CH370235A - Verfahren zur Herstellung von künstlichen Schwämmen aus regenerierter Cellulose und so hergestellter Schwamm - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichen Schwämmen aus regenerierter Cellulose und so hergestellter Schwamm

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CH370235A
CH370235A CH6131758A CH6131758A CH370235A CH 370235 A CH370235 A CH 370235A CH 6131758 A CH6131758 A CH 6131758A CH 6131758 A CH6131758 A CH 6131758A CH 370235 A CH370235 A CH 370235A
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CH
Switzerland
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sponges
treated
water
solution
regenerated cellulose
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CH6131758A
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Inventor
Dr Georg Hennemann
Dipl-Ing Albertus Lutgerhorst
Original Assignee
Onderzoekings Inst Res
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2301/00Characterised by the use of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Treatments Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von künstlichen Schwämmen aus regenerierter Cellulose und so hergestellter Schwamm
Verfahren zur Herstellung von künstlichen Schwämmen aus regenerierter Cellulose, wobei die Schwämme mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden, um Angriff derselben durch Bakterien und Schimmel vorzubeugen, sind bereits bekannt.



   Gemäss einem dieser Verfahren wird der künstliche Schwamm aus regenerierter Cellulose mit einem Reaktionsprodukt von wasserlöslichen Polyacrylsäuren und quaternären Ammoniumverbindungen mit einem hohen Molekulargewicht behandelt.



   Die so behandelten Schwämme werden während des Gebrauchs zwar praktisch nicht von Bakterien und Schimmeln angegriffen, aber sie haben den Nachteil, dass sie durch die Verwendung einen Teil ihrer Elastizität verlieren.



   Es wurde nun ein Verfahren zur Behandlung von künstlichen Schwämmen aus regenerierter Cellulose gefunden, wodurch diese Schwämme ebensowenig von Bakterien und Schimmeln angegriffen werden. Die erfindungsgemäss behandelten Schwämme weisen daneben den Vorteil auf, dass sie nach längerem Gebrauch ihre Elastizität praktisch nicht verlieren.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schwämme mit Carboxymethylcellulose bzw. deren Alkalimetallsalzen und einer quarternären Ammoniumverbindung mit hohem Molekulargewicht und keimtötender Wirkung behandelt werden.



   Die Behandlung der Schwämme mit dem Reaktionsprodukt kann dabei auf zwei Weisen erfolgen.



   Man kann die Schwämme z. B. zunächst mit einer Lösung von Carboxymethylcellulose oder deren Alkalimetallsalzen in Wasser und sodann mit einer Lösung einer quaternären Ammoniumverbindung in Wasser behandeln. Man kann aber die Behandlung auch in umgekehrter Reihenfolge stattfinden lassen.



   Es hat sich gezeigt, dass das Reaktionsprodukt von Carboxymethylcellulose und quaternärer Ammoniumverbindung an der regenerierten Cellulose haftet.



  Deshalb bleibt während des Gebrauchs das Reaktionsprodukt im Schwamm und lässt sich denn auch durch Wasser nicht entfernen.



   Als Alkalimetallsalz von Carboxymethylcellulose kommt vorzugsweise Natriumcarboxymethylcellulose in Betracht.



   Als quaternäre Ammoniumverbindungen mit einer keimtötenden Wirkung kommen z. B. in Betracht
Cetyltrimethylammoniumbromid,
Cetyldimethyläthylammoniumbromid,    Stearyknmethylammoniumbromid,   
Lauryltriäthylammoniumchlorid,   
Octadecenyldimethyläthylammoniumbromid,
Octadecyldimethylbenzylammoniumbromid,
Cetyldimethylbenzylammoniumchlorid,
Lauryldimethylbenzylammoniumchlorid,
Diisobutylkresoxyäthoxyäthyldimethylbenzyl-    ammoniumchlorid und    Diisobutylphenoxyäthoxyäthyldimethylbenzyl-    ammoniumchlorid.



   Beispiel I
Aus Viskose hergestellte künstliche Schwämme (25 Stück) wurden sofort nach ihrer Herstellung zentrifugiert. Die zentrifugierten Schwämme wurden zunächst mit einer 1,0   gew.0/oiigen    Lösung in Wasser von Natriumcarboxymethylcellulose mit einer Viskosität von etwa 4 centipoise bei 200 C behandelt.



   Die Schwämme wurden, nachdem sie zentrifugiert waren, mit einer 1,0   gew.0/eigen    Lösung in Wasser  von Lauryltriäthylammoniumchlorid behandelt und schliesslich mit Wasser gespült und wieder zentrifugiert.



   Diese Schwämme wurden zugleich mit 25 nicht behandelten Schwämmen während 8 Monaten zum Waschen von Autos gebraucht. Danach wurden die Schwämme bezüglich der folgenden Punkte beurteilt: Geruch, Elastizität, Angriff und   Äusseres.    Die Resultate sind in Tabelle I angegeben.



   Tabelle I muffig ohne Elastizität angegriffen mit äusseren Schäden Unbehandelte Schwämme 16 6 7 13 Behandelte Schwämme 2 0 2 2
Beispiel II
25 aus Viskose hergestellte künstliche, trockene Schwämme wurden mit einer 1   gew.0/oigen    Lösung in Wasser von   Diisobutylphenoxyäthoxyäthyldimethyl-      ibenzyiammoniumchlortd - Monohydrat    behandelt.



  Nachdem sie zentrifugiert waren, wurden sie mit einer 1   gew.0/oigen    Lösung in Wasser von Natriumcarboxymethylcellulose mit einer Viskosität von etwa 4 centipoise bei   20O C    behandelt. Die so behandelten Schwämme wurden sodann mit Wasser gespült, zentrifugiert und getrocknet.



   Diese Schwämme wurden zugleich mit 25 unbehandelten Schwämmen während 8 Monaten als Autoschwamm gebraucht.



   Die Schwämme wurden wie oben erwähnt beurteilt (siehe Tabelle II).   

Claims (1)

  1. Tabelle II muffig ohne Elastizität angegriffen mit äusseren Schäden Unbehandelte Schwämme 18 8 9 12 Behandelte Schwämme 1 0 1 3 PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Schwämmen aus regenerierter Cellulose, wobei die Schwämme mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden, um Angriff derselben durch Bakterien oder Schimmel vorzubeugen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schwämme mit Carboxymethylcellulose bzw. deren Alkalimetallsalzen und einer quaternären Ammoniumverbindung mit hohem Molekulargewicht und keimtötender Wirkung behandelt.
    II. Künstlicher Schwamm aus regenerierter Cellulose, hergestellt gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schwämme zunächst mit einer Lösung von Natriumcarboxymethylcellulose in Wasser und sodann mit einer Lösung von Lauryltriäthylammoniumchlorid in Wasser behandelt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schwämme zunächst mit einer Lösung von Diisobutylphenoxyäthoxyäthyldi methylbenzylammoniumchlorid-Monohydrat in Wasser und sodann mit einer Lösung von Natrium carboxymethylcellulose in Wasser behandelt.
CH6131758A 1957-08-16 1958-07-02 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Schwämmen aus regenerierter Cellulose und so hergestellter Schwamm CH370235A (de)

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