DE64534C - LAMB'sche Strickmaschine zur selbstthätigen Herstellung von Links- und Linkswaare - Google Patents

LAMB'sche Strickmaschine zur selbstthätigen Herstellung von Links- und Linkswaare

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DE64534C
DE64534C DENDAT64534D DE64534DA DE64534C DE 64534 C DE64534 C DE 64534C DE NDAT64534 D DENDAT64534 D DE NDAT64534D DE 64534D A DE64534D A DE 64534DA DE 64534 C DE64534 C DE 64534C
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Germany
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needle
needles
lifter
stitches
bolt
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DENDAT64534D
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English (en)
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H. FROELICH in Pfullingen und F. HÖPPNER in Herrenberg, Württemberg
Publication of DE64534C publication Critical patent/DE64534C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles
    • D04B7/06Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles for purl work or Links-Links loop formation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Stricken von Links- und Linkswaare auf der Lamb'schen Strickmaschine müssen die Maschen abwechselnd von einer Nadelreihe ',auf die andere übertragen werden. Bisher geschah dies entweder ganz von Hand oder, wie nach D. R.'P. No. 1307.3, mit Zuhülfenahme zweier Rechen, welche die Maschen, nachdem eine Reihe gestrickt war, fafsten und auf die andere Reihe Nadeln überwarfen. Diese Rechen waren zwar in der Maschine geführt, mufsten aber von Hand besonders bewegt werden.
Die Aufgabe vorliegender Erfindung ist nun, dieses Ueberschieben der Maschen ohne Zuhülfenahme eines Rechens durch die Nadeln und die Nadelbetten selbst zu bewirken, und zwar nicht nachdem eine ganze Reihe Maschen gestrickt ist und die Maschine still steht, sondern sofort bei jeder einzelnen Masche, gleich nachdem sie gebildet ist. Wenn also eine Reihe Maschen gestrickt ist, so sollen auch schon die sämmtlichen Maschen bis auf die letzte übergeschoben sein und diese sofort auch noch übergeschoben werden, so dafs die sämmtlichen Maschen auf den Nadeln der anderen Reihe liegen, wenn der Hub des Schlittens, während' dessen diese Maschen gebildet wurden, vollendet ist.
Es soll dabei keinerlei weitere Handanlegung, nachdem die Maschine einmal zur Erzeugung dieser Art Waaren eingestellt ist, nöthig sein, als die Kurbel zu drehen, wodurch, wie bei der Lamb'schen Strickmaschine überhaupt, die Maschenbildung vor sich geht, d. h. gestrickt wird.
Ein Zeitverlust durch Stillstand der Maschine während des Ueberschiebens der Maschen soll gänzlich ausgeschlossen sein.
Dieses Links- und Linksstricken soll nicht nur für die ganze Reihe der Nadeln möglich sein, sondern auch für einen Theil derselben.
Ferner soll die Maschine nur durch Einschalten einer Sperrklinke im Schlofs befähigt werden, selbstthätig mehrere Reihen links und links abwechselnd mit mehreren Reihen glatt zu stricken.
Endlich soll diese Einrichtung für das Linksund Linksstricken ausgeschaltet und die Maschine so eingestellt werden können, dafs auch die bei Lamb'schen Maschinen gewöhnlichen Muster gestrickt werden können.
Wirkungsweise der Einrichtung.
Erzeugung der regulären Links- ,und Linkswaare:
Vor Beginn des Links- und Linksstrickens wird das hintere Nadelbett waagrecht so verschoben, dafs seine Nadeln denen des vorderen gerade gegenüber zu liegen kommen. Eine besondere Vorrichtung bewirkt dann, dafs infolge der Kurbeldrehung das Nadelbett, dessen Nadeln stricken sollen, in seiner Ebene nach oben, das andere Nadelbett ebenso nach unten geschoben wird. ■ Der Schlitten wird nun in Bewegung gesetzt, das gewöhnliche Schlofs hebt und senkt die Nadeln, es wird gestrickt. Dies geschieht ebenso wie das'im Folgenden Beschriebene, mit einer Nadel nach der anderen,
die Reihe durch. Neben dem Schlofs, das eben gestrickt hat, auf demselben Schild und dem gegenüberliegenden, sind nun verschiedene Einrichtungen getroffen, welche sogleich das Ueberschieben der fertigen Masche besorgen. Die leere geschlossene Nadel der gegenüberstehenden Schlittenseite war schon vorher durch einen Heber dem Zungenöffner zugeführt , der die Zunge geöffnet hat. Ein Senker hat diese Nadeln wieder zurückgezogen.
Die Nadel, welche eben gestrickt hat und zurückgezogen wurde, wird durch einen Heber neben den Strickheber abermals hochgeschoben, so dafs die Masche die Zungen aufschlägt, über dieselben hinweg und hinter sie auf die Nadel gleitet. Ein Senker zieht sie abermals zurück, wobei die Masche sich gegen die kammartige Vorderseite des Nadelbettes legt. Eine Maschenbildung findet dabei nicht statt, da kein Faden zugeführt wird. Das Nadelbett verhindert die Masche, weiter mit der Nadel zurückzugehen, sie gleitet dagegen an der Nadel vor, schliefst die Zunge und gleitet über diese hinweg der Spitze der Nadel zu. Von dem gegenüberliegenden Nadelbett schiebt ein Heber die Nadel hoch, welche der Nadel mit der Masche gegenübersteht, und zwar bis sie dicht unter diese Nadel kommt und mit ihrer Spitze in die Nuth auf der Unterseite der Nadel eintritt. Das findet schon statt, bevor die Nadel mit der Masche so weit gesenkt ist, dafs vordere und hintere Nadel Spitze gegen Spitze stehen.
Indem nun die Nadel mit der Masche völlig zurückgeht, bleibt die leere offene Nadel unter jener ruhig stehen, bis Spitze vor Spitze kommt. Das Nadelbett der strickenden Seite ist so hoch gehoben, dafs die Spitze beiderseitiger Nadeln, wenn sie sich dicht gegenüberstehen, innerhalb der Bettnuth der zurückgehenden Nadel stehen. Da die Masche von den Wänden zwischen je zwei Bettnuthen aufgehalten wird, so mufs sie von der zurückgehenden Nadel abfallen, sobald die Spitze derselben in die Nuth des Nadelbettes eintritt. Da aber die gegenüberstehende Nadel unter der zurückgehenden steht, so mufs die abfallende Masche auf die unten stehende Nadel fallen.
Fig. 3 stellt den Augenblick dar, wo sich die zurückgehende Nadelspitze, welche die Masche trägt, oben in die Bettnuth zurückzieht.
So wie sich die gegenüberliegenden Nadeln Spitze an Spitze gegenüberstehen, geht die Nadel, auf welche kurz vorher die Masche übergefallen ist, noch ein Stück vor, so dafs die Masche hinter den Haken gleitet und in diesen einfällt. Fig. 4 stellt diesen Augenblick dar.
Die leere Nadel bleibt nun stehen, bis sie beim Rückgang des Schlittens erst dem Nadelöffner entgegen-, dann wieder zurück- und aufs Neue vorgeht, um eine von der anderen Seite überfallende Masche aufzunehmen. Die Nadel mit der Masche geht so weit zurück, dafs ihr Fufs in den Bereich des Hebers kommt, der sie, wenn der Schlitten seine Bewegung umkehrt, erfafst, um eine neue Masche zu bilden.
Bei Bewegungsumkehr wird auch das bisher oben stehende Nadelbett herabgezogen und das unten stehende hinaufgeschoben. In dem Schlofsschild, das bisher gearbeitet hat, wird der Strickheber gehoben, so dafs er die Nadelfüfse nicht mehr berührt, und der Heber, welcher die leeren Nadeln unter die Maschennadeln zu schieben hat, gesenkt, so dafs er arbeiten mufs. Der Heber, welcher nach dem Strickheber die Nadeln hoch schob, um die Maschen hinter die Zungen zu bringen, hat jetzt die leeren Nadeln dem Zungenöffner zuzuführen, ehe sie den beladenen Nadeln entgegengehen.
Beschreibung der hier getroffenen
Einrichtungen zum Links- und Linksstricken.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Grundrifs der Nadelbetten mit den Nadeln, den verschiedenen Nadelhebern und -Senkern, die der Einfachheit halber nur als-Flächen dargestellt sind und den punktirten Umrissen der Schlittenschilder,
Fig. 2 ein Querschnitt durch die Maschine, Fig. 3 eine Darstellung der Nadeln, kurz bevor die Masche die linke Nadel verläfst und die rechte Nadel sie aufnimmt,
Fig. 4 eine Darstellung der . Nadeln, nachdem die rechte Nadel die Masche eben aufgenommen hat,
Fig. . 5 eine Darstellung der Waare mit mehreren Reihen links und links und zwei Reihen glatt,
Fig. 6 ein glatt nach IH-IV, Fig. 7, durchschnittenes Schlofsschild von unten gesehen, Fig. 7 ein Längsschnitt nach I-II, Fig. 8,
Fig. 8 ein Grundrifs des Schlofsschildes, und Fig. 9 eine Nadel von unten gesehen.
Die Verschiebung der Nadelbetten.
Da die beiden Nadelbetten η und w1 in ihrer Querrichtung verschiebbar sein sollen, und das eine derselben auch noch in seiner Längsrichtung, so sind sie bei ab und cd verschiebbar mit Klötzen an die Stirnplatten befestigt, und zwar so, dafs die Führungsklötze im. hinteren Bette n1 nach der Längsrichtung verschoben werden können, während die im vorderen Bett η unverrückbar befestigt sind. So können die Nadeln der beiden Betten einander entweder gerade gegenüber oder so gestellt werden, dafs die Nadeln des einen
Bettes den Zwischenräumen der des anderen Bettes gegenüberstehen, wie es für das gewöhnliche Stricken erforderlich ist.
Das Verstellen des hinteren Bettes n1 findet also nur statt, wenn vom Links- und Linksstricken zum gewöhnlichen Stricken übergegangen werden soll, und umgekehrt. Das Verstellen in der Querrichtung findet dagegen bei jedem Hin- und Rückgang des Schlofsschlittens s sl statt und wird von der zur Bewegung dieses Schlittens bei den Lamb'schen Maschinen benutzten Kurbel und Welle w aus bewirkt.
Zu diesem Zweck sind auf der Welle w, Fig. 2, zwei Muffen wx und w'1 mit Schrauben festgeklemmt, deren einander gegenüberstehende Stirnflächen einen in sich zurückkehrenden Schneckengang S0 bilden, in welchem eine Rolle χ läuft. Die Rolle χ steckt seitlich auf dem Zapfen eines Stiftes an der Zahnstange ^, welche durch zwei Zapfen am Gestell der Maschine parallel mit der Welle w geführt ist. 'Die Zahnstange ^ greift in zwei Zahnräder ^1 und ι 2, welche mit je noch einem oder mehreren gleichen Zahnrädern auf zwei in den Stirnplatten gelagerten WTellen sitzen. Diese Zahnräder \l und %? endlich greifen in je eine kurze Zahnstange, welche an der Unterseite der Nadelbetten befestigt sind.
Infolge dieser Anordnung wird bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle die Zahnstange \ einmal nach rechts und einmal nach links verschoben, wobei im ersten Falle das rechte Nadelbett gehoben, das linke gesenkt, im anderen Falle das linke Bett gehoben und das rechte gesenkt wird; stets aber ist die Bewegung der Betten, wenn sie verstellt werden, die entgegengesetzte. Die Bewegung findet nur in der Nähe der Todtpunkte der Kurbel statt; während der Maschenbildung und des Ueberhängens bleiben die Nadelbetten in der ihnen angewiesenen Stellung ruhig stehen. Zur Sicherung dieser Stellungen dienen die Federn/1 und f2, welche an den Verbindungsschienen ν und v1 der Stirnplatten der Maschine befestigt sind und gegen schräge Flächen f3 und /4' bezw. f5 und f% seitlich an den Zahnrädern ^1 und ^ drücken.
Die Schlösser.
Das bei Lamb'schen Maschinen nur zur Maschenbildung nöthige Schlofs hat hier eine Erweiterung erfahren, indem noch verschiedene Nadelheber (Mittelheber) und Nadelsenker (Seitenheber) beigefügt, wurden, welche das Ueberschieben und Aufnehmen der Maschen durch die Nadeln in Verbindung mit dem gehobenen Nadelbett ausführen.
In Fig. ι sind diese Heber und Senker als schraffirte Flächen dargestellt, einige nur gestrichelt; die des Schildes η sind in den Fig. 6 und 8 ebenfalls gestrichelt und in Fig. 7 im Querschnitt zu sehen.
A ist vorn im Schild s der Nadelheber für die Maschenbildung, die in der gewöhnlichen Weise vor sich geht. Ihm folgt, da der Schlitten bei der Maschenbildung vorn von rechts _ nach links geht, der Nadelsenker /. Nach diesem steht der Heber C, welcher die Nadeln abermals zu heben hat, "so dafs die Maschen hinter die Nadelzungen gleiten; endlich kommt der Senker 5, der die Nadeln wieder zurück- und aus den Maschen herauszieht.
Der Heber -F im Schlofs der hinteren Seite sl des Schlittens hat, während der Heber C vorn die Nadeln vollends in die Höhe schiebt, die. hinteren Nadeln zu heben und ihre Spitzen in die Nuthen der vorderen Nadeln zu bringen, so dafs, wenn dann die vorderen Nadeln sich so weit zurückgezogen haben, dafs die Maschen ,von ihnen abfallen, die hinteren Nadeln zur Aufnahme der Maschen bereit liegen. Der Heber F ist kein Dreieck, .wie die vorgenannten Heber, sondern ein Trapez mit Höcker y auf der oberen Kante. Die gerade obere Kante hat den Zweck, die hinteren Nadeln ruhig unter den abgehenden vorderen Nadeln bereit zu halten, bis die Masche überfällt und der Höcker y hat, nachdem die Masche übergefallen ist, die hinteren Nadeln noch ein Stück zu heben, so dafs die Masche in den Haken dieser Nadeln fällt. Der Höcker y schiebt die hinteren Nadeln erst vor, nachdem sich hintere und vordere Nadel Spitze gegen Spitze gegenübergestanden hatten, und die vordere Nadel schon beginnt, sich von der Spitze der hinteren zurückzuziehen, wenn also die hintere Nadel freie Bahn hat und ein Zusammenstofs der beiden Nadeln nicht mehr erfolgen kann.
Das vor (in Nadelrichtung) dem Heber F gelegene Parallelogramm 10 sorgt nur dafür, dafs die hinteren Nadeln nicht zu hoch gehen, also an den vorderen nicht anstofsen. Senker 8 bringt die hinteren Nadeln mit den Maschen in ihrem Haken in ihrer tiefsten Lage zur Ruhe, bis der Schlitten seine Bewegung umgekehrt hat, von links nach rechts geht und der Strickheber des hinteren Schlosses sie fafsL
Der Heber C, welcher also nur das Hochschieben der.vorderen Nadeln besorgt, wodurch ihre Maschen hinter die Nadelzungen kommen, kann mittelst Excenterhebels H, welcher den Bolzen C1 an diesem Heber C fafst (Fig. 6, 7 und 8), gehoben werden, so dafs er aufser Bereich der Nadelfüfse kommt, wenn auf gewöhnliche Art gestrickt werden soll. Eine Feder H1 dient zur Sicherung der eingestellten Lage des Hebers.
Die Nadeln bleiben dann, nachdem sie gestrickt und den Senker / verlassen haben,
ruhig da stehen, wo sie dieser Senker gelassen hat, indem Heber C leer über sie weg zieht und Senker 5 infolge dessen nichts zu thun hat; natürlich bleiben dann die Maschen auf den Nadeln hängen, welche sie gestrickt haben, und dieselben Nadeln stricken weitere Maschen in diese alten Maschen.
Beim Links- und Linksstricken bleibt C beständig gesenkt und hat, wenn der Schlitten von links nach rechts geht, einen anderen Zweck. Er hat nämlich dasselbe zu thun, was Heber D auf dem Schilde sl zu thun hatte, bevor Heber F in Thätigkeit trat: die leeren Nadeln dem Zungenöffner zuzuführen, damit die übergeworfenen Maschen in die Haken der leeren Nadeln fallen können.
Heber A hat beim Rückgang nichts zu thun, mufs also aufser Bereich der Nadelfüfse gehoben werden. Von Hand. das zu thun, würde zu zeitraubend sein, da es bei jeder Kurbeldrehung einmal geschehen müfste; es wird also durch eine später zu beschreibende Vorrichtung ohne Zuthun von Hand bewirkt.
Heber E entspricht dem Heber F auf der anderen Seite; er ist, während die vordere Seite strickt, gehoben und aufser Bereich der Nadelfüfse. Dieselbe Vorrichtung, welche A hebt, senkt Έ, und umgekehrt; mit jedem Wechsel der Hubrichtung des Schlittens findet auch das Wechseln von A und E statt.
Auf dem hinteren Schilde s1 des Schlittens versieht der Heber B das Geschäft des Maschenbilders wie vorn A. B mufs also, wenn hinten gestrickt wird, gesenkt werden. Wie vorn A und E durch gemeinsame Vorrichtung gehoben bezw. gesenkt werden, so geschieht hier das Gleiche mit B und F. Senker 2 und 6 hinten entsprechen 1 und 5 vorn.
. Seitenheber 4 hinten entspricht Seitenheber 3 vorn; sie dienen nur zur Führung der von den Hebern B und A gehobenen Nadelfüfse.
Wechselvorrichtung für die Heber A und E vorn, sowie B und F hinten.
Das Wechseln dieser Heber, d. h. das Heben von A oder B, wenn E oder F gesenkt wird, oder umgekehrt, wird durch einen Riegel r, Fig. 6, 7 und 8, bewirkt, welcher mit schrägen Flächen entsprechende schräge Flächen in den Bolzen der Heber fafst und diese . hebt und senkt, indem er in seiner Längsrichtung in Hinsicht auf das betreffende Schild verschoben wird. Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen diese Einrichtung am vorderen Schlofsschilde; hinten ist sie entsprechend gleich.
Der Riegel r ist von zwei Schrauben, die durch zwei Schlitze im Riegel gesteckt und in die obere Schildplatte geschraubt sind, geführt und hat zwei Versenkungen r1 und r2 an den gegenüberliegenden Kanten, die mit schrägen Flächen in die Riegelebene übergehen.
Die Bolzen, an welchen die Heber A und E hängen, sind etwas unter ihrer halben Höhe mit einer Nuth versehen, welche sie bis zu ihrer Mitte durchschneidet. Die Nuth hat oben und unten theils schräge Flächen, theils solche, die senkrecht zur Mittellinie der Bolzen stehen. Vermöge dieser Form der Nuth kann sich der Riegel mit seinen schrägen Flächen vor den Versenkungen in den Nuthen der Bolzen verschieben und der Bolzen von der Riegelebene in die Versenkung und aus dieser wieder auf die Ebene steigen, wenn der Riegel verschoben wird.
Zur Verschiebung des Riegels gegen die Schildplatte und die in ihr steckenden Bolzen A und E dienen nun zwei Haken M und zwei. Ankerschlitten d, Fig. 6. Der Riegel soll stehen bleiben, während sich der Schlitten mit den Schlofsschildern verschiebt, er soll sich also in Hinsicht auf das Schild verschieben, bis die Heber A und E gewechselt, die Bolzen also in die Versenkung bezw. auf die Ebene getreten sind.
Die Aufgabe der Haken M ist es nun, den Riegel festzuhalten und der Haken seinerseits wird, durch den Ankerschlitten an das Maschinenbett gehalten, geankert.
Auf jeder Schlittenseite sind die zwei Ankerschlitten d (in Fig. 2 und 6 ist nur einer gezeichnet, der andere ist am anderen abgebrochenen Ende der Schlittenführung) auf eine schwalbenschwanzförmige Bahn //' der Schlittenführungen f[ und/2 gesetzt und. hier können sie nach Bedürfnifs verschoben und festgestellt werden. Zu dem Zweck hat jeder Ankerschlitten eine Fallklinke m, welche in Kerben q in den Schlittenbahnen /11 einfallen kann. Die Kerben sind über die ganze Länge der. Schlittenbahnen in gleichen Abständen angebracht.
Die Haken M sind in den Ankerschlitten, um einen Schraubenbolzen drehbar, eingesetzt und die zwei Haken einer Schlittenseite einander entgegen gerichtet. Der Riegel r hat einen viereckigen Vorsprung r3 und dicht unter diesem sind an die Schildplatte Dreiecke S3S* angeschraubt. Die Dreiecke S3 Si und der Vorsprung r3 sind mit einander so dick wie M allein. Geht nun das Schild in der Richtung des Pfeiles vor, so wird der Riegel vom Haken M, der gegen das Herabfallen durch die Feder ρ gesichert ist, festgehalten. Indem aber das Schild fortgleitet, kommt die schräge Fläche des Dreiecks S4 zur Wirkung und hebt den Haken allmälig, bis er an die Spitze der Dreiecke S3 S4 angelangt ist und nun am Vorsprung des Riegels r hingleitet. Der Riegel r ist nun nicht mehr gehalten und kann der Bewegung des Schildes folgen, bis er am Ende
seines Hubes oder früher, je nachdem der zweite Ankerschlitten eingestellt ist, in den Bereich des entgegengesetzten Hakens kommt, der ihn wieder in die gezeichnete Lage zurückzieht.
Erzeugung von vier Reihen links und links und zwei Reihen glatt.
Die Maschine wird befähigt, während des Hubes des Schlittens, bei welchem die hintere Seite strickt und Maschen nach vorn überhängt, unmittelbar nach diesem Ueberhängen nach vorn, gleich vorn, weiter zu stricken, und zwar mit derselben Farbe oder einer anderen. Beim Rückgang des Schlittens wird vorn mit demselben Faden nochmal gestrickt, die Maschen werden aber nicht zurückgehängt, sondern auf derselben Seite und während desselben Hubes wird nochmals gestrickt, aber mit dem Faden, mit dem auch hinten gestrickt wird. Alsdann werden wieder vier Reihen links links gestrickt, bis wieder zwei Reihen glatt kommen. Die. Maschine wird nur durch Ein - und Ausschalten einer Sperrklinke dazu befähigt, entweder . abwechselnd vier Reihen links und links und zwei Reihen glatt oder gleich fort links und links zu stricken.
Beschreibung der hier getroffenen
Einrichtungen zum Stricken von vier Reihen links und links und zwei Reihen
glatt.
Das Stricken vorn, während gleichzeitig hinten gestrickt und übergeschoben wird, besorgt ein Heber G, Fig. i, 7 und 8, welcher nur zu diesem Zweck gesenkt wird, bei Linksund Linksstricken aber stets aufser Thätigkeit gesetzt ist. Unmittelbar nachdem Senker 6 die hinteren Nadeln zurückgezogen und Heber E vorn die Nadeln hochgeschoben hat, so dafs sie die Maschen von hinten aufgenommen, tritt der Heber G in Wirksamkeit. Er bildet, indem eine eigene Fadenzuführung in Thätigkeit tritt, neue Maschen mit dem Senker g, der beständig in der tiefen Stellung bleibt. Bei der Bewegungsumkehrung, wo also der Schlitten von rechts nach links geht, kommt G in umgekehrter Richtung wieder in Thätigkeit, und Senker 9 und 7 ziehen dann die Nadeln wieder ab. Da aber die nächste Maschenreihe wieder auf dieser Seite gebildet werden soll, so folgt dem Heber G und dem Senker g, 9 und 7 kein Heber, der das Ueberschieben der Maschen besorgt, sondern der Heber A, welcher neue Maschen bildet, die ebenso liegen wie die vorigen.
Der Heber G wird nun wieder gehoben und die Maschine strickt vier Reihen links und links, bis Heber G aufs Neue zur Wirksamkeit gelangt.
Ein- und Ausschaltung des Hebers G, sowie des Fadenkästchens.
Der Heber G hängt an einem Bolzen G1, um den eine Feder G2 gelegt ist, welche sich gegen die obere Schildplatte stemmt und den Heber G nach unten drängt. Das aus der Schildplatte vorstehende Ende dieses Bolzens ist durch ein Sperrrad K, mit Scheibe / über sich, gesteckt und hat oben einen seitlich vorstehenden Zapfen G3, der, wenn Heber G gehoben, auf der Scheibe / aufliegt. Die Scheibe J ist mit einer Versenkung J1 versehen, in welche der Zapfen G3 fällt, wenn die Scheibe J mit dem Sperrrad K so gedreht ist, dafs er über die Versenkung zu liegen kommt. Ferner hat die Scheibe der Versenkung gegenüber an ihrem Umfang einen Ausschnitt J2, in welchen ein Zapfen R1 des in der Hülse i?2 des Schlittens (Fig. 8 gestrichelt) federnd gelagerten Kanonenbolzens R einfällt, so dafs derselbe das Fadenführerkästchen L (Fig. 2 und Fig. 8 gestrichelt), fassen und bei der Bewegung des Schlittens mitnehmen kann.
In das Sperrrad K, das sechs Zähne enthält, greift eine Klinke f' eines auf der oberen Seite des Schlittens verschiebbaren Riegels t, der durch Bolzen i2 mit dem Riegel r in Verbindung steht (Fig. 7 und 8), so dafs bei jeder Verschiebung des Riegels in der Pfeilrichtung das Zahnrad und damit Scheibe J3 um einen Zahn weitergedreht wird. Fällt bei dieser Drehung Zapfen G3 in die Versenkung der Scheibe J3 ein, so tritt gleichzeitig Zapfen R1 in den Ausschnitt J'2, so dafs Heber G gesenkt und zugleich ein anderes Farbmuster für zwei Reihen glatt eingefügt wird. Tritt bei der nächsten Drehung des Zahnrades der Zapfen G aus der Aussparung J1 und zugleich Stift R' aus dem Ausschnitt J2, so wird Heber G gehoben, der Kanonenbolzen tritt aus dem Fadenführerkästchen L. Es werden wieder vier Reihen links und links gestrickt, bis das Sperrrad so weit gedreht ist, dafs Heber G wieder gesenkt, dafs das Fadenführerkästchen eingelöst und aufs Neue zwei Reihen glatt gestrickt werden u. s. w.
Diese Einrichtung kann ebenso gut so getroffen werden, dafs mehrere Reihen links und links mit mehreren Reihen glatt abwechseln.
Soll wieder zur Links- und Linkswaare übergegangen werden, so braucht nur if1 ausgelöst zu werden.
Gebrauch der Maschine für andere
Wa are η gat tun gen.
Löst man bei vorliegender Maschine die Muffen n>l und w 2, Fig. 2, welche den Schneckengang Ss bilden, und bringt sie aufser Thätigkeit, bringt man ferner die Zahnstange Z in die Mittellage und stellt sie mittelst der Schraube η am Gestell der Maschine fest, wo-
bei also die beiden Nadelbetten gleich hoch zu stehen kommen, verschiebt man endlich das hintere Nadelbett in seiner Längsrichtung, so dafs die Nadeln der beiden Seiten sich nicht mehr gegenüber stehen, sondern, wie bei der gewöhnlichen Lamb'schen Maschine, in einander greifen, so kann man je nach Wunsch sofort von links und links bezw. vier Reihen links und links und zwei Reihen glatt, auf rechts und rechts Fang,
u. s. w. übergehen..
Patent, glatt, rund

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Lamb'sche Strickmaschine, welche Links- und Linkswaare in der Weise selbstthätig herstellt, dafs ihre Nadelbetten (η ηl) nach jeder Maschenreihe wechselweise in Richtung der Nadellänge auf- und abgeführt und dabei ihre Nadeln durch eine geeignete Schlofseinrichtung (Fy 8 und C 5) so bewegt werden, dafs die Nadeln des gehobenen Bettes ihre Maschen auf diejenigen des gesenkten Bettes übertragen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64534D LAMB'sche Strickmaschine zur selbstthätigen Herstellung von Links- und Linkswaare Expired - Lifetime DE64534C (de)

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DE (1) DE64534C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747270C (de) * 1938-06-05 1944-09-18 Internationaler Maratti Maschi Rundkettenwirkmaschine
US2993352A (en) * 1958-12-15 1961-07-25 Erb Ernst Two-bed hand-knitting apparatus

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