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Verfahren zur zahlenmäßigen Bezeichnung von Formularen Die durchlaufend
zahlenmäßige Bezeichnung von Formularen geschah bisher im Reihendruckwege für jedes
Einzelformular. Vorliegende Erfindung betrifft demgegenüber ein Verfahren, bei welchem
nur die Einer- und Zehnerstelle im Reihendruckwege vorgedruckt, dagegen alle darüberliegenden
Stellen durch gleichzeitiges Lochen einer Anzahl Formulare, die der Zahl der durch
Druck numerierten entspricht, an den für die Zahlenwerte vorgemerkten Stellen bestimmt
werden. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß man einheitliche Formulare für beliebige
Zwecke in beliebiger Zahl vorrätig halten kann, indem jeweils die Grundzahl, etwa
ioo, vom Stapel entnommen und durch Lochung für den Sonderzweck hergerichtet wird.
Man kann also ein neutrales Formular durch Lochung in ein Sonderformular umwandeln
und benötigt für die verschiedensten Sonderzwecke, die auch mit beliebig vielstelligen
Zahlenwerten ausgedrückt werden müssen, nur einer einzigen gemeinsamen Formulargattung,
wodurch die Druckauflagen in weit größeren Mengen möglich «erden, eine Verbilligung
entsteht und gleichzeitig eine größere Anpassungsfähigkeit an jeden nicht vorhergesehenen
Bedarf.
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Die Anwendung ist ungemein vielseitig. Beispielsweise seien angeführt:
i. Zahlenmäßige Buchungsgruppen bei Geschäftsvorfällen. a. Bankschecks, die Filialnummer,
Kundennummer und laufende Nummer tragen müssen. Innerhalb der Kundennummer kann
fortlaufend numeriert werden.
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3. Auftragsbücher, wo Nummer des Reisenden und seine fortlaufende
Auftragsnummer in gleichen Formularbüchern durch Lochung untergebracht sind.
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Kassenblocks (Warenhäuser), wo Abteilungen, Verkäufernummer, Kassenzettelnummer
usw. zu vermerken sind.
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5. Lieferscheine, Nummer des Meisters, fortlaufende Liefernummer usw.
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6. Numerierung beliebiger Blätter, wie Postscheck, Tagebuch usw.,
durch Anklebezettel.
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Für die Einreihung dieser Formulare in die Registratur tritt sodann
noch ein weiterer Vorteil ein, wenn die Markierung für den Spezialzweck durch Lochung
vorgenommen ist. Indem diese Lochungen an bestimmten Stellen für die Formulare,
die zu bestimmten Drucken oder sonstigen Einteilungen gehören, immer wieder an der
gleichen Stelle stehen und deshalb ein falsches Ablegen ausschließen, ist wohl in
einem solchen Falle durch die Lochung das falsch abgelegteExempl'ar sofort als unrichtig
zu erkennen.
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Zur Durchführung der Erfindung werden zunächst in irgendeiner dem
Sinn- entsprechenden geeigneten Weise Zahlenschema aufgestellt;
danach
ist das Formular für einen bestimmten Zweck geeignet, der natürlich zahlenmäßig
festzulegen ist.
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Das in der Erfindung vorgesehene Zahlenschema bietet zwei Möglichkeiten:
i. Einmal dient es dazu, eine Zweckbestimmung, Gruppen-, Konten-, Personen-oder
Sachzugehörigkeit usw. durch eine ein-oder mehrstellige Zahl auszudrücken.
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2. Zum anderen wird eine unbegrenzte Durchnumerierung vieler Formulare
erreicht, indem je ioo Formulare schon beim Druck laufend mit den Zahlen oo bis
99 versehen werden. Diese durchnumerierten Gruppen von je ioo Formularen werden
nun mittels des Zahlenschemas nach Hundertern, Tausendern usf. gekennzeichnet. Wird
z. B. bei ioo Formularen oo bis 99 in der Hundertergruppe die Zahl 4 und in der
Tausendergruppe die Zahl :2 markiert, so ergibt das die Zahlengruppe von 2 4oo bis
2 499 usw.
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Natürlich wäre es möglich, statt Gruppen von ioo (o bis 99) auch kleinere,
gleichzeitig durch Markierung einzureihende Zahlengruppen von beispielsweise 25
oder 5o (z. B. Scheckbücher) herzustellen, welche dann die Zahlen oo bis 24 und
25 bis 5o usw. bzw: oo bis 49 und 5o bis 99 enthalten.
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Es lassen sich beide Verwendungsmöglichkeiten sowohl nach Punkt i
als nach Punkt 2 auf einem Formular vereinigen oder auch je nach Sinn und Bedeutung
der Zahlen auf dem gleichen Formular mehrere Zahlenschema nach Punkt i unterbringen.
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Das Verfahren nach Punkt :2 bietet natürlich die Möglichkeit, an jeder
beliebigen Zahlenreihe anzufangen bzw. - an bereits bestehende Zahlenreihen anzuschließen.
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Die Markierung der gewünschten Zahl erfolgt zweckmäßig mittels gleichzeitiger
Lochung von 25, 5o bzw. ioo Formularen, wobei durch verschiedene Form der Lochungen
die verschiedene Bedeutung der einzelnen Zahlenschemata unterschieden werden kann.
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Die Anordnung der Zahlen im Zahlenschema in einem dieser Formulare
kann man auf verschiedene Weise treffen.
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Fig. i zeigt z. B. ein Buchhaltungsformular, das für eine bestimmte
Gruppe von Geschäftshandlungen dient. Diese Gruppe ist durch die Zahl 16 ausgedrückt.
Die Gruppen sind in geringer Anzahl vorhanden, und für ihre Bestimmung genügen deshalb
Einer und Zehner. In dem mit Gruppe i gekennzeichneten Feld a befinden sich zwei
getrennte Vertikalreihen. Jede Vertikalreihe enthält paarweise nebeneinanderstehend
die Zahlen o bis g. Dieses mit a bezeichnete Feld soll also nur zweistellige Zahlen
kennzeichnen, und zur Bestimmung der gewünschten Zähl wird die Zahl entfernt, die
mit der gewünschten ein Paar bildet. In dem Feld a ist deshalb in der ersten Reihe
der Zehnerreihe die o und in der vierten Reihe der Einer die 7 weggelocht, so daß
festgestellt ist, daß unter den Zehnern die i und unter den Einern die 6 gilt, und
damit ist die Zahl 16 festgelegt.
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Das Feld a ist durch zwei Felder b und c mit den Aufzeichnungen
»Per« und »An« von einem weiteren Zahlenfeld d getrennt. Dieses Zahlenfeld d ist
als Belegnummer bezeichnet, und hier kommen weiter größere Zahlen vor, und dementsprechend
sind auch besondere Vertikalreihen für die Hunderter, Tausender und Zehntausender
genau in derselben Weise geschaffen, wie sie für das Feld a bestimmt sind, d. h.
jede Wertspalte enthält paarweise die Zahlen o bis 9. Bei diesem Feld d sind die
Einer und Zehner in einer besonderen Spalte untergebracht, weil, wie oben beschrieben,
diese Blätter fortlaufend mit der Nummer oo bis 99 maschinell gedruckt worden sind.
Alle anderen Zahlen oder sonstigen Aufdrucke bleiben unverändert dieselben, und
es ist jeweils nur ein Nummernwechsel in den Einern und Zehnern vorhanden. Die Bestimmung
der gewünschten Hunderter oder Tausender usw. erfolgt im Feld d wiederum durch Lochen,
und man erkennt aus diesen Lochungen, daß in der Zehntausenderreihe die Zahl
5, in der Tausenderreihe die Zahl 4 und in der Hunderterreihe die Zahl 3
weggelocht sind. Demgemäß heißt die gesuchte Nummer mit den vorgedruckten Einern
und Zehnern 45:289. Durch die vorhandene Einer- und Zehner-Nummernfolge oo' bis
99 können und brauchen auch nur ioo Formulare in einem Lochungsarbeitsgang für den
gewünschten Zweck hergestellt werden. Werden aber kleinere Einheiten gewünscht,
also nur 5o oder nur 25, so wird laut Fig. 3 und 4 auch für die Einer-undZehnerfolge
einLochvorgang durchgeführt. Bei Stapel von 5o Einheiten werden in Einer- und Zehnerstelle
jeweils zwei Zahlensteilen übereinandergesetzt und die nicht gewünschten weggelocht
(Fig. 3). Bei Stapel von 25 Einheiten werden 4 Zahlengruppen über- und nebeneinandergestellt
und ebenfalls die nicht gewünschte Zahl weggelocht. So erhält man auch.noch bei
den Einern und Zehnern . weitere Vereinfachungen und Anpassungen an jeden Bedarf.
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Die in Fig.2 gezeigten Felder dl, b, cl und d, zeigen genau dieselben
Schemata und sonstigen Einteilungen. mit dem einzigen Unterschied, daß das Nichtgewünschte
unkenntlich gemacht wird, beispielsweise durch einen Stempel: Im übrigen aber ist
die Arbeitsweise genau dieselbe. Die letztgenannte Methode hat - nur für Spezialzwecke
Bedeutung, wo Lochungen nicht angängig sind, sonst-ist die Lochung schon der gemeinsamen
Behandlung
einer größeren Anzahl Formulare wegen aus den eben genannten Gründen der Registraturerleichterung
vorzuziehen.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 sind Lochungen bzw. sonstige Unkenntlichmachungen
oder Anzeigen neben die gewünschte Zahl gesetzt. Bei der Beleggruppe 7e stehen unter
der Zahlenreihe o bis 9 Kreise, die entweder durch Lochung entfernt werden können
oder auf sonstige Weise gekennzeichnet werden, oder man erkennt aus der betreffenden
Rubrik, welche Zahl gemeint ist. Nimmt man beispielsweise die obere Reihe als die
Zehnerreihe und die untere Reihe als die Einerreihe an, so hat die gewünschte Zahl
den Wert 32.
Das Felde ist durch die Felder f und
d mit den Bezeichnungen »Per« und »An« getrennt, und die eigentliche Nummer
des Beleges ist im Feld lt untergebracht, wo wiederum die Ziffern der Einer und
Zehner vorgedruckt sind. Unter der Voraussetzung, die für das Feld e gilt,
ist für das Feld h die gewünschte Zahl 4.276.
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Es leuchtet ein, daß man zu beliebig hohen Zahlwerten kommen kann,
indem man entsprechend viel Horizontalreihen mit den Anzeigemittel'n übereinandersetzt.
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Handelt es sich beispielsweise um Scheckformulare, so müssen bei der
heutigen Methöde besondere Nummern auf jedem einzelnen Scheckblatt untergebracht
werden, die erst nach dem Druck aufzubringen sind. Gemäß vorliegender Erfindung
können alle 25,
50 oder i oo Blätter gleichzeitig durch Lochung nach ihrer
Gruppenzugehörigkeit gekennzeichnet werden, und nur die Einer und Zehner werden
vorher durch Druck aufgebracht. Man kann also demgemäß eine viel größere Anzahl
Schecks vordrucken und im Druck fertigmachen in durchnumerierten, den Scheckheften
entsprechenden Gruppen von 25, So oder ioo Scheckblättern (siehe Fig. 3 und
4).
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Der weitereVorteil, der hiermit geboten ist, liegt in der Spezialmarkierung
der gewünschten Kundennummer durch Lochung mit Hilfe der besonderen, bei der Ausgabestelle
der Bank vorhandenen Lochmaschinen. Es werden also durch Lochungen im Sinne vorliegender
Erfindung immer nur die gewünschten Schecks hergestellt, so daß der Vorrat an Scheckbüchern,
zumal sie alle völlig gleich sind, überhaupt weit kleiner sein kann und auch falsche
Schecks oder sonstige betrügerische Manipulationen schwerer durchführbar sind.
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Die Anwendungsmöglichkeiten für Buchhaltungsbelege sowie für Belege
in Werkstätten, Großbetrieben usw. sind sehr mannigfach. Die generelle Einteilung
in Beleggruppen mit selbständiger Nummernfolge wird durch vorliegende Erfindung
durchführbar.
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Weitere Anwendungsbeispiele sind: Auftragsbücher, Kassenblocks, Fahrscheine,
Eintrittskarten usw.
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Es erhellt aus dem Ganzen, daß die Anwendbarkeit in den verschiedensten
Betrieben ganz ungeheuer groß ist und die Anpassungsfähigkeit an die verschiedensten
Zwecke gegeben ist. Mit einem verhältnismäßig kleinen Vorrat von Formularen läßt
sich jede Einteilung und eine begrenzte Nummernfolge herstellen. Das Arbeitssystem
auf Grund vorliegender Erfindung erlaubt größte Beweglichkeit sowie Zeit- und Materialersparnis.