DE528361C - Verfahren zur Bleichung kuenstlicher Fettsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Bleichung kuenstlicher Fettsaeuren

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DE528361C
DE528361C DEI31214D DEI0031214D DE528361C DE 528361 C DE528361 C DE 528361C DE I31214 D DEI31214 D DE I31214D DE I0031214 D DEI0031214 D DE I0031214D DE 528361 C DE528361 C DE 528361C
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bleaching
fatty acids
products
oxidation
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Expired
Application number
DEI31214D
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Dr Wilhelm Pungs
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/487Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bleichung künstlicher Fettsäuren Es wurde gefunden, daß man künstliche, d. h. durch Oxydation von Kohlenwasserstoffen der Paraffinreihe mit Sauerstoff oder Luft bei höherer Temperatur erzeugte Fettsäuren oder diese enthaltende Rohprodukte, die vielfach dunkle Farbe und unangenehmen Geruch besitzen, in hochwertige, helle, gut riechende Produkte überführen kann, wenn man sie in saurem Medium mit Oxydationsmitteln, die chemisch gebundenen Sauerstoff enthalten, behandelt. Man kann dabei die verschiedensten Oxydationsmittel, wie Chromsäure, Kaliumpermanganat, Wasserstoffsuperoxyd usw., anwenden. Ganz besonders hat sich das Arbeiten mit Chromsäure in mineral-oder organischsaurem Medium bewährt.
  • Man kann beispielsweise bei Verwendung von Chromsäure in der Weise arbeiten, daß man die zu bleichenden künstlichen Fettsäuren oder das diese enthaltende Rohprodukt in verdünnter Schwefelsäure oder einer Chromoxydsalzlösung durch gute Rührung fein verteilt, die Mischung erwärmt und die zur Bleichung notwendige Menge Chromsäurelösung unter weiterem Erhitzen zugibt. Nach beendigter Reaktion läßt sich das chromfrei gewaschene Produkt z. B. durch Ausschmelzen oder durch Zentrifugieren entwässern.
  • Man arbeitet zweckmäßig bei Temperaturen über ioo°, z. B. hält man zu Beginn der Bleichung die Temperatur auf etwa io5° und steigert sie gegen Ende auf iio bis iao°, indem man etwa die Bleichlösung während des Arbeitsganges eindampft oder unter Druck arbeitet.
  • Diese Arbeitsweise läßt sich in jeder Weise abändern und dem gewählten Bleichmittel anpassen. Man kann das Bleichmittel in kaltem oder gewärmtem Zustande zugeben; man kann die Bleichung in Stufen vornehmen, indem man zunächst nur einen Teil des erforderlichen Bleichmittels zusetzt, die verbrauchte Lösung abzieht, dann eine weitere Menge frischen Oxydationsmittels zusetzt und so fortfährt, bis der gewünschte Bleicheffekt erzielt ist. Verwendet man zum Bleichen Chromsäure, so empfiehlt es sich, falls man diese auf elektrolytischem Wege regenerieren will, von vornherein eine Konzentration zu wählen, die für die Regeneration günstig ist. Die zu bleichenden künstlichen Fettsäuren oder die diese enthaltenden Rohprodukte können auch in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst der Wirkung des Oxydationsmittels unterworfen werden. Es kann schließlich eine Vorbehandlung der zu bleichenden Stoffe mit geeigneten Lösungsmitteln oder Absorptionsmitteln usw. oder eine Nachbehandlung der fertig gebleichten Produkte mit den gleichen oder ähnlichen Mitteln oder beide Behandlungsweisen nützlich sein.
  • Es werden auf diese Weise aus dunkel gefärbten, schlecht riechenden künstlichen Fettsäuren oder diese enthaltenden Rohprodukten helle Produkte mit angenehmem Geruch erhalten, die für die Fettsäure verarbeitende Industrie,- insbesondere -für die Seifenindustrie, von hohem Werte sind.
  • Es ist zwar bereits bekannt, bei der Bleichung von natürlichen Fetten, ölen und Wachsen mit Oxydationsmitteln zu arbeiten. Hierbei werden aber ganz andere Bleichbedingungen angewandt, als sie für die Bleichung künstlicher Fettsäuren gemäß ' vorliegendem Verfahren erforderlich sind. Da ferner die störenden Nebenprodukte, die bei der Oxydation von Paraffinkohlenwasserstoffen bei höheren Temperaturen entstehen, ganz anderer Natur sind als die der durch den Lebensprozeß der Tiere und Pflanzen gebildeten natürlichen Fette, öle und Wachse, so war auch nicht vorauszusehen, wie diese störenden Produkte sich gegenüber Oxydationsmitteln speziell in stark sauren Lösungen, wie sie bei dem vorliegenden Verfahren angewendet werden, verhalten würden. Auch hat man bereits Seifenlösungen mit Luft bei i6o° öder mit Natriumhypochlorit behandelt. Hier wurden jedoch die Seifen in alkalischer oder neutraler wäßriger Lösung der Wirkung des Oxydationsmittels ausgesetzt und nicht, wie bei vorliegendem Verfahren, in stark saurer Lösung. Dieses bekannte Verfahren führt im übrigen ohne weiteres nicht zu weißen Produkten, sondern es wird hierbei lediglich eine geringe Aufhellung erzielt.
  • Beispiel i Man versetzt :25o g der durch Oxydation von Paraffin erhaltenen dunkelbraunen, unangenehm riechenden Produkte, wie sie beispielsweise nach Patentschrift 4o5 85o gewonnen werden, mit 3 1 42 °/oiger Schwefelsäure, die ioo g Chromsäure enthält. Das Gemisch wird unter Rühren zum schwachen Sieden erhitzt. Hierzu läßt man weitere 400 g Chromsäure in konzentrierter wäßriger Lösung langsam zufließen. Nach beendigtem Zufließen hält man das Reaktionsgemisch unter Rühren noch 4 bis 5 Stunden auf io5 bis i io° und läßt dann das Gemisch, ohne zu rühren, langsam erkalten. Das Oxydationsprodukt scheidet sich als fester, schwach grün gefärbter Kuchen auf der Oberfläche der wäßrigen Lösung ab. Man kocht diesen mit i bis 1,5 1 1o °/Qiger Schwefelsäure unter kräftigem Rühren kurze Zeit aus, wobei die in dein Reaktionsprodukt enthaltenen Spuren von Chromverbindungen herausgelöst werden. Das fast weiße Produkt wird in gleicher Weise noch zweimal mit destilliertem Wasser ausgekocht, um noch anhaftende Schwefelsäure zu entfernen. Das so behandelte Oxydationsprodukt ist von fast weißer Farbe und besitzt einen angenehmen, an Kokosfett erinnernden Geruch. Die Ausbeute beträgt etwa 70</'o des Oxydationsproduktes. Beispiel e -375g der nach Patentschrift 4o5 85o erhaltenen 0avdationshrodukte des Paraffins werden in 4,51 schwach siedender 42 °/oiger Schwefelsäure unter Rühren emulgiert. Man läßt zu dem kochenden Reaktionsgemisch eine möglichst konzentrierte wäßrige Lösung von 540g Kaliumpermanganat im Verlaufe von 2 Stunden zulaufen und hält das Gemisch 2 bis 3 Stunden unter Rühren auf einer Temperatur über ioo°. Nach Beendigung der Reaktion werden die Oxydationsprodukte des Paraffins wie in Beispiel t weiterbehandelt. Etwaige Spuren von Braunstein können aus dem erhaltenen Produkt durch Behandlung mit Adsorptionsmitteln entfernt werden. Das so gewonnene Produkt ist von ähnlicher Beschaffenheit und wird in ähnlicher Ausbeute erhalten wie das nach Beispiel i hergestellte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Bleichung von durch Oxvdation von Kohlenwasserstoffen der Paraffinreihe mit Sauerstoff oder Luft bei höherer Temperatur erzeugten künstlichen Fettsäuren öde-- diese enthaltenden Rohprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man sie in saurem Medium mit Oxydationsmitteln, die chemisch gebundenen Sauerstoff enthalten, mehrere Stunden auf Temperaturen von etwa ioo bis i2o° erhitzt.
DEI31214D 1927-05-21 1927-05-21 Verfahren zur Bleichung kuenstlicher Fettsaeuren Expired DE528361C (de)

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DE (1) DE528361C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018046B (de) * 1955-06-08 1957-10-24 South African Coal Oil Gas Verfahren zur Herstellung von Wachssaeuregemischen durch Paraffinoxydation
EP0968993A1 (de) * 1998-06-30 2000-01-05 DHW Deutsche Hydrierwerke GmbH Rodleben Verfahren zur Behandlung natürlicher Fettsäuren und deren Verwendung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018046B (de) * 1955-06-08 1957-10-24 South African Coal Oil Gas Verfahren zur Herstellung von Wachssaeuregemischen durch Paraffinoxydation
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