DE524256C - Verfahren zur Erhoehung der Weichheit und Elastizitaet geformter Celluloseester - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Weichheit und Elastizitaet geformter Celluloseester

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DE524256C
DE524256C DER64887D DER0064887D DE524256C DE 524256 C DE524256 C DE 524256C DE R64887 D DER64887 D DE R64887D DE R0064887 D DER0064887 D DE R0064887D DE 524256 C DE524256 C DE 524256C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/10Esters; Ether-esters
    • C08K5/11Esters; Ether-esters of acyclic polycarboxylic acids

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Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Weichheit und Elastizität geformter Celluloseester Im Hauptpatent .1o6 013 wurde gezeigt, daß die Adipinsäureester des Cyclohexanols und seiner Homologen die Geschmeidigkeit geformter Celluloseester erhöhen und gleichzeitig deren Feuergefährlichkeit herabsetzen.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Gemische von Adipinsäure, Bernstein- und Glutersäure, die bei,der Oxydation des Cyclohexanols entstehen, und ebenso die Gemische von Gl-uter-und Bernsteinsäure, die nach Abtrenn.un. der schwerlöslichen Adipinsäure zurückbleiben, bei cler Z'eresterung mit hydriertenPhenolen Produkte ergeben, die ebenfalls vorzügliche Weichmachungsmittel für Cellusoseester vorstellen. Es handelt sich hier um wasserunlösliche, farb- und geruchlose Flüssigkeiten, die sich besonders dadurch auszeichnen, daß sie in Verbindung mit solchen Substanzen, die sonst nicht oder nur schwer Filmen, einverleibt werden können, wie z. B. organische Kolloide, oxydiertes Leinöl, Ricinusölfettsäuren, Harze sowie unter Umständen sogar Kohlenwasserstoffe, verwendet werden können, da diese Substanzen in ihrer Gegenwart im .\ itrocellulosehlm löslich werden.
  • Es ist zwar bekannt, die Ester aliphatischer Dicarbonsäuren, z. B. der Bernsteinsäure (Britische Patentschrift 15 91.1 vom Jahre 189.1), zwei- oder mehrbasischer Säuren allgeInein (Deutsche Patentschrift 3o4224) oder von Estern des Cyclohexanols mit niedrig molekularen Fettsäuren (Deutsche Patentschrift 251 351) oder mit Adipinsäure (Deutsche Patentschrift .1o6 013) als I_ösungs- und Weichmachungsmittel für Celluloseester zu verwenden. Gegenüber diesen Estern weisen aber die hier vorgeschlagenen Estergemische ganz erhebliche Vorteile auf, die sowohl in der außerordentlich wirtschaftlichen Art der Gewinnung als auch in der vorteilhaften technischen Wirkung- derselben begründet sind.
  • So werden z. B. schon bei einem Vergleich der beanspruchten Estergemische reit dem reinen Adipinsäureester deutliche Unterschiede bemerkbar, ,während z. B. Nitrocellulose in reinem A(lil)insiirrremethvIcN-clolreivlester selbst nach tagelangernEr-w:irrrrerl nur zu einer nicht homogenen, sehr zähen Masse aufquillt, geht sie mit der gleichen Menge eines Estergemisches, das durch Veresterung des bei der Oxydation hydrierten Phenols gewonnenen Säuregemisches mit Methylcyclohexanol hergestellt wurde, innerhalb weniger Stunden in eine völlig klare und homogene Lösung über.
  • Ähnliche Unterschiede zeigen sich gegenüber den anderen bekannten Estern. Diese werden daher auch niemals allein, sondern, wie aus den betreffenden Druckschriften hervorgeht, stets unter Zuhilfenahme anderer bekannter Lösungsmittel verwendet. Die hier niedergelegte Beobachtung ist auch bereits durch die Praxis bestätigt worden, indem nämlich die Verarbeitung der beanspruchten Estergemische bessere Produkte lieferte als die Verwendung von Estern, z. $. der reinen Arlip,insäure, .die sich teilweise als weniger zweckmäßig, teilweise als ungeeignet erwies.
  • Beispiel In einem mit Rückflüßkühler versehenen Rundkolben werden 1,35 kg 5o°1Dige Salpetersäure auf dem Wasserbad auf 9o bis g;° C erwärmt, worauf man allmählich 200 g Cvclohexanol zufließen läßt. Schließlich wird das Reaktionsgemisch noch etwa 1!_ Stunde unter Rühren bei der genannten Temperatur gehalten. Durch Eindampfen erhält man 23o g eines Gemisches der bei der Oxydation entstehenden Säuren. Zwecks Darstellung der Cvclohexvlester «erden 300 g des genannten Gemisches .mehrere Stunden lang in einem Rundkolben bei 135 bis 14o° C unter Durchleiten von trockenem Salzsäuregas mit 750 g Cyclohexanol erwärmt. Nach dem Erkalten des Reaktionsgemisches wird dieses mit Sodalösunz neutral zewaschen, worauf man den Rückstand einer Destillation im Vakuum unterwirft. Man erhält auf diese Weise etwa 50o g eines bei 225 bis 235° C (2o mm) siedenden Estergemisches.
  • Versetzt man beispielsweise 5 Gewichtsteile Nitrocellulose mit 15 Gewichtsteilen Alkohol und 3,2 Teilen des in der genannten Weise erhaltenen Gemisches und verarbeitet die Masse auf warmen Walzen, so wird eine geschmeidige, homogene, plastische, celluloiclartige Masse erhalten.
  • An Stelle des im angeführten Beispiel genannten Cvclohexanols können auch seine Homologen! verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATRNTANSYRUCIi: Weitere Ausbildung des durch Hauptpatent do6 013 geschützten Verfahrens zur Erhöhung der Weichheit und Elastizität geformter Cellüloseester, gekennzeichnet durch die Verwendung der Estergemische hydrierter Phenole mit den bei der Oxydation hydrierter Phenole entstehenden, gegebenenfalls von Adipinsäure befreiten Gemischen aliphatischer Dicarbonsäuren. BERLIN. GEDRUClir IN DER REICF(@DlitCtiCItEt
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