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Einrichtung zur selbsttätigen Ver- und Entriegelung der Förderwagen
auf der Förderschale Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, durch welche
es ermöglicht wird, sowohl die auf der Förderschale auflaufenden Förderwagen auf
letzterer selbsttätig zu verriegeln, also auch die rechtzeitige Entriegelung derselben
vor ihrem Abschieben von der Förderschale selbsttätig zu bewirken, ohne daß das
Bedienungspersonal genötigt ist, hierbei tätig zu sein. Man hat zwar bereits vielfach
Versuche gemacht, ähnliche Einrichtungen zu bauen, je-
doch wirkten dieselben
nicht völlig selbsttätig und bedurften der Mitwirkung von Bedienungspersonal. Bei
einer solchen bekannten Einrichtung erfolgt die Entriegelung der Wagen von Hand
mittels eines an der Hängebankbühne angebrachten Arbeitszylinders durch gekrümmte
Hebel, welche auf entsprechend axial verschiebbare Bolzen der Förderschale einwirken.
Die auf diese Weise entriegelten Förderwagen können hierauf von der Schale entfernt
werden, worauf die auf die Förderschale auflaufenden Wagen durch Herabdrücken von
Hebeln die Verriegelung selbsttätig wieder bewirken. Diese Einrichtung hat den Nachteil,
daß es hierbei möglich ist, infolge der willkürlichen Entriegelung die Förderwagen
von der Förderschale zu entfernen, ohne daB gleichzeitig neue Förderwagen auf dieselbe
aufgeschoben werden. Es ist in diesem Falle erst notwendig, die Verriegelung künstlich
wieder herbeizuführen und willkürlich wieder aufzuheben, ehe neue Förderwagen auf
die Förderschale geschoben werden können. Eine weitere bekannte Einrichtung besteht
beispielsweise in der Anordnung zweier Druckstangen, von denen die eine sich an
der Hängebankbühne befindet und von Hand oder automatisch von den anrollenden Förderwagen
her verschoben werden kann, während die zweite sich an der Förderschale befindet
und von der ersteren gesteuert wird. Diese Stangen sind mit Riegeln versehen, welche
auf Pendelstützen derart einwirken, daB dieselben nur nach einer Richtung hin beim
Überfahren durch die Achse der Förderwagen umgelegt werden, worauf sie unter der
Einwirkung von Gewichten wieder in die Vertikallage zurückkehren. In verriegelter
Stellung wird dann der Förderkorb ausgefahren. Die Entriegelung erfolgt für die
ausfahrenden Wagen von der entgegengesetzten Seite aus, und zwar in ähnlicher Weise
wie bei der Verriegelung derselben. Weiterhin ist eine Einrichtung bekannt geworden,
bei welcher die Verriegelung der Förderwagen im Förderkorb durch umlegbare Pendelstützen
selbsttätig erfolgt, während die Entriegelung beim Aufsetzen der Förderschale durch
Umlegen dieser Pendelstützen mittels eines Stiftes von Hand vorgenommen wird. Allen
diesen Einrichtungen ist gemeinsam, daß entweder die Verriegelung der Wagen auf
der Förderschale selbsttätig erfolgt, während die Entriegelung derselben vor dem
Abschieben von der Förderschale von Hand vorgenommen wird oder umgekehrt. Immer
jedoch ist das Bedienungspersonal genötigt, zwecks Entleerung oder Füllung der Förderschale
durch Bedienung der betreffenden Einrichtung tätig zu sein. Hierin aber liegt ein
besonderer Nachteil, da
kostspielige Arbeitskräfte zur Bedienung
notwendig sind, welche mit den Wagenschiebern pünktlich zusammenarbeiten müssen,
wenn ein reibungsloser Betrieb gewährleistet sein soll. Ein weiterer Nachteil der
bekannten Einrichtungen besteht darin, daß häufig in die Geleisbahn hineinragende
Teile, wie Hebel, Drehkreuze usw., verwendet werden, welche den Personenverkehr
behindern und nicht selten Unglücksfälle hervorrufen.
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Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß bei
der neuen Einrichtung lediglich durch das Aufschieben der Wagen auf die Förderschale
sowohl die Entriegelung der auf derselben stehenden Wagen, das Abschieben derselben
von der Förderschale und die Verriegelung der auf die Förderschale auflaufenden
Wagen völlig selbsttätig, und zwar durch die letzteren selbst, erfolgt, wobei Bedacht
darauf genommen ist, daß alle zur Steuerung der Einrichtung dienenden Teile baulich
so gestaltet sind, daß dieselben nicht in die Geleisbahn hineinragen und somit den
Personenverkehr nicht behindern können.
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Die auf der Schale befindlichen Wagen, deren Zahl grundsätzlich beliebig
ist, werden auf derselben in bekannter Weise dadurch verriegelt, daß sich gegen
die Laufräder der Vorderachse des ersten und der Hinterachse des letzten auf der
Schale befindlichen Förderwagens bewegliche Widerlager stützen, welche ein unbeabsichtigtes
Vor- oder Zurückbewegen der Wagen nach erfolgter Verriegelung unmöglich machen.
Das hinterste Widerlager ist, wie üblich, als einfache Pendelstütze ausgebildet.
Dieses für gewöhnlich nicht gesteuerte Widerlager kann aber auch gesteuert werden,
wenn die Fahrtrichtung der Förderwagen über und unter Tage entgegengesetzt ist.
Das vordere Widerlager dagegen wird von der Hängebankbühne aus in an sich bekannter
Weise beim Vorschieben der auf derselben stehenden, auf die Förderschale aufzuschiebenden
Wagen selbsttätig entriegelt, damit die auf der Schale stehenden gefüllten Förderwagen
in der Vorschubrichtung der Wagen von der Schale abrollen können. Zu diesem Zwecke
ist an der Hängebank ein Kontaktknopf mit Sperrgestänge angebracht, welches auf
das Entriegelungsgestänge der Förderschale in bereits bekannter Weise wirkt und
nach dem Darüberrollen des ersten Laufradpaares in der herabgedrückten Stellung
verbleibt. Der Kontaktknopf und somit auch das Sperrgestänge wird erst dann ausgelöst,
wenn sich die Förderschale in Bewegung setzt. Die Verriegelung dagegen erfolgt von
der Förderschale aus, und zwar ebenfalls selbsttätig dadurch, daß die Laufräder
der in Bewegung befindlichen Förderwagen über einen in der Geleisbahn auf der Förderschale
befindlichen Kontaktknopf rollen und diesen hierbei so oft herunterdrücken, wie
der Achsenzahl der Förderwagen entspricht, die die Förderschale fassen kann.
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Es ist zwar bereits bekannt geworden, Sperren für Förderwagen durch
den Förderwagen selbst zu steuern. Eine solche bekannte Einrichtung wird beispielsweise
bei Kreiselwippern angewendet, wobei die Regelung des Wagenzulaufes durch eine Drehung
des Kreisehvippers erfolgt. Es handelt sich jedoch hierbei um eine für Förderschalenbeschickung
nicht verwendbare Spezialeinrichtung, bei der ein in der Geleisbahn angeordneter,
durch den Übergang der Laufräder beeinflußter Hebel die Schieberstange eines Preßluftzylinders
betätigt. Die Verschiebung der Schieberstange in entgegengesetztem Sinne erfolgt
aber durch den Kreiselwipper und nicht durch den Förderwagen. Bei einer anderen
bekannten Einrichtung dient der durch ein Wagenrad niedergedrückte Hebel in der
Geleisbahn dazu, ein Kupplungsstück zu verschieben, während die Wagenarretierung
durch Federn erfolgt. Auch bei dieser Einrichtung stehen demnach die Druckstücke
in keinem unmittelbaren Verhältnis zur Wagenarretierung. Diesen Einrichtungen gegenüber
besteht das Neue der Erfindung darin, daß sämtliche Bewegungen der zweckmäßig angebrachten
Stützen, Hebel usw. lediglich durch die Förderwagen selbst erfolgt ohne besondere
Hilfseinrichtungen auf rein mechanischem Wege. Den bekannten Einrichtungen gegenüber
ist der Gegenstand der Erfindung einfach und übersichtlich gestaltet. Die Bewegung
aller Organe erfolgt zwangsläufig im Takt der die Steuerungsknöpfe überschreitenden
Laufachsen, so daß eine größtmögliche Betriebssicherheit gewährleistet ist.
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In dem nachstehend erläuterten Ausführungsbeispiel ist das Zusammenarbeiten
der neuen Ver- und Entriegelungseinrichtung mit einer über Tage befindlichen festen
Hängebank erläutert; es sei aber bereits hier darauf hingewiesen, daß die Einrichtung
auch unter Tage ohne Änderung verwendbar ist. Die feste Hängebank kann jedoch hier
durch eine Schwenkbühne bekannter Art ersetzt sein, um ,etwaige Höhenunterschiede
zwischen der Stellung der Förderschale und dem Grubengeleis auszugleichen.
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In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes
der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht der neuen
Einrichtung, teilweise im Schnitt, Abb. 2 eine Draufsicht auf die Darstellung gemäß
Abb. i, Abb. 3 bis 7 schematische Darstellungen, durch welche die Bewegung der Einrichtung
in fünf verschiedenen Stellungen veranschaulicht wird.
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Wie aus Abb. i und 2 ersichtlich, ist i eine Etage der Förderschale
mit den daraufstehenden
beiden gefilllten Förderwagen a und
b, 2 die Hängebankbühne, auf welcher sich die beiden nächsten leeren Förderwagen
c und d befinden. Abb. i zeigt den Augenblick, in welchem die Förderschale gerade
in Höhe der Hängebankbühne angekommen ist und sich sämtliche Förderwagen sowie die
Ver- und Entriegelungseinrichtung noch in Ruhe befinden.
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Der an der Hängebankbühne angebrachte Teil der Ver- und Entriegelungseinrichtung
besteht aus einer axial verschiebbaren Druckstange 3, welche durch einen um 4 drehbaren
Doppelhebel s, an welchem sich das Gegengewicht 6 befindet, ständig in der dargestellten
Ruhelage erhalten bzw. in diese zurückgeführt wird. Das freie Ende des Doppelhebels
5 steht mit dem hakenartig ausgebildeten Ende einer Zugstange 7 in zeitweiligem
Eingriff, deren anderes Ende an einem um 8 drehbaren ZV inkelhebel g angelenht ist,
welch letzterer durch den Schien enkontakt =o g esteuert wird. Am Schienenkontakt
=o ist das eine Ende eines um =i drehbaren Doppelhebels 12 aasgelenkt, dessen zweiter
Hebelarm ein Gegengewicht 13 trägt. Das Ende dieses Hebelarmes ist knaggenartig
gestaltet und tritt zeitweilig mit dem oberen, mit einer Rast versehenen Ende eines
um 17 drehbaren Winkelhebels 14 in Eingriff, dessen zweiter Hebelarm 15 mit einem
Gegengewicht 16 belastet ist. An dem Hebel 14 ist eine Stoßstange 18 angel:nkt,
welche am vorderen Ende mit einer Rolle =g versehen ist, die unter dem Einfluß des
Gegengewichtes 16 gegen die Stirnseite der beweglichen Förderschale i gedrückt wird,
welch letztere mit zwei buckelförmigen Erhöhungen 2o ausgestattet ist. Beim Heben
oder Senken der Förderschale wird mittels dieser Erhöhungen 2o ein Schaltstoß auf
die Stoßstange 18 ausgeübt. Wie bereits erwähnt, ist das Ende der Zugstange 7, mittels
welchem dieselbe mit dem unteren Ende des Doppelhebels 5 in Verbindung steht, als
Haken ausgebildet. In der Ruhelage befindet sich dieser Haken in Eingriff mit dem
Doppelhebel s. Wenn jedoch durch Niederdrücken des Schaltknopfes =o und Drehung
des Winkelhebels _g ein Zug auf die Stange 7 ausgeübt wird und somit die Druckstange
3 mittels des Doppelhebels 5 nach links geschoben worden ist, schaltet sich der
Haken der Zugstange 7 durch Anheben der letzteren aus, da dieselbe an der Unterseite
eine nockenartige Erhöhung 21 besitzt und auf einer darunter angebrachten Rolle
21' geführt wird. Der Doppelhebel 5 samt Druckstange 3 kehren nach Erreichung der
Endlage ungehindert unter dem Einfluß des Gegengewichtes 6 wieder in seine in der
Abb. i dargestellte Ruhelage zurück. Die Stange 7 verbleibt aber in der nach oben
ausgelenkten Stellung, da beim Niederdrücken des Schienenkontaktes =o das Ende des
Doppelhebels 12 auf die Rast des Hebels 14 gehoben wird und dort verbleibt, so daß
der Schienenkontakt =o ebenfalls in der heruntergedrückten Stellung verharrt. Die
Auslösung dieser Sperrstellung erfolgt erst dann, wenn durch die Ingangsetzung der
Förderschale i mittels der Buckel 2o ein Schaltstoß auf die Stange 18 ausgeübt wird,
durch welche der Hebel 14 nach rechts gedreht tizrd und das mit ihm in Eingriff
stehende Ende des Hebels i2 freigibt. Erst jetzt kommt das hakenartige Ende der
Stange -7 wieder in Eingriff mit dem entsprechenden Ende des Doppelhebels 5.
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Von dieser an der Hängebankbühne angebrachten Einrichtung völlig getrennt
ist der Teil der Einrichtung, welcher an der Förderschale i selbst befestigt ist.
Die Schaltbewegung der an der Hängebank befindlichen Druckstange 3 wird auf die
Gegendruckstange 22 übertragen, welche in der Förderschale i axial verschiebbar
ist. Das andere Ende der Gegendruckstange 22 ist an einem um 23 drehbaren Stützhebel
24 aasgelenkt. An der M"elle 23 ist ein mit einem Gegengewicht 26 belasteter Hebel
25 befestigt, durch welchen die Gegendruckstange 22 in ihrer gezeichneten Ruhelage
erhalten bzw. in diese zurückgeführt wird. An der Welle 23 befinden sich außerdem
noch zwei Hebel 27, an welchen axial verschiebbare Stangen 28 aasgelenkt sind, welch
letztere am Ende je eine Sperrklinke 29 tragen. Mittels dieser Sperrklinken greifen
sie in die Verzahnung zweier mit je 32 Zähnen versehenen Sperräder 3o ein, auf deren
Welle 31 sich zwei Kurvenscheiben 32 befinden. Letztere besitzen vier gleichmäßig
unter je go' am Umfang verteilte nockenartige Erhöhungen, gegen welche mittels der
Federn 33 zwei mit Rollen versehene Schuhe 34 gepreßt werden, welche an den Stoßstangen
35 befestigt sind. Das andere Ende dieser Stoßstangen ist an dem einen Schenkel
je eines um 36 drehbaren Doppelhebels 37 aasgelenkt, dessen zweiter Hebelarm mit
dem einen Schenkel eines weiteren um 38 drehbaren Doppelhebels 39 in Eingriff
steht. Der andere freie Hebelarm 4o dieses etwas winkelig ausgeführten Doppelhebels
39 bildet das Widerlager für die Laufräder, wenn die Einrichtung sich in
der Verriegelungsstellung befindet. Die beiden Schienenkontakte 41 sind am unteren
Ende mit je einer Schaltklinke versehen, welche ebenfalls mit den schon erwähnten
Sperrädern 30 in Eingriff stehen. An den Schienenkontakten 41 ist je ein
um 42 drehbarer Doppelhebel 43 aasgelenkt, deren freie Schenkel mit je einem Gegengewicht
44 belastet sind, so daß die Schienenkontakte 41 nach dem Herunterdrücken stets
wieder in ihre obere Stellung zurückkehren. Der Schaltweg der Schienenkontakte 41
ist so gewählt, daß bei jedem H=erunterdrücken die Sperräder 30 um je einen
Zahn weitergedreht werden. Der Schaltweg der Stoßstange 28 ist dagegen so gewählt,
daß hierbei
die Sperräder 3o um je vier Zähne weitergeschaltet werden.
Da bei einem Wagenwechsel der Förderschale je ein Schaltstoß der Stangen 28 und
durch die vier Laufräderpaare der Förderwagen b und c außerdem noch die Schienenkontakte
41 j e viermal heruntergedrückt werden, wird somit jedes Schaltradio um insgesamt
acht Zähne, entsprechend einer Viertelumdrehung, weitergeschaltet. Hierbei gelangen
die Stoßstangen 35 bzw. deren Schuhe 34 von dem einen am Umfang der Nockenscheiben
32 befindlichen Nocken bis auf den nächsten, eine Viertelumdrehung von dem ersteren
befindlichen Nokken, so daß nach jedem Wagenwechsel die in der Zeichnung veranschaulichte
Verriegelung des Widerlagers 40 wiederhergestellt wird.
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Das zweite Widerlager 45 ist nicht gesteuert, sondern lose um 46 drehbar,
es wird beim Darüberfahren der Wagenräder einfach bis zur Schienenoberkante herabgedrückt
und richtet sich unter dem Einfluß seines Gegengewichtes 47 nach jedem Laufradübergang
von selbst wieder auf. Es ist Vorsorge getroffen, daß sich das Widerlager nicht
über seine in Abb. i dargestellte Stellung hinaus in entgegengesetzter Richtung
drehen kann.
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Die Arbeitsweise der Einrichtung soll an den in den Abb. 3 bis 7 schematisch
dargestellten fünf hauptsächlichen Stellungen derselben näher erläutert werden.
Der Deutlichkeit halber sind in den Abb. 3 bis 7 die Bezugszeichen weggelassen worden.
Die festen Drehpunkte sind durch Doppelkreise angedeutet. Das hakenartige Ende der
Stange 7, dessen Öffnung in Wirklichkeit nach unten gerichtet ist, ist der Deutlichkeit
wegen nach oben geöffnet dargestellt.
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Abb. 3 entspricht der in den Abb. i und 2 dargestellten Stellung der
Einrichtung, bei welcher die Förderschale i gerade in der Höhenlage der Hängebank
2 angelangt ist und sich sämtliche Förderwagen a bis d sowie die Ver-und
Entriegelungseinrichtung noch in. der Ruhelage befinden. Lediglich die Stoßstange
18 bzw. deren mit der Laufrolle =g versehenes Ende ist zwischen die bogenförmigen
Nocken 2o der Förderschale getreten, jedoch hat der damit verbundene Schaltstoß
lediglich eine Vor- und Rückdrehung des Winkelhebels 14, 15 bewirkt, ohne die übrige
Einrichtung in Bewegung zu setzen oder sonstwie zu beeinflussen.
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Abb. 4 zeigt diejenige Stellung der Einrichtung, bei welcher während
des Vorschiebens der Wagen c und d die vorderste Achse des Wagens c auf den Schienenkontakt
=o gelangt ist und diesen heruntergedrückt hat. Der Hebel i2 hat sich hierbei gehoben
und ist in seiner gehobenen Stellung durch den Hebel 14 gesperrt worden. Gleichzeitig
ist der Winkelhebel g um 8 gedreht worden und hat mittels der Zugstange 7 das untere
Ende des Doppelhebels 5 nach rechts gezogen, wobei die Druckstange 3 einen Schaltstoß
auf die gegenüber befindliche Druckstange 22 der Förderschale i ausgeübt hat. Dieser
Schaltstoß ist über den Stützhebel 24, Welle 23 und die beiden Hebel 28 auf die
Schalträder 30 übertragen worden und hat diese um vier Zähne weitergedreht. Die
Schuhe der Zugstangen 35 haben dabei ihre Stellung auf der pockenartigen Erhöhung
der Kurvenscheibe 32 verlassen und sind nach rechts gerückt, so daß durch die Zugstangen
35 über den Doppelhebel 37 eine Drehung der die Widerlager 40 tragenden Doppelhebel
39 und damit die Entriegelung der Widerlager 4o erfolgt ist.
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Abb. 5 zeigt die nächste Stellung der Einrichtung, bei welcher die
vordere Achse des Wagens b auf dem Schienenkontakt 41 angelangt ist, nachdem die
Wagen c und d an den Wagen b herangeschoben wurden und diesen sowie den Wagen a
nunmehr weitergedrückt haben. Die an der Hängebank befindliche Einrichtung bleibt
hierbei unverändert in ihrer Lage, da der dortige Schienenkontakt =o verriegelt
ist und nicht hochsteigen kann. Lediglich die Druckstange 3 ist wieder in ihre Ruhelage
zurückgekehrt, da sich die Zugstange 7 mittels ihres Nockens 21 und der an der Hängebank
angebrachten Rolle 2,1' gehoben und aus dem Doppelhebel 5 ausgehakt hat. Auf der
Förderschale hat sich auch die Druckstange 22 unter dem Einfluß des Gegengewichtes
26 wieder in ihre Ruhelage zurückbegeben. Dagegen ist durch den Schaltstoß des Schienenkontaktes
4i das Schaltrad 3o um einen weiteren Zahn vorgeschoben worden. Dieser Drehung sind
die Nokkenscheiben 32 gefolgt, ohne daß auf die Zugstangen 35 ein Einfluß ausgeübt
worden wäre. Die Widerlager 40 verbleiben demnach in ihrer versenkten Lage.
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Inzwischen sind die Wagen weitergeschoben worden, und auch die zweite
Radachse des Förderwagens b hat den Schaltknopf 41 passiert. Hierdurch ist lediglich
die Weiterschaltung des Sperrades 30 samt der Nockenscheiben 32 um einen
weiteren Zahn bewirkt worden, ohne daß sich die Einrichtung in ihrer Lage geändert
hätte.
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Die Abb. 6 zeigt den Augenblick, in welchem das erste Rad des Wagens
c auf den Schaltknopf 41 gelangt ist. Wie ersichtlich, beginnt bei dieser um einen
Zahn weitergedrehten Stellung der Nockenscheibe der nächste Nocken bereits zu wirken,
so daß durch eine geringe Zurückschiebung der Stangen 35 bereits ein geringes Heben
des Widerlagers 4o eingetreten ist, während im übrigen die Stellung der Einrichtung
unverändert bleibt. Erst bei der in Abb. 7 veranschaulichten Stellung, bei welcher
nunmehr die letzte- Achse des Förderwagens c auf dem Schaltknopf 41 steht und infolge
der weiteren Schaltung des Sperrades 30 um den
letzten, ächten
Zahn des Quadranten die Schuhe der Stoßstangen 35 wieder auf der vollen Höhe des
Nockens der Nockenscheiben 32 stehen, ist die völlige Verriegelung der Einrichtung
durch Einstellung des Widerlagers 40 in seine Normallage wiederhergestellt. Auch
hierbei bleiben zunächst alle übrigen Teile der Einrichtung noch in Ruhe.
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Nachdem nunmehr die Wagen c und d völlig auf die Förderschale geschoben
worden sind, so daß sich deren äußere Achsen innerhalb der Widerlager q0 und 45
befinden, wie in den Abb. i, 2 und 3 dargestellt, kann die Förderschale in Bewegung
gesetzt werden. Hierbei wird mittels der Nocken 2o auf die Stange 18 ein Schaltstoß
ausgeübt, wodurch der Schienenkontakt io der Hängebank in der beschriebenen Art
entriegelt wird. Nun erst ist die völlige Ruhelage der Einrichtung wiederhergestellt,
da auch der Haken der Stange 7 wieder in Eingriff mit dem freien Ende des Doppelhebels
5 gelangt ist.
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Dieses Spiel wiederholt sich bei der Ankunft der nächsten Etage der
Förderschale usf. Zusammenfassend sei noch erläuternd darauf hingewiesen, daß sich
beim Betriebe der neuen Einrichtungen insgesamt drei Bewegungsvorgänge erkennen
lassen, und zwar: Der erste Bewegungsvorgang ist die Entriegelung der Einrichtung,
welche durch den auf der Hängebankbühne der Schale zulaufenden Wagen c bewirkt wird.
Hierbei werden die Sperräder 30 um vier Zähne gedreht; gleichzeitig wird
der Schienenkontakt io in seiner herabgedrückten Stellung verriegelt.
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Der zweite Bewegungsvorgang wird durch die auf der Förderschale stehenden
letzten und den ersten zulaufenden Wagen bewirkt. Hierbei werden die Kontakte 41
durch jedes Laufradpaar, im Ausführungsbeispiel also insgesamt viermal, niedergedrückt
und die Sperräder 30 sowie die mit denselben in Verbindung stehenden Kurvenscheiben
32 um je einen Zahn, insgesamt also um vier Zähne, weitergeschaltet.
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Der dritte Bewegungsvorgang wird mittels der Kurvenstücke 2o durch
die Förderschale i bewirkt, sobald diese die Hängebank in Richtung nach oben oder
unten verläßt. Diese Bewegung hat lediglich den Zweck, den durch den Hebel ii niedergehaltenen
Kontakt io wieder in. die Arbeitsstellung zu bringen, um beim nächsten Spiel die
Verriegelung der Förderschale zwecks freier Ausfahrt der Förderwagen beseitigen
zu können.
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Der Gegenstand der Erfindung ist durch das in der vorstehenden Beschreibung
erläuterte und in der Zeichnung veranschaulichte Ausführungsbeispiel nicht erschöpft,
sondern umfaßt auch alle übrigen Ausführungsformen, welche auf dem gleichen Grundgedanken
der Erfindung beruhen. Insbesondere sind abweichende Bauarten der Gestänge möglich,
auch kann der Schaltknopf q.i an anderer Stelle der Förderschale angeordnet sein
und überhaupt an Stelle der verwendeten Gestänge und Hebel beliebige, ähnlich wirkende
technische Äquivalente verwendet werden.
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In Fällen, wo Aufsatzvorrichtungen vorhanden sind, also die Förderschale
in Höhe der Hängebankbühne auf ein in diese fest eingebauter Widerlager bekannter
Art aufgesetzt wird, kann der Vorgang der Entriegelung, der im erläuterten Ausführungsbeispiel
durch den zulaufenden Förderwagen erfolgt, in Fortfall kommen und dafür die Entriegelung
dadurch bewirkt werden, daß die Druckstange 22 der Förderschale durch einen Winkelhebel
o. dgl. um den Weg von vier Zähnen der Sperräder 30 vorwärts bewegt wird, indem
das eine Ende des Winkelhebels beim Aufsetzen der Schale eine entsprechende Drehung
vollführt.