DE50459C - Anzeige-Vorrichtung für Kassen - Google Patents
Anzeige-Vorrichtung für KassenInfo
- Publication number
- DE50459C DE50459C DENDAT50459D DE50459DC DE50459C DE 50459 C DE50459 C DE 50459C DE NDAT50459 D DENDAT50459 D DE NDAT50459D DE 50459D C DE50459D C DE 50459DC DE 50459 C DE50459 C DE 50459C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- keys
- movable
- pin
- key
- rail
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06C—DIGITAL COMPUTERS IN WHICH ALL THE COMPUTATION IS EFFECTED MECHANICALLY
- G06C11/00—Output mechanisms
- G06C11/02—Output mechanisms with visual indication, e.g. counter drum
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Computer Hardware Design (AREA)
- Computing Systems (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Cash Registers Or Receiving Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anzeigen und Registriren
von Zahlen und ist besonders bei Kassen anzuwenden, wo der zu bezahlende Betrag sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer
sichtbar sein soll, und wo die einzelnen Beträge addirt und registrirt werden.
Vor den bisher bekannten derartigen Apparaten hat der vorliegende den Vorzug, dafs die
Anzahl der beweglichen Theile vermindert ist, und dafs infolge günstiger Anordnung der einzelnen
Theile die Vorrichtung einen kleineren Platz beansprucht als die bekannten Einrichtungen.
Die Maschine besteht in der Hauptsache aus einer Anzahl von Tastenreihen, welche mit den
Zahlen 1 bis 9 versehen sind und den verschiedenen Zahlenreihen entsprechen. Diese
Tasten wirken auf eine Anzahl von beweglichen Schienen, die durch Federn angetrieben
werden und die gewünschte Zahl erscheinen lassen.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine derartige Vorrichtung in verschiedenen Ausführungen
dargestellt.
Fig. ι zeigt einen verticalen Längsschnitt durch die Maschine nach der Linie 1-2, Fig. 4.
Fig. 2 zeigt den festen und den verschiebbaren Rahmen der Vorrichtung in Verbindung
mit einer Geldkasse.
Fig. 3 zeigt einen verticalen Querschnitt nach der Linie 5-6, Fig. 1.
Fig. 4 zeigt die Maschine in oberer Ansicht.
Fig. 5 zeigt schaubildlich in gröfserem Mafsstabe einen Theil einer beweglichen Zahlenschiene
mit. einigen der zugehörigen Tasten.
Fig. 6 zeigt schaubildlich in gröfserem Mafsstabe das hintere Ende eines Riegels und einer
beweglichen Zahlenschiene.
Fig. 7 zeigt eine Abänderung der Vorrichtung.
Fig. 8 zeigt eine vereinfachte Form der in Fig. 7 dargestellten Vorrichtung.
Fig. 9 zeigt eine andere Abänderung.·
Fig. 10 bis 12 zeigen die Addir- und Registrirvorrichtung
in verschiedenen Ansichten und Stellungen.
Um den zu bezahlenden Preis dem Käufer sowohl wie dem Verkäufer sichtbar zu machen,
sind in einem geeigneten Gehäuse verschiebbare Schienen angeordnet, welche auf ihrer
Oberfläche mit den Ziffern ο bis 9 versehen sind. Diese Schienen werden dann durch eine
geeignete Tastenvorrichtung so bewegt, dafs die gewünschten Zahlen unter einer Oeffnung des
Gehäuses zum Vorschein kommen. Zweckmäfsigerweise verwendet man vier derartige
Schienen, von denen zwei für die Pfennige, die beiden anderen für die Mark bestimmt
sind. Anstatt die Zahlen auf den beweglichen Schienen selbst anzuordnen, kann man sie
auch auf Rädern bezw. Scheiben anbringen, welche durch die Schienen in der erforderlichen
Weise angetrieben werden. Auch kann man die eine für den Käufer bestimmte
Zahlenreihe auf einem Rade, die andere für den Verkäufer bestimmte Reihe auf der Schiene
anbringen, oder umgekehrt.
Auf dem festen Rahmen A der Maschine sind mehrere Abtheilungen. A1 angeordnet,
welche den Einern, Zehnern, Hundertern u. s. w. entsprechen. In jeder Abtheilung' ist eine ver-
schiebbare · Schiene B angeordnet, aufserdem sind dieselben mil· je neun Tasten K versehen,
welche die Bewegung der verschiebbaren Schienen veranlassen und reguliren. Die einzelnen
Abtheilungen mit den verschiebbaren Schienen B und den Tasten K sind von einander
unabhängig und können mit einander vertauscht werden.
Die verschiebbaren Schienen B sind flach angeordnet, und sind auf einem Theile ihrer
Länge mit einer Verzahnung b versehen, in welche ein Zahnrad D1 eingreift, welches in
einem Arm des festen Rahmens A gelagert ist. Das Zahnrad D1 greift in ein anderes Zahnrad
d, welches an dem Ziffernrad D befestigt ist, das sich' frei auf der Welle E dreht. Auf
das Zahnrad D1, Fig. i, wirkt eine Spiralfeder F, welche mit ihrem einen Ende an dem
festen Zapfen, mit dem anderen Ende auf der inneren Seite des Zahnrades D1 befestigt ist,
in der Weise ein,, dafs sie bestrebt ist, das Rad D1 in der Richtung des eingezeichneten
Pfeiles i, Fig. i, zu drehen. Hierdurch wird die verschiebbare Schiene B in der Richtung
des eingezeichneten ' Pfeiles 2, Fig. 1, verschoben,
wenn sie durch eine der Tasten freigegeben wird. Die Feder kann auch auf irgend eine andere Weise auf die Schiene einwirken,
man kann sie z. B. anstatt an dem Rade D1 an dem Rade D anbringen.
Zu jeder verschiebbaren Schiene gehören neun mit den Ziffern 1 bis 9 versehene Tasten,
welche in dem Gehäuse vertical verschiebbar sind. Um die einzelnen Tasten möglichst eng
an einander setzen zu können, und so bei der Verschiebung der Schienen an Weg zu sparen,
sind die Tastenköpfe abwechselnd rechts und links an den Tasten K angebracht, so dafs die
Köpfe in zwei Reihen angeordnet sind, während die Tasten selbst in einer Linie hinter
einander stehen, wie dies aus den Fig. 3, 4 und 5 leicht zu ersehen ist.
Damit man die Tastenreihen der einzelnen Kolumnen nicht mit einander verwechselt, bezeichnet
man die eine Tastenreihe mit schwarzen Ziffern auf weifsem Grunde, die andere Tastenreihe
durch weifse Ziffern auf schwarzem Grunde, wie dies aus Fig. 4 zu ersehen ist.
Man kann dieselben natürlich auch auf andere Weise von einander unterscheidbar machen.
Um die Handhabung der Tasten zu erleichtern, kann man dieselben stufenweise
arrangiren, wie dies aus Fig. 1 und 2 zu ersehen ist. Nach den in diesen Figuren dargestellten
Anordnungen befinden sich die Tasten 1 und 2 auf der obersten Stufe, die Tasten 3, 4
und 5 auf der zweiten, und die Tasten 6, 7, 8 und 9 auf der dritten Stufe. Die Stufeneintheilung
der Tasten kann .natürlich auch eine andere sein; es können z. B. auf jeder
Stufe drei Tasten angeordnet sein. Die Gehäuseplatte α wird dementsprechend zweckmäfsigerweise
auch stufenförmig angeordnet.
Die Druckstangen der Tasten sind von rechteckiger Form und sind an der Seite mit
Stiften k1, Fig. 1, versehen, welche in schräge
Einschnitte j des Riegels I greifen. Wie aus den Fig. 3 und 6 ersichtlich, wird dieser Riegel
zweckmäfsigerweise so geformt, dafs er die Druckstangen der .Tasten von beiden Seiten
umfafst. In diesem Falle werden auch die schrägen Einschnitte j abwechselnd rechts und
links angeordnet, so dafs z. B. der Einschnitt für den Stift k1 der ersten Taste sich auf der
rechten Seite des Riegels, der Einschnitt für den Stift k1 der zweiten Taste dagegen auf der
linken Seite desselben befindet, wie dies aus Fig. 6 deutlich zu ersehen ist.
In jeder Druckstange ist ein Einschnitt η angeordnet, in welchen eine Sperrfeder k eingreift,
welche an der Deckplatte oder irgend einem anderen Theil des Gehäuses angebracht
ist und die Taste in ihrer normalen Stellung erhält. Wird eine Taste niedergedrückt, so
federt die Sperrfeder k zurück und läfst die Taste nach unten gehen, wie dies bei der
fünften Taste in den Fig. 1, 5 und 7 zu sehen ist. Wenn die Tasten in ihrer normalen
Stellung von den Sperrfedern k gehalten werden, befinden sich ihre Stifte /c1 in
den Schlitzen j so weit nach oben, dafs sie den Abschrägungen p gegenüberstehen, welche
eine entgegengesetzte Neigung haben wie die Schlitze j, und an jedem Schlitz j angeordnet
sind.
Wird nun eine der Tasten nach unten gedrückt, so wird der an derselben angebrachte
Stift kl in den entsprechenden Schlitz j eintreten
und dadurch den Riegel / in Richtung des eingezeichneten Pfeiles, Fig. 1, nach links
schieben. Durch diese Bewegung des Riegels kommen die schiefen Ebenen p mit den
Stiften k1 der anderen Tasten in Berührung und heben auf diese Weise die Tasten in die
Höhe, bis sich die Stifte k1 auf dem horizontalen
Theile des Riegels befinden, wie dies aus Fig. ι zu ersehen ist. Wird dann der Riegel /,
wie weiter unten beschrieben, in seine Anfangsstellung zurückgeschoben, so wird die nach
unten gedrückte Taste gehoben, indem der schräge Schlitz / auf den betreffenden Stift k1
drückt, bis die Sperrfeder k wieder in den Einschnitt η eingreift. Die anderen Tasten,
welche von den Abschrägungen' j1 etwas gehoben waren, gleiten in derselben Zeit wieder
herunter, bis auch sie von ihren Sperrfedern k in der normalen Stellung gehalten werden.
Dies Heben der übrigen Tasten beim Herabdrücken einer Taste ist erforderlich, weil die
Druckstangen sämmtlicher Tasten als Sperrung für die Schiene B dienen, und also erst ge-
hoben werden müssen, wenn sich die Schiene bewegen soll.
In der Schiene B, Fig. 5, ist ein langer Schlitz angeordnet, mit dem zu beiden Seiten
Einschnitte bx in Verbindung stehen, in welche Ansätze i eintreten, welche an den Druckstangen
der Tasten in derselben Weise, wie die Stifte k\ unterhalb dieser angebracht sind.
Diese Ansätze i befinden sich bei normaler Stellung der Tasten gerade in dem Einschnitt
b1 der Schiene B, und verhindern auf diese Weise, dafs sich die Schiene unter dem
Einflufs der an dem Zahnrad JD1 angebrachten Feder F in der Richtung des eingezeichneten
Pfeiles verschiebt. Wird nun eine der Tasten, z.B. wie in Fig. 1 dargestellt, die fünfte,
niedergedrückt, so wird dadurch, wie schon oben erwähnt, der Riegel I nach links geschoben,
was wieder zur Folge hat, dafs die Druckstangen der übrigen Tasten sich heben, ihre Ansätze i aus den Einschnitten b1 der
Schiene -B heraustreten und somit diese freigeben. Diese Aufwärtsbewegung der übrigen
Tasten mufs dabei so abgemessen sein, dafs ihre Ansätze i schon aus den entsprechenden
Einschnitten b1 herausgetreten sind, wenn sich der Ansatz i der nach unten gedrückten Taste
noch in seinem entsprechenden Einschnitt b1 befindet. Die Schiene B wird also jetzt nur
noch von diesem einen Ansatz i in ihrer Anfangsstellung gehalten. Wird dann die Taste 5
noch weiter nach unten gedrückt, so tritt ihr Ansatz i nach unten aus dem Einschnitt b1
heraus. Hierdurch ist die Schiene B freigegeben und kann sich unter der Wirkung
der Feder F in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles 2, Fig. 1, nach links bewegen,
bis das Ende des. Schlitzes gegen die Druckstange der herabgedrUckten Taste stöfst und
dadurch in ihren weiteren Bewegungen gehemmt wird. Die Schiene B befindet sich
also in der von der Taste 5 bestimmten Stellung und läfst dementsprechend von der auf
ihr angebrachten Zahlenreihe die Zahl 5 durch eine Oeffnung des Gehäuses nach aufsen sichtbar
werden.
Vorzugsweise sind in dem Gehäuse zwei Reihen Oeffnungen angebracht, durch welche
die Zahlen sichtbar werden, und zwar ist dann die eine a1,. Fig. 4, für den Verkäufer, die
andere α2 für den Käufer bestimmt. Beide
Zahlenreihen können auf der Schiene B angeordnet sein, natürlich in entgegengesetzter
Richtung. Der Verkäufer mufs in diesem Falle seine Zahlen umgekehrt, d. h. von rechts nach
links lesen.
Anstatt die für den Käufer bestimmte Zahlenreihe auf der verschiebbaren 'Schiene B anzuordnen,
ist es vorzuziehen, dieselbe auf dem Umfange eines Zahlenrades D anzubringen.
Die den niedergedrückten Tasten entsprechenden Zahlen werden dem Käufer dann auf dieselbe
Weise durch eine Oeffnung sichtbar gemacht. Für den Verkäufer hat diese Anordnung
den Vortheil, dafs er seine Zahlen nicht umgekehrt zu lesen braucht. Die für den
Verkäufer bestimmte Zahlenreihe auf . der Schiene -B kann auch ganz fortgelassen werden,
so dafs nur das für den Käufer bestimmte Zahlenrad benutzt wird.
Um die beweglichen Theile der Maschine, die Schiene JB, die Riegel I und die Tasten
wieder in ihre Anfangsstellung zurückzuführen, ist ein verschiebbarer Schlitten Q angeordnet,
der, wie aus Fig. 2 zu ersehen, mit der Kassenschublade verbunden ist oder auch mit einem
einfachen Handgriff q, Fig. 9, versehen sein kann. In beiden Fällen gleitet der Schlitten
auf geeigneten Führungen des festen Rahmens A und ist mit einem Quersteg X, Fig. 2 und 9,
versehen, welcher so viele Anschläge χ hat, als bewegliche Schienen B in der Maschine
vorhanden sind. Auf jeder dieser Schienen B ist ein Vorsprung x1 vorgesehen, gegen welchen
sich die Anschläge χ legen, wenn der Schlitten Q in Richtung des eingezeichneten
Pfeiles, Fig. 9, nach rechts geschoben wird. Ist also, wie in Fig. 2 dargestellt, der Schlitten
Q. mit der Kassenschublade Q1 verbunden, so werden beim jedesmaligen Zuschieben der
Schublade die Schienen B in ihre Anfangsstellung zurückgeschoben. Kurz bevor die
verschiebbaren Schienen B diese Anfangsstellung erreicht haben, treffen sie mit einem
Vorsprung ü>2, Fig. 6, gegen einen Anschlag I
des Riegels / und schieben denselben dadurch in seine Anfangsstellung. Durch diese Bewegung
werden, wie schon oben erwähnt, die Druckstangen in ihre normale Stellung geführt,
in welcher sie mittelst der in den Einschnitten b1
ruhenden Vorsprünge i die Schiene B feststellen.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Abänderung wirkt nur eine der Druckstangen der Tasten
als Sperrriegel für die bewegliche Schiene, B, um dieselbe in ihrer Anfangsstellung, in welcher
die Null sichtbar ist, festzustellen. Wenn nur eine Druckstange als Sperrriegel dienen
soll, braucht auch nur diese eine mit einem Vorsprung i versehen zu sein, ebenso wie die
Schiene B nur einen Einschnitt b1 hat. Alle
anderen Druckstangen sind unten kurz abgeschnitten , Fig. 8, so dafs sie mit der beweglichen
Schiene B nur in Berührung kommen, wenn sie niedergedrückt werden, wie dies nach
Fig. 7 mit der Taste 5 der Fall ist.
Da nur eine der Druckstangen die Schiene B sperrt, so brauchen die übrigen nicht erst gehoben
zu werden, wenn die Schiene sich verschieben soll. Es sind deshalb die Abschrägungen
jl fortgelassen und ist nur für. die
Druckstange, welche mit dem Vorsprung i aus-
gestattet ist, eine solche Abschrägung j1 vorhanden.
In Fig. 7 ist dies die am meisten nach rechts gelegene Druckstange. Wird nun irgend eine der Tasten nach unten gedrückt,
so schiebt der an der Druckstange befindliche Stift k1 den Riegel / in Richtung des eingezeichneten
Pfeiles nach links. Die Abschrägung j1 legt sich dabei gegen den Stift A:1 der
als Sperrriegel dienenden Druckstange und hebt diese dadurch. Der Ansatz der Druckstange
tritt dann aus dem Einschnitt b1 der Schiene heraus, diese wird frei und bewegt sich unter
dem Einflufs der Feder F so weit nach links, bis sie von der niedergedrückten Taste aufgehalten
wird, in welcher Stellung dem Käufer die der niedergedrückten Taste entsprechende
Ziffer sichtbar wird. Die übrigen Tasten bleiben unbeeinflufst in ihrer normalen Stellung.
Ihre Stifte k1 kommen dabei über die horizontale Seite des Riegels /, so dafs die
Tasten nicht niedergedrückt werden können, wie dies aus Fig. 7 zu ersehen ist.
Anstatt, wie angegeben, die bewegliche Schiene B mit einem Schlitz zu versehen,
durch welchen die Druckstangen hindurchgehen, kann man dieselbe auch, wie Fig. 8
zeigt, etwas seitlich von den Druckstangen anordnen, wobei ein Anschlag s an der Schiene
vorgesehen ist, welcher sich, wenn die Schiene freigegeben ist,' gegen die niedergedrückte Taste
legt, und so die Stellung der Schiene fixirt. Wenn, wie erwähnt, nur eine Druckstange als
Sperrriegel für die Schiene dient, braucht auch nur ein seitlicher Einschnitt b1 in dieselbe
gemacht zu werden, wie dies Fig. 8 erkennen läfst.
Mittelst dieser eben beschriebenen Vorrichtung kann man dem Käufer die Kaufsumme
irgend eines Gegenstandes sichtbar machen; es ist jedoch wünschenswerth, mit dieser Vorrichtung
einen selbstthätigen Registrirapparat zu verbinden, welcher die einzelnen Beträge
addirt, so dafs die vereinnahmte Summe genau controlirt werden kann. Eine derartige Vorrichtung
ist in den Fig. 10, 11 und 12 dargestellt.
Für die Einer, Zehner, Hunderter u. s. w. sind ebenso viele Zählräder U U1 u. s. w.
angeordnet, und zwar auf derselben Welle mit den Zahlenrädern D, welche dem Käufer
den Preis eines Gegenstandes anzeigen. Bei der in Fig. 10 dargestellten Anordnung sind
die Zählräder und Zahlenräder abwechselnd auf der Welle E angebracht, doch können sie
auch in irgend einer anderen Reihenfolge angeordnet werden, in welcher das Zahlenrad
seine Bewegung auf das entsprechende Zählrad übertragen kann. Jedes Zählrad UU1 u. s. w.
(die übrigen sind in Fig. 10 nicht dargestellt, weil eines wie das andere gestaltet ist und
arbeitet) hat eine rohrförmige Nabe, welche durch die Nabe des entsprechenden Zahlenrades
D reicht und an ihrem äufsersten Ende eine Scheibe w1 trägt, mit Ausnahme des für
die Einer bestimmten Zählrades, welches keine Scheibe trägt. Jede Scheibe ist an der Seite
mit vorspringenden Stiften u versehen, deren Zahl der Zahl der Ziffern entspricht, welche
auf dem Umfange des Zählrades enthalten sind.
Um von dem einen Zählrad U auf das für die nächst höhere Zahlenreihe bestimmte Zählrad
die Bewegung zu übertragen, wenn das Zshlrad der niederen Zahlenreihe eine volle
Umdrehung gemacht hat, oder neun Ziffern angezeigt hat, ist die in den Fig. 11 und 12
dargestellte Einrichtung getroffen, welche aus einem auf der Längsschiene R festliegenden
und einem auf dem mit dem Rahmen Q verbundenen beweglichen Schieber q1 angeordneten
beweglichen Theil besteht. Der auf der Längsschiene R liegende Theil wird von dem
Zählrad U angetrieben, wenn die Bewegung auf das Rad der höheren Zahlenreihe übertragen
werden soll, und bringt den auf dem Schieber q1 befindlichen Theil in die richtige
Stellung, um durch die Scheibe «' auf das Zählrad der nächst .höheren Zahlenreihe einzuwirken.
Jedes Zählrad U U1 u. s. w. ist mit einem vorspringenden Stift r, Fig. 10, versehen, der
so angebracht ist, dafs er, wenn die Null des Zählrades sich ganz oben befindet, in seiner
tiefsten Stellung ist und mit dem Arm m eines auf der Schiene R drehbar angeordneten
Weichenstückes M in Berührung kommt, wie dies in Fig. 11 in punktirten Linien dargestellt
ist.
Das Weichenstück M, welches um einen Zapfen drehbar ist, ist so geformt, dafs bei
seiner geschlossenen Stellung die Schiene R fortlaufend und ohne Unterbrechung ist. Ist
das Weichenstück dagegen geöffnet, so ist in der Schiene eine nach unten führende schräge
Oeffnung gebildet, wie dies aus den Fig. 11 und 12 zu ersehen ist. Auf dem Rücken des
Weichenstückes ist der Arm m angebracht, welcher bei geschlossener Weiche in der Bahn
des Stiftes r des Zählrades U (LP- u. s. w.)
liegt. Bei der Drehung des Rades U in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles, Fig. 11,
wird also der Arm m von dem vorspringenden Stift r niedergedrückt und die Weiche . auf
diese Weise geöffnet.
Das Weichenstück wird in seinen beiden äufsersten Stellungen, d. h. in geöffneter und
in geschlossener, von einer Feder n2 gehalten, die mit ihrem keilförmig gestalteten Ende auf
einen Zapfen n1 drückt, der an dem Arm m des Weichenstückes M, Fig. 11, angebracht ist.
Die beweglichen Theile der Vorrichtung sind auf der Bodenplatte q1 des mit der Schublade
Q1 verbundenen Schiebers Q, Fig. 2, an-
geordnet. Diese beweglichen Theile M1, Fig. 12,
bestehen aus je zwei beweglichen Stücken m1
und M2, welche beide auf demselben Support m5 beweglich angebracht sind, und von
denen sich m1 nach hinten, M^ dagegen nach
vorn erstreckt. Das Stück m1 ist so geformt,
dafs es in seiner normalen Stellung auf dem hinteren Ende m* des Stückes Af2 aufliegt,
und ist mit einem Stift m3 versehen, welcher seitwärts über das Stück M2 hinausreicht und
auf der festen Schiene R schleift, wie dies aus Fig. 12 ersichtlich. Das Stück M2 wird in
seiner in Fig. 12 dargestellten normalen Stellung von der Feder m2 gehalten, welche
gegen die untere Seite seines hinteren Endes m*
preist. Wenn sich alle Theile der Vorrichtung in ihrer normalen Stellung befinden, kann der
Stift JM8 des Stückes m1 ohne Hindernifs über
die Schiene R gleiten, so dafs der Schlitten Q
bezw. die Schublade Q1 unbehindert ein- oder ausgeschoben werden kann.
Wenn der Stift r des Zählrades U (U1 u. s. w.)
mit dem Arm m des Weichenstückes M in Berührung kommt und die Weiche öffnet, v^ie
in Fig. 11 dargestellt, trifft beim Herausziehen
des Schlittens Q bezw. der Schublade der Stift w3 des Stückes m1 gegen das nach oben
stehende Ende des Weichenstückes und wird von diesem auf die Unterseite der Schiene R
geführt. Das Stück m1 drückt dadurch das hintere Ende m4 von M2 nach unten, entgegen
der Wirkung der Feder M2. Das vordere Ende von M2 wird dadurch gehoben und in
die Bahn des Stiftes u der mit der Zählscheibe U1 verbundenen Scheiben w1 gebracht.
Wird nun die Schublade 'noch weiter herausgezogen, so schiebt M2 die Scheibe w1 und
somit die mit derselben verbundene Zählscheibe U1 um eine Ziffer oder um eine
Zehntelumdrehung vorwärts, wie aus Fig. 11 zu ersehen ist. Die nach einander in die Kasse
gezahlten Beträge werden auf diese Weise registrirt und die Zehner, Hunderter, Tausender
u. s. w. von einem Zählrade auf das der nächst höheren Zahlenreihe übertragen.
Wenn der seitwärts hervorragende Stift m3
des Stückes w1, Fig. 12, in der oben beschriebenenen
Weise auf die untere Seite der Schiene R gekommen ist, schliefst er die
Weiche wieder, indem er, von der Feder m?
beeinflufst, gegen die untere Seite des Weichenstückes M2 preist. Der mit dem' Weichenstück
verbundene Arm m wird dadurch wieder in die Bahn des Stiftes r gebracht, welcher an
dem Zählrade U (U1 u. s. w.) angebracht ist. Die Weiche bleibt nun unter Einwirkung der
Feder n2 so lange geschlossen, bis das Zählrad, von welchem sie bethätigt wird, wieder
eine volle Umdrehung vollendet hat.
Bei dem weiteren Herausziehen der Schublade gelangt der Stift m3 des Stückes m1 durch
den Schlitz j^2, Fig. 11, wieder auf die obere
Seite der Schiene R. Das. Stück M2 wird dadurch nicht mehr beeinflufst und fällt unter
der Wirkung der Feder m2, Fig. 11, wieder in
seine normale Stellung zurück.
Wenn der Schieber Q bezw. die Schublade Q1 wieder hineingeschoben wird, wird
der seitwärts vorspringende Stift mz des
Stückes m1 frei über die obere Seite der Schiene R .und über das Weichenstück M
gleiten, einerlei, ob dasselbe geöffnet oder geschlossen ist, da das Stück m1 sich frei nach
oben bewegen kann, so dafs der Stift m3 über das hervorstehende Ende des Weichenstückes M
hinweggleitet, ohne die Weiche zu schliefsen, so dafs er bei seiner Zurückkunft die Weiche
wieder offen findet.
Auf der Unterseite der Schiene R ist noch eine Vertiefung- angeordnet, in welche sich
das hintere Ende von m1 legt, wenn der Verkäufer
versuchen sollte, den Schlitten Q oder die Schublade zurückzuschieben, nachdem der
Stift m5 des Stückes m1 auf die Unterseite der
Schiene R übergeführt ist und die Weiche in der oben beschriebenen Weise geschlossen hat.
Hierdurch wird der Verkäufer gezwungen, die Schublade völlig herauszuziehen und so die
Vorrichtung regelrecht in Thätigkeit zu setzen. Ein Betrug kann also auf diese Weise nicht
stattfinden.
Um bei der Bewegungsübertragung von einem Zählrade auf das andere der nächst
höheren Zahlreihe Fehler zu vermeiden, wie sie eintreten können, wenn zwei oder
mehr Weichenstücke M zu gleicher Zeit bethätigt werden, so werden die beweglichen
Theile M1 der Vorrichtung nicht in einer Linie neben einander angeordnet, sondern
gegen einander versetzt, wie dies aus Fig. 13
zu ersehen ist. Auf diese Weise werden nie zwei Zahlräder zu gleicher Zeit bethätigt, sondern
die Üebertragung von einem Zählrade auf das andere erfolgt nach einander.
Die Verbindung eines jeden Zahlenrades mit seinem entsprechenden Zählrade geschieht
durch eine an dem Zahnrade 0? angebrachte
Schaltklinke <f2, welche in das Schaltrad T,
Fig. ι ο und 11, eingreift, welches an dem
Zählrade in der Weise angebracht ist, dafs, wenn das Rad D, nachdem es seine Ziffer gezeigt
und von der Taste freigegeben ist, von demselben freigeht, ohne das Zählrad zu bethätigen,
dafs aber beim Zurückbringen des Zählrades und der Schiene B in die Nullstellung
das Zahlenrad D mittelst der Schaltklinke sein entsprechendes Zählrad um eine
entsprechende Anzahl von Zähnen dreht und · auf diese Weise die angegebenen Ziffern auf
das Zählrad überträgt.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergiebt sich, dafs man, wenn alle Theile sich in ihrer
Claims (1)
- normalen Stellung befinden und noch keine der Tasten niedergedrückt worden ist, die Schublade Q1 frei herausziehen und hineinschieben kann, ohne den Mechanismus des Anzeige- und Registrirapparates irgendwie zu beeinflussen. Andererseits wird aber auch, sobald eine Taste niedergedrückt und dem Käufer auf diese Weise eine Zahl gezeigt worden ist, der Registrirapparat beim Herausziehen bezw. Hineinschieben der Schublade in Thätigkeit gesetzt. Ein Betrug ist also auf jede Weise ausgeschlossen.Wenn nach Schlufs des Geschäftes der Kassenbestand aufgenommen ist, werden die Zählräder auf folgende einfache Art und Weise in ihre Nullstellung zurückgebracht. Die Tasten werden so niedergedrückt, dafs sie eine Ziffer angeben, welche, zu der von den Zählrädern angegebenen Zahl addirt, die Summe von Hundert giebt. Zeigen die Zählräder z. B. die Zahl 76, 42, so wird man mittelst der Tasten die Zahl 23, 58 erscheinen lassen. Zieht man dann die Schublade heraus und schiebt sie wieder hinein, so werden die Zählräder auf Null stehen. Man kann auch die einzelnen Zählräder von Hand auf Null drehen.Pate nt-Ans ρ rüche:ι . Eine Anzeigevorrichtung für Kassen u. s. w., gekennzeichnet durch eine Anzahl beweglicher, von Federn beeinflufster Schienen (B), welche, von einer oder mehreren'Tasten (K) in ihrer Anfangslage ■ festgehalten, durch Niederdrücken einer Taste von den sie festhaltenden Tasten frei werden, und sich unter der Wirkung der Feder gegen die niedergedrückte Taste bewegen, bis sie von dieser an einem Anschlage aufgehalten werden, in welcher Stellung sie von den auf ihnen oder auf einem durch sie angetriebenen Zahlenrade befindlichen Ziffernreihen die der niedergedrückten Taste entsprechende Ziffer sichtbar werden lassen.
Bei der zu 1. gekennzeichneten Vorrichtung zum Auslösen der in ihrer Anfangslage durch eine oder mehrere Tasten festgehaltenen beweglichen Schienen (B) ein mit schrägen Schlitzen (j) versehener Riegel (I), der durch Niederdrücken einer Taste von einem an der Taste angebrächten, in den entsprechenden Schlitz greifenden Stift (k1) seitwärts verschoben wird, wobei eine oder mehrere Abschrägungen (j1) auf die Stifte (kl) der übrigen Tasten wirken und diese heben, so dafs die betreffende bewegliche Schiene (B) frei wird.Bei der zu r. gekennzeichneten Vorrichtung zum Zurückführen der beweglichen Schienen (B) und Riegel (I) ein beweglicher Schlitten Q, der mit Anschlägen (x1) versehen ist, welche sich gegen entsprechende Anschläge (xx) der beweglichen Schienen legen.Bei der zu 1. gekennzeichneten Vorrichtung eine Zählvorrichtung, gekennzeichnet . durch Zahlräder (U U1 u. s. w.J, welche von den Zahlenrädern, die dem Käufer den Preis angeben, getrieben werden, und mit Stiftenscheiben (u1) verbunden sind, welche von einem beweglichen Anschlag (M^) um eine Ziffernbreite verschoben werden, wenn nach jeder vollen Umdrehung des vorhergehenden Zählrades durch einen an demselben angebrachten Stift (r) mittelst eines Armes (in) eine Weiche (M) in der Weise gestellt ist, dafs der auf demselben beweglichen Schlitten (Q) angeordnete bewegliche Anschlag (M2) in die Höhe gerückt ist und so bei dem Vorwärtsschieben des Schlittens gegen einen Stift (u) der Stiftenscheibe (u1) trifft.Die Verbindung des in Anspruch 3. gekennzeichneten Schiebers (Q) mit der Kassenschublade (Q1).Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50459C true DE50459C (de) |
Family
ID=325305
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50459D Expired - Lifetime DE50459C (de) | Anzeige-Vorrichtung für Kassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50459C (de) |
-
0
- DE DENDAT50459D patent/DE50459C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE50459C (de) | Anzeige-Vorrichtung für Kassen | |
| DE692438C (de) | Registrierkasse oder Buchungsmaschine | |
| DE935938C (de) | Buchungsmaschine, insbesondere fuer Lochkartensteuerung | |
| DE425906C (de) | Addiermaschine mit Druckwerk | |
| AT39669B (de) | Rechenmaschine. | |
| DE572387C (de) | Additionsmaschine | |
| DE133882C (de) | ||
| AT122218B (de) | Rechenmaschine mit selbsttätiger Multipliziervorrichtung. | |
| AT154200B (de) | Vorrichtung an Registrierkassen, Rechen- und Buchhaltungsmaschinen u. dgl. | |
| DE536219C (de) | Zaehlvorrichtung fuer Fluessigkeitsentnahme durch mehrere Abnehmer aus demselben Messapparat | |
| DE189709C (de) | ||
| DE671635C (de) | Auswahlselbstverkaeufer | |
| DE114576C (de) | ||
| AT30232B (de) | Münzenausgebevorrichtung. | |
| DE205793C (de) | ||
| DE212142C (de) | ||
| AT139560B (de) | Komplementär-Schaltwerk für Registrierkassen oder Rechenmaschinen mit ebenem Tastenfeld. | |
| DE519103C (de) | Rechenmaschine mit selbsttaetiger Multipliziervorrichtung | |
| DE583599C (de) | Zaehlvorrichtung fuer statistische Maschinen mit Einrichtung zum Abdrucken der Zaehlwerksangaben | |
| DE429008C (de) | Tastenhebel-Registrierkasse | |
| DE849919C (de) | Rechenmaschine | |
| DE234701C (de) | ||
| AT60354B (de) | Geldwechselkasse. | |
| DE173715C (de) | ||
| AT24738B (de) | Kontrollkasse. |