DE50459C - Anzeige-Vorrichtung für Kassen - Google Patents

Anzeige-Vorrichtung für Kassen

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DE50459C
DE50459C DENDAT50459D DE50459DC DE50459C DE 50459 C DE50459 C DE 50459C DE NDAT50459 D DENDAT50459 D DE NDAT50459D DE 50459D C DE50459D C DE 50459DC DE 50459 C DE50459 C DE 50459C
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M. R. LONGACRE in Philadelphia, Nr. 1 North Thirteenth Street, Pennsylv., V. St. A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Anzeige-Vorrichtung für Kassen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anzeigen und Registriren von Zahlen und ist besonders bei Kassen anzuwenden, wo der zu bezahlende Betrag sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer sichtbar sein soll, und wo die einzelnen Beträge addirt und registrirt werden.
Vor den bisher bekannten derartigen Apparaten hat der vorliegende den Vorzug, dafs die Anzahl der beweglichen Theile vermindert ist, und dafs infolge günstiger Anordnung der einzelnen Theile die Vorrichtung einen kleineren Platz beansprucht als die bekannten Einrichtungen.
Die Maschine besteht in der Hauptsache aus einer Anzahl von Tastenreihen, welche mit den Zahlen 1 bis 9 versehen sind und den verschiedenen Zahlenreihen entsprechen. Diese Tasten wirken auf eine Anzahl von beweglichen Schienen, die durch Federn angetrieben werden und die gewünschte Zahl erscheinen lassen.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine derartige Vorrichtung in verschiedenen Ausführungen dargestellt.
Fig. ι zeigt einen verticalen Längsschnitt durch die Maschine nach der Linie 1-2, Fig. 4.
Fig. 2 zeigt den festen und den verschiebbaren Rahmen der Vorrichtung in Verbindung mit einer Geldkasse.
Fig. 3 zeigt einen verticalen Querschnitt nach der Linie 5-6, Fig. 1.
Fig. 4 zeigt die Maschine in oberer Ansicht.
Fig. 5 zeigt schaubildlich in gröfserem Mafsstabe einen Theil einer beweglichen Zahlenschiene mit. einigen der zugehörigen Tasten.
Fig. 6 zeigt schaubildlich in gröfserem Mafsstabe das hintere Ende eines Riegels und einer beweglichen Zahlenschiene.
Fig. 7 zeigt eine Abänderung der Vorrichtung.
Fig. 8 zeigt eine vereinfachte Form der in Fig. 7 dargestellten Vorrichtung.
Fig. 9 zeigt eine andere Abänderung.·
Fig. 10 bis 12 zeigen die Addir- und Registrirvorrichtung in verschiedenen Ansichten und Stellungen.
Um den zu bezahlenden Preis dem Käufer sowohl wie dem Verkäufer sichtbar zu machen, sind in einem geeigneten Gehäuse verschiebbare Schienen angeordnet, welche auf ihrer Oberfläche mit den Ziffern ο bis 9 versehen sind. Diese Schienen werden dann durch eine geeignete Tastenvorrichtung so bewegt, dafs die gewünschten Zahlen unter einer Oeffnung des Gehäuses zum Vorschein kommen. Zweckmäfsigerweise verwendet man vier derartige Schienen, von denen zwei für die Pfennige, die beiden anderen für die Mark bestimmt sind. Anstatt die Zahlen auf den beweglichen Schienen selbst anzuordnen, kann man sie auch auf Rädern bezw. Scheiben anbringen, welche durch die Schienen in der erforderlichen Weise angetrieben werden. Auch kann man die eine für den Käufer bestimmte Zahlenreihe auf einem Rade, die andere für den Verkäufer bestimmte Reihe auf der Schiene anbringen, oder umgekehrt.
Auf dem festen Rahmen A der Maschine sind mehrere Abtheilungen. A1 angeordnet, welche den Einern, Zehnern, Hundertern u. s. w. entsprechen. In jeder Abtheilung' ist eine ver-
schiebbare · Schiene B angeordnet, aufserdem sind dieselben mil· je neun Tasten K versehen, welche die Bewegung der verschiebbaren Schienen veranlassen und reguliren. Die einzelnen Abtheilungen mit den verschiebbaren Schienen B und den Tasten K sind von einander unabhängig und können mit einander vertauscht werden.
Die verschiebbaren Schienen B sind flach angeordnet, und sind auf einem Theile ihrer Länge mit einer Verzahnung b versehen, in welche ein Zahnrad D1 eingreift, welches in einem Arm des festen Rahmens A gelagert ist. Das Zahnrad D1 greift in ein anderes Zahnrad d, welches an dem Ziffernrad D befestigt ist, das sich' frei auf der Welle E dreht. Auf das Zahnrad D1, Fig. i, wirkt eine Spiralfeder F, welche mit ihrem einen Ende an dem festen Zapfen, mit dem anderen Ende auf der inneren Seite des Zahnrades D1 befestigt ist, in der Weise ein,, dafs sie bestrebt ist, das Rad D1 in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles i, Fig. i, zu drehen. Hierdurch wird die verschiebbare Schiene B in der Richtung des eingezeichneten ' Pfeiles 2, Fig. 1, verschoben, wenn sie durch eine der Tasten freigegeben wird. Die Feder kann auch auf irgend eine andere Weise auf die Schiene einwirken, man kann sie z. B. anstatt an dem Rade D1 an dem Rade D anbringen.
Zu jeder verschiebbaren Schiene gehören neun mit den Ziffern 1 bis 9 versehene Tasten, welche in dem Gehäuse vertical verschiebbar sind. Um die einzelnen Tasten möglichst eng an einander setzen zu können, und so bei der Verschiebung der Schienen an Weg zu sparen, sind die Tastenköpfe abwechselnd rechts und links an den Tasten K angebracht, so dafs die Köpfe in zwei Reihen angeordnet sind, während die Tasten selbst in einer Linie hinter einander stehen, wie dies aus den Fig. 3, 4 und 5 leicht zu ersehen ist.
Damit man die Tastenreihen der einzelnen Kolumnen nicht mit einander verwechselt, bezeichnet man die eine Tastenreihe mit schwarzen Ziffern auf weifsem Grunde, die andere Tastenreihe durch weifse Ziffern auf schwarzem Grunde, wie dies aus Fig. 4 zu ersehen ist. Man kann dieselben natürlich auch auf andere Weise von einander unterscheidbar machen.
Um die Handhabung der Tasten zu erleichtern, kann man dieselben stufenweise arrangiren, wie dies aus Fig. 1 und 2 zu ersehen ist. Nach den in diesen Figuren dargestellten Anordnungen befinden sich die Tasten 1 und 2 auf der obersten Stufe, die Tasten 3, 4 und 5 auf der zweiten, und die Tasten 6, 7, 8 und 9 auf der dritten Stufe. Die Stufeneintheilung der Tasten kann .natürlich auch eine andere sein; es können z. B. auf jeder Stufe drei Tasten angeordnet sein. Die Gehäuseplatte α wird dementsprechend zweckmäfsigerweise auch stufenförmig angeordnet.
Die Druckstangen der Tasten sind von rechteckiger Form und sind an der Seite mit Stiften k1, Fig. 1, versehen, welche in schräge Einschnitte j des Riegels I greifen. Wie aus den Fig. 3 und 6 ersichtlich, wird dieser Riegel zweckmäfsigerweise so geformt, dafs er die Druckstangen der .Tasten von beiden Seiten umfafst. In diesem Falle werden auch die schrägen Einschnitte j abwechselnd rechts und links angeordnet, so dafs z. B. der Einschnitt für den Stift k1 der ersten Taste sich auf der rechten Seite des Riegels, der Einschnitt für den Stift k1 der zweiten Taste dagegen auf der linken Seite desselben befindet, wie dies aus Fig. 6 deutlich zu ersehen ist.
In jeder Druckstange ist ein Einschnitt η angeordnet, in welchen eine Sperrfeder k eingreift, welche an der Deckplatte oder irgend einem anderen Theil des Gehäuses angebracht ist und die Taste in ihrer normalen Stellung erhält. Wird eine Taste niedergedrückt, so federt die Sperrfeder k zurück und läfst die Taste nach unten gehen, wie dies bei der fünften Taste in den Fig. 1, 5 und 7 zu sehen ist. Wenn die Tasten in ihrer normalen Stellung von den Sperrfedern k gehalten werden, befinden sich ihre Stifte /c1 in den Schlitzen j so weit nach oben, dafs sie den Abschrägungen p gegenüberstehen, welche eine entgegengesetzte Neigung haben wie die Schlitze j, und an jedem Schlitz j angeordnet sind.
Wird nun eine der Tasten nach unten gedrückt, so wird der an derselben angebrachte Stift kl in den entsprechenden Schlitz j eintreten und dadurch den Riegel / in Richtung des eingezeichneten Pfeiles, Fig. 1, nach links schieben. Durch diese Bewegung des Riegels kommen die schiefen Ebenen p mit den Stiften k1 der anderen Tasten in Berührung und heben auf diese Weise die Tasten in die Höhe, bis sich die Stifte k1 auf dem horizontalen Theile des Riegels befinden, wie dies aus Fig. ι zu ersehen ist. Wird dann der Riegel /, wie weiter unten beschrieben, in seine Anfangsstellung zurückgeschoben, so wird die nach unten gedrückte Taste gehoben, indem der schräge Schlitz / auf den betreffenden Stift k1 drückt, bis die Sperrfeder k wieder in den Einschnitt η eingreift. Die anderen Tasten, welche von den Abschrägungen' j1 etwas gehoben waren, gleiten in derselben Zeit wieder herunter, bis auch sie von ihren Sperrfedern k in der normalen Stellung gehalten werden.
Dies Heben der übrigen Tasten beim Herabdrücken einer Taste ist erforderlich, weil die Druckstangen sämmtlicher Tasten als Sperrung für die Schiene B dienen, und also erst ge-
hoben werden müssen, wenn sich die Schiene bewegen soll.
In der Schiene B, Fig. 5, ist ein langer Schlitz angeordnet, mit dem zu beiden Seiten Einschnitte bx in Verbindung stehen, in welche Ansätze i eintreten, welche an den Druckstangen der Tasten in derselben Weise, wie die Stifte k\ unterhalb dieser angebracht sind.
Diese Ansätze i befinden sich bei normaler Stellung der Tasten gerade in dem Einschnitt b1 der Schiene B, und verhindern auf diese Weise, dafs sich die Schiene unter dem Einflufs der an dem Zahnrad JD1 angebrachten Feder F in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles verschiebt. Wird nun eine der Tasten, z.B. wie in Fig. 1 dargestellt, die fünfte, niedergedrückt, so wird dadurch, wie schon oben erwähnt, der Riegel I nach links geschoben, was wieder zur Folge hat, dafs die Druckstangen der übrigen Tasten sich heben, ihre Ansätze i aus den Einschnitten b1 der Schiene -B heraustreten und somit diese freigeben. Diese Aufwärtsbewegung der übrigen Tasten mufs dabei so abgemessen sein, dafs ihre Ansätze i schon aus den entsprechenden Einschnitten b1 herausgetreten sind, wenn sich der Ansatz i der nach unten gedrückten Taste noch in seinem entsprechenden Einschnitt b1 befindet. Die Schiene B wird also jetzt nur noch von diesem einen Ansatz i in ihrer Anfangsstellung gehalten. Wird dann die Taste 5 noch weiter nach unten gedrückt, so tritt ihr Ansatz i nach unten aus dem Einschnitt b1 heraus. Hierdurch ist die Schiene B freigegeben und kann sich unter der Wirkung der Feder F in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles 2, Fig. 1, nach links bewegen, bis das Ende des. Schlitzes gegen die Druckstange der herabgedrUckten Taste stöfst und dadurch in ihren weiteren Bewegungen gehemmt wird. Die Schiene B befindet sich also in der von der Taste 5 bestimmten Stellung und läfst dementsprechend von der auf ihr angebrachten Zahlenreihe die Zahl 5 durch eine Oeffnung des Gehäuses nach aufsen sichtbar werden.
Vorzugsweise sind in dem Gehäuse zwei Reihen Oeffnungen angebracht, durch welche die Zahlen sichtbar werden, und zwar ist dann die eine a1,. Fig. 4, für den Verkäufer, die andere α2 für den Käufer bestimmt. Beide Zahlenreihen können auf der Schiene B angeordnet sein, natürlich in entgegengesetzter Richtung. Der Verkäufer mufs in diesem Falle seine Zahlen umgekehrt, d. h. von rechts nach links lesen.
Anstatt die für den Käufer bestimmte Zahlenreihe auf der verschiebbaren 'Schiene B anzuordnen, ist es vorzuziehen, dieselbe auf dem Umfange eines Zahlenrades D anzubringen. Die den niedergedrückten Tasten entsprechenden Zahlen werden dem Käufer dann auf dieselbe Weise durch eine Oeffnung sichtbar gemacht. Für den Verkäufer hat diese Anordnung den Vortheil, dafs er seine Zahlen nicht umgekehrt zu lesen braucht. Die für den Verkäufer bestimmte Zahlenreihe auf . der Schiene -B kann auch ganz fortgelassen werden, so dafs nur das für den Käufer bestimmte Zahlenrad benutzt wird.
Um die beweglichen Theile der Maschine, die Schiene JB, die Riegel I und die Tasten wieder in ihre Anfangsstellung zurückzuführen, ist ein verschiebbarer Schlitten Q angeordnet, der, wie aus Fig. 2 zu ersehen, mit der Kassenschublade verbunden ist oder auch mit einem einfachen Handgriff q, Fig. 9, versehen sein kann. In beiden Fällen gleitet der Schlitten auf geeigneten Führungen des festen Rahmens A und ist mit einem Quersteg X, Fig. 2 und 9, versehen, welcher so viele Anschläge χ hat, als bewegliche Schienen B in der Maschine vorhanden sind. Auf jeder dieser Schienen B ist ein Vorsprung x1 vorgesehen, gegen welchen sich die Anschläge χ legen, wenn der Schlitten Q in Richtung des eingezeichneten Pfeiles, Fig. 9, nach rechts geschoben wird. Ist also, wie in Fig. 2 dargestellt, der Schlitten Q. mit der Kassenschublade Q1 verbunden, so werden beim jedesmaligen Zuschieben der Schublade die Schienen B in ihre Anfangsstellung zurückgeschoben. Kurz bevor die verschiebbaren Schienen B diese Anfangsstellung erreicht haben, treffen sie mit einem Vorsprung ü>2, Fig. 6, gegen einen Anschlag I des Riegels / und schieben denselben dadurch in seine Anfangsstellung. Durch diese Bewegung werden, wie schon oben erwähnt, die Druckstangen in ihre normale Stellung geführt, in welcher sie mittelst der in den Einschnitten b1 ruhenden Vorsprünge i die Schiene B feststellen.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Abänderung wirkt nur eine der Druckstangen der Tasten als Sperrriegel für die bewegliche Schiene, B, um dieselbe in ihrer Anfangsstellung, in welcher die Null sichtbar ist, festzustellen. Wenn nur eine Druckstange als Sperrriegel dienen soll, braucht auch nur diese eine mit einem Vorsprung i versehen zu sein, ebenso wie die Schiene B nur einen Einschnitt b1 hat. Alle anderen Druckstangen sind unten kurz abgeschnitten , Fig. 8, so dafs sie mit der beweglichen Schiene B nur in Berührung kommen, wenn sie niedergedrückt werden, wie dies nach Fig. 7 mit der Taste 5 der Fall ist.
Da nur eine der Druckstangen die Schiene B sperrt, so brauchen die übrigen nicht erst gehoben zu werden, wenn die Schiene sich verschieben soll. Es sind deshalb die Abschrägungen jl fortgelassen und ist nur für. die Druckstange, welche mit dem Vorsprung i aus-
gestattet ist, eine solche Abschrägung j1 vorhanden. In Fig. 7 ist dies die am meisten nach rechts gelegene Druckstange. Wird nun irgend eine der Tasten nach unten gedrückt, so schiebt der an der Druckstange befindliche Stift k1 den Riegel / in Richtung des eingezeichneten Pfeiles nach links. Die Abschrägung j1 legt sich dabei gegen den Stift A:1 der als Sperrriegel dienenden Druckstange und hebt diese dadurch. Der Ansatz der Druckstange tritt dann aus dem Einschnitt b1 der Schiene heraus, diese wird frei und bewegt sich unter dem Einflufs der Feder F so weit nach links, bis sie von der niedergedrückten Taste aufgehalten wird, in welcher Stellung dem Käufer die der niedergedrückten Taste entsprechende Ziffer sichtbar wird. Die übrigen Tasten bleiben unbeeinflufst in ihrer normalen Stellung. Ihre Stifte k1 kommen dabei über die horizontale Seite des Riegels /, so dafs die Tasten nicht niedergedrückt werden können, wie dies aus Fig. 7 zu ersehen ist.
Anstatt, wie angegeben, die bewegliche Schiene B mit einem Schlitz zu versehen, durch welchen die Druckstangen hindurchgehen, kann man dieselbe auch, wie Fig. 8 zeigt, etwas seitlich von den Druckstangen anordnen, wobei ein Anschlag s an der Schiene vorgesehen ist, welcher sich, wenn die Schiene freigegeben ist,' gegen die niedergedrückte Taste legt, und so die Stellung der Schiene fixirt. Wenn, wie erwähnt, nur eine Druckstange als Sperrriegel für die Schiene dient, braucht auch nur ein seitlicher Einschnitt b1 in dieselbe gemacht zu werden, wie dies Fig. 8 erkennen läfst.
Mittelst dieser eben beschriebenen Vorrichtung kann man dem Käufer die Kaufsumme irgend eines Gegenstandes sichtbar machen; es ist jedoch wünschenswerth, mit dieser Vorrichtung einen selbstthätigen Registrirapparat zu verbinden, welcher die einzelnen Beträge addirt, so dafs die vereinnahmte Summe genau controlirt werden kann. Eine derartige Vorrichtung ist in den Fig. 10, 11 und 12 dargestellt. Für die Einer, Zehner, Hunderter u. s. w. sind ebenso viele Zählräder U U1 u. s. w. angeordnet, und zwar auf derselben Welle mit den Zahlenrädern D, welche dem Käufer den Preis eines Gegenstandes anzeigen. Bei der in Fig. 10 dargestellten Anordnung sind die Zählräder und Zahlenräder abwechselnd auf der Welle E angebracht, doch können sie auch in irgend einer anderen Reihenfolge angeordnet werden, in welcher das Zahlenrad seine Bewegung auf das entsprechende Zählrad übertragen kann. Jedes Zählrad UU1 u. s. w. (die übrigen sind in Fig. 10 nicht dargestellt, weil eines wie das andere gestaltet ist und arbeitet) hat eine rohrförmige Nabe, welche durch die Nabe des entsprechenden Zahlenrades D reicht und an ihrem äufsersten Ende eine Scheibe w1 trägt, mit Ausnahme des für die Einer bestimmten Zählrades, welches keine Scheibe trägt. Jede Scheibe ist an der Seite mit vorspringenden Stiften u versehen, deren Zahl der Zahl der Ziffern entspricht, welche auf dem Umfange des Zählrades enthalten sind.
Um von dem einen Zählrad U auf das für die nächst höhere Zahlenreihe bestimmte Zählrad die Bewegung zu übertragen, wenn das Zshlrad der niederen Zahlenreihe eine volle Umdrehung gemacht hat, oder neun Ziffern angezeigt hat, ist die in den Fig. 11 und 12 dargestellte Einrichtung getroffen, welche aus einem auf der Längsschiene R festliegenden und einem auf dem mit dem Rahmen Q verbundenen beweglichen Schieber q1 angeordneten beweglichen Theil besteht. Der auf der Längsschiene R liegende Theil wird von dem Zählrad U angetrieben, wenn die Bewegung auf das Rad der höheren Zahlenreihe übertragen werden soll, und bringt den auf dem Schieber q1 befindlichen Theil in die richtige Stellung, um durch die Scheibe «' auf das Zählrad der nächst .höheren Zahlenreihe einzuwirken.
Jedes Zählrad U U1 u. s. w. ist mit einem vorspringenden Stift r, Fig. 10, versehen, der so angebracht ist, dafs er, wenn die Null des Zählrades sich ganz oben befindet, in seiner tiefsten Stellung ist und mit dem Arm m eines auf der Schiene R drehbar angeordneten Weichenstückes M in Berührung kommt, wie dies in Fig. 11 in punktirten Linien dargestellt ist.
Das Weichenstück M, welches um einen Zapfen drehbar ist, ist so geformt, dafs bei seiner geschlossenen Stellung die Schiene R fortlaufend und ohne Unterbrechung ist. Ist das Weichenstück dagegen geöffnet, so ist in der Schiene eine nach unten führende schräge Oeffnung gebildet, wie dies aus den Fig. 11 und 12 zu ersehen ist. Auf dem Rücken des Weichenstückes ist der Arm m angebracht, welcher bei geschlossener Weiche in der Bahn des Stiftes r des Zählrades U (LP- u. s. w.) liegt. Bei der Drehung des Rades U in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles, Fig. 11, wird also der Arm m von dem vorspringenden Stift r niedergedrückt und die Weiche . auf diese Weise geöffnet.
Das Weichenstück wird in seinen beiden äufsersten Stellungen, d. h. in geöffneter und in geschlossener, von einer Feder n2 gehalten, die mit ihrem keilförmig gestalteten Ende auf einen Zapfen n1 drückt, der an dem Arm m des Weichenstückes M, Fig. 11, angebracht ist.
Die beweglichen Theile der Vorrichtung sind auf der Bodenplatte q1 des mit der Schublade Q1 verbundenen Schiebers Q, Fig. 2, an-
geordnet. Diese beweglichen Theile M1, Fig. 12, bestehen aus je zwei beweglichen Stücken m1 und M2, welche beide auf demselben Support m5 beweglich angebracht sind, und von denen sich m1 nach hinten, M^ dagegen nach vorn erstreckt. Das Stück m1 ist so geformt, dafs es in seiner normalen Stellung auf dem hinteren Ende m* des Stückes Af2 aufliegt, und ist mit einem Stift m3 versehen, welcher seitwärts über das Stück M2 hinausreicht und auf der festen Schiene R schleift, wie dies aus Fig. 12 ersichtlich. Das Stück M2 wird in seiner in Fig. 12 dargestellten normalen Stellung von der Feder m2 gehalten, welche gegen die untere Seite seines hinteren Endes m* preist. Wenn sich alle Theile der Vorrichtung in ihrer normalen Stellung befinden, kann der Stift JM8 des Stückes m1 ohne Hindernifs über die Schiene R gleiten, so dafs der Schlitten Q bezw. die Schublade Q1 unbehindert ein- oder ausgeschoben werden kann.
Wenn der Stift r des Zählrades U (U1 u. s. w.) mit dem Arm m des Weichenstückes M in Berührung kommt und die Weiche öffnet, v^ie in Fig. 11 dargestellt, trifft beim Herausziehen des Schlittens Q bezw. der Schublade der Stift w3 des Stückes m1 gegen das nach oben stehende Ende des Weichenstückes und wird von diesem auf die Unterseite der Schiene R geführt. Das Stück m1 drückt dadurch das hintere Ende m4 von M2 nach unten, entgegen der Wirkung der Feder M2. Das vordere Ende von M2 wird dadurch gehoben und in die Bahn des Stiftes u der mit der Zählscheibe U1 verbundenen Scheiben w1 gebracht. Wird nun die Schublade 'noch weiter herausgezogen, so schiebt M2 die Scheibe w1 und somit die mit derselben verbundene Zählscheibe U1 um eine Ziffer oder um eine Zehntelumdrehung vorwärts, wie aus Fig. 11 zu ersehen ist. Die nach einander in die Kasse gezahlten Beträge werden auf diese Weise registrirt und die Zehner, Hunderter, Tausender u. s. w. von einem Zählrade auf das der nächst höheren Zahlenreihe übertragen.
Wenn der seitwärts hervorragende Stift m3 des Stückes w1, Fig. 12, in der oben beschriebenenen Weise auf die untere Seite der Schiene R gekommen ist, schliefst er die Weiche wieder, indem er, von der Feder m? beeinflufst, gegen die untere Seite des Weichenstückes M2 preist. Der mit dem' Weichenstück verbundene Arm m wird dadurch wieder in die Bahn des Stiftes r gebracht, welcher an dem Zählrade U (U1 u. s. w.) angebracht ist. Die Weiche bleibt nun unter Einwirkung der Feder n2 so lange geschlossen, bis das Zählrad, von welchem sie bethätigt wird, wieder eine volle Umdrehung vollendet hat.
Bei dem weiteren Herausziehen der Schublade gelangt der Stift m3 des Stückes m1 durch den Schlitz j^2, Fig. 11, wieder auf die obere Seite der Schiene R. Das. Stück M2 wird dadurch nicht mehr beeinflufst und fällt unter der Wirkung der Feder m2, Fig. 11, wieder in seine normale Stellung zurück.
Wenn der Schieber Q bezw. die Schublade Q1 wieder hineingeschoben wird, wird der seitwärts vorspringende Stift mz des Stückes m1 frei über die obere Seite der Schiene R .und über das Weichenstück M gleiten, einerlei, ob dasselbe geöffnet oder geschlossen ist, da das Stück m1 sich frei nach oben bewegen kann, so dafs der Stift m3 über das hervorstehende Ende des Weichenstückes M hinweggleitet, ohne die Weiche zu schliefsen, so dafs er bei seiner Zurückkunft die Weiche wieder offen findet.
Auf der Unterseite der Schiene R ist noch eine Vertiefung- angeordnet, in welche sich das hintere Ende von m1 legt, wenn der Verkäufer versuchen sollte, den Schlitten Q oder die Schublade zurückzuschieben, nachdem der Stift m5 des Stückes m1 auf die Unterseite der Schiene R übergeführt ist und die Weiche in der oben beschriebenen Weise geschlossen hat. Hierdurch wird der Verkäufer gezwungen, die Schublade völlig herauszuziehen und so die Vorrichtung regelrecht in Thätigkeit zu setzen. Ein Betrug kann also auf diese Weise nicht stattfinden.
Um bei der Bewegungsübertragung von einem Zählrade auf das andere der nächst höheren Zahlreihe Fehler zu vermeiden, wie sie eintreten können, wenn zwei oder mehr Weichenstücke M zu gleicher Zeit bethätigt werden, so werden die beweglichen Theile M1 der Vorrichtung nicht in einer Linie neben einander angeordnet, sondern gegen einander versetzt, wie dies aus Fig. 13 zu ersehen ist. Auf diese Weise werden nie zwei Zahlräder zu gleicher Zeit bethätigt, sondern die Üebertragung von einem Zählrade auf das andere erfolgt nach einander.
Die Verbindung eines jeden Zahlenrades mit seinem entsprechenden Zählrade geschieht durch eine an dem Zahnrade 0? angebrachte Schaltklinke <f2, welche in das Schaltrad T, Fig. ι ο und 11, eingreift, welches an dem Zählrade in der Weise angebracht ist, dafs, wenn das Rad D, nachdem es seine Ziffer gezeigt und von der Taste freigegeben ist, von demselben freigeht, ohne das Zählrad zu bethätigen, dafs aber beim Zurückbringen des Zählrades und der Schiene B in die Nullstellung das Zahlenrad D mittelst der Schaltklinke sein entsprechendes Zählrad um eine entsprechende Anzahl von Zähnen dreht und · auf diese Weise die angegebenen Ziffern auf das Zählrad überträgt.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergiebt sich, dafs man, wenn alle Theile sich in ihrer

Claims (1)

  1. normalen Stellung befinden und noch keine der Tasten niedergedrückt worden ist, die Schublade Q1 frei herausziehen und hineinschieben kann, ohne den Mechanismus des Anzeige- und Registrirapparates irgendwie zu beeinflussen. Andererseits wird aber auch, sobald eine Taste niedergedrückt und dem Käufer auf diese Weise eine Zahl gezeigt worden ist, der Registrirapparat beim Herausziehen bezw. Hineinschieben der Schublade in Thätigkeit gesetzt. Ein Betrug ist also auf jede Weise ausgeschlossen.
    Wenn nach Schlufs des Geschäftes der Kassenbestand aufgenommen ist, werden die Zählräder auf folgende einfache Art und Weise in ihre Nullstellung zurückgebracht. Die Tasten werden so niedergedrückt, dafs sie eine Ziffer angeben, welche, zu der von den Zählrädern angegebenen Zahl addirt, die Summe von Hundert giebt. Zeigen die Zählräder z. B. die Zahl 76, 42, so wird man mittelst der Tasten die Zahl 23, 58 erscheinen lassen. Zieht man dann die Schublade heraus und schiebt sie wieder hinein, so werden die Zählräder auf Null stehen. Man kann auch die einzelnen Zählräder von Hand auf Null drehen.
    Pate nt-Ans ρ rüche:
    ι . Eine Anzeigevorrichtung für Kassen u. s. w., gekennzeichnet durch eine Anzahl beweglicher, von Federn beeinflufster Schienen (B), welche, von einer oder mehreren'Tasten (K) in ihrer Anfangslage ■ festgehalten, durch Niederdrücken einer Taste von den sie festhaltenden Tasten frei werden, und sich unter der Wirkung der Feder gegen die niedergedrückte Taste bewegen, bis sie von dieser an einem Anschlage aufgehalten werden, in welcher Stellung sie von den auf ihnen oder auf einem durch sie angetriebenen Zahlenrade befindlichen Ziffernreihen die der niedergedrückten Taste entsprechende Ziffer sichtbar werden lassen.
    Bei der zu 1. gekennzeichneten Vorrichtung zum Auslösen der in ihrer Anfangslage durch eine oder mehrere Tasten festgehaltenen beweglichen Schienen (B) ein mit schrägen Schlitzen (j) versehener Riegel (I), der durch Niederdrücken einer Taste von einem an der Taste angebrächten, in den entsprechenden Schlitz greifenden Stift (k1) seitwärts verschoben wird, wobei eine oder mehrere Abschrägungen (j1) auf die Stifte (kl) der übrigen Tasten wirken und diese heben, so dafs die betreffende bewegliche Schiene (B) frei wird.
    Bei der zu r. gekennzeichneten Vorrichtung zum Zurückführen der beweglichen Schienen (B) und Riegel (I) ein beweglicher Schlitten Q, der mit Anschlägen (x1) versehen ist, welche sich gegen entsprechende Anschläge (xx) der beweglichen Schienen legen.
    Bei der zu 1. gekennzeichneten Vorrichtung eine Zählvorrichtung, gekennzeichnet . durch Zahlräder (U U1 u. s. w.J, welche von den Zahlenrädern, die dem Käufer den Preis angeben, getrieben werden, und mit Stiftenscheiben (u1) verbunden sind, welche von einem beweglichen Anschlag (M^) um eine Ziffernbreite verschoben werden, wenn nach jeder vollen Umdrehung des vorhergehenden Zählrades durch einen an demselben angebrachten Stift (r) mittelst eines Armes (in) eine Weiche (M) in der Weise gestellt ist, dafs der auf demselben beweglichen Schlitten (Q) angeordnete bewegliche Anschlag (M2) in die Höhe gerückt ist und so bei dem Vorwärtsschieben des Schlittens gegen einen Stift (u) der Stiftenscheibe (u1) trifft.
    Die Verbindung des in Anspruch 3. gekennzeichneten Schiebers (Q) mit der Kassenschublade (Q1).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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