DE528320C - Verfahren zur Herstellung eines alkoholischen Entwicklers fuer die photomechanische Erzeugung von Druckformen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines alkoholischen Entwicklers fuer die photomechanische Erzeugung von Druckformen

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DE528320C
DE528320C DE1930528320D DE528320DD DE528320C DE 528320 C DE528320 C DE 528320C DE 1930528320 D DE1930528320 D DE 1930528320D DE 528320D D DE528320D D DE 528320DD DE 528320 C DE528320 C DE 528320C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/26Processing photosensitive materials; Apparatus therefor
    • G03F7/30Imagewise removal using liquid means
    • G03F7/32Liquid compositions therefor, e.g. developers
    • G03F7/325Non-aqueous compositions

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines alkoholischen Entwicklers für die photomechanische Erzeugung von Druckformen Als Entwickler für die photomechanische Herstellung von Druckformen, hauptsächlich solcher aus Metall, wird bekanntlich bisher mit Methylviolett gefärbter Alkohol verwendet. Dieser Entwickler hat aber große Nachteile.
  • Die Auflösung der nicht belichteten Stellen der mit dem lichtempfindlichen Kaltemaillack überzogenen Druckplatten geht nämlich so vor sich, daß diese Stellen durch den Einfluß des Entwicklers zuerst aufquellen, ehe der Lack in dem Entwickler in Lösung geht. Dabei nimmt diese Lösung einen sämischschlammigen Zustand an, und es bilden sich dabei kleine Anhäufungen oder Anreicherungen des Farbstoffs, welche besonders gern an den Rändern der belichteten Rasterpunkte hängenbleiben und auch bei dem späteren Spül- und Ätzvorgang nicht völlig entfernt werden, wodurch die Bildung klarer, scharf umrissener Bildpunkte beeinträchtigt wird. Nach dem Ätzvorgang sehen solche Bilder vielfach stumpf oder etwas verschwommen aus. Letzterer Vorgang dürfte vielleicht seinen Grund darin haben, daß die Säuren an den Stellen, an denen sich die vorgeschriebenen Farbstoffanreicherungen befinden, in die Reste des hier nicht ganz entfernten Lackes eingedrungen sind und Veränderungen (Nebenätzungen) in der Struktur der Platte hervorgerufen haben. Aber auch wo derartige Farbstoffanreicherungen nicht festgestellt werden können, dürfte das dennoch vielfach beobachtete Auftreten von Tönungen (stumpfen Flecken) seinen Grund darin haben, daß die Farbpartikel in der Entwicklungsflüssigkeit nicht so fein und nicht so gleichmäßig verteilt sind, daß die Säure hier nicht Gelegenheit fände, ihren Weg durch diese ungenügend gehärteten und daher nicht völlig widerstandsfähigen belichteten Bildteile in den Metallgrund zu finden.
  • Weiterhin erschwert die Blau- oder Violettfärbung ein genaues Arbeiten dort, wo das Bild durch mittels Asphalt- oder Schwarzlack abgedeckte Stellen vor dem Angriff der Säuren geschützt werden soll, weil diese Stellen sich aus dem blauen Grunde bei weitem nicht so scharf und leicht erkennen lassen, als dies z. B. bei den nach dem Fischleimchromatverfahren behandelten Platten möglich ist, bei denen die aufgetragene lichtempfindliche Leimschicht nach dem Einbrennen eine leicht bräunliche Färbung erhalten hat, aus der sich die mit Schwarzlacken abgedeckten, von der Säure zu schützenden Stellen viel schärfer abheben, der Arbeiter hier also viel genauer arbeiten kann.
  • Diese Nachteile lassen sich einerseits beheben und noch einige weitere Vorteile erzielen, wenn man erfindungsgemäß einen alkoholischen Entwickler verwendet, der an der Stelle des Methylvioletts mit Anilinbraun gefärbt worden ist und zweckmäßig einen Zusatz von Glycerin erhalten hat. Systematisch angestellte und durchgeführte Versuchsreihen haben ergeben, daß ein solcher Entwickler folgende Vorteile aufweist i. Eine wesentlich erleichterte Entwicklung des belichteten Bildes. . Die von der erfindungsgemäß zubereiteten Entwicklungsflüssigkeit getroffenen unbelichteten Bildstellen der kopierten Platten quellen nicht auf, sondern gehen glatt und schnell in Lösung. Die gefärbt bleibenden belichteten Bildteile sind daher nach dem Spülen völlig klar und scharf. Es ist, als ob der Entwickler ihre Härtung begünstigt bzw. erhöht hätte, vielleicht weil ein gerbungsartiger Vorgang eingetreten ist. Die gefärbten Flächen sehen wie ausgewalzt aus, sind spiegelblank und gegen mechanische Angriffe weit fester und widerstandsfähiger als bei Anwendung des Methylviolettentwicklers. Stumpfe Tönungen treten nicht mehr auf. Das ganze Bild steht klar und scharf da, und jeder Rasterspitzenpunkt ist von außerordentlicher Schärfe der Umgrenzungslinien, weil Abbröcklungen und Farbanreicherungen völlig fehlen.
  • 2. Der erfindungsgemäß bereitete Entwickler ermöglicht ein wesentlich exakteres Arbeiten, besonders an den durch Asphalt- oder Schwarzlacke abgedeckten Stellen. Die Arbeit ist daher auch in kürzerer Zeit beendigt, um so mehr; weil den Arbeiter sein Vertrautsein mit den nach dem Fischleimverfahren behandelten Platten befähigt, sich mit den braun gefärbten Arbeitsstücken leichter zurechtzufinden als mit den blauen, die sein Auge außerordentlich anstrengen.
  • 3. Die Wiedergaben des Bildes sind infolge Fortfalls unerwünschter Tönungen oder stumpfer Stellen viel schärfer und ansehnlicher.
  • q.. Der neue Entwickler ermöglicht eine größere Ätztiefe ; die einzelnen Rasterpunkte können infolgedessen spitzer gehalten werden, wie das bei der fest eingebrannten Kaltemailschicht des Fischleimverfabrens der Fall ist. Die gegenüber der Wirkung des Methylviolettentwicklers größere Haftfestigkeit der belichteten Bildteile gibt dem Einfluß der Säure nicht so schnell nach. Man kann die geätzten Platten mit dem Schwamm ohne Trocknen ausreiben, weil keine Aufweichung oder Aufquellung der unbelichteten Lackschichtstellen eintritt.
  • Eine außerordentlich günstige Zusammensetzung des Entwicklers läßt sich erzielen, wenn man iooo Volumenteile Alkohol mit 15 Volumenteilen Glycerin vermischt, darin 5 Gramm Anilinbraun auflöst und das Ganze gut durchschüttelt.
  • Der Glycerinzusatz begünstigt die Vermeidung der Bildung von Schellackklümpchen beim Auflösevorgang der Kaltemailschicht an den unbelichteten Stellen. Er unterscheidet sich in dieser Beziehung wesentlich von den Wirkungen, welche durch einen an sich bekannten Glycerinzusatz zu den mit Methylviolettblau gefärbten alkoholischen Entwicklern bei den nach dem Zweischichtverfahren behandelten Platten erzielt werden soll. Dort handelt es sich darum, zu verhindern, daß bei den mit einem nicht lichtempfindlichen Ätzuntergrund und einer über demselben angebrachten lichtempfindlichen Schicht ausgestatteten Platten der Entwickler die letztere nicht so schnell durchdringen und dadurch auch den Ätzuntergrund angreifen soll, welchem Zwecke der Glycerinzusatz dient.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCFIE: i. Verfahren zur Herstellung eines alkoholischen Entwicklers für die photomechanische Erzeugung von Druckformen, dadurch gekennzeichnet, daß man dem alkoholischen Grundstoff Anilinbraun als Färbemittel zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Entwickler für die nach dem Einschichtverfahren kopierten Druckplatten Glycerin zusetzt.
DE1930528320D 1930-10-10 1930-10-10 Verfahren zur Herstellung eines alkoholischen Entwicklers fuer die photomechanische Erzeugung von Druckformen Expired DE528320C (de)

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