beteiligtes Glied, z. B. ein die Maschinenwelle sperrender Hebel, gesperrt werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Sperrvorrichtung für den Antrieb von Maschinen mit Druck- und Fühlwerken, z. B. Registrierkassen oder Lochkartenmaschinen, bei welchen vor Beginn jedes Maschinenganges ein Druckbeleg oder eine Lochkarte von Hand in die Maschine eingeführt wird; dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Grundstellung einen Teil der Wandung des Einführungsschlitzes für den Beleg bildendes, beweglich gelagertes Glied(4) durch die unmittelbare Kraftwirkung der den Beleg einführenden Hand ohne besonderen Handgriff während der Dauer dieser Kraftwirkung verstellt wird und dabei eine Sperrvorrichtung (13, 15) für das die Bewegung der Maschine auslösende oder freigebende Schaltmittel (18) in die Freigabestellung überführt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil (4) von der um eine horizontale Welle (8) schwingbaren Handauflagefläche (4) desEinführungsschlitzes für den Druckzettel gebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (15) von einer Kippfeder (22) beeinflußt ist, durch welche es im Ruhezustande der Maschine nachgiebig in der Sperrlage und nach seiner Bewegung durch den beweglichen Teil (4) nachgiebig in _ der nicht sperrenden Lage gehalten wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabetaste (i8) durch einen auf einer Welle (8) drehbaren Hebel (13, 14) gesperrt ist, der durch Drehung eines auf der gleichen Welle (8) gelagerten und durch eine Feder (22) in seiner Ruhestellung gehaltenen Handauflagebleches (4) aus der Sperrstellung herausbewegt werden kann, wobei die Richtungslinie der Feder (22), die den Hebel (13, 14) vorher in der Sperrstellung hielt, auf die andere Seite seiner Drehachse (8) gelangt und ihn in der nicht sperrenden Lage hält, während er am Ende des Maschinenganges vom Triebwerk (24) der Maschine in seine Sperrstellung zurückbewegt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das ohne Anwendung eines besonderen Handgriffes bewegliche Glied (4) mit einem in dem Führungsschlitz für den Druckzettel hineinragenden Fühler (31) so verbunden ist, daß der letztere durch das beim Einführen eines Druckzettels erfolgende Bewegen des Gliedes (4) aus dem Einführungsschlitz herausgebracht wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabetaste (18) durch einen auf der Welle (8) drehbaren Hebel (13, 14) gesperrt ist und ein mit dem Hebel starr verbundener Fühler (31) unter der Wirkung einer Feder (34) in den Einführungsschlitz für den Druckzettel hineinragt und eine um dieselbe Welle (8) drehbare Handauflagefläche (4) mit dem Fühler (31) so gekuppelt ist, daß durch Bewegen des Handauflagebleches (4) der Fühler (3) aus dem Einführungsschlitz herausbewegt wird und bei der beim Loslassen des Handauflagebleches (4) erfolgenden Rückbewegung des Fühlers (31) der Hebel (13, 14) die Freigabetaste (18) sperrt, wenn kein Druckzettel eingelegt ist, und freigibt, wenn ein Druckzettel einhegt.
DEK99585D 1926-06-25 1926-06-25 Sperrvorrichtung fuer den Antrieb von Maschinen mit Druck- und Fuehlwerken, z. B. Registrierkassen oder Lochkartenmaschinen Expired DE540907C (de)

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