DE76085C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schnürstiften mit nicht streckbarer Einlage - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schnürstiften mit nicht streckbarer Einlage

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Publication number
DE76085C
DE76085C DENDAT76085D DE76085DA DE76085C DE 76085 C DE76085 C DE 76085C DE NDAT76085 D DENDAT76085 D DE NDAT76085D DE 76085D A DE76085D A DE 76085DA DE 76085 C DE76085 C DE 76085C
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DE
Germany
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belt
wire
lacing
lace
shaft
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76085D
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English (en)
Original Assignee
J. L. FAIRE, J. E. FAIRE und S. FAIRE, in Firma FAIRE BROTHERS & Co., in Leicester, England
Publication of DE76085C publication Critical patent/DE76085C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F45/00Wire-working in the manufacture of other particular articles
    • B21F45/14Wire-working in the manufacture of other particular articles of end-pieces for laces or ropes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

£ivm®k.
.1 (England).
Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schnürstiften mit nicht streckbarer Einlage.
,Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Juli 1893 ab.
Die Neuerung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schnürstiften für Schnürriemen und eine Maschine, welche vortheilhaft zur Herstellung dieses Schnürstiftes verwendet werden kann.
Die Herstellung des neuen Schnürstiftes er- . folgt wesentlich in der Weise, dafs ein Stück Draht nahe dem Ende des Schnürriemens rechtwinklig durch den Riemen hindurchgesteckt, hierauf das eine Ende des Drahtes umgebogen und parallel zu .dem ausgestreckten Schnürriemenende gelegt und schliefslich das andere Ende des Drahtes um das Riemenende und das erstere Drahtende herumgewickelt wird. Um ein Loswickeln des Schnürstiftes zu verhüten, werden die beiden Drahtenden vortheilhaft zusammengedreht.
Durch diese eigenartige Anordnung des einen gerade auf das SchnUrriemenende gelegten Drahtendes, welches von dem anderen Drahtende umwickelt wird und somit eine steife und nicht streckbare Einlage für den Schnürstift bildet, wird ein wesentlich haltbarerer Schnürstift erzielt, als dies nach dem bisherigen Verfahren, bei welchem beide Drahtenden spiralförmig aufgewickelt wurden, möglich war. Die Spirale kann infolge der festen Einlage nicht mehr ausgezogen werden, und der Schnürstift selbst wird steifer und gegen Verbiegen widerstandsfähiger.
Fig. 1 zeigt die Maschine in schaubildlicher Ansicht, Fig. 2 ist eine Draufsicht, theilweise Schnitt, Fig. 3 zeigt die Maschine in der Seitenansicht nach Entfernung des Mantels, Fig. 4 und 5 sind Endansichten der Maschine, Fig. 6 ist ein Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 2, Fig. 7 ist eine schaubildliche Endansicht der Maschine, Fig. 8 und 9 zeigen im Querschnitt und Draufsicht den Block, in dessen Nuth das Ende des Schnürriemens ruht, Fig. 10 bis 13 veranschaulichen die Art der Herstellung des neuen Schnürstiftes, Fig. 14 zeigt in vergröfsertem Mafsstabe einen fertigen SchnUrstift, Fig. 15 einen solchen Schnürstift, bei welchem die beiden Drahtenden zusammengedreht sind. Der Schnürriemen, welcher mit einem Schnürstift versehen werden soll, wird in einen Schlitz A1 eines vortheilhaft cylindrisch gestalteten Riementrägers A gelegt, welcher in Lagern B1. eines Mantels Bb ruht. Dieser Mantel besteht aus zwei Theilen, von welchen der Theil B mit der Bettplatte B3 aus einem Stück hergestellt ist, während der Theil b entfernt werden kann. Der Träger A ist an jedem Ende mit einem Mechanismus zum Ergreifen und Festhalten des Schnürriemens während: der Befestigung des Schnürstiftes versehen. Dieser Mechanismus besteht an dem einen Ende aus zwei federnden Platten D, an dem anderen Ende aus einem festen, mit dem Theile A3 der Tragvorrichtung aus einem Stück geformten Backen A2 und einem beweglichen Backen E. Der letztere ist bei A* zwischen Ansätzen A5 und ^4e der Tragvorrichtung A drehbar angeordnet (Fig. 3 und 7). Der untere Ansatz A* erstreckt sich theilweise quer über
das Ende des Trägers A und unterhalb des Endes des in demTräger befindlichen Schlitzes A\ so dafs der Endtheil des Schnürriemens während der Befestigung des Schnürstiftes auf diesem Ansatz Aa ruhen kann. Um den Greifmechanismus behufs Einführung des Schnürriemens öffnen zu können, wird der Backen E mit einer zwischen Gelenkplatten F drehbaren Verlängerung C1 versehen. Diese Platten F sind auf einer horizontalen Verlängerung G1 einer Gleitmuffe G drehbar angeordnet, welche mit einer umlaufenden Nuth versehen und mit dem Träger A durch einen Bolzen H verbunden ist, der in einen Schlitz A1 auf der Unterseite des Trägers A greift. Der Bolzen H tritt auch durch eine Gleitplatte J hindurch, welche innerhalb des Trägers A angeordnet ist, und deren vorderes Ende sich gegen die Innenflächen der federnden Platten D legt.
Wird die Muffe G den Träger A entlang bewegt, so bewirken die Platten F, dafs der bewegliche Backen E sich um A* dreht und sich von dem festen Backen A1 entfernt, und gleichzeitig werden die Platten D durch das Ende der Platte J aus einander getrieben. Um der Muffe M diese seitliche Bewegung ertheilen zu können, ist in der Nuth G2 derselben eine auf dem Ende eines jeden von zwei Hebeln KK2 sitzende Nase K1 angeordnet. Diese Hebel sind auf den entgegengesetzten Enden einer oscillirenden Welle K3 befestigt, die zu beiden Seiten in dem Mantel B b gelagert ist (Fig. 6). Mit dem unteren Arme des Hebels K2 ist eine Stange K* verbunden (Fig. 3 und 6), die mit ihrem unteren Ende an dem unter der Maschine befindlichen Tritt K5 befestigt ist. Wird, dieser Tritt durch den Arbeiter niedergedrückt, so senkt sich die Stange K*, wodurch bewirkt wird, dafs der Hebel K2 die Muffe G auf dem Träger A bewegt und somit die Greifer zu beiden Seiten geöffnet werden. Sobald der Schnürriemen eingelegt worden ist, läfst der Arbeiter den Tritt K5 los, worauf sich die Greifer sofort über den Riemenenden schliefsen und nunmehr den Schnürriemen festhalten. Dieses Schliefsen der Greifer geschieht durch eine die Muffe G zurückschiebende Spiralfeder.
Während der Schnürriemen V so durch die Greifer in seiner Stellung gehalten wird, treibt der Arbeiter nahe dem Ende des Schnürriemens ein Stück gewöhnlichen Drahtes W rechtwinklig durch denselben (Fig. 10). Das durchgesteckte Drahtende wird dann parallel zum Schnürriemen so umgebogen, dafs es um ein Stück über das Ende des Riemens hervorragt (Fig. 11). Hierauf wird der Träger A und somit der in demselben befestigte Schnürriemen in Umdrehung versetzt, bei welcher der Draht um den Schnürriemen und das umgebogene Drahtende herumgewickelt wird (Fig. 12). Am Ende des umgebogenen Drahtendes angelangt, wird der umgewickelte Draht mittelst einer Drahtzange M abgeschnitten, und der Schnürstift ist fertig (Fig. 13 und 14). Wird derselbe unmittelbar vor dem Abschneiden des Drahtes und während der Träger A mit dem Schnürriemen noch einige Umdrehungen macht, zwischen den Backen der Zange M festgehalten, so werden die beiden Enden des Drahtes mit einander verschlungen (Fig. 15), wodurch ein Lösen derselben wirksam verhindert wird.
Sobald der Schnürstift fertig gestellt ist, werden die Greifer wieder geöffnet, der Schnürriemen aus dem Träger A herausgenommen und dann in umgekehrter Lage wieder eingesetzt, worauf das andere Riemenende mit einem Schnürstift versehen wird.
Wird der Tritt Q3 durch den Arbeiter niedergedrückt, so hebt der Hebel Q die Stange P empor, und die auf demselben sitzende Scheibe O prefst das Triebseil N gegen die untere Seite der Scheibe L, die nunmehr infolge der entstehenden Reibung in Umdrehung versetzt wird. Läfst der Arbeiter den Tritt Q5 wieder los, so bringt ein Gegengewicht R, welches durch einen Riemen oder eine Stange R1 mit dem Ende des Hebels Q verbunden ist, den Hebel Q. und den Tritt Q3 in ihre ursprüngliche Stellung zurück, und infolge der Reibung, welche das Triebseil auf die Scheibe O ausübt, wird letztere gesenkt, und die Scheibe L kommt somit wieder zur Ruhe.
Es ist wünschenswert!], dafs der Träger A beim Anhalten der Maschine jedesmal so liegt, dafs der Schlitz A1 sich oben befindet, und zwar unmittelbar unter dem Schlitz B1 in dem Mantel Bb, so dafs der Schnürriemen sofort in geeigneter Lage in den Schlitz eingelegt werden kann, ohne dafs der Arbeiter genöthigt ist, den Träger mit Bezug auf den Schlitz im Mantel fest einzustellen. Um den Träger in der gewünschten Stellung festhalten zu können, ist der Flantsch As desselben theilweise weggeschnitten, so dafs ein abgeflachter Theil Ax entsteht (Fig. 3 und 7), gegen welchen im geeigneten Augenblick eine Platte S, die auf dem oberen Ende einer Stange S1 angeordnet ist, geprefst wird, wodurch die Bewegung des Trägers unterbrochen wird. Die Stange S1 ist in einem röhrenförmigen Ansatz B'2 der Bettplatte B3 geführt, und ihr unteres Ende ruht auf einem auf der Welle Q1 sitzenden Arm S'2 auf. In demselben Augenblick nun, in welchem der Arbeiter den Tritt Q3 losläfst, macht die Welle Q eine theilweise Umdrehung, die Platte 5 wird hierdurch aufwärts geprefst und der Träger in der gewünschten Lage festgehalten. Nachdem der Schnürstift fertig gestellt ist, führt der Arbeiter den Draht nahe dem Ende des Stiftes zwischen die Backen Af1 einer Kneifzange M ein und schneidet denselben ab. Das untere'Glied der Kneifzange ruhtauf
Vorsprüngen T1 T* einer Winkelplatte T3 T auf, welche mittelst eines 'Bolzens T4 auf der Bettplatte B3 befestigt ist, und wird durch einen Haken JW2, der von der entgegengesetzten Seite der Platte T3 aus durch eine Mutter M3 angezogen wird, in ihrer Lage gehalten (Fig. ι, 2, 3 und 7).

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Schnürstiften für Schnürriemen mit einer steifen, nicht streckbaren Einlage, darin bestehend, dafs das eine Ende eines nahe dem Riemenende durch den Riemen gesteckten Drahtstückes langsseits auf den Riemen herabgezogen wird, während das andere Ende um das SchnUrriemenende und damit um das umgebogene Drähtende herumgewickelt wird.
2. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1., gekennzeichnet durch die Anordnung einer Welle (A), welche zur Aufnahme des in Drehung zu versetzenden Schnürriemens mit durchgehendem Längsschnitt und an den Enden mit Greifern zum Festhalten des Riemens versehen ist. von welchen der eine Greifer aus einem festen und einem beweglichen Backen (A2 E), der andere Greifer aus zwei federnden Zungen (D) besteht, welche gleichzeitig dadurch geöffnet werden, dafs mittelst Trittvorrichtung eine Muffe (G) auf der Welle (A) verschoben wird, um hierbei einerseits mittelst Gelenkstücke (F) und Armes (E1) den beweglichen Backen von dem festen Backen zu entfernen, andererseits mittelst einer an die Innenfläche der Zungen anliegenden Gleitschiene (J) die Zungen aus einander zu treiben, während nach Einlegen des Schnürriemens die Greifer dadurch geschlossen werden, dafs infolge Freigebens der Trittvorrichtung die Muffe unter Einwirkung einer Spiralfeder zurückgezogen wird, worauf bei sich drehender Welle (A) das Umwinden des Drahtes um den Schnürriemen und dann das Abschneiden des Drahtes mittelst einstellbarer Abschneidevorrichtung erfolgt.
Hierzu i. Blatt Zeichnungen.
DENDAT76085D Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schnürstiften mit nicht streckbarer Einlage Expired - Lifetime DE76085C (de)

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DE (1) DE76085C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2866585A (en) * 1957-01-31 1958-12-30 Lester W Alexander Kraft board folding egg case

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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