DE512928C - Sperrvorrichtung fuer eine Zapfanlage zur Ausgabe von Kraftstoffen - Google Patents
Sperrvorrichtung fuer eine Zapfanlage zur Ausgabe von KraftstoffenInfo
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Description
- Sperrvorrichtung für eine Zapfanlage zur Ausgabe von Kraftstoffen Die Erfindung betrifft eine Sperrvorrichtung für eine Zapfanlage zur Ausgabe von Kraftstoffen, bei welcher das in der Flüssigkeit enthaltene Gas oder die Luft abgeschieden und ins Freie geleitet wird. Durch die Erfindung soll verhütet werden, d.aß durch absichtliche oder unabsichtliche Verstopfung der Gasableitung die Gasabschei-dung und damit die ordnungsmäßige Messung behindert wird. Gemäß der Erfindung steht mit der Ableitung der Gase ein bewegliches Organ, z. B. eine Membran, in Verbindung, welches bei Verstopfung der Ableitung infolge der dadurch herbeigeführten Druckerhöhung seine Lage ändert und dadurch die Sperrung eines für den Flüssigkeitsumlauf notwendigen Organs, z. B. des Umschalthahns, bewirkt. Im Falle der Verstopfung ist also eine Weiterbenutzung der Zapfanlage unmöglich gemacht. Vorteilhaft wird eine an sich bekannte Membrankammer benutzt, die bei normalem Betrieb unter gleichem äußeren und inneren Druck steht und, sobald die Gasleitung verstopft ist, infolge Erhöhung des inneren Druckes gegenüber dein äußeren Druck aus dem Gleichgewicht herausgebracht wird.
- Auf der Zeichnung ist esn Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung schematisch dargestellt. Die Anlage zur Ausgabe von Flüssigkeiten besteht aus einer Pumpe i, einem Gas- oder Luftabscheider 2, einem Steuerorgan, das aus einem Vierwegeliahn 3 besteht, zwei Meßbehältern q und 5, einer Hahnsperrung 6, einer Drosselklappe 7 und Leitungen, die die Pumpe i mit dem Abscheider z, den Abscheider z mit dem Umschalthahn 3, den Hahn 3 mit den Meßbehältern 4 und 5 und den Abscheider 2 mit der freien Luft verbinden.
- Diese Anlage arbeitet wie folgt: Mit Hilfe der Pumpe i saugt man durch eine Leitung 8 aus einem Vorratsbehälter die abzugebende Flüssigkeit, die dann durch eine Leitung 9 in den Abscheider 2 gedrückt wird. Die aus der Flüssigkeit abgesonderten Gase werden durch eine Leitung io in die freie Luft abgeführt. Die von Luft oder Gas befreite Flüssigkeit wird durch eine Leitung i i in den Umschalthahn 3 und von da in den zu füllenden Meßbehälter, z. B. den Meßbehälter 5, gedrückt.
- Ist der Meßbehälter voll und.drückt die Pumpe weiter, so bildet sich zwischen dem Kopf des Meßbehälters und der Pumpe ein Staudruck, der sich auf die Verriegetungsvorr ichtunb 6 überträgt und diese auslöst. Man kann also den Umschalthahn 3 drehen und .den Behälter 5 auf Entleerung schalten und zugleich den Behälter 4 auf Füllung. Diese Stellung ist auf .der Zeichnung dargestellt. Von der Entleerung wird die Drosselklappe 7 beeinflußt und läßt aus der Abzweigleitung 13, an welche die Halmsperrung 6 angeschlossen :ist, den Staudruck entweichen. Solange die Entleerung andauert, bleibt der Hahn 3 verriegelt. Damit die Anlage gegen die Folgen jeder anormalen, absichtlichen oder zufälligen Absperrung der Ableitung ro der Luft oder der Gase geschützt ist, ist gemäß der Erfindung in die Leitung ro eine Kammer 12 mit nachgiebiger Wandung 12' eingeschaltet. Diese Kammer' 12 bzw. diese Kammerwandung 121 ist innen und außen dem Druck der freien Atmosphäre unterworfen, solange der Abscheider normal arbeitet, d. h. solange die aus der Flüssigkeit abgeschiedenen Gase frei .durch den Kanal ro entweichen können. Sobald aber aus irgendeinem Grunde die Leitung ro verstopft wird, wird die nachgiebige Kamm°rwandung 121 im Innern einem Überdrucke unterworfen. der wenigstens gleich dem Flüssigkeitsdruck auf der Druckseite der Pumpe ist, so daß eine Bewegung der Wandung 12' hervorgerufen wird, durch welche zeitweilig die Anlage außer Tätigkeit gesetzt wird.
- Bei dem dargestellten Beispiel _ besteht die nachgiebige Wandung aus einer Membran 121. Von der Abzweigleitung 13 ist eine Nebenleitung 14 abgezweigt, und zwar zwischen der Ableitung zur Halmsperrung 6 und der Drosselklappe 7. Diese Nebenleitung 14 wird durch ein Ventil 15 beherrscht. Dieses Ventil 15 wind von einem zweiarmigen Hebel 16 gesteuert, der an passender Stelle der Anlage gelagert und durch einen Arm 17 an die Membran 121 angeschlossen ist. Der Hebel 16 steht unter Wirkung einer Rückzugfe.der 18, die so angeordnet ist, daß Hebel und Feder in bekannter Weise in die Endlage herüberschnellen, wenn die Gleichgewichtslage überschritten ist. Die Feder 18 wir zweckmäßig einstellbar gemacht.
- Wird aus irgendeinem Anlaß, z. B. infolge absichtlicher oder unabsichtlicberVerstopfung der Leitung ro, das Gleichgewicht zwischen den Drücken auf beiden Seiten der Membran 121 gestört, so wird die Membran durch den Druck, der sich von der Pumpendruckleitung i i aus in der Kammer 12 geltend macht, nach oben ausgewölbt und verursacht durch Schwenken des Hebels 16 das Öffnen des Ventils 15. Das Ventil 15 bleibt durch die Wirkung der Feder z8 in der geöffneten Lage. Durch das Öffnen es Ventils 15 entweicht der Staudruck nicht nur in der Abzweigleitung 13, sondern auch aus der Druckleitung i I durch die Nebenleitung 14. Infolgedessen verbleibt die Hahnsperrung 6 in ihrer wirksamen Lage, so daß man den Umschaltliahn.3 nicht mehr drehen kann.
- Die durch die Nebenleitung 14. hindurchtretende Flüssigkeit fließt in den Vorratsbehälter zurück.
- "Die Membran kann auch auf irgendein anderes für den Flüssigkeitsumlauf notwendiges Organ der Anlage einwirken statt nur auf den Schalthahn. Beispielsweise könnte man auch unmittelbar durch die Deformierung der Membran die Sperrung .des Hahns bewirken oder auch .die Ausrückung der Pumpe. Bei Anlagen, die mit einer Gaspumpe arbeiten, könnte man die Druckleitung durch die Membran der Pumpe öffnen, und bei automatischer Arbeitsweise könnte man die Umschaltvorrichtungdurch die Membran sperren lassen. Selbstverständlich wird das Sicherungsorgan in .solcher Weise angebracht, daß es für nicht befugte Personen unzugänglich ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Sperrvorrichtung für eine Zapfanlage zur Ausgabe von Kraftstoffen, bei welcher das in .der Flüssigkeit enthaltene Gas oder die Luft abgeschieden und ins Freie geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Ableitung (ro) der Gase ein bewegliches Organ, z. B. eine Membran (21), .in Verbindung steht, welches bei Verstopfung der Ableitung infolge der dadurch herbeigeführten Druckerhöhung seine Lage ändert und dadurch die Sperrung eines für den Flüssigkeitsumlauf notwendigen Organs, z. B. des Umschalthahns (3), :bewirkt.
- 2. Sperrvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte Membrankammer (12), die bei normalem Betrieb unter gleichem äußeren und inneren Druck steht und, sobald die Gasleitung verstopft ist, infolge Erhöhung des inneren Druckes gegenüber dem äußeren Druck aus dem Gleichgewicht herausgebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR512928X | 1928-10-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE512928C true DE512928C (de) | 1930-11-20 |
Family
ID=8913236
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL73591D Expired DE512928C (de) | 1928-10-31 | 1928-11-30 | Sperrvorrichtung fuer eine Zapfanlage zur Ausgabe von Kraftstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE512928C (de) |
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1928
- 1928-11-30 DE DEL73591D patent/DE512928C/de not_active Expired
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