DE378386C - Verfahren zur Gewinnung eines hellen, leicht bleichbaren und nicht wieder verfaerbenden Palmkernoels - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines hellen, leicht bleichbaren und nicht wieder verfaerbenden Palmkernoels

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DE378386C
DE378386C DES54909D DES0054909D DE378386C DE 378386 C DE378386 C DE 378386C DE S54909 D DES54909 D DE S54909D DE S0054909 D DES0054909 D DE S0054909D DE 378386 C DE378386 C DE 378386C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/02Pretreatment
    • C11B1/04Pretreatment of vegetable raw material

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  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines hellen, leicht bleichbaren und nicht wieder verfärbenden Palmkernöls. Die Palmkerne, die Samen aus den Früchten von Elais guineensis, gehören zu den Ölfrüchten, die seit einiger Zeit eine steigende Bedeutung gewinnen. Das aus ihnen erhältliche Öl kommt chemisch dem Kokosnußöl sehr nahe. Bezüglich seines technischen Verhaltens indes weist es einige Eigenschaften auf, die nicht nur die Bleichung mit den üblichen Mitteln sehr erschweren, sondern die auch seine sonstige Verwendung schwierig machen, insbesondere weil es bei der Erhitzung, z. B. bei der Raffination, sich wieder verfärbt.
  • Es wurde nun festgestellt, daß diese Übelstände von mehr oder weniger großen Spuren von Palmöl herrühren, die teils in Form einer Durchtränkung der äußeren Teile der Palmkerne vorliegen, teils auch aus den Trümmern von Schalen oder Kernen selbst herrühren, die im Handelsprodukt immer vorhanden sind.
  • Es ist bekannt, daß Palmöl nicht mit den üblichen Mitteln gebleicht werden kann. Man muß besondere Bleichverfahren anwenden, insbesondere solche, die auf energischer Oxydation beruhen. Diese Oxydationsverfahren können aber nicht auf Pahnkernöl angewendet werden, und es genügen daher die Spuren Palmöl, die in der Handelsware vorhanden sind, um die Bleichung des Pahnkernöls schwierig und die Gefahr der Wiederverfärbung nahehegend zu machen. -Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren, um das Palmkernöl in einer bleichbaren und sich bei späterer Erhitzung nicht wieder färbenden Form zu gewinnen. Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, den Palmkernen vor ihrer Pressung oder Extraktion zwecks Ölgewinnung die beigemischten schädlichen Spuren von Palmöl zu entziehen. Dieses kann auf verschiedenem Wege geschehen. So beispielsweise durch «Taschen mit Wasser, und zwar vorwiegend heißem oder kochendem Wasser. Zu diesem Zweck werden die Palmkerne zunächst durch Sieben in den bei der Ölgewinnung üblichen Vorrichtungen vom Staub-und dem beigemischten Bruch befreit und sodann der Einwirkung eines Stromes von heißem oder kochendem Wasser unterworfen.
  • Eine derartige Behandlung ist genügend, um, praktisch genommen, sämtliches Palmöl aus den Kernen zu entfernen, und wenn die Kerne dann in üblicher Meise gepreßt oder extrahiert werden, so erhält man ein Öl, das nicht nur heller ist als das übliche Palmkernöl, sondern das auch mit den üblichen Bleichmitteln, wie sie für Kokosnußöi benutzt werden, gebleicht werden- kann.
  • Diese Behandlung mit heißem Wasser hat den Vorteil, daß sie in jedem Apparat durchgeführt werden kann, der die notwendige Bewegung des Materials gestattet, um das Palmöl aus der Samenhaut der Kerne zu entfernen, und mit denen man- eine methodische Gegeneinanderbewegung der Kerne und des Wasserstromes herbeiführen kann, am besten derart, daß das frische Wasstr an der Seite eintritt, an der die gewaschenen Kerne austreten, und an der Stelle als Schmutzwasser austritt, wo die rohen Kerne in die Wäsche eintreten. Diese Bedingungen «erden z. B. erfüllt durch einen Trog, der mit einer Transportschnecke ausgerüstet ist, die gleichzeitig als Rührwerk wirkt. In einem derartigen Trog werden die Kerne und das Wasser in der eben beschriebenen Weise gegeneinanderbewegt. Zweckmäßig ist der Trog gegenüber der Austrittsöffnung der Kerne auf eine bestimmte Strecke hin perforiert, so daß die Kerne, wenn sie an diese Stelle gelangen, abtropfen können. Der Wasserrest, der den Kernen noch anhaftet, schadet, wenn die Ölgewinnung aus den Kernen durch Pressen geschieht, nichts. Wenn die Kerne dagegen mit Extraktionsmitteln behandelt werden sollen, ist s zweckmäßig, sie erst zu trocknen. Ein solcher Gegenstromtrogapparat von beispielsweise halbkreisförmigem Querschnitt hat bei einer Länge von 12m und einer Breite von 6o cm einen stündlichen Durchsatz von 2500 kg Kernen. Der Durchmesser des zylindrischen Teiles und der annäherndes Durchmesser der C chnecke beträgt etwa 6o cm. Die Dauer des Durchsatzes des Materials, also die Dauer des Aufenthaltes der Kerne im heißen M'asser, betrugt bei Apparaten dieses Ausmaßes etwa JIinuten. Selbstverständlich geben diese "Zahlen nur -2in Beispiel, und es können die gleichen Ergebnisse auch mit Vorrichtungen anderer Abmessung erreicht werden. Das N\ aschwasser kann dem Apparat bereits in heißem Zustande zugeführt werden. Es kann aber auch in den Apparat während der Behandlung der Kerne durch Einleiten von direktere Dampf auf die nötige Temperatur gebracht «erden. Ebenso können auch Waschzentrifugen, ähnlich wie sie in der Textilindustrie verwendet werden, und ferner auch die gleichen Apparate Verwendung finden, wie sie bei der ßleicherei von Ölen mittels Fullererde oder "1 ierkolile benutzt werden.
  • Voraussetzung ist irnmsr nur, daß der Apparat eine innige Berührung zwischen dem heißen Wasser und den Palmkernen gestattet.
  • An Stelle der Wüsche mit heißem Wasser kann der "/.weck auch erreicht werden dadurch, daß man dem Wasser Alkali zusetzt. Die Einrichtungen sind dieselben, doch kann für glieche Kapazität, da die Aufnahmefähigkeit des alkalisierten Wassers für das Palmöl eine bessere ist als die des reinen Wassers, das Ausmaß der Apparate kleiner gewählt werden.
  • Am schnellsten gelingt die Entfernung des Palmöls durch Behandeln der Kerne mit Fettlösungsmitteln. Der Palmkern hat eine sehr kompakte Struktur, und die äußere Samenbaut ist fast undurchlässig gegenüber Fettlösungsmitteln. Infolgedessen kann man ohne erhebliche Verluste an Palmkernöl befürchten zu müssen, die Kerne mit geeigneten Fettlösungsmitteln wie Benzol, Benzin o. dgl. behandeln. Da nur unverletzte ganze Kerne behand31t werden, so greift das Lösungsmittel lediglich die äußere Samenhaut an und extrahiert aus dieser die Spuren dort vorhandenen Palmöls, wozu 2eine verhältnismäßig kurze Behandlungszeit notwendig ist. Die Apparate für diesen Zweck können die üblichen Extraktoren oder auch zu diesem Zweck eigens konstruierte Apparate mit kontinuierlichem Betrieb sein. Eine Behandlung von einer halben Stunde ist zur Erreichung des Zweckes vollkommen genügend. 1`as durch die Extraktion gewonnene Palmöl zuzüglich der Spuren mitgelösten Palmkernöls bewegt sich um i Prozent bei Anwendung de: doppelten Gewichtes Lösungsmittel von dem Gewichte der behandelten Kerne.
  • Selbstverständlich führt auch die Anwendung jedes anderen Reinigungsmittels zum Ziel, vorausgesetzt nur, daß es geeignet ist, die Spuren Palmöl aus den Kernen zu entfernen.

Claims (5)

  1. P3TENT-ANSPRÜCk1E: i. Verfahren zur Gewinnung eines hellen, leicht bleichbaren und nicht wieder verfärbenden Palmkernöls, dadurch gekennzeichnet, daß die unverletzten Palmkeule vor der Weiterverarbeitung durch Pehandeln mit einer Flüssigkeit von den in den äußeren Schichten der Schale sitzenden Spuren Palmöl befreit «erden.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Palmkerne mit einem Strom Beißen oder kochenden Wassers behandelt «erden.
  3. 3. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet. daß die Behandlung der Palmkerne mit heißem oder siedendem Wasser im Gegenstrom erfolgt, beispielsweise in einer mit Transportschnecke versehenen Rinne.
  4. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Wasser leicht alkalisch gemacht ist.
  5. 5. Eine Ausführungsform des Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Befreiung der unverletzten Palmkerne von Palmöl durch Behandlung mit einem organischen Lösungsmittel erfolgt.
DES54909D 1920-11-18 1920-12-03 Verfahren zur Gewinnung eines hellen, leicht bleichbaren und nicht wieder verfaerbenden Palmkernoels Expired DE378386C (de)

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