DE529740C - Chiffrier- und Dechiffriermaschine - Google Patents

Chiffrier- und Dechiffriermaschine

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DE529740C
DE529740C DEZ16811D DEZ0016811D DE529740C DE 529740 C DE529740 C DE 529740C DE Z16811 D DEZ16811 D DE Z16811D DE Z0016811 D DEZ0016811 D DE Z0016811D DE 529740 C DE529740 C DE 529740C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09CCIPHERING OR DECIPHERING APPARATUS FOR CRYPTOGRAPHIC OR OTHER PURPOSES INVOLVING THE NEED FOR SECRECY
    • G09C1/00Apparatus or methods whereby a given sequence of signs, e.g. an intelligible text, is transformed into an unintelligible sequence of signs by transposing the signs or groups of signs or by replacing them by others according to a predetermined system
    • G09C1/06Apparatus or methods whereby a given sequence of signs, e.g. an intelligible text, is transformed into an unintelligible sequence of signs by transposing the signs or groups of signs or by replacing them by others according to a predetermined system wherein elements corresponding to the signs making up the clear text are operatively connected with elements corresponding to the signs making up the ciphered text, the connections, during operation of the apparatus, being automatically and continuously permuted by a coding or key member
    • G09C1/08Apparatus or methods whereby a given sequence of signs, e.g. an intelligible text, is transformed into an unintelligible sequence of signs by transposing the signs or groups of signs or by replacing them by others according to a predetermined system wherein elements corresponding to the signs making up the clear text are operatively connected with elements corresponding to the signs making up the ciphered text, the connections, during operation of the apparatus, being automatically and continuously permuted by a coding or key member the connections being mechanical

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Description

  • Chiffrier- und Dechiffriermaschine Die Erfindung betrifft eine Chiffriermaschine, die aus einem Satz von Einstellscheiben und einem mit diesem durch Übersetzungen verbundenen Satz von Ergebnisscheiben besteht und eine mehrstellige Folge von _Zahlen- oder Zeichensätze einer bestimmten Gesetzmäßigkeit in eine wenigerstellige Folge von Zeichen umzuwandeln vermag. Sie besteht darin, daß die die Zeichen oder Zahlen tragenden Flächen der Einstellscheiben gemäß einem geringerwertigien,, z. B. dekadischen, und die der Ergebnisscheiben gemäß einem höherwertigen, z. B. 26 Einheiten in kleinster Ordnung umfassenden Zahlensystem unterteilt und beide Scheibengruppen derart miteinander übersetzt sind, daß die durch Drehen der Einstellscheiben im geringerwertigen System eingestellte Zahl mechanisch in eine gemäß dem höherwertigen System geringerstellige Zahlen- oder Zeichenreihe auf den Ergebnisscheiben umge"vandelt wird, welche letzteren somit in entsprechend geringerer Zahl als die Einstellscheiben vorhanden sind.
  • Wenn man dieses der Chiffriermaschine zugrunde liegende mathematische Umwandlungsgesetz mechanisch auf umgekehrte Weise verwirklicht, entsteht eine Dechiffriermaschine, mittels welcher man eine gegebene Folge von Zahlen oder Zeichen in eine mehrstellige Folge umwandeln kann. Bei einer derartigen Dechiffriermaschine sind also die die Zeichen oder Zahlen tragenden Flächen der Einstellscheiben gemäß einem höherwertigen, z. B. 26 Einheiten in kleinster Ordnung umfassenden, und die Ergebnisscheibe. gemäß einem geringerwertigen Zahlensystem, z. B. dem dekadischen, unterteilt und beide Scheiben derart miteinander übersetzt, daß die durch Drehen der Einstellscheiben im höherwertigen System eingestellte Zahl mechanisch in eine gemäß dem geringerwertigen System mehrstellige Zahlen- oder Zeichenreihe auf den Ergebnisscheiben umgewandelt wird, welche letzteren somit in entsprechend größerer Zahl als die -Einstellscheiben vorhanden sind.
  • Gegenstand der Erfindung bildet endlich eine kombinierte Chiffrier- und Dechiffriermaschine, welche aus einer Chiffrier- und Dechiffriereinheit der obenerwähnten Art besteht. Diese Einheiten sind über ein gemeinsames Zwischenorgan und durch Vermittlung ein- und ausschaltbarer Kupplungen derart miteinander verbunden, daß die Scheiben beider Einheiten sich als Einstell- bzw. Ergebnisscheiben benutzen und die zur Zahlensystemumwandlung erforderlichen Übersetzungsverhältnisse zwischen beiden sich dadurch herstellen lassen, daß das gemeinsame Zwischenorgan als Antrieb von der Chiffriernach der Dechiffrierseite bzw. umgelcehrt dient.
  • Wenn man in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die geringer- und höherwertigen Zahlen- oder Zeichenscheiben nach dem dekadischen bzw. dem 26er-Zahlensy stem unterteilt, ist man in der Lage, mit rein mechanischen Mitteln und unter Verzicht auf jede gedankliche Rechenoperation vielstellige Zahlgrigebild"e;-z. B. Code-Zahlen von mehr als fünf Stellen, in Zeichengebilde von weniger, z. B. höchstens fünf Stellen, zu verdichten bzw. aus Verdichtungsgebilden die Ausgangsziffern wieder herzustellen.
  • Hierbei ist erwogen worden, daß ein einfacher Austausch der Zahlen des Dezimalsystems gegen Buchstaben des Alphabets zwar insoweit ohne weiteres möglich. ist, als z«-ischen Zahl und Wort Gleichheit der Stellen besteht, und daß hierbei, aber nur entsprechend der Zehnerzahl der Einheiten des dezimalen Zahlensystems, von den 26 Buchstaben des Alphabets immer nur je zehn für einen derartigen Austausch zur Verfügung stehen würden. Die sämtlichen Buchstaben des Alphabets werden aber eindeutig verfügbar, wenn man nicht Zahlen des Dezimalsystems, sondern Zahlen eines Systems von der Grundzahl 26 zugrunde legt, für deren Aussprache im Sinne des dekadischen Zahlensystems zwar keine eigentlichen Sprachmittel zur Verfügung stehen, deren rechnerisch-mathematische Bedeutung aber feststeht und darin besteht, daß die in einer Zahl des höherbasigen Systems stehenden Einheiten oder Einzelzahlen, die im Falle des 26er-Systems von o bis 25 gehen, auf dem Wert der Einheiten entsprechende Vielfache von nach Maßgabe der Stelle arithmetisch fortschreitenden Potenzen der Grundzahl 26 darstellen, wobei diesePotenzen genau wie beim Dezimalsystem progressiv von rechts nach links ansteigen und etwa in dem Zahlengebilde fehlende Einheiten von Basispotenzen durch die Zahl o ausgedrückt werden.
  • Während also beispielsweise eine Zahl 243i im dezimalen Zahlensystem die. Summe i Xio°+3Xio'+4Xio2+2Xio3 andeutet, würde sie im 26er-System die Summe i X 26° + 3 X 261 + 4 X 262 -(- 2 X 263 bedeuten und etwa die Zahl 3.--1.14.25 in dem 26er-Zahlensystem der Summe 25 X 2611 + 14 X 261 -1- 21 X 262 + 3 X 263 entsprechen. Innerhalb dieses 26er-Zahlensystem würde für jede der entsprechenden Ziffern o bis 25 ein bestimmter Buchstabe des Alphabets zur Verfügung stehen.
  • Da die an einer gegebenen Stelle eines Zahlengebildes stehenden Ziffern inhaltlich das dem Zahlenwert entsprechende Vielfache der der Stellung dieser Ziffer innerhalb des Zahlengebildes entsprechenden Potenz der Grundzahlen (z. B. io bzw. 26) des in Frage kommenden Zahlensystems bedeuten, bestehen mithin zwischen jeder an einer bestimmten Stelle stehenden Zahlengröße eines Zahlengebildes und einem anderen Zahlensystem genau festliegende zahlenmäßige Beziehungen, welche erfindungsgemäß durch entsprechende übersetzungen zwischen den Einstell- und Ergebnisscheiben zum selbsttätig-mechanischenAusdruck gebracht werden.
  • In den Zeichnungen bedeutet: Abb. i das Schema einer Chiffriermaschine, welche beispielsweise Zahlen des dekadischen Zahlensystems in fünfstellige Buchstabengebilde umwandelt, Abb.2 das Schema einer Dechiffriermaschine, welche aus einer gegebenen Buchstabenfolge die entsprechende Zahl des dezimalen Systems errechnet, Abb.3 das Schema einer kombinierten Chriffrier- und Dechiffriermaschine, Abb.4 und 5 Einzelheiten zum besseren Verständnis der Abb. 3.
  • Die in Abb. i schematisch dargestellte Chiffriermaschine beruht auf der rechnungsmäßigen Wechselbeziehung zwischen dem dekadischen und dem 26er-Zahlensystem. Sie besteht aus einem Satz von beispielsweise auf einer gemeinsamen Welle i angeordneten Zahlenscheiben 2, die sich auf der Welle i drehen können und am Umfang die dem dekadischen Zahlensystem entsprechenden Ziffern o bis 9 tragen. Die Scheiben sind so gestellt, daß sie in der Ausgangsstellung die Zahl o durch den. in der Zeichnung nicht näher angedeuteten Sichtschlitz o. dgl. dem Auge des Gebrauchers darbieten. Die Anzahl dieser Zahlenscheiben entspricht der für den jeweiligen Zweck in Frage kommenden Stellenzahl des Dezimalsystems, die einzelnen Scheiben selbst entsprechen hinsichtlich ihrer Querstellung längs der gemeinsamen Tragwelle i den darüber in Klammern eingetragenen Potenzen der Grundzahl io des dekadischen Zahlensystems. In Abb. i sind nur sieben Zehnerscheiben 2 dargestellt, obwohl gemäß der Umwandlungstabelle S. 5 auch einige achtstellige Zahlen des Dizimalsystems in die dieser Beschreibung zugrunde gelegte rechnerische Anwendungsgrenze fallen. Wegen dieser wenigen Ziffern würde sich indessen die Anordnung einer weiteren Zehnerscheibe2 an achter Stelle nicht verlohnen; man wird sich in der Praxis damit behelfen, daß man beim Gebrauch erforderlichenfalls die an siebenter Stelle stehende Zehnerscheibe bis um elf Einheiten dreht bzw. am Umfang unter entsprechender Gestaltung der Einstell-und Übertragungsorgane mit Ziffern bis zu elf versieht.
  • Die Maschine besitzt ferner eine Reihe von Scheiben3, die auf einer gemeinsamen Welle4 drehbar gelagert sind, am Umfang die den Einheitszahlen o bis 2,5 des _ 26er-Zahlen.-systems entsprechenden Buchstaben a bis z des Alphabets tragen und bezüglich ihrer Querstellung auf der Welle 4 den eingeklammerten Potenzen der Grundzahl 26 entsprechen. Zwischen den einzelnen Scheiben 3 besteht unabhängige Drehmöglichkeit, doch sind zwischen den einzelnen Scheiben aufeinanderfolgender Rangordnung sogenannteVorschalt-und Nullstellvorrichtungen 5 vorgesehen, die in der Zeichnung nur schematisch angedeutet sind und der sogenannten Zehnerschaltung und Nullstellvorrichtung bei auf das dekadische System abgestellten Rechenmaschinen insofern entsprechen, als sie bei einem Übergang von 25 nach 26 entsprechenden Übergang von z nach a eine Vorschaltung des nächst links befindlichen Buchstabenrades 3 um eine Teilung oder einen Buchstaben bewirken.
  • Die Zehnerpotenzenscheiben 2 sind nun mit den 26er-Potenzen- oder Buchstabenscheiben 3 durch geeignete Kettentriebe gekuppelt, die jeweils aus Wellen 6, Kettenrädern 7, Ketten 8 und Antriebskurbeln 9 bestehen und so beschaffen sind, daß die einzelnen Kettentriebe, die an der gleichen Buchstabenscheibe angreifen, insoweit von einander unabhängig sind, als sie diese Scheibe schalten können, ohne die zu anderen Zehnerpotenzen gehörigen Kettentriebe in Mitleidenschaft zu ziehen und die zugehörigen Zehnerpotenzenscheiben in eine nicht gewünschte Drehung zu versetzen. Es bestehen mit anderen Worten zwischen den einzelnen Zehnerpotenzenscheiben z der `Felle i und den 26er-Potenzenscheiben 3 der Welle 4 die obenerwähnten Zahlen- oder Übersetzungsbeziehungen, die neben den die Ketten oder sonstigen Übertragungsorgane andeutenden Linien 8 in Klammern eingetragen sind. Es besteht also beispielsweise von der io°- oder Millionenscheibe links auf Abb. i und den Scheiben 3 eine vierfache Übersetzungsbeziehung, indem die einzelnen 2 6er-Scheiben, von links nach rechts betrachtet. bei einer Umdrehung der iol;-Scheibe durch den zugehörigen Kettentrieb 6 bis 9 zweimal bzw. viermal bzw. dreiundzwanzigmal bzw. siebenmal bzw. vierzehnmal umgedreht werden, entsprechend der rein zahlenmäßigen Beziehung: 1 000 000 - 10° = 2 X 264 -f- 4 X 263 -I- 23 X 262 -f- 7 X 261-I- 14 X 260.
  • Dreht man also die io°-Kurbel entsprechend der an der ersten Stelle links der siebenstelligen dekadischen Zahl stehenden Einheitszahl, so erfolgt eine entsprechende Drehung der Buchstabenscheiben 3, jeweils mit den angegebenenübersetzungen und unter jeweiliger Vorschaltung benachbarter Scheiben durch die Vorschaltmechanismen 5. Man hat deshalb die io°-ioE-Kurbel 9 nur so oft zu drehen, als es dem Zahlenwert der an den entsprechenden Stellen der dekadischen Ausgangszahl stehenden Einheitszahlen entspricht, worauf man in den Blickfenstern der Scheiben 3 die sich ergebende Buchstabenfolge ablesen kann.
  • Die Mittel, durch welche die bei den einzelnen Übertragungen erforderlichen Übersetzungen von den Zehnerpotenzenscheiben 2 auf die 26er-Potenzenscheiben 3 erzeugt werden, können von jeder geeigneten Art und Beschaffenheit sein; die Größenverhältnisse der in der Zeichnung vorhandenen Kettenscheiben ? sind also unbeachtlich, weil unmaßstäblich, und es ist bei Betrachtung dieser Figur, ebenso wie der übrigen Figuren, lediglich zu unterstellen, daß zwischen den beiden Scheibensätzen die in der Zeichnung zwischen Klammern stehenden übersetzungsverhältnisse bestehen.
  • Wenn die Zehnerscheiben durchweg auf Null stehen, gemäß der linken Vertikalkolonne also noch keine Drehung der Zehnerpotenzenkurbeln erfolgt ist, erscheinen in den Fenstern der -Zehnerscheiben durchweg die Ziffer o und in den Fenstern der 26er-Scheiben 3 durchweg die entsprechenden Buchstaben a. Bei Drehung der io°-Scheibe durch die io°-Kurbe19 und das zugehörige Übersetzungsgetriebe 6 bis 8 wird die 26°-Scheibe im Verhältnis r : i vorgeschaltet. .Dreht man die ioer-Scheiben für die Potenzen iol bis -io°, so schalten sie auf die verschiedenen 26er-Scheiben 3 mit den Übersetzungsverhältnissen, die in der Zeichnung neben den Trieben 8 eingeklammert und in derHorizontalkolonne i vermerkt sind. Würde man also beispielsweise die ios-Scheibe einmal drehen, so würde, wenn sie am Umfang nicht mit den Buchstaben a bis z, sondern mit den Ziffern o bis 25 beschriftet wäre, bei dieser einmaligen Drehung auf den einzelnen Scheiben die Zahlenfolge o, 5, 17, 24, 4 sichtbar werden, entsprechend dem Umstand, daß sich io"- ioo ooo ausdrücken läßt als die Summe 0264+5X263+17X262+24X261 4 X 26 = o + 8788o -I- 11492+624+ 4. Da entsprechend der Absicht, die dekadische Zahl unmittelbar. in die entsprechende Buchstabenfolge umzuwandeln, die Scheiben 3 nicht erst mit den z6er-Ziffern, sondern mit den diesen entsprechenden Buchstaben des Alphabets beschriftet sind, zeigen die Scheiben 3 bei einer einmaligen Drehung der ioE-Kurbel in Wirklichkeit die Buchstabenfolge afrye auf, welche demzufolge die zu telegraphierende, der Zahl io5 oder ioo ooo entsprechende Buchstabengruppe darstellt. Bei den 2- bis eifachen Umdrehungen der einzelnen Zehnerscheiben werden auf dem Umfang der 26er-Scheiben im einzelnen die in den Horizontalkolonnen der Tabelle angegebenen Folgen von « Ziffern des 26er-Zahlensystems bzw. der entsprechenden Buchstaben des Alphabets zur Erscheinung gebracht werden.
  • Die Dechiffriermaschine gemäß Abb. 2 ist nach Bau- und Wirkungsweise sowie mathematischer Grundlage nunmehr ohne weiteres verständlich. Hier handelt es sich darum, Buchstabenfolgen, die telegraphiert worden sind, mechanisch in die Ausgangszahl des dekadischen Zahlensystems. umzuwandeln. Es werden also hier zunächst die Zahlen oder 26er-Scheiben 3 gestellt, die der Rangordnung der 26er-Potenzen entsprechend nebeneinander auf der Welle 4 drehbar gelagert sind und am Umfang mit den Zahlen a bis z beschriftet sind, die man nach der vorangegangenen Erläuterung ohne weiteres als den Einheitszahlen o bis 25 des 26er-Zahlensystems gleichbedeutend ansehen kann.
  • Hier handelt es sich nun darum, eine in dem 26er-Zahlensystem ausgedrückte Zahlenfolge, entsprechend der in Wirklichkeit eingestellten Buchstabenfolge, in die entsprechende, nach progressiver Folge der Zehnerpotenzen üblicher Weise gruppierte dekadische Zahl mechanisch umzuwandeln. Entsprechend der mathematischen Grundlage der Chiffriermaschine gemäß Abb. i beruht die Dechiffriermaschine darauf, daß sich jede Potenz der Grundzahl 26 auch ausdrücken läßt als die mathematische Summe von in arithtnetischer Progression ansteigenden Potenzen der Grundzahl io des dekadischen Zahlensystems.
  • Demzufolge besitzt die Dechiffriermaschine neben den 26er-Scheiben 3 einen Satz von Zehnerscheiben 2, die wiederum auf einer gemeinsamen Welle i nebeneinander drehbar gelagert sind und bezüglich ihrer Querstellung von rechts nach links in arithmetischer Progression ansteigenden Potenzen von io gleichwertig sind. Diese Scheiben 2, von denen beispielsweise sieben vorgesehen sind, sind am äußeren Umfang mit den Ziffern o bis 9 beschriftet, und zwischen benachbarten Scheiben ist je eine Zehnerschaltung und Nullstellvorrichtung io vorgesehen, welche, wenn eine Scheibe von 9 auf o übergeht, die benachbarte Scheibe nächsthöherer Ordnung um eine Zahleneinheit vorschaltet. Der Potenzenwert der .einzelnen Scheiben 2 und 3 ist oberhalb und unterhalb derselben zwischen Klammern angegeben. Auch hier sind zwischen den einzelnen Scheibensätzen Zwischenübersetzungen vorgesehen, deren genaue Größe neben den Zwischenketten 8 zwischen Klammern angegeben sind, so wie sie sich bei eine rUmrechnung der verschiedenen 26er-Potenzen in Summen von Zehnerpotenzen rechnungsmäßig ergeben.
  • Beim Gebrauch der Dechiffriermaschine sind die 26er-Scheiben lediglich so zu stellen, daß im Fenster des Apparates das telegräphierte, in die dekadische Zahl umzuwandelnde Wort erscheint. Die entsprechende Zahl erscheint dann automatisch im Fenster der Zehnerscheiben 2, kann hier abgelesen und entsprechend ihrer irgendwie festgelegten Bedeutung verwertet werden.
  • Die Abb.3 veranschaulicht schematisch eine Maschine, die nach Wahl sowohl zum Chiffrieren als auch zum Dechiffrieren verwendet werden kann, indem sie ermöglicht, zwischen den ioer- und 26er-Scheiben durch geeignete Schaltvorrichtungen die erforderlichen Übersetzungsverhältnisse herzustellen. Entsprechend Abb. i und 2 besitzt die Maschine auf einer Welle i Zehnerscheiben 2, die mit o bis 9 beschriftet sind, und die unter sich durch Zehnerschaltungen io gekuppelt sind, ferner auf einer Welle4 26er-Scheiben3, die von a bis z am Umfang beschriftet sind und denen. Vorschaltvorrichtungen 5 zugeordnet sind. Zwischen den Scheibensätzen verläuft eine Welle i i, die vermittels einer Kurbel 12 gedreht werden kann und einzelne lose Kettenscheiben 13 trägt, über die Triebe 14 von den zwischen Klammern stehenden Übersetzungen zu den Scheiben :2 und 3 verlaufen. Toller- bis ioGer-Kupplungen 15 können durch Fingertasten 16 und die 26°er- bis 264er-Kupplungen 16 können durch Fingertasten 17 eingerückt werden, um die zugehörigen Scheiben 13 mit der Welle i i zu kuppeln und dadurch diejenigen Übersetzungsverhältnisse herzustellen, die zum Chiffrieren bzw. Dechiffrieren erforderlich sind. Die Größe dieser Übersetzungsverhältnisse ist wiederum zwischen Klammern eingetragen und entspricht in jeder Beziehung bezüglich des Chiffrier-und Dechiffrierteils den Abb. i und 2.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Chiffriermaschine, aus einem Satz von Einstellscheiben und einem mit diesem durch Übersetzungen verbundenen Satz von Ergebnisscheiben bestehend, zur Umwandlung einer mehrstelligen Folge von Zahlen oder Zeichen in eine wenigerstellige Folge, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zeichen oder Zahlen tragenden Flächen der Einstellscheiben gemäß einem geringerwertigen (z. B. dekadischen) und die derErgebnisscheiben gemäß einem höherwertigen (z. B. 26 Einheiten in kleinster Ordnung umfassenden) Zahlensystem unterteilt und beide Scheibengruppen derart miteinander übersetzt sind, daß die durch Drehen der Einstellscheiben im geringerwertigen System eingestellte Zahl mechanisch in eine gemäß dem höherwertigen System geringerstellige Zahlen- oder Zeichenreihe auf den Ergebnisscheiben umgewandelt wird, welche letzteren somit in entsprechend geringerer Zahl als die Einstellscheiben vorhanden sind.
  2. 2. Dechiffriermaschine, aus einem Satz von Einstellscheiben und einem mit diesem durch Übersetzungen verbundenen Satz von Ergebnisscheiben bestehend, zur Umwandlung einer wenigerstelligen Folge von Zahlen oder Zeichen in eine mehrstellige Folge, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zeichen oder Zahlen tragenden Flächen der Einstellscheiben gemäß einem höherwertigen (z. B. 26 Einheiten in kleinster Ordnung umfassenden) und die der Ergebnisscheiben gemäß einem geringerwertigen (z. B. dekadischen) Zahlensystem unterteilt und beide Scheibengruppen derart miteinander übersetzt sind, daß die durch Drehen der Einstellscheiben im höherwertigen System eingestellte Zahl mechanisch in eine gemäß dem geringerwertigen System mehrstellige Zahlen-oder Zeichenreihe auf den Ergebnisscheiben umgewandelt wird, welche letzteren somit in entsprechend größerer Zahl als die Einstellscheiben vorhanden sind. g. Kombinierte Chiffrier- und Dechiffriermaschine, dadurch gekennzeichnet, daß eine Chiffrier- und Dechiffriereinheit gemäß Anspruch i und 2 über ein gemeinsames Zwischenorgan und durch Vermittlung ein- und ausschaltbarer Kupplungen derart miteinander verbunden sind, daß die Scheiben beider Einheiten sich als Einstell- bzw. Ergebnisscheiben benutzen und die zur Zahlensystemumwandlung erforderlichen übersetzungsverhältnisse zwischen beiden sich dadurch herstellen lassen, daß das gemeinsame Zwischenorgan als Antrieb von der Chiffriernach der Dechiffrierseite bzw. umgekehrt dient.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2847768A (en) * 1954-03-29 1958-08-19 Zenith Radio Corp Subscription television encoding apparatus

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