DE537205C - Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Stromamplituden telegrafischer oder telefonischer Nachrichten - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Stromamplituden telegrafischer oder telefonischer NachrichtenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Strombegrenzungs- und Regelvorrichtung für Empfangsströme,
insbesondere für drahtlose Nachrichtenübermittlung. Sie eignet sich besonders zum Regeln der Stärke von Signalen, die über
eine Landleitung von der Ausgangsseite einer drahtlosen Empfangsanlage weitergesendet
werden.
In solchen Fällen besteht eine Schwierigkeit, besonders bei Verwendung kurzer Wellen für
die drahtlose Übertragung, in den großen Schwankungen, die die verstärkten Empfangssignale aufweisen. Z. B. kann die Amplitude
der niederfrequenten Sprechströme am Aus-
tg gangsende des Empfangsverstärkers zwischen
ι und 50 Milliampere schwanken, und man erkennt leicht, daß eine so große Schwankung eine
Überlastung der in der Landleitung benutzten Röhren und damit eine Verzerrung zur Folge
haben kann. Ferner liegen solche starken Schwankungen weit außerhalb der Grenzen für
kommerzielle Telefonie.
Die Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung enthält eine Einrichtung zur regelbaren
Dämpfung, die aus einer Mehrzahl von Widerständen besteht und in die Leitung hinter dem
Empfänger eingeschaltet ist, sowie eine Relaisanordnung, die von den Ausgangsamplituden
des Empfängers gesteuert wird und die Dämpfung in Abhängigkeit von diesen Amplituden
einstellt.
Die Dämpfungswiderstände -bestehen zweckmäßig aus mehreren Widerstandseinheiten, die
in Serienparallelschaltung angeordnet sein können, die einzeln oder gruppenweise durch
die Relais ein- und ausgeschaltet bzw. kurzgeschlossen werden. Die Relais sind so angeordnet,
daß sie verschiedene Ansprechsehwellen besitzen, so daß sie durch verschiedene Stromamplituden,
und zwar steigende Stromamplituden der Empfangsströme, nacheinander be-• tätigt werden, z. B. kann das erste Relais bei
einer Stärke von einem Milliampere ansprechen, das zweite bei 3 Milliampere, das dritte bei
5 Milliampere usw.
Zweckmäßig werden Magnetrelais benutzt, die außer der Arbeitswicklung noch eine aus
einer besonderen Gleichstromquelle gespeiste zusätzliche Wicklung zum Einstellen der Ansprechschwelle
haben.
Die vom Empfängerausgang gespeisten Arbeitswicklungen können durch denAnodengleichstrom
der Detektorröhre des Empfängers gespeist werden, der proportional der empfangenen
Hochfrequenzenergie schwankt.
Die mechanischen Relais können auch durch Röhren ersetzt werden. Zweckmäßiger haben
sich aber mechanische Relais erwiesen, da diese
keine Rückkopplung erzeugen und in ihrer Empfindlichkeit leicht eingestellt werden können.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in fünf Figuren dargestellt.
Fig. ι zeigt schaubildlich die allgemeine Anordnung
zum drahtlosen Empfang von Signalen und zu deren Weitersenden über eine Landleitung.
ίο Fig. 2 zeigt schaubildlich ein Dämpfungsnetz
für die Anordnung nach Fig. i.
Fig. 2 a zeigt mit mehr Einzelheiten eine der
Widerstandseinheiten für eine Anordnung nach Fig. 2.
Fig. 3 zeigt schaubildlich eine Relaisanordnung zur Änderung der Dämpfungseigenschaften des
Netzes gemäß Fig. 2 in Übereinstimmung mit der Stärke der empfangenen Signale.
Fig. 4 zeigt schaubildlich eine Anordnung zur ao Lieferung des Stromes für die Steuerung der
Relais gemäß Fig. 3.
Fig. ι: A ist die Antenne, T ein Überlagerungsempfänger,
HFA ein Hochfrequenzverstärker und DS eine Äudionröhre, die die
Gleichstromkomponente des gleichgerichteten Hochfrequenzstromes von dem niederfrequenten
Wechselstrom trennt.
Der niederfrequente Wechselstrom dieser Röhre wird durch ein Dämpfungsnetz RN gesandt
und geht dann durch einen Niederfrequenzverstärker LFA (wenn ein solcher erforderlich
ist) zu einer nicht dargestellten Landleitung. ■
Der Gleichstromausgang der Röhre DS geht durch einen Gleichstromverstärker D CA und
betätigt eine Reihe von Steuerrelais bei CR, die die Dämpfung des Netzes RN einstellen.
Die Relais bei CR sind Magnetrelais, deren Arbeitswicklung in Reihe geschaltet und so angeordnet
sind, daß ein Relais nach dem andern mit zunehmenden Werten des ihnen zugeführten
Gleichstromes ansprechen, wobei die nacheinanderfolgende Betätigung der Relais dazu
dient, um stufenweise die Dämpfungswerte des Netzes RN einzustellen. Da die Stärke des den
Relais tatsächlich zugeführten Stromes proportional der Amplitude der empfangenen Hochfrequenz
ist, so wird also die Dämpfung des Netzes RN und damit die Amplitude der weiterzuleitenden
Ströme in Abhängigkeit von der Amplitude der zugeführten Energie geregelt, es kann mithin auch die Lautstärke der weitergeleiteten
Signale, auf konstanten Wert geregelt werden.
Fig. 2 zeigt schaubildlich das in Fig. 1 mit RN bezeichnete Gerät zusammen mit den dazugehörigen
Relaiskontakten. Das Netz enthält eine Anzahl (im vorliegenden Falle sechs) Widerstandseinheiten
I, iA; 2, zA; 3, 3A; 4, 4A;
5» 5-4; 6, 6A. Zu jeder Einheit gehört ein Paar
von Relaiskontakten S xy S iA;. S 2, S 2A;
S 3, 5 3A usw. Zu jedem Kontaktpaar gehört
eines der Relais bei Ci? (Fig. i), und zwar ist die Anordnung so, daß, wenn der eine Kontakt
eines Paares, z. B. S xA, geschlossen ist, der andere Kontakt S 1 offen ist und umgekehrt.
(In Fig. 3 sind diese beiden Kontakte Si, S iA
der besseren Übersichtlichkeit wegen offen gezeichnet, wenngleich in Wirklichkeit eins offen
und das andere geschlossen sein muß.)
Zweckmäßig ist der Widerstandswert jedes Widerstandes im Netz RN leicht einstellbar.
Fig. 2 a zeigt diese Einrichtung. Hier besteht eine Widerstandseinheit, z. B. die Einheit 3, 3A
der Fig. 2, aus drei Reihen von Widerständen R 3, R'3, R"3 unddreiparallelenWiderständen2?34,
R' 3A und R" 3A zusammen mit Schaltern SR 3, SR' 3, SR" 3 und SR 3A, SR' 3A und
SR" 3 A; alle diese Widerstände sind von gleichem Wert, und man erkennt, das durch
Betätigung der Schalter SR 3 usw. der Widerstandswert der Einheit über einen weiten Bereich
eingestellt werden kann.
Fig. 3 zeigt die Kreise zusammen mit einem Steuerrelais, z. B. dem ersten Relais. Die anderen
Steuerrelais sind in ähnlicher Weise angeordnet, aber der größeren Klarheit wegen nicht
dargestellt. Der Ausgang vom Gleichstromverstärker geht zur Hauptwicklung CW χ des
Steuerrelais (und dann durch die Hauptwickelungen all der anderen Relais in Reihe). Das
Steuerrelais schließt und öffnet einen Kreis, der von einer Hauptzuführung M kommt, durch
Anzeigelampe L 2, Wicklung WR 1 eines Schaltrelais, Relaiskontakt 2 CW χ und Relaisanker
zur Erde. Die Schalterwicklung WR χ betätigt die Relaiskojitakte Sx, S xA zusammen
mit den Widerstandseinheiten ι, χ A (s. a. Fig. 2).
Wenn der Relaisanker auf dem Kontakt ι CW χ aufruht, wird eine Anzeigelampe L χ loo
von der Batterie B zum Glühen gebracht.
Zum Zwecke der Einstellung der Ansprechschwelle ist jedes Relais -mit einer Wicklung
ACW χ versehen, die durch einen veränderlichen Widerstand VR χ unter Vermittlung eines Potentiometers
P χ gespeist wird. In Reihe mit dem Widerstand VR 1 liegt ein Begrenzungswiderstand
LR x, der durch zwei normal geschlossene Kontakte VR χ S überbrückt ist,
die durch Wicklung WR χ geöffnet werden, wenn das Relais CIf 1 betätigt wird. Der
Widerstand LRx ist für das richtige Funktionieren
des Apparates notwendig und von solcher Größe, daß das Relais sich bei denselben
Werten des ansteigenden und abfallenden Stromes öffnet bzw. schließt. Bekanntlich
bleiben die meisten Relais, nachdem sie bei einem gegebenen Stromwerk geschlossen sind,
für einen beträchtlich geringeren Stromwert geschlossen. MAS ist eine doppelpolige Steckdose,
in die ein Milliamperemeter MA eingestöpselt werden kann. ,
Fig. 4 zeigt schematisch die Detektorröhre DS
der Fig. i. Hier ist V ι eine Röhre, die durch die
Vorspannungsbatterie Eb zwecks Gleichrichtung und Demodulierung der Signale eingestellt
wird. Die Wechselstromkomponenten des Anodenstromes dieser Röhre, die durch die Drossel Ca1 von der Verstärkeranordnung DCA
ferngehalten wird, gehen über T2 nach RAT, die
Gleichstromkomponenten steuern die ersteRöhre
ίο von DCA und gelangen weiterhin verstärkt zu
den Steuerrelais CR. Schwache Hoch- und Niederfrequenzpotentiale, die infolge von kapazitiven
Nebenschlüssen noch die Anordnung D CA erreichen, werden durch den Kondensator C3 abgeleitet.
Außer den beschriebenen Relais kann noch ein Relais vorgesehen werden, das betätigt wird,
wenn die Signalstärke über den Wert steigt, der die bisher beschriebene Anordnung bis zum
ao äußersten Relais betätigt; dieses Relais schaltet eine oder mehrere Stufen des Hochfrequenzverstärkers
aus. Zweckmäßig ist die Anordnung so, daß dieses Ausschalten den - Gleichstrom auf
einen solchen Wert abfallen läßt, daß alle Relais mit Ausnahme des ersten außer Betrieb gesetzt
werden. Die Wiedereinschaltung der betreffenden Stufen der Hochfrequenzverstärkung
erfolgt automatisch durch Verbindung mit der Schalterwicklung (z. B. WR 1), die mit dem
ersten Relais zusammenarbeitet, wobei ein besonderer Kontakt, der das Relais ausschaltet,
diese Stufen steuert, wenn die Gleichstromstärke genügend gefallen ist. Auf diese Weise
kann der Steuerbereich vergrößert werden.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur selbsttätigen Regelung der Stromamplituden telegrafischer oder telefonischer Nachrichten, insbesondere der von einer drahtlosen Empfangsstation aufgenommenen und über eine Leitung weiterzusendenden Nachrichten, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Empfänger eine aus einer Mehrzahl von Widerständen gebildete Dämpfungsvorrichtung in die Leitung geschaltet ist, deren Dämpfungswerte durch besondere, von den Ausgangsamplituden des Empfängers gesteuerte Relaisanordnungen in Abhängigkeit von diesen Amplituden eingestellt werden.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaisanordnung aus Relais besteht, deren Ansprechschwelle voneinander verschieden ist, und zwar derart, daß die Relais nacheinander entsprechend den ansteigenden Werten der Ausgangsamplituden des Empfängers betätigt werden, so daß die Dämpfung der an den Empfänger anschließenden Leitung entsprechend den Änderungen der Signalstärken verändert wird.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung der Relaisanordnung durch den der Detektorröhre entnommenen, der empfangenen Hochfrequenzenergie proportional schwankenden Anodengleichstrom erfolgt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die außer den Arbeitswicklungen zusätzlich vorhandenen Wicklungen der verwendeten Magnetrelais zur Einstellung der Ansprechschwelle durch Vermittlung eines Potentiometers, veränderlichen Widerstandes o. dgl. aus einer besonderen Gleichstromquelle gespeist sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit den zusätzlichen Relaiswicklungen Widerstände angeordnet sind, die je nach der für diese Wicklungen benötigten Stromstärke durch das vom Relais betätigte nachfolgende Schaltrelais kurzgeschlossen werden können, außer wenn die dazugehörigen Relais betätigt werden.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5> dadurch gekennzeichnet, daß außer den in Anspruch 1 genannten Relais zur Dämpfungseinstellung noch weitere Relais vorgesehen sind, vermittels deren die Abschaltung einer oder mehrerer Eingangsverstärkerstufen des Empfängers möglich ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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