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Maschine zum Abschneiden und Befestigen des Rahmenendes Es ist bei
Maschinen zum Beschneiden der Rahmenenden nach dem Einstechen notwendig, den Rahmen
an der Schneidstelle zu unterstützen, damit die Beschneidmesser die richtige Gestalt
der Rahmenenden hervorbringen.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Maschine dieser
Art, bei welcher die Rahmenstützglieder nach dem Anlassen der Maschine noch weiter
einwärts bewegt werden, um die Spannung des Schaftes im Gelenkteil zu vergrößern
und einen besseren Sitz herbeizuführen. Die Rahmenstützglieder haben eine eigentümliche
Form, welche die Rahmen flach hält und es bewirkt, daß nur die äußeren Ecken abgeschrägt
werden, während an der inneren, die Einstechnaht aufnehmenden Seite des Rahmens
keine Schwächung eintritt und eine Beschätdigung der Einstechnaht verhindert ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt.
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Abb. i ist eine Seitenansicht. Abb. -- ist ein Grundriß.
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Abb. 3 und 4 sind Schaubilder gewisser Teile der Maschine.
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Abb. 5 ist ein senkrechter Schnitt. Abb.6, i und 8 erläutern die Form
der Rahmenstützglieder.
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Die Maschine entspricht in ihrem Aufbau den bekannten Rahmenbeschneidmaschinen,
unterscheidet sich aber von diesen zunächst darin, daß zuerst durch die Körperkraft
des Arbeiters die Rahmenstützglieder nachgiebig gegen den Schuh geführt werden,
worauf die Maschine eingerückt wird und durch den Kraftantrieb eine weitere Bewegung
der Stützglieder gegeneinander hervorgebracht wird, um den Schaft des Schuhes im
Gelenk noch fester an den Leisten heranzuziehen.
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Die Bewegung der Rahmenstützglieder gegen das gegen einen einstellbaren
Anschlag 120, 56 gehaltene Werkstück erfolgt auf folgende Weise: Durch Niederdrücken
des im unteren Teil des Maschinengestelles angelenkten Trethebels 136 (Abb.
i) gegen die Wirkung einer Feder i8o wird eine Stange i4o abwärts bewegt, die an
einem auf derWelle 144 befestigten Arm 142 angreift. Auf der Welle 144 ist eine
Muffe 146 lose drehbar, an der ein Arm i48 sitzt. Eine um die Welle herumgewundene
Torsionsfeder i 52 verbindet den Arm i48 mit einer auf der Welle sitzenden Muffe
154 und hält das mit einer Anschlagschraube
versehene Ende des
Hebels 148 gegen einen seitlichen Vorsprung i 5o des Hebels r42. Wenn der Arm 142
gesenkt wird, folgt der Arm 148 unter der Wirkung der Feder 152 dieser Bewegung.
Auf der Muffe 146 ist ein Arm r58 befestigt, dessen oberes Ende beiderseits mit
Vertiefungen 16o versehen ist (Abb. 5), In diese Vertiefungen greifen Druckstangen
162, von denen in Abb.3 nur die linke dargestellt ist. Die äußeren Enden der Druckstangen
162 greifen in ähnliche Vertiefungen zweier Arme 12, 14, die im Maschinengestell
um senkrechte Zapfen drehbar gelagert sind wie bei der bekannten Maschine und vorn
die Rahmenstützglieder 132, 134 tragen. Die Druckstangen 162 stehen schräg, und
wenn der Arm 158 sich nach links (Abb.3) bewegt, so drücken die Stangen, nach Art
eines Kniehebels wirkend, die hinteren Enden der Arme 12, 14 auseinander und pressen
die Rahmenstützglieder gegen das Werkstück. Unter gewöhnlichen Umständen werden
die Arme 12, 14 durch eine nicht gezeichnete Feder auseinandergezogen und in einer
Ruhelage gehalten, die durch das Antreffen einer in einem Arm eingesetzten einstellbaren
Schraube 176 (Abb. 2) mit einem festen Anschlag 177 des anderen Armes bestimmt wird.
Die beiden Arme sind durch Zahnbögen zu gleichmäßiger Bewegung in entgegengesetzter
Richtung miteinander verbunden, die in Abb. 2 bei 128, 13o angedeutet sind. Die
Zähne sind hier nicht sichtbar, da die Zahnbögen von vorn gesehen sind. Durch die
beschriebene Bewegung des Trethebels werden die Rahmenstützglieder mit einer Kraft
gegen das Werkstück gedrückt, die von der Spannung der Feder 152 abhängt. Diese
Spannung kann durch die Verstellung der Muffe 154 verändert werden, welche durch
einen Steckstift 156, der in seitliche Löcher der Muffe einfällt, mit dem Arm 142
verbunden ist. Bei weiterer Abwärtsbewegung des Trethebels trifft das Ende des Armes
142 gegen einen Hebel 182, der in bekannter Weise eine Kupplung K (Abb. 4) einrückt,
welche ein Schraubenrad 26 mit seiner Welle 28 verbindet. Das Schraubenrad 26 wird
von einer auf der Hauptwelle 22 sitzenden Riemenscheibe 2o durch ein Schraubenrad
24 in ständiger Bewegung erhalten. Die Welle 28 trägt einen Kurbelzapfen, der durch
eine Pleuelstange 32 (Abb. i und 5) mit einem im Maschinengestell verschiebbar geführten
Kolben 36 verbunden ist. Der Kolben trägt einen Stiel 38, der vorn einen nach unten
ragenden Vorsprung 17o besitzt. In diesem Vorsprung ist eine . einen Knopf i 12
tragende Stange verschiebbar geführt, welche mit ihrem mit Gewinde versehenen Ende
durch eine Mutter 172 hindurchgeführt ist. Eine Druckfeder 174, die zwischen der
Mutter 172 und dem Vorsprung 17o angeordnet ist, sucht den Knopf 112 in der gezeichneten
Lage zu erhalten. Die Stellung des Knopfes kann durch seine Drehung geregelt werden.
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Wenn die Kupplung K eingerückt wird, so wird von der in Drehung geratenden
Welle 28 der Kolben 36 nach links (Abb. 5) geführt, und der Knopf I 12 trifft bei
dieser Bewegung gegen das gabelförmige, den Stiel des Knopfes umfassende Ende des
Armes i58 (Abb.3) und bewegt diesen Arm nach links. Dadurch wird mittels der Druckstangen
162 eine weitere Bewegung der Rahmenstützglieder gegeneinander hervorgebracht, die
den Schaft fest an das Gelenk anpreßt, und zwar mit einer Spannung, die von der
Feder 174 abhängt. Die Lage des Schuhes in der Maschine wird durch einen Höhenanschlag
i 2o und einen Fersenanschlag 56 (Abb.5) bestimmt. Der Schuh wird durch eine geeignete
Aufspannvorrichtung gestützt, beispielsweise durch gegen die Seite des Schuhes pressende
Kissen.
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Die Rahmenstützglieder 132, 134 sind unter den Rahmenbeschneidmessern
3.16 verstellbar an den vorderen Enden der schwingbaren Arme 12, 14 angebracht.
An den Armen sind Blöcke 420 (Abb. 2 und 6) angebracht, deren zylindrischer Stiel
42,4 in einer Bohrung des vorderen Endes.des Armes Aufnahme findet und durch eine
Klemmschraube 426 in eingestellter Lage gesichert werden kann. Ein gabelförmiger
Fortsatz 428 des Blockes 42o umfaßt eine in das Ende des Armes 12, 14 eingreifende
Stellschraube 430. Nach dem Lockern der Klemmschraube 426 kann der Block 42o durch
Drehung der Schraube 430 vorwärts oder rückwärts verstellt werden.
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Auf einer Leiste 432 des Blockes 420 liegt die untere Fläche eines
Halters 434 auf, dessen zylindrischer Stiel436 in eine Quer-Lohrung des Blockes
42o hineinragt und durch einen Bolzen 438 gesichert wird. Eine Fläche 381 des Halters
434 liegt in der Ebene der Schneidbewegung des Messers 346. Der Halter trägt ferner
ein Schild 442, der über den Fersensitz des Schuhes hinüberragt und dessen Beschädigung
beim Beschneiden verhindert.
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Die obere Fläche des Schildes 442 geht durch eine Fläche 443 in die
Fläche 381 über. Die Verstellbarkeit des Halters 434 um den Stiel 436 ist wichtig,
um die Lage der Fläche 443 und des Rahmenstützgliedes gegenüber dem nicht näher
zu erläuternden Nagelmundstück zu bestimmen. Auf diese Weise ist es möglich, den
Nagel in der Nähe der Ecke zwischen der Fläche 381 und dem Schild 442 hineinzutreiben.
Zweckmäßig kann an dieser Ecke ein Ausschnitt 444 (Abb. 6) ange-#vandt werden.
Eine
durch den Block42o hindurchgeführte, durch Gegenmutter 448 gesicherte Schraube 446
drückt gegen Halter 434, um den letzteren in der Ouerrichtung der Leiste 432 einzustellen.
Der Halter 434 besitzt eine Schwalbenschwanzführung45o, die in eineZunge45a des
Rahmenstützgliedes 132 bzw. 134 einstellbar eingreift. Das Rahmenstützglied wird
nach dem Einstellen durch eine Stellschraube 454 gesichert.
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Die obere Fläche des Rahmenstützgliedes muß gegenüber der Bewegung
der Messerschneide einen bestimmten Neigungswinkel besitzen, wodurch die Länge der
Zuschärfung des Rahmenendes bestimmt wird. Die Rahmenstützglieder sind auswechselbar,
und die verschiedenen gegeneinander austauschbaren Rahmenstützglieder besitzen verschieden
gestaltete Stützflächen. Die Zungen aller Glieder passen genau in die- Führung 45o
hinein. Die obere Fläche des Rahmenstützgliedes ist von der oberen äußeren Kante
a gegen die innere Kante b quer einwärts und abwärts geneigt, und zwar sind drei
verschiedene Neigungsflächen 452, 453 und 456 vorgesehen. Die Flächen 453 und 456
endigen an den in der Nachbarschaft der Fläche 443 befindlichen Enden in einer plötzlich
ansteigenden Rippe oder Krümmung 45i (Abb. 6 und 8), deren obere Kante bündig mit
der Fläche 443 liegt. Diese Rippe wirkt scherenartig mit dem Messer zusammen (Abb.
j). .
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Die Länge der Zuschärfung des Rahmenendes wird durch die Winkellage
der oberen Flächen 452, 453, 456 des Rahmenstützgliedes gegenüber der Bewegungsbahn
des Messers bestimmt.
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Die Maschine ist so eingerichtet, daß die Messer einen ungefähr dreieckigen
Spalt von dem Rahmenende abtrennen, derart, @daß am meisten Leder von der äußeren
Ecke des Rahmenendes abgenommen wird. Die Innenkante des Rahmens, an welcher die
Einstechnaht angebracht ist, bleibt ungeschwächt, so daß die Einstechnaht ihre volle
Festigkeit behält. Die abgeschärfte Rahmenendkante steht rechtwinklig zur Längsrichtung
und die Schnittfläche schräg zur äußeren Rahmenseitenkante und zur Rahmenfläche.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 8 sind an der Fläche 452 des Rahmenstützgliedes
schräge Rippen 458 ausgebildet. Diese Rippen suchen den Rahmen seitlich zu strecken,
so daß das Messer das Rahmenende rechtwinklig abschneiden kann.