DE511531C - Hochleistungsschmelzsicherung - Google Patents
HochleistungsschmelzsicherungInfo
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- DE511531C DE511531C DES88730D DES0088730D DE511531C DE 511531 C DE511531 C DE 511531C DE S88730 D DES88730 D DE S88730D DE S0088730 D DES0088730 D DE S0088730D DE 511531 C DE511531 C DE 511531C
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Links
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/46—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the protective device
Landscapes
- Fuses (AREA)
Description
Zur Erhöhung der Abschaltleistung von Schmelzsicherungen hat man bereits vorgeschlagen,
den Stromkreis in einen Hauptschmelzleiter und einen oder mehrere Nebenschmelzleiter
zu unterteilen. Man erreicht dadurch den Vorteil, daß mit dem Hauptschmelzleiter
nicht die gesamte Leistung, sondern nur ein Teil, und zwar meist der größere, und in den Nebenschmelzleitern der
Rest der Leistung abgeschaltet wird. Die Anordnung wird meist so getroffen, daß die
Schmelzleiter in bestimmter Zeit nacheinander abschmelzen.
Nach der Erfindung wird nun eine Schmelzsicherung mit Mehrfachleitern dadurch
verbessert, daß mit Hilfe besonderer Konstruktion der Leiter bzw. besonderer Einrichtungen eine gegenseitige elektromechanische
Beeinflussung der verschiedenen Leiter während des Abschaltvorganges erzielt wird. Die Beeinflussung des Hauptschmelzleiters
durch den Nebenschmelzleiter kann mechanisch erfolgen. Zu diesem Zwecke wird in den Nebenschmelzleiterkreis
eine Zugmagnetspule eingeschaltet, deren Kern mechanisch mit dem Hauptschmelzleiter
verbunden ist. Sobald der Strom eine unzulässige Stärke annimmt, wird, der Kern 'in die Spule hineingezogen
und übt hierbei eine den Hauptschmelzleiter zerreißende Kraft aus. Dieser wird durch
den hohen -Strom erwärmt, und das Metall wird weich werden, und ehe es noch durch
den StiOm selbst abgeschmolzen ist, wird der in die Spule hineingezogene Kern den
Leiter zerreißen. Um diesen Vorgang etwas zu verzögern, kann man auch eine Dämpfungseinrichtung, z. B. in Gestalt einer Gegenfeder,
anordnen, die das Zerreißen des Hauptschmelzleiters verzögert.
Elektromagnetisch kann diese Zerreißkraft dadurch ausgeübt werden, daß in den Nebenschmelzleiterstromkreis
eine Spule eingeschaltet ist, die so nahe und in solcher Stellung zu dem Hauptschmelzleiter angeordnet ist,
daß auf ihn durch die von der Spule erzeugten Kraftlinien eine elektromagnetische
Kraft ausgeübt wird, wodurch er ebenfalls frühzeitig zerrissen wird. Man kann ferner
im Nebenschmelzleiterkreis eine Blaseinrichtung zu dem Hauptschmelzleiter so anordnen,
daß diese den beim Durchschmelzen des Hauptschmelzleiters entstehenden Lichtbogen
löscht.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Abb. 1 bis 3 dargestellt.
In Abb. ι ist zwischen den Punkten 11 und
12 der Hauptschmelzleiter 13 gezogen, im Nebenschluß liegt die Schmelzsicherung 14
und mit ihr in Reihe ein. Elektromagnet, bestehend aus Spule 16 und Eisenkern 17, der
am Punkt 18 mit dem Hauptschmelzleiter 13
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Johannes Sessinghaiis und Ernst Frank in Berlin-Charlottenburg.
verbunden ist. 15 ist ein Begrenzungswiderstand. Die Einrichtung wirkt folgendermaßen:
Wird durch Anwachsen des Stromes der Hauptschmelzleiter 13 stark erwärmt,
so vergrößert sich dessen Widerstand, wodurch der Spannungsabfall zwischen den Punkten 11 und 12 vergrößert wird. Die
Folge hiervon ist ein Anwachsen der Strom·1 stärke in dem Nebenschluß, so daß der Kern
17 stärker in die Spule 16 hineingezogen
wird, wodurch eine auf den Hauptschmelzleiter zerreißende Zugkraft ausgeübt wird,
die dazu beiträgt, den Hauptschmelzleiter vorzeitig und damit schnell zu zerreißen und
die Leiterenden weit auseinanderzuziehen.
In Abb. 2 ist zwischen den Punkten 20 und 21 der Hauptschmelzleiter 22 gespannt,
auf den ein durchbohrter Magnetkern 23 aufgeschoben ist. Der Magnetkern 23 wird von
einer Feder 24 gestützt und von der Spule 25 umgeben, die im Stromkreis des Nebenschmelzleiters
26 mit dem Begrenzungswiderstand 27 in Reihe liegt. Die Einrichtung
wirkt wie nach Abb. 1. Um das Zerreißen
des Hauptleiters zu verzögern, ist die auf die Bewegung des Kernes 23 dämpfend
wirkende Feder 24 eingeschaltet.
In Abb. 3 ist zwischen den Punkten 31 und 32 der Hauptschmelzleiter 33 gezogen.
Zu ihm parallel liegt die Schmelzsicherung
34 mit dem Begrenzungswiderstand 35 in Reihe. Außerdem ist eine Spule 36 eingeschaltet,
die auf den Hauptschmelzleiter 33 eine elektromagnetische Zugwirkung ausübt.
Die Vorrichtung arbeitet so, daß beim Anwachsen des Stromes das von der Spule 36
erzeugte Feld auf den Hauptschmelzleiter 33 stark ablenkend und zerreißend einwirkt.
Auch für Wechselstrom ist diese Anordnung verwendbar.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Hochleistungsschmelzsicherung zum Absichern hoher Schaltleistungen bei Hoch- und Niederspannungsstromkreisen, die aus einem Hauptschmelzleiter und einem oder mehreren parallel geschalteten Nebenschmelzleitern besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Nebenschmelzleiter den Abschaltvorgang des Hauptschmelzleiters oder eines Nebenschmelzleiters elektromechanisch beeinflussen.. 2. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Nebenschmelzleiterkreis eine Spule angeordnet ist, deren Kern mit dem Hauptschmelzleiter mechanisch verbunden ist.3. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Nebenschmelzleiterkreis eine Spule angeordnet ist, deren Kraftlinien auf den Hauptschmelzleiter zerreißend wirken.4. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Nebenschmelzleiterkreis eine Blasvorrichtung eingeschaltet ist, die beim Schmelzen des Hauptleiters den entstehenden Lichtbogen löscht,5. Schmelzsicherung nach den Ansprüchen ι bis 4, gekennzeichnet durch eine das Zerreißen des Schmelzfadens verzögernde Dämpfungseinrichtung.Hierzu ι Blatt Zeichnungen. GEbRUCKT it» Der keichsdruckereI
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES88730D DE511531C (de) | 1928-12-02 | 1928-12-02 | Hochleistungsschmelzsicherung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES88730D DE511531C (de) | 1928-12-02 | 1928-12-02 | Hochleistungsschmelzsicherung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE511531C true DE511531C (de) | 1930-10-31 |
Family
ID=7514649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES88730D Expired DE511531C (de) | 1928-12-02 | 1928-12-02 | Hochleistungsschmelzsicherung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE511531C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1102892B (de) * | 1955-01-15 | 1961-03-23 | Calor Emag Elektrizitaets Ag | Sprengtrenner |
-
1928
- 1928-12-02 DE DES88730D patent/DE511531C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1102892B (de) * | 1955-01-15 | 1961-03-23 | Calor Emag Elektrizitaets Ag | Sprengtrenner |
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