DE508283C - Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Geraderichten junger Leittriebe - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Geraderichten junger LeittriebeInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G17/00—Cultivation of hops, vines, fruit trees, or like trees
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- A01G3/00—Cutting implements specially adapted for horticultural purposes; Delimbing standing trees
- A01G2003/005—Removing buds
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Description
Bei den meisten Baumarten ist aus Gründen der Formgebung und Verstärkung erforderlich,
den Stammtrieb bis auf eine bestimmte Höhe zurückzuschneiden und ihn durch einen Trieb zu verlängern, der von
dem obersten Auge des Stammtriebes ausgeht. Dies geschah bisher in der Weise, daß der
Stammtrieb bis zu einer bestimmten Höhe oberhalb des für die Verlängerung bestimmten
Auges abgeschnitten und der sich bildende Trieb in einem bestimmten Wachsstadium
an den stehengebliebenen, von Augen befreiten Zapfen des Stammtriebes herangebogen
und an demselben mit Bast angeheftet wird. Die Erfahrung zeigt, daß für diese Maßnahme ein ganz bestimmtes Wachsstadium
abgepaßt werden muß, weil bei zu starkem Trieb das Heften schwierig wird und unter Umständen ein mehrfaches Anheften
an den Zapfen erfordert. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, daß der Bastfaden in
den Trieb einschneidet und seine gleichmäßige Entwicklung beeinträchtigt. Eine besondere
Übung ist schließlich erforderlich, um den Zapfen des Stammtriebes nach Auswachsen
des Leittriebes zu entfernen, ohne den Leittrieb zu verletzen.
Alle diese Schwierigkeiten werden nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß der Stammtrieb
unmittelbar oberhalb des für die Verlängerung bestimmten Triebauges abgeschnitten
und das Triebauge bzw. der Leittrieb an den Stammtrieb angeschient wird. Für das
Anlegen der Schiene braucht ein bestimmtes Wachsstadium des Triebes nicht abgewartet
zu werden.
Zu diesem Zweck wird eine Schiene aus leicht biegsamem Material mit zwei seitlichen
Bändern, von denen das eine den Stamm und das andere zugleich das treibende Auge
bzw. den jungen Trieb nachgiebig umschließt, vorgesehen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt; in der
Zeichnung zeigt
Abb. ι die Entwicklung eines Verlängerungstriebes
nach dem bisherigen Verfahren,
Abb. 2 die Schiene im Auf- und Grundriß,
Abb. 3 das obere Ende eines bis zum Triebauge zurückgeschnittenen Stammtriebes,
Abb. 4 die Entwicklung eines Verlängerungstriebes nach dem Verfahren der Erfindung.
Nach dem bisherigen Verfahren zum Geraderichten ■ junger Leittriebe wird, wie
Abb. la zeigt, der Stammtrieb 1 bis zu einer
bestimmten Höhe oberhalb des Auges 2, aus welchem sich der Verlängerungstrieb entwikkelt,
abgeschnitten, so daß ein Zapfen 3 stehenbleibt. Nach Abb. ib ist der Verlängerungstrieb
2 etwas weiterentwickelt und bei Abb. ic schon so weit, daß er an den Zapfen
3 herangebogen und mittels eines Bastbandes 4 an denselben angeheftet werden kann. Nach Abb. id ist der Verlängerungs-
trieb 2 in der Richtung des Stammtriebes 1 ausgewachsen und braucht durch den Zapfen
3 nicht mehr gestützt zu werden. Der Zapfen 3 kann deshalb nach der stark erngezeichneten
Schnittlinie 5 abgeschnitten werden. Der fertige Stamm ist in Abb. re dargestellt.
Nach der Erfindung wird der Verlängerungstrieb mit Hilfe einer Schiene (Abb. 2)
in die Richtung des Stammtriebes eingerichtet. Die dargestellte Schiene besteht aus dem
eigentlichen Schienenfuß 6 und zwei seitlichen Bändern 7 und 8. Der Schienenfuß selbst
kann durch eine Rippe 9 verstärkt werden. Das Geraderichten des Verlängerungstriebes
ist in Abb. 4 veranschaulicht. Nachdem der Stammtrieb, wie Abb. 3 zeigt, bis an das
Triebauge 2 zurückgeschnitten ist, wird die Schiene 6 um das obere Ende des Stammes
ι herumgelegt. Die Befestigung der Schiene an dem Stamm erfolgt mit Hilfe des
Bandes 8, während das Einrichten des Auges 2 mit Hilfe des Bandes 7 erreicht wird.
Abb. 4b und c veranschaulichen die Entwicklung des Verlängerungstriebes mit fortschreitendem
Wachstum. Es ist ohne weiteres verständlich, daß schon nach kurzem Wachstum
der Verlängerungstrieb zuverlässig eingerichtet ist, so daß die Schiene entfernt
werden kann.
Die Abb. 4d und e zeigen zwei weitere Stadien des Wachstums.
Damit das Wachstum des Auges 2 und auch des oberen Endes des Stammtriebes durch
die Schiene nicht behindert wird, empfiehlt es sich, dieselbe aus leicht biegsamem und
möglichst unelastischem Material herzustellen, insbesondere aus leicht biegsamem Metall,
wie beispielsweise Blei.
Claims (3)
1. Verfahren zum Lenken und Geraderichten junger Leittriebe, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stammtrieb unmittelbar oberhalb des für die Verlängerung bestimmten Triebauges abgeschnitten und
das Triebauge bzw. der Leittrieb durch Schienen an den Stammtrieb gerichtet
wird.
2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine Schiene (6) aus leicht biegsamem Material mit zwei seitlichen Bändern
(7, 8), von denen das eine (8) den Stamm (1) und das andere (7) zugleich
das treibende Auge (2) bzw. den jungen Verlängerungstrieb umschließt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene
(6) durch Rippen (9) verstärkt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED58370D DE508283C (de) | 1929-05-15 | 1929-05-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Geraderichten junger Leittriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED58370D DE508283C (de) | 1929-05-15 | 1929-05-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Geraderichten junger Leittriebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE508283C true DE508283C (de) | 1930-09-26 |
Family
ID=7057404
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED58370D Expired DE508283C (de) | 1929-05-15 | 1929-05-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Geraderichten junger Leittriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE508283C (de) |
-
1929
- 1929-05-15 DE DED58370D patent/DE508283C/de not_active Expired
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