DE503514C - Telegraphenanlage mit Zeichenwiederherstellung unter Verwendung synchron laufender Verteiler, eines Empfangsrelais, welches auf stark gedaempfte Stromstoesse von kurzer Dauer nicht anspricht, und eines Hauptrelais - Google Patents

Telegraphenanlage mit Zeichenwiederherstellung unter Verwendung synchron laufender Verteiler, eines Empfangsrelais, welches auf stark gedaempfte Stromstoesse von kurzer Dauer nicht anspricht, und eines Hauptrelais

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DE503514C DEE35790D DEE0035790D DE503514C DE 503514 C DE503514 C DE 503514C DE E35790 D DEE35790 D DE E35790D DE E0035790 D DEE0035790 D DE E0035790D DE 503514 C DE503514 C DE 503514C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/44Transmitting circuits; Receiving circuits using relay distributors

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  • Signal Processing (AREA)
  • Control Of Direct Current Motors (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf elektrische
Übertragungssysteme, insbesondere auf solche, die sich für Verwendung in Verbindung mit langen Telegraphenleitungen, wie beispielsweise Unterseekabeln, eignen.
Die Erfindung bezweckt u. a. Telegraphen- und andere Signalsysteme derart zu verbessern, daß Signalströme mit größerer Geschwindigkeit, als bis jetzt üblich, über die Leitung gesandt werden können, ohne daß die Güte des Empfanges in ungünstiger Weise beeinflußt wird.
Wenn Telegraphenapparate durch Umkehrung des Stromes über lange Leitungen betätigt werden, werden die Signalströme durch die Einwirkung des Widerstandes, der elektrostatischen Kapazität und der Induktanz der Leitung derart geschwächt, daß die Übertragungsgeschwindigkeit zu einer solchen begrenzt wird, bei welcher die kurzen Stöße nach Verstärkung im Empfänger gerade genügend Stärke besitzen, um ein Leitungsrelais zu betätigen, welches die Stromstöße so wiederherstellt, daß man die Mitteilung vollständig empfängt. Durch die Dämpfung in solchen Leitungen wird ferner die Amplitude der kurzen Stöße in höherem Grade verringert als die Amplitude der langen Stöße. Es ist früher vorgeschlagen worden, die während der Übersendung verlorenen Stöße in der Empfangsstation mittels Schwingungsrelais zu erzeugen, die von dem Verteiler in der Empfangsstation gesteuert werden.
Gemäß der Erfindung wird ein System geschaffen, bei welchem das Schwingungsrelais, welches zusammen mit dem Verteiler die während der Übertragung verlorenen Stromstöße wieder erzeugt, eine Leitungswicklung besitzt, welche unabhängig vom Verteiler ist und ununterbrochen Signalstromstöße empfangen kann. Die Erfindung geht weiter darauf aus, einen vereinfachten rotierenden Verteiler zu schaffen, bei welchem außer den für die Betätigung der Druckmagnete notwendigen Ringen nur ein Satz von Empfangsringen benötigt wird, um die ursprünglich ausgesandte Signalkombination wiederherzustellen.
In den Zeichnungen zeigt
Abb. ι den Stromkreis für das Schwingungsrelais in Verbindung mit zwei Sätzen unterteilter Empfangsringe, die in dem Empfangsverteiler angeordnet sind.
Abb. 2 zeigt in Kurven die Polaritäten der ausgesandten Signalstromstöße und die Veränderungen, welchen diese Stöße während der Übertragung, der Wiederherstellung und der Aufzeichnung unterworfen sind.
Gemäß Abb. ι ist die Station X über das Kabel io mit einer entfernten (nicht gezeigten) Station verbunden. Jede Station besitzt einen besonderen sich umdrehenden Verteiler, und beide Verteiler sind in bekannter Weise so angeordnet, daß sie sich synchron drehen. Von dem Verteiler der Station X ist nur der Empfangsabschnitt gezeigt, und von diesem sind wieder nur die Segmente eines einzigen Stromweges dargestellt. Das Kabel io. ist mit dem Eingangsstromkreis eines Raumentladers oder eines anderen Verstärkers verbunden. Mit dem Ausgangsstromkreis des Verstärkers ist ein polarisiertes Verstärkersignalrelais ii verbunden, welches drei Arbeitsstellungen hat, nämlich eine positive, eine negative und eine neutrale oder Nullstellung. Wenn die Übertragungsgeschwindigkeit das Kabelmaximum übersteigt, werden die über das Kabel gesandten Signalstromstöße von Einheitslänge derart gedämpft, daß sie selbst nach der Verstärkung das Relais 11 nicht betätigen können und deshalb als verloren zu betrachten sind. Um die in dieser Weise in den Empfangssignalen entstehenden Lücken auszufüllen, werden im Synchronismus mit den empfangenen Signalen Stromstöße in einem Schwingungsrelaisstromkreis erzeugt, der u. a. einen Satz von unterteilten Ringen 30 im Empfangsverteiler, ein Leitungs- oder Schwingungsrelais 17 und ein Hilfsschwingungsrelais 20 enthält. Nur die eingehenden Leitungsstromstöße von einer Länge gleich zwei oder mehreren Einheiten besitzen eine solche Stärke, daß sie das Relais 11 betätigen können, und durch die Beeinflussungen, die das Relais in dieser Weise erfährt, wird der Anker des Relais je nach der Polarität der Stromstöße in seine positive oder negative Stellung gebracht, wodurch diejenigen Stöße wiederhergestellt werden, die den empfange-· nen Stößen entsprechen, welche genügend Stärke besitzen, um das Relais 11 zu betätigen. Die Relais 17 und 20 sind polarisiert und ohne Vorspannung. Sie sind über die segmentierten Ringe 30 des Schwingungsrelais derart miteinander verbunden, daß jedes den Magnetisierungsstromkreis des andern steuert und dadurch der Anker eines jeden Relais gezwungen wird, während zweier aufeinanderfolgender Signalpausen oder Signalintervalle einen Arbeitszyklus auszuführen, vorausgesetzt, das keine phasenverschiedenen Signalstromstöße über die Leitung einkommen, die so stark sind, daß sie die Schwingung steuern. Die Bewegung des Ankers des Schwingungsrelais steuert den Drucker über das vorspannungslose polarisierte Druckerrelais 33. Der Anker des Relais 33 schwingt im Synchronismus mit dem schwingenden Relaisanker, um abwechselnd positive und negative Potentiale den Drukkermagneten 40 bis 45 aufzudrücken. Dies erfolgt über die Empfangsringe 40 während aufeinanderfolgender Signalintervalle, vorausgesetzt, daß eingehende Leitungsstromstöße sich hier nicht bemerkbar machen. Die Polaritäten der von dem Relais 33 hervorgebrachten Stöße entsprechen immer denjenigen Stromstößen, die die Relais 17 und 11 hervorbringen. Das Relais 17 besitzt zwei polarisierte Wicklungen, von welchen die eine als Haltewicklung arbeitet und von den eingehenden Stromstößen magnetisiert wird, während die andere eine Schwingungswicklung ist und von dem Strom des Schwingungsstromkreises gesteuert wird. Wenn das Relais 11 auf einen langen über die Leitung einkommenden Stoß anspricht, so wird der Stromkreis über die Haltewicklung des Relais 17 geschlossen, und dieses Relais ist derart angeordnet, das der durch dasselbe fließende Strom überwindet, der gleichzeitig durch die Schwingungswicklung strömt. Dadurch wird die Schwingung des Ankers des Relais 17 angehalten, und der Anker bleibt gegen den Kontakt gepreßt, der dem einkommenden Stoß entspricht. In dieser Stellung verbleibt der Anker, bis der Stromstoß aufhört, worauf die Schwingungen aufs Neue einsetzen. In dieser Weise werden die während der Übertragung verlorenen kurzen Stöße von den abwechselnden Stromstößen positiver und negativer Polarität ersetzt, so daß man eine vollständige Wiedergabe der übertragenen Signale erhält.
In Abb. ι sind die beiden Ringsätze der Station X der Übersicht halber in Abwicklung gezeigt. Der Abschnitt 30 besteht aus zwei Ringen, die beide in Segmente unterteilt sind, welche durch die Bürste 38 überbrückt werden können. Der Satz oder Abschnitt 40 besteht ebenfalls aus zwei Ringen, von welchen der eine unterteilt und der andere aus einem ununterbrochenen Ring be- no steht. Beide Ringe können mittels der Bürste 39 überbrückt werden. Die Bürsten 38 und 39 sind an einem Arm (nicht gezeigt) befestigt, der mittels eines (ebenfalls nicht gezeigten) Motors ununterbrochen gedreht werden kann. Soll der Verteiler z. B. über fünf Leitungswege Signale aussenden, so ist der Ring 28 in fünfzig gleiche Segmente unterteilt, von welchen zehn gezeigt sind. Diese zehn Segmente sind einem einzigen Stromweg zugeordnet. Der Ring 27, der einen Teil des Abschnittes oder Satzes 30 bildet,
ist in hundert Segmente von zwei verschiedenen Längen unterteilt, wobei die ungerade numerierten Segmente den größeren Längen und die gerade numerierten Segmente den kürzeren Längen entsprechen. Die ungerade numerierten Segmente sind abwechselnd verbunden und in zwei Gruppen angeordnet. Die eine Gruppe ist mit dem Anker des Schwingungsrelais 17 und die andere mit den Ankern des Schwingungsrelais 20 verbunden. Die gerade numerierten Segmente sind stromlos und dienen als Puffer, um Kurzschlüsse zwischen den Ankern der Relais 17 und 20 zu verhindern, wenn die Bürste von einem Segment auf ein anderes hinübergleitet. Die Segmente des Ringes 28 sind ebenfalls abwechselnd verbunden und in zwei Gruppen angeordnet, wobei die eine Gruppe mit der Wicklung des Relais 17 und die andere mit der Wicklung des Relais 20 verbunden ist. Die ungerade numerierten oder langen Segmente des Ringes 27 sind derart angeordnet, daß ihre Mittelpunkte auf Linien liegen, die radial zu den Mittelpunkten der benachbarten Segmente des Ringes 28 verlaufen. In dem Satz 40, der die eigentlichen Empfangsringe enthält, ist der ununterbrochene Ring 29 mit dem Anker des Druckerrelais 33 verbunden. Der in fünfzig gleiche Teile unterteilte Ring" 31 ist derart angeordnet, daß seine gerade numerierten Segmente mit den Wählermagneten von fünf Druckern in Verbindung stehen. In der Zeichnung werden nur die Magnete eines einzigen Druckers gezeigt.
Die ungerade numerierten Segmente des Ringes 31 sind stromlos und dienen als Puffer, indem sie eine vollständige Unterbrechung zwischen aufeinanderfolgenden, gegen die Wählermagnete gerichteten Stromstößen bewirken.
Die Wirkungsweise der in Abb. 1 gezeigten Anordnung ist wie folgt:
Wenn kein Strom durch die Haltewicklung 18 des Schwingungsrelais 17 fließt und die Bürste 38 über die Segmente 1 der Ringe 2j und 28 gleitet, wird ein Stromkreis geschlossen, der vom Pluspol der Batterie 23 über den Pluskontakt und den Anker des Hilfsschwingungsrelais 20, Leiter 21, Segmente ι der Ringe 27 und 28, Rheostat 26, Schwingungswicklung 19 des Relais 17 zu dem Minuspol der Batterie 23 verläuft. Der durch die Wicklung 19 fließende Strom betätigt das Relais 17 und bewegt dadurch den Anker dieses Relais in dieselbe Stellung wie für das Hilfsschwingungsrelais 20, d. h. in Verbindung mit seinem zugehörigen positiven Kontakt. Das Relais 17 schließt darauf einen Stromkreis, der vom Pluspol der Batterie 23 über den positiven Kontakt und den Anker des Relais 17, die Leiter 22 und 32, die Wicklung des Druckerrelais 33, den Leiter 51 bis zum negativen Pol der Batterie 23 verläuft. Das Relais 33 tritt in Wirksamkeit und verbindet den positiven Pol der Batterie π mit dem Leiter 46. da aber Segment 1 des Ringes 31 stromlos ist und die Bürste über dieses Segment gleitet, so ist der Druckerstromkreis über Leiter 46 unterbrochen und der erste Stoß durch die Wicklung des Relais 33 unwirksam. Wenn während der Umdrehung die Bürste 38 die Segmente 3 und 2 der Ringe 27 und 28 überbrückt, so wird ein Stromkreis geschlossen, der durch die Wicklung des Relais 20 verläuft. Dieser Stromkreis geht vom positiven Pol der Batterie 23 über den positiven Kontakt und den Anker des Relais 17, Leiter 22, die durch die Bürste 38 miteinander verbundenen Segmente 3 und 2, Leiter 47 und über die Wicklung des Relais 20 zum negativen Pol der Batterie 23 zurück. Das Relais 20 tritt jetzt in Wirksamkeit und bringt seinen Anker in Verbindung mit seinem negativen Kontakt. Während die Bürste 38 über die Segmente 3 und 2 gleitet und diese überbrückt, überbrückt die Bürste 39 den zusammenhängenden Ring 29 und das Segment 2 des Ringes 31. Da ferner die Wirksamkeit des Relais 17 bewirkt hat, daß das Relais 33 sich betätigt, wird der am positiven Kontakt des Relais 33 vorbereitete Stromkreis nunmehr geschlossen, und zwar über Bürste 39, Segment 2, die Wicklung des Wählermagneten 41, des Druckers und den Minuspol der Batterie 48. Der Magnet 41 tritt dadurch in Wirksamkeit in Übereinstimmung mit dem ersten Stromstoß.
Während der weiteren Umdrehung der Bürste 38 werden zunächst die Segmente 5 und 3 der Ringe 27 bzw. 28 überbrückt. Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen, der wie folgt verläuft: Pluspol der Batterie 24, Wicklung 19 des Relais 17, Rheostat 26, Segmente 3 und 5, Leiter 21, Anker und Minuskontakt des Relais 20, Minuspol der Batterie 24. Das Relais 17 tritt wieder in Wirksamkeit und bringt seinen Anker in Verbindung mit dem negativen Kontakt, wodurch der Anker in dieselbe Stellung gelangt wie der Anker des Relais 20 und ein negativer Strom n0 durch die Wicklung des Relais 33 fließt. Jetzt ändert das Relais 33 die Stellung seines Ankers und verbindet den Minuspol der Batterie 36 mit dem zusammenhängenden Ring 29. Da aber die Brücke 39 das stromlose n5 Segment 3 und den zusammenhängenden Ring überbrückt, wird kein Stromkreis geschlossen. Wenn die Brücke 38 die Segmente 7 und 4 der Ringe 2-j und 28 erreicht, so wird ein Stromkreis geschlossen, der vom Pluspol der Batterie 24 über die Wicklung des Relais 20, Leiter 47, Segmente 4 und 7, Lei-
ter 22, Anker und Minuskontakt des Relais 17 zum Minuspol der Batterie 24 verläuft. Das Relais 20 wird zum zweiten Male betätigt, und sein Anker legt sich gegen den Pluskon- S takt an. Gleichzeitig mit der Bewegung der Bürste über das Segment 4 des Ringes 28 liegt die Bürste 39 in Berührung mit dem Segment 4 des Ringes 31, und da dieses Segment 4 mit dem Wählermagneten 42 in Verbindung steht, wird ein Stromkreis geschlossen, der vorbereitet wurde, als der Anker des Relais 33 mit dem Minuspol der Batterie 36 in Verbindung kam. Der Magnet 42 übt aber in diesem Stromkreis keine Wirkung aus, da an beiden Enden des Stromkreises gleiche Polaritäten vorhanden sind.
Diese Umkehrungen werden im Schwingungsstromkreis während der weiteren Bewegung der Bürsten 38 über die Ringsätze 30 ao und 40 wiederholt. Es ist klar, daß, wenn kein entgegengesetzter Strom durch die Haltewicklung 18 fließt, das Schwingungsrelais 17 in Übereinstimmung mit den Stromstößen arbeiten wird, die die Bürste 38 erzeugt, wenn sie über die ungerade numerierten Segmente des Ringes 28 gleitet. Es ist weiter klar, daß durch die Betätigung des Relais 17 das Hilfsrelais 20 die Stellung seines Ankers ändert, während die Bürste auf das nächste gerade numerierte Segment übergeht. Durch diese Änderung der Ankerstellung wird der nächste gegen den Drucker gerichtete Stromkreis umgekehrt.
Wenn die eingehenden Signale, d. h. diejenigen, die aus zwei oder mehreren Stromstößen bestehen, nach der Verstärkung eine ausreichende Stärke haben, um das Relais 11 zu betätigen, so wird ein Stromstoß durch die Signalschleife 49 und die Haltewicklung 18 des Relais 17 gesandt. Ist die Polarität des dadurch in der Wicklung 18 entstehenden Stromes entgegengesetzt zu der Polarität des gleichzeitig durch die Wicklung 19 fließenden Stromes, so kann das Relais 17 nicht schwingen, und der Anker dieses Relais wird in der S teilung festgehalten, in welche sie unmittelbar vorher bewegt wurde. Das Hilfsrelais 20 kann ebenfalls nicht schwingen, und die Polarität des nächsten Schwingungsstoßes go durch die Wicklung des Relais 17 ist dieselbe wie vorher, wodurch eine Neigung entsteht, den Anker des Relais 17 von dem Kontakt, gegen welchen er anliegt, wegzubewegen. Die Polarität der Haltewicklung 18 ist derart, daß die durch die Wicklung strömenden Impulse den Anker des Relais 17 in derselben Richtung bewegen, wie bei dem Anker des Relais 11, und durch Einstellung der relativen Stärke der Stromimpulse in der Schleife und in dem Schwingungsstromkreis mittels der Rheostaten 25 und 26 wird der Strom im Schleifenstromkreis stärker als der Schwingungsstromkreis gemacht, so daß das Relais 17 durch die Bewegungen des Relais 11 gesteuert wird, ohne Rücksicht auf die PoIarität der Stromimpulse, die gleichzeitig durch die Schwingungswicklung 19 gesandt werden. Die. Minimalstärke der Stromimpulse im Schwingungsrelais wird mittels des Widerstandes 26 derart eingestellt, daß dieselbe gerade ausreicht, um das Relais 17 zu betätigen, wenn die Signalschleife 49 offen ist. Bei dieser Anordnung steuern die Schwingungsimpulse das Relais 17 nur dann, wenn die Signalschleife offen ist.
Da die Bürste 38 auf demselben Bürstenarm (nicht gezeigt) sitzt wie die Empfangsbürste 39, sind die Schwingungsimpulse synchron mit den Einheitsimpulsen der von der Leitung oder dem Kabel empfangenen Signale, unter der Voraussetzung, daß die Bürste 39 mit diesen Signalen synchron ist. Es ist klar, daß, wenn irgendwelche der Stromstöße von Einheitslänge wegen Versagen des Verstärkersignalrelais 11 ausfallen, trotzdem immer ein Schwingungsstrom in der Schwingungswicklung 19 des Relais 17 fließt, so daß das Relais 17 betätigt wird und die verlorenen Stromstöße wiederherstellt. Das Arbeiten des Relais 17, welches sowohl von den Halte- wie von den Schwingungswicklungen gesteuert wird, bewirkt somit tatsächlich, daß die Signale so wiedergegeben werden, wie sie ursprünglich von dem entfernten Sendeverteiler ausgesandt wurden, und diese Signale werden über Relais 30 dem Drucker zugeführt, der eine Aufzeichnung macht, welche die vollständige von der Sendeseite ausgesandte Signalkombination wiedergibt.
Abb. 2 zeigt eine Reihe von Kurven, die die Ströme in den verschiedenen in Abb. 1 gezeigten Stromkreisen darstellt. DieAbbil-" dung zeigt weiter die Polaritäten der Signale beim Senden und bei der Wiedergabe in der Empfangsstation, wo sie den Drucker betätigen. In dieser Abbildung stellen die dünnen waagerechten Linien die Nullwerte der verschiedenen Ströme dar, während die senkrechten Linien die Signalintervalle angeben. Jedes Intervall ist in zwei Hälften gezeigt, um den Gegenstromteil eines jeden der von der entfernten Station gesandten Signale anzudeuten.
Die Kurvet zeigt die Strompolaritäten mehrerer willkürlich gewählten Signale, die von den Sendesegmenten des Verteilers in der entfernten Station ausgesandt werden. Es sind sieben Signale gezeigt, von welchen die ersten fünf ein Mitteilungskennzeichen für den Stromweg bilden, der mit dem Drucker in Verbindung steht. Diese Signale be-
stehen aus Einzelstromstößen von positiver und negativer Polarität, die durch Zeitintervalle voneinander getrennt sind. Während dieser Intervalle ist das Kabel geerdet. Die Intervalle haben dieselbe Länge wie die Stromstöße. Es hat sich gezeigt, daß die ausgesandten Stromstöße bedeutend weniger verzerrt als sonst am Empfangsende ankommen, wenn das Kabel für die Hälfte eines jeden
ίο Signales geerdet wird. Um eine solche Erdung herzustellen, sind am Sendeverteiler für jedes Signalintervall zwei Segmente angeordnet, von welchen das zweite geerdet ist, so daß es während der zweiten Hälfte eines jeden Intervalles den Stromfluß unterbricht. Bei den gezeigten Signalen ist die Polarität des ersten Stromstoßes positiv, diejenige des zweiten negativ, die des dritten und vierten positiv, die des fünften und sechsten negativ und die des siebenten wieder positiv. Bei dieser Signalkombination sind die Stöße des ersten, zweiten und siebenten Signalintervalles von kürzerem Typ und diejenigen des dritten, vierten, fünften und sechsten Intervalles von längerem Typ.
Die Kurve B zeigt den durch die Haltewicklung 18 des Relais 17 (Abb. 1) fließenden Strom, der durch die Tätigkeit des Relais 11 erzeugt wird. Wie erwähnt, werden nur die langen Stromstöße derart verstärkt, daß sie das Relais 11 betätigen können, weshalb in der Wicklung 18 kein Strom empfangen wird, in den Intervallen, in welchen die kurzen Stöße von wechselnden Polaritäten übertragen werden. Die Kurve B zeigt einen ununterbrochenen Stromstoß, der in die Wicklung 18 gesandt wird. Für jeden der längeren Stromstöße in der Kurve A wird in die Wicklung 18 ein solcher ununterbrochener Stromstoß gesandt. Dies ist auf die Kennlinie der empfangenen Signalstromstöße zurückzuführen, welche vom Ausgangsende des Verstärkers in die Wicklungen des Relais 11 hineingesandt werden. Wie beim Telegraphieren auf Unterseekabeln schon bekannt, werden die geerdeten Intervalle zwischen den einzelnen Stromstößen der ausgesandten geerdeten Signale während der Übertragung vernichtet, und die empfangenen Signale erscheinen als ununterbrochene Wellen.
Die Kurven C und D zeigen die Art der Stromstöße, die durch die Schwingungswicklung 19 des Relais 17 bzw. die Wicklung des Relais 20 fließen. Diese Stromstöße sind mit Bezug auf Zeit kürzer als die in der Kurve A gezeigten, weil die unter Strom stehenden Segmente (Abb. 1) entsprechend kürzer sind als diejenigen des Sendeverteilers in dem entfernten Amt. Wie aus der Kurve B zu ersehen ist, fängt der erste lange, von der Wicklung iS zu empfangende Stromstoß während des dritten Signalintervalles an. Der Schwingungsstromkreis mit den Relais 17 und 20 steuert deshalb das Druckerrelais 33 und liefert dem Drucker kurze Stromstöße von wechselnden Polaritäten als Ersatz für diejenigen Stromstöße, die bei der Übertragung während des ersten und des zweiten Intervalles verlorengingen. In der Kurve C ist der Strom, der während des dritten Intervalles durch die Schwingungswicklung 19 des Relais 17 passiert, von derselben Polarität wie der lange Stromstoß in der Wicklung 18. Der Anker des Relais 17 wirkt deshalb wie in dem Schwingungsstromkreis, indem er eine Umkehrung des Stromes in dem Stromkreis verursacht, der durch die Wicklung des Relais 20 verläuft, wenn die Bürste 38 während der zweiten Hälfte des Intervalles über das Segment 6 des Ringes 28 gleitet. Dieser Strom ist, wie aus der Kurve B ersichtlich, positiv. Das Relais 20 tritt in Wirksamkeit, und wenn die Bürste sich zur Einleitung des vierten Intervalles bis zum Segment 7 des Ringes 28 bewegt hat, wird ein Stromkreis durch die Wicklung 19 geschlossen, und der Strom in dieser wird in einen negativen umgewandelt, wie in der Kurve C gezeigt. Weil aber der lange positive Stoß noch in der Wicklung 18 fließt, verbleibt der Anker des Relais 17 in der Stellung, in welcher sie eingestellt wurde während des dritten Intervalles. Der negative Strom durch die Wicklung 19 kann deshalb nicht das Relais betätigen, so daß die gewöhnlichen, von dem Schwingungsstromkreis bewirkten Stromänderungen von dem langen positiven Stromstoß gehemmt werden, der sich über das dritte und das vierte Signalintervall erstreckt, wie dies auch für den langen in der Kurve B gezeigten Stromstoß der Fall ist. Weil der Anker des Relais 17 während des vierten Intervalles auf seinem Pluskontakt festgehalten wird, wird die gewöhnliche Umkehrung des Stromes in dem Stromkreis des Relais 20 verhindert, und der Strom in diesem bleibt wieder positiv, wie in der Kurve D gezeigt. Wenn die Bürste 38 am Anfang des fünften Intervalles das Segment 9 erreicht, liegt der Anker des Relais 20 noch gegen seinen negativen Kontakt an in derselben Stellung, in welche er während des dritten Intervalles gebracht wurde. Negativer Strom strömt somit wieder durch die Wicklung 19, wie in der Kurve C gezeigt, aber zu diesem Zeitpunkt ist, wie aus der Kurve B zu ersehen ist, der lange positive Stromstoß zu Ende, und ein langer negativer Stromstoß wird in der Wicklung 18 vorbereitet. Der Anker des Relais 17 spricht jetzt auf den negativen Strom in der Wicklung 19 an und bewegt sich zu sei-
nem Minuskontakt, auf welchem er während des langen negativen Stoßes verbleibt. Wenn die Bürste 38 das Segment 10 in der letzten Hälfte des fünften Intervalles erreicht, wird der Strom in dem Stromkreis umgekehrt, der durch das Relais 20 verläuft, und dieser Strom ist, wie aus der Kurve D zu ersehen ist, negativ. Die Polaritäten der Stromstöße in der Kurve D sind dieselben wie in der Kombination, die gewählt wurde, um die Arbeitsweise des Systems über den mit dem Drucker 50 verbundenen Stromweg zu erklären.
Die Kurve B stellt die Ströme dar, welche durch die Wicklung des Relais 33 des Drukkers fließen. Diese Ströme entsprechen den durch das Relais 20 fließenden Strömen (Kurve D) und sind direkt von dem Relais 17 gesteuert. Der Anker des Relais 17 bleibt auf einem seiner Kontakte liegen, während die Bürste 38 zwei (oder mehrere) Segmente des Ringes 28 überquert, weshalb die Stromstöße durch das Relais 33 die Dauer der vollen Signalintervalle haben.
Kurve F zeigt die Stromstöße, welche den ursprünglich übertragenen Signalen entsprechen und die von den Wähler magneten des Druckers empfangen werden. Wie schon bekannt, dient der mittlere Teil jeder Stromstoßeinheit für das Wählen, wodurch verhindert wird, daß die Relaiskontakte klappern oder daß andere Unregelmäßigkeiten entstehen, welche ein verkehrtes Arbeiten der Wählermagnete bewirken könnten.
Die Kurve F stellt diejenigen Teile der Signale gemäß der Kurve E dar, welche die Wählermagnete des Druckers betätigen. Die Länge dieser Stromstöße wird durch die Länge der Segmente 39 des Empfangsverteilers bestimmt. Gewöhnlich ist ihre Länge gleich die Hälfte der Länge der Einheitssignalstromstöße.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Telegraphenanlage mit Zeichenwiederherstellung unterVerwendung synchron laufender Verteiler, eines Empfangsrelais, welches auf stark gedämpfte Stromstöße von kurzer Dauer nicht anspricht, und eines Hauptrelais, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hilfsrelais (20) vorgesehen ist, welches zusammen mit dem Verteiler eine Wicklung (19) des Hauptrelais (17) derart steuert, daß die verlorenen kurzen Zeichenstromstöße wiederhergestellt werden, und daß ferner eine andere Wicklung (18) des Hauptrelais durch lange Zeichenstromstöße vom Empfangsrelais allein derart gesteuert wird, daß es die langen Stromstöße wiederherstellt.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Haupt- und Hilfsrelais derart mit einem Synchronverteiler verbunden sind, daß, falls keine langen Zeichenstromstöße einlaufen, sie ununterbrochen mit einer Frequenz bewegt werden, die mit der kürzesten der über das Kabel zu sendenden Frequenzen vergleichbar ist.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der erwähnten Haupt-, Hilfs- oder Schwingungsrelais (17 oder 20) eine lokale Wicklung aufweist, weiche Wicklungen abwechselnd von dem Verteiler gesteuert werden, und daß das Hauptschwingungsrelais (17) außerdem eine Leitungswicklung besitzt, die nicht von dem Verteiler gesteuert wird.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom durch die lokale Wicklung eines Schwingungsrelais (17 oder 20) nicht nur vom Verteiler, sondern auch von den Kontakten des anderen Schwingungsrelais gesteuert wird.
  5. 5. Verfahren zur Betätigung einer Telegraphenanlage nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungssignale nur dann der Leitungswicklung des Hauptschwingungsrelais (17) aufgedrückt werden, wenn zwei oder mehrere demselben Signal gehörige Stromstöße von Einheitslänge in Reihenfolge ankommen, was dadurch erreicht wird, daß das Empfangsrelais (11) so bemessen wird, daß es seine Kontakte nicht schließt, wenn es von einem einzelnen Stromstoß von Einheitslänge oder von einer regelmäßigen Reihe von abwechselnd positiven und negativen Stromstößen von Eiuheitslänge beeinflußt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
    ttftfUJN. GiSi)ItUCKT lft I)Ut
DEE35790D 1926-06-19 1927-06-10 Telegraphenanlage mit Zeichenwiederherstellung unter Verwendung synchron laufender Verteiler, eines Empfangsrelais, welches auf stark gedaempfte Stromstoesse von kurzer Dauer nicht anspricht, und eines Hauptrelais Expired DE503514C (de)

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