DE524C - Jacquard-Selbstgetriebe für mechanische Kettenwirkstühle - Google Patents
Jacquard-Selbstgetriebe für mechanische KettenwirkstühleInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01C—CHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
- D01C3/00—Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
- D04B15/66—Devices for determining or controlling patterns ; Programme-control arrangements
- D04B15/84—Jacquard cards or mechanisms
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Description
1877.
Klasse 25.
L. LÖBEL in LIMBACH. Jacquard-Selbstgetriebe für mechanische Kettenwirkstühle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1877 ab.
Längste Dauer: 28. Februar 1890.
Mit dem Worte »Getriebe« bezeichnet man am Ketten-Wirkstuhle die Vorrichtung zur seitlichen
Bewegung der Kettenmaschinen; ist dieselbe am Stuhle selbstthätig arbeitend angebracht,
so nennt man sie ein Selbstgetriebe und da hier zur Regulirurig einer Vorrichtung eine
Jacquard-Maschme (wie in der Weberei gebräuchlich) verwendet wird, so nennt sie der
Erfinder »Jaquard-Selbstgetriebe«.
Jede Kettenmaschine a, Fig. 1 wird, wie bisher
schon üblich, durch eine Feder an einen Schieber oder sog. Riegel b heran gedrückt
und dieser stöfst seinerseits an den Winkel c, welcher auf den geraden Schieber d aufgeschraubt
ist. Am Ende rechts ist der letztere gegabelt und bildet die zwei Stücke ef (Fig. 1 und 2),
welche in zwei Kästen g und h hineinreichen.
Diese Kästen wiederum sind jeder an einem Schieber i und k befestigt, welche, durch
Federn / gezogen, an die Eckräder (sog. Schneidräder) m und η anstofsen.
Diese Schneidräder m η sind am Umfange
mit regelmäfsig vertheilten Erhöhungen und Vertiefungen versehen, deren Theilung beliebig ist
und deren Höhe auch beliebig sein kann, am passendsten aber gleich fünf Stuhlnadel-Theilungen
gefunden worden ist. Die Schneidräder werden zur rechten Zeit während jeder Reihe um
eine Vertiefung oder eine Erhöhung weiter gedreht durch ein auf ihrer Welle sitzendes Klinkrad o,
die Klinke ox und die Hubscheibe o2 (Fig. 3)
an der Hauptwelle / des Stuhles; sie stehen ferner in der Weise versetzt gegen einander,
dafs eine Erhöhung des einen Rades m neben einer Vertiefung des anderen η und umgekehrt
liegt. Anstatt der ganzen Schneidräder m η können auch Theile derselben, je mit nur einer
Erhöhung und Vertiefung versehen, angewendet ■werden, wekhe sich nicht umdrehen, sondern
abwechselnd eine Erhöhung des einen Theiles m und eine Vertiefung des anderen n, gegen die
Schieber i und k hin gerichtet halten.
Würden nun die Kästen g und h leer sein, und die Gabel-Enden e und / an die Rückwände
derselben anstofsen, so läge damit die Kettenmaschine a, durch ihre Feder gezogen,
immer an einem der Schieber i und k und mit demselben immer an einer Erhöhung eines der
Schneidräder in oder η an. Dabei würde aber
die Maschine gar nicht seitlich verschoben, denn wenn ein Schieber i an seiner Erhöhung auf m
herabgleitet, um die Maschine nach rechts rücken zu lassen, so steigt der.aridere k an einer Erhöhung
auf η hinauf und hält damit die Maschine wieder nach links zurück.
Zur Erreichung einer seitlichen Verschiebung, der Maschine hat der Erfinder in die Kästchen g h
Eisenplatten 1, 2, 3 u. s. w. eingestellt, welche regelmäfsig durch Spiralfedern so tief hinabgezogen
werden, dafs die Gabelarme e f über sie hinwegreichen, welche aber durch Schnüre
und durch die Platinen q einer gewöhnlichen Jacquard-Maschine hoch gezogen werden können,
wenn die Platinen nicht von ihrem Messer ^1
abgedrückt sind und von demselben gehoben werden. Jede Platte 1, 2 u. s. w. ist genau so dick wie
eine Stuhlnadeltheilung; wenn nun z. B. eine Erhöhung auf m den Schieber i an e fest andrückt,
während k, durch die Feder / gezogen, nach rechts in eine Vertiefung von »rückt, so entsteht
zwischen dem Ende von / und der Rückwand des Kastens h ein Raum k*, (Fig. 2) von
fünf Nadeltheilungen Länge, d. i. gleich der Höhe von ηι,Λ. Werden nun in diesen Raum
durch die Jacquard-Maschine einige der Platten, z. B. vier hinaufgezogen, so wird bei der Drehung
von m und n, das letztere Schneidrad η durch
seinen Schieber k an die vier Platten und durch diese an f, also an die Maschine stofsen, folglich
letztere um vier Nadeltheilungen nach links verschieben. Ist nun aber k durch die Erhöhung·
auf η nach links geschoben und i in die Vertiefung nach rechts gerückt, so ensteht
zwischen e und der Rückwand des Kastens g der freie Raum von 9 Stuhlnadeltheilungen Länge
und je nachdem diese mit Platten gefüllt wird, kann nun die Maschine wiederum nach rechts
verschoben, oder nach links zurückgelassen werden. Die Karten der Jacquard-Maschine sind in der
Weise geschlagen, dafs sie an den Stellen Löcher erhalten, an welchen die Maschine um je eine
Nadel verschoben, also Platten gehoben werden sollen. Der Hub des Messerkastens und der
Ausschub des schwingenden Kartencylinders erfolgt in der gewöhnlichen Weise — hier von
der Triebwelle des Stuhles aus.
Da in manchen Kettenwaaren sog. »blinde Legungen« vorkommen, d. h. Fadenlagen auf
den Nadeln, welche nicht zu Maschen verarbeitet werden, so darf bei manchen Reihen die
Presse des Stuhles nicht thätig sein. Zu dem Zwecke wird die Rolle r des Prefshebels (Fig. 4)
verschoben, so dafs der Prefs-Excenter V1 letzteren
nicht anstöfst. Das Vorschieben dieser Rolle r verrichtet aber das Getriebe durch seine
Jacquard - Maschine in folgender Weise: die Rolle r wird vom Arme einer Schubstange ί
erfafst, diese von einem Winkelhebel ttx
nach rechts verschoben, wenn-.ή durch u sich
hebt und von einer Feder sA nach links gezogen , wenn u sich wieder senkt. Der
Stab u ruht aber, wie Fig. 3 zeigt, auf einem Schneidrade v, welches abwechselnd Erhöhungen
und Vertiefungen enthält und durch ein Klinkrad w und Klinke χ gedreht wird. Die Klinke χ
hebt und senkt sich bei jeder Reihe einmal, getrieben von einer Hubscheibe der Hauptwelle,
welche den Stab y niederdrückt, der durch die Feder )\ wieder gehoben wird. Die Klinke χ
ist aber ferner durch eine Schnur ζ mit einer Platine der Jacquard - Maschine verbunden und
kann bei jeder Reihe entweder von w abgezogen oder in w eingelegt werden. Nur im letzteren
Falle dreht sich w und ν und bewirkt dadurch eine Verschiebung von r, welcher Stand dann
auf so viele Reihen erhalten bleibt, als die Klinke χ von w abgezogen wird. Damit dient
also das Jacquard-Getriebe zugleich zur Regulirung der Pressenbewegung,
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE524T | 1877-07-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE524C true DE524C (de) |
Family
ID=7742937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1877524D Expired - Lifetime DE524C (de) | 1877-07-21 | 1877-07-21 | Jacquard-Selbstgetriebe für mechanische Kettenwirkstühle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE524C (de) |
-
1877
- 1877-07-21 DE DE1877524D patent/DE524C/de not_active Expired - Lifetime
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