DE513765C - Verfahren zur Gewinnung der Fasern aus der Fruchthuelle der Kokosnuss - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung der Fasern aus der Fruchthuelle der Kokosnuss

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DE513765C
DE513765C DET34483D DET0034483D DE513765C DE 513765 C DE513765 C DE 513765C DE T34483 D DET34483 D DE T34483D DE T0034483 D DET0034483 D DE T0034483D DE 513765 C DE513765 C DE 513765C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B9/00Other mechanical treatment of natural fibrous or filamentary material to obtain fibres or filaments

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung der Fasern aus der Fruchthülle der Kokosnuß Die Gewinnung von Fasern aus der Fruchthülle der Kokosnuß ist bisher durch Rösten erfolgt. Hierbei wird die zwischen den Fasern lagernde korksubstanzartige Schicht durch Bakterientätigkeit oder ähnliche von Fäulnis begleitete Abbauvorgänge zerstört und gelockert, so daß die Trennung der Faser nachher mechanisch erfolgen kann. Dieses Verfahren, dessen Durchführung lange Zeit in Anspruch nimmt, führt vielfach zu Verlusten und Schädigungen der Faser mit Bezug auf ihre mechanischen Eigenschaften, ihre Farbe und ihr Aussehen.
  • Neuerdings hat man vorgeschlagen, die Kokosnußhülle mit verdünnter heißer Alkalilauge zu behandeln. Dieses Verfahren bietet den Nachteil, daß die in den korksubstanzartigen Zwischenschichten enthaltenen Stoffe durch Einwirkung der heißen Alkalilauge hochdispers peptisiert werden, wodurch Veranlassung zu unerwünschten Farbwirkungen gegeben ist, durch welche die geschätzte helle bis hellgelbe Eigenfarbe der Kokosfaser verlorengeht. Auch bedeutet die Verwendung der Alkalilauge eine beträchtliche Verteuerung des Verfahrens. Ferner wurde auch bereits vorgeschlagen, Kokosnußschalen in heißem Wasser zu erweichen.
  • Nach vorliegender Erfindung gelingt die Fasergewinnung auf einfachem und billigem Wege innerhalb weniger Stunden unter völligem Erhalten der mechanisch und physikalisch wertvollen Eigenschaften der Kokosfaser sowie auch ihrer hellen natürlichen Farbe durch abwechselndes Behandeln der Hüllen mit heißem Wasser und mit Ouetsch-und Hechelvorrichtungen.
  • Nach der Erfindung werden die Fruchthüllen zunächst einer verhältnismäßig kurzen, z. B. z- bis 3stündigen Vorbehandlung durch Eintauchen derselben in heißes Wasser unterworfen. Hierbei wird das Gut oder das Wasser oder es werden die Hüllen und das Wasser in Bewegung gehalten. Das so vorbehandelte Gut wird alsdann einer mechanischen Behandlung durch Quetschen unter Verwendung geriffelter Walzen unterworfen. Hierauf werden die Faserpolster einer nochmaligen Behandlung durch Eintauchen in heißes Wasser unterworfen, wobei ebenso wie bei der Vorbehandlung für die Bewegung des Gutes und der Flüssigkeit gesorgt wird.
  • Durch diese zweite Wasserbehandlung, welche im allgemeinen nicht mehr als etwa r bis a Stunden in Anspruch nimmt, wird die korkartige Einbettungssubstanz der Fasern in einen derartigen Duellzustand gebracht, daß die Fasern nunmehr durch Behandlung mit Hecheln o. dgl., z. B. durch Auskämmen mit rotierenden Stahlbürstwalzen leicht freigelegt und von der aufgelockerten Einbettungssubstanz befreit werden können.
  • Die beiden Wasserbehandlungen werden bei Temperaturen oberhalb 6o° C, vorzugsweise solchen von z. B. 85 bis go° C, durchgeführt. Bei der zweiten Wasserbehandlung kann man dem Wasser Stoffe zusetzen, welche störende Farbwirkungen auf die Fasern verhindern. Dies kann z. B. durch Zusatz geringer Mengen von gelöschtem Kalk geschehen. Hierdurch werden aus den Faserpolstern ausgewaschene Gerbstoffe u. dgl. flockig ausgefällt.
  • Die Wasserbehandlung der Fruchthüllen wird derart vorgenommen, daß dieselben mit Hilfe von Drahtkäfigen u. dgl. unter der Oberfläche des Wassers gehalten werden. Man kann die Hüllen in Körbe aus Drahtnetz, Eisengitter o. dgl. verpacken und die letzteren in das heiße Wasser versenken. Dabei sind Vorkehrungen getroffen, welche eine Bewegung der Körbe unterhalb der Wasseroberfläche gestatten, derart, daß die Körbe z. B. mit Hilfe von Rollen in Schienen oder ähnlichen Vorrichtungen geführt werden. Die Wasserbehandlung kann ununterbrochen derart durchgeführt werden, daß die Körbe von einer Seite in den Behälter eingefiihrt, allmählich unterhalb der Wasseroberfläche durch diesen gefördert werden und den Behälter an der anderen Seite wieder verlassen.
  • Die erwärmte Flüssigkeit wird dabei durch eine Zirkulationspumpe, durch Rührer o. dgl. in Bewegung gehalten. Hierdurch wird einerseits eine gleichmäßige Erwärmung der Flüssigkeit und eine gleichmäßige Bespülung der Fruchthüllen bewirkt, während andererseits aufgeflockte Gerbstoffe und sonstige Schwebestoffe leicht derart entfernt werden können, daß die Flüssigkeit im Kreislauf durch Filtervorrichtungen geführt wird. Beispiel In vier bis sechs Segmente eingeteilte Fruchthüllen der Kokosnuß werden in Drahtkörbe verpackt und in letzteren durch einen mit Wasser gefüllten Wasserbehälter gefördert, dessen Wasser Temperaturen von 85 bis go° C besitzt. Die Hüllen werden dabei etwa 2 Stunden unter der Wasseroberfläche gehalten. Die Flüssigkeit wird im Kreislauf durch den Wasserbehälter bewegt.
  • Das so vorbehandelte Gut wird alsdann durch Behandlung mit geriffelten Walzen gequetscht und alsdann wieder einer i- bis 2stündigen Behandlung in Wasser bei O'5 bis go° unter Bewegung unterworfen, wobei dem Wasser geringe Mengen von Kalk zugesetzt werden. Auch hierbei wird die Flüssigkeit ebenso wie bei der ersten Wasserbehandlung im Kreislauf bewegt. Das so aufgeschlossene Gut wird alsdann in Hecheln, z. B. durch Auskämmen mit rotierenden Stahlbürstwalzen unter Wasserberieselung weiterbehandelt. Hierbei kann man die kurzen, spinnharen Fasern wie auch die mehr verwirrten Stopffasern leicht von den langen, dicken, geraden Fasern trennen. Man erhält diese langen, dicken Fasern fertig zum Trocknen. Die kurzen Fasern können nach dem Trocknen von etwa noch anhaftenden Resten der Einbettungssubstanz durch Klopfen u. dgl. leicht befreit werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.Verfahren zur Gewinnung von Fasern aus der Fruchthülle der Kokosnuß durch Behandeln mit heißem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß die Fruchthüllen nach Einlegen in flüssigkeitsdurchlässige Behälter einer Vorbehandlung durch Eintauchen in heißes Wasser unterworfen werden, wobei die Hüllen oder das Wasser oder die Hüllen und das Wasser in Bewegung gehalten werden, und daß die Hüllen @ nach Herausnehmen aus diesen Behältern gequetscht und hierauf erneut durch Eintauchen in heißes Wasser unter Bewegung der Fruchthüllen oder der Flüssigkeit oder beider behandelt werden, worauf die Fasern unter Berieselung gehechelt werden. _
  2. 2. Verfahren- nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der zweiten Wasserbehandlung dem Wasser Stoffe zur Verhinderung unerwünschter Färbungen der Fasern, wie geringe Mengen von gelöschtem Kalk, beigemengt werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit im Kreislauf durch den Behandlungsbehälter geführt wird und daß in den Flüssigkeitskreislauf Filter zum Entfernen von Schwebestoffen eingebaut werden.
DET34483D 1928-01-15 1928-01-15 Verfahren zur Gewinnung der Fasern aus der Fruchthuelle der Kokosnuss Expired DE513765C (de)

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