DE501034C - Steuergetriebe fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen mit drehender Schnittbewegung bei Hinundhergang der Werkzeugspindel - Google Patents
Steuergetriebe fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen mit drehender Schnittbewegung bei Hinundhergang der WerkzeugspindelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Steuergetriebe für spanabhebende Werkzeugmaschinen mit
drehender Schnittbewegung, bei denen die Treibwelle durch eine lösbare Kupplung absatzweise
angetrieben' wird. Es ist bekannt, die Kupplung durch den Hinundhergang der
Werkizeugspindel selbsttätig zu steuern.
Die Erfindung löst diese Aufgabe in einer bei der Bearbeitung kleiner Werkstücke, die
dem Schneidwerkzeug in rascher Folge zugeführt werden, besonders geeigneten Art und ist dadurch gekennzeichnet, daß unter
dem Einfluß des Hinundhergangs der Werkzeugspindel zwei die Kupplung steuernde Stifte hin und her bewegt werden, um eine
Klinke, die innerhalb eines Wellenstücks in: axialer Richtung schwenkbar ist, von der
Verzahnung des Kupplungsgegengliedes abzuziehen oder unter der Wirkung einer Feder
ao in dde Verzahnung zurückschnappen zu lassen. Weiter bietet die Erfindung eine als Gewindespindel
ausgebildete Hilfssteuerwelle, die beim Leergiang von einem als Mutter gestalteten,
sich gegen einen einstellbaren Anas schlag legenden Rad. angetrieben wird, während
eine zweite, zwischen zwei weiteren einstellbaren Anschlägen hin und her gehende
Mutter die Stifte und dadurch die Kupplung für das Ein- und Ausrücken der .beiden Gänge
steuert.
Endlich wird erfindungsgemäß für eine weitere Sicherung dtes rechtzeitigen Abfangens
der Mutter gesorgt, indem die Mutter mit einem Stelltiebel verbunden ist, den das
Werkzeug auf der Spindel in Bewegung setzt, sobald es· seine Arbeit an dem Werkstück getan
hat, wobei die Mutter und durch sie die Anschliagstifte so bedient werden, daß dem
Abwärtsgang der Spindel Einhalt getan wird.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispie! veranschaulicht;
es sind:
Abb. ι Seitenansicht der Maschine mit Schneidkopf für Außengewinde,
Abb. 2 Teilgrundriß des hinteren Endes der Maschine mit teilweise abgehobenem Gehäuse,
Abb. 3 Teilschnitt etwa in der Ebene 3-3 der Abb. 2,
Abb. 4 senkrechter Teilschnitt in der Ebene 4-4 der Abb. 2,
Abb. 5 ähnliche Darstellung längs der Ebene 5-5 der Abb. 2,
Abib. 6 Teilansicht der Hilf ssteuerwelle und ihrer Verbindung mit der Hauptspindel.
Die Werkzeugspindel 14 ist in einem Kopf
12 der Säule 10 gelagert.
Von der Säule 10 aus geht nach rückwärts ein Gehäuse 18 (Abb. 2), 'das teils von dler
Säule selbst und teils von einer Stütze 17 getragen wird; in dem Gehäuse läuft eine
Welle 19, die über ein Kegelrädergetriebe 20, 21 und ein Geschwindigkeitswechselgetriebe
ein auf der Spindel 14 längsverschiebbar,
jedoch nicht drehbar angebrachtes Kegelzahnrad 25 antreibt.
Die Arbeitsstücke werden auf einem Drehtisch 28 in absatzweiser Bewegung unter das
Schneidwerkzeug geführt, das hier durch eine selbsttätig aufgehende Backenverbindung 27
dargestellt ist.
Gemäß Abb. 1 bis 5 steht die in Lagern 35 und 36 am Unterteil des Gehäuses 18 laufende
Antriebswelle 19 durch ein Stirnrädergetriebe 37, 38 mit einem Sperrad 39 in Verbindung.
Das Stirnrad 38 sitzt fest auf einer Muffe 40 (Abb. 3), die in einem Lager 41 -um· eine zur
Welle 19 parallele Achse umläuft; die Welle 42 ist in der Muffe 40 gelagert und setzt sich
in eine Trommel 43 fort, die an einem Ende' eine Bohrung zur Aufnahme einer Welle 44
aufweist, die durch eine Preßschraube 45 mit der Trommel fest verbunden ist. D"ie Welle
44 trägt an ihrem freien Ende die Kurbel 34° (Abb. ι) und läuft in einem Lager 46, das zusammen
mit dem Lager 41 an dem unteren .Teil des Gehäuses 18 angeordnet ist. Zu beachten
ist, daß die Muffe 40 gegen die Trommel 43 drehbar ist.
Es ist jedoch die Möglichkeit einer Verbindung zwischen der Muffe und der Trommel
mittels des Kopfes 39 vorgesehen; diese Verbindung besteht im vorliegenden Beispiel
aus einer Reihe von Sperrzähnen'47 und einer Sperrklinke 48, die ausschwingbar an
der Trommel sitzt und in die Zähne 47 eingreifen kann. Diese Sperrklinke 48 ist innerhalb
einer durchgehenden Aussparung 50 bei 49 an der Trommel angelenkt und bildet einen
Sperrstift, der gewöhnlich unter 'der Wirkung einer Feder 51 die Verbindung zwischen der
Muffe und der Trommel im Sinne des Antriebes in der einen Richtung herstellt. Die
Feder 51 ist in einer Bohrung 52 in der Trommel untergebracht und drückt auf die
Klinke 48.
Das freie Ende der Sperrklinke ragt um eine beträchtliche Strecke über den Umfang
*S der Trommel 43 hinaus, und auf einander gegenüberliegenden Seiten der Trommel liegt
ein Paar Anschlagstifte 53 und 54, von denen sich der eine stets im Bereich der Bewegung
des freien Endes der Sperrklinke 48 befindet, wenn die Klinke mit der Trommel 43 umläuft.
Die Stifte 53 und 54 werden von Armen 55, 56 auf einer Stange 57 gehalten, die gleitbar in Lagern 59, 60 eines Ansatzes
58 angeordnet ist. Der Ansatz 58 besteht mit dem Lager 41 aus einem Stück und erhebt
sich aus ihm. Von ihm gehen ein Paar vorstehende Arme 6r aus, deren jeder eine Tnagmuffe
62 aufweist, worin die Haltestifte 54, 53 gleitend liegen.
Wie Abb. 2 zeigt, ist die Sperrklinke 48 an ihrem freien Ende, mit dem sie an den Zähnen
47 zum Anliegen kommt, abgeschrägt, so daß sie laicht mit ihnen zum Eingriff zu bringen
ist und eine nockenartige Oberfläche bildet, die -mit den Haltestiften 53, 54 zusammenwirken
kann. Vorzugsweise haben auch diese Haltestifte abgeschrägte Enden, die mit denen
der Sperrklinke 48 zusammenpassen und bei der erwähnten Bewegung als Knaggen dienen,
um die Sperrklinke außer Eingriff mit den Zähnen 47 und dadurch die Trommel 43 zum
Halten zu bringen.
Die Stifte 53, 54 können einzeln unter der Einwirkung der Spindel 14 in den Bereich der
Sperrklinke48 gebracht werden; dies geschicht durch eine sogleich zu beschreibende
Anordnung, mit dem Zwecke, die absatzweise Drehung der Trommel und der Nocken 63
und 64, die beide auf der Welle 44 ,sitzen, zu bewirken.
Die Nocken 63 und 64 sollen das Abwärtsgehen der Spindel zunächst mit verhältnismäßig
großer Geschwindigkeit und dann mit einer geringeren, der Arbeitsgeschwindigkeit,
bewirken. Zu diesem Zweck kommt der Kunvennocken 63 (Abb. 4) in Arbeitseingriff mit einer Rolle 65 auf dem freien Ende eines
Hebels 66, der auf einer schwingenden Welle 67 befestigt ist; diese Welle wird von einer
am unteren Ende des Gehäuses 26 angebrachten Stütze 68 (Abb. 4) getragen. Auf der
Schwingwelle 67 ist ein Zahnbogen 69 aufgekeilt, der mit einem Ritzel yo in Eingriff
steht; das Ritzel dreht sich auf einer Welle 71 in einem gleichfalls an der Stütze 68 vorgesehenen
Lager 72. Fest mit dem Ritzel 70 verbunden ist ein Kettenrad 73, das über eine Kette 74 (Abb. 1) mit einem Kettenrad 75
zusammenarbeitet, das seinerseits auf dem mit Gewinde versehenen Ende 76 (Abb. 6)
einer quer gerichteten Hilfssteuer welle yy befestigt ist. Ein verstellbarer Anschlag 78
mit einem Vorsprung 79 kann in ein Ohr 80 am Kettenrad 75 eingreifen, wenn sich das
Rad in einer Richtung bewegt, um mit der Welle gekuppelt zu werden und ihr seine Drehung
mitzuteilen. Auf diese Weise wird eine einstellbare Freilaufverbindung zwischen dem
Nocken 63 und der Welle hergestellt.
Fest auf der Welle yy sitzt ein Ritzel 81
(Abb. 1), das in eine mit der Muffe 13 an deren hinterer Seite fest verbundene Zahnstange
82 eingreift. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Spindel beim Arbeiten des
Nockens 63 anfänglich mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit abwärts bewegt wird.
Im letzten Teile der Bewegung des Nockens kommt der andere Nocken 64 zur Tätigkeit
und bewirkt das weitere Abwärtsgehen der Spindel, jedoch mit einer geringeren Ge- iao
■schwindigkeit, der Arbeitsgeschwindigkeit. Der Nocken 64 arbeitet auf eine an einem
Schuh 84 (AbIb. 4) befindliche Rolle 83; der Schuh 84 kann auf der Nockenwelle 44 wegen
seines Schlitzes 85 gleiten. Starr mit dem
. Schuh verbunden, tritt eine Stange 86 schräg nach vorn durch das untere Ende des Gehäuses
26 ein und tritt aus dem Gehäuse nahe von dessen oberem Ende seitlich wieder heraus,
wofür das Gehäuse hier etwas eingezogen ist. Diese Stange steht am oberen Ende mit einem Hebel 87 (Abb. 1) in Verbindung,
der auf einem seitwärts aus dem Gehäuse 26 herausragenden Bolzen 88 gelagert und: mit
einem auf einer Welle 90 befindlichen Arm 89 in Beziehung ist. In dem Gehäuse 26 kämmt
ein Schneckenrad 91 mit einer auf der getriebenen Welle 23 des Geschwindigkeitsweehselgetriebes
befestigten Schnecke 92. Gleichfalls starr auf der Welle 90 befestigt ist
ein Stirnzahnrad 93, dass über ein Räderwerk
so 94, 95 und 96 eine waagerechte Welle 97 und über ein Kegelräderpaar 98 eine senkrechte
Welle 99 antreibt. Letztere trägt an ihrem unteren Ende eine Schnecke 100, die mit
einem Schneckenrad 101 auf einer Welle 102
(Abb. ι und 6) zusammenarbeitet. Die Zahnräder 94, 95 96 und die Schnecke 100 nebst
ihrer Verbindung durch das Zahnrad 96 sitzen sämtlich auf dem Tragarm 89, und da
das Zahnrad 93 mit diesem Arm die Drehachse gemeinsam hat, ist ersichtlich, daß der
Tragarm durch seine Verbindung mit dem Hebel 87 so geschwungen werden kann, daß
er die Schnecke 100 in und außer Eingriff mit
dem Schneckenrad 101 zu bringen vermag, Lndem
der Nocken 64 die Stange 86 und damit das freie Ende des Hebels 87 herunterziehen
kann, um den gewölkten Eingriff der Schnecke
100 in das Schneckenrad 101 hervorzurufen.
Gewöhnlich wird die Schnecke 100 außer
4.0 Eingriff mit dem Schneckenrad 101 gehalten,
und zwar durch eine Schraubenzugfeder 103°, die das obere vordere Ende der Stange 86 umgibt
und sich zwischen dem Gehäuse 26 und dem Zapfen, mittels dessen 'die Stange 86 mit
dem Hebel 87 verbunden ist, abstützt.
Die Verbindung zwischen idem Hebel 87
und dem Tragarm 89 weist eine Schraubendruckfeder 103 auf, die in einem rohrartigen
Teil 104 des Hebels 87 liegt und durch eine Art Tauchkolben 105 gegen einen Vorsprung
106 am Tragarm drückt. Es leuchtet ein, daß diese Feder 103 in dem Hebel 87 eine
nachgiebige Verbindung zwischen dem Hebel 87 und dem Tragarm 89 bildet, so daß, wenn
die Schnecke 100 zu dem Schneckenrad 101
gerade nicht passend steht,, die Teile vor Schaden bewahrt werden.
Die Welle 102, auf der das Schneckenrad
Die Welle 102, auf der das Schneckenrad
101 sitzt, ist mit der quer gelegenen Hilfssteuerwelle
77 durch ein Übersetzungsgetriebe (Abb, 6) verbunden, und hieraus ergibt sich
der gewünschte langsame Arbeitsvorschub der Spindel. Dieses Übersetzungsgetriebe
umfaßt im vorliegenden Beispiel ein auf der Welle 102 sitzendes Ritzel 107, das in einen
Innenzahnkranz 108 eines fest auf der Welle 77 angebrachten Gehäuses 109 eingreift; von
der Welle 77 aus erfolgt dann der Vorschub durch das Rad 81 auf die Zahnstange'82.
Es ist ersichtlich, daß der Nocken 63 zur Hervorbrinigung der ersten Abwärtsbewegung
der Bohrspindel 14 (schnelles Heranbringen des Werkzeuges an das Werkstück) das
Kettenrad 75 auf dem Gewinde 76 der Welle 77 in Drehung versetzt. Diese Anfangsbewegung
der Bohrspindel beginnt allerdings erst dann, wenn das Zahnrad auf seinem Schraubengange
längs der Welle gegen den einstellbaren Anschlag 78 stößt. Daher ist die Stellung
des Anschlags 78 auf der Welle 76, 77 maßgebend für den Beginn der durch den
Nocken 63 hervorgerufenen Abwärtsbewegung der Bohrspindel. Ein augenblickliches Einhalten im Abwärtsgange der Spindel tritt
nach einer solchen anfänglichen Bewegung infolge der Form des Nockens 63 ein; in
diesem Augenblick kommt der Nocken 64 zur Wirkung und schwingt die Schnecke 100 in
Eingriff mit dem Schneckenrad 101. Auf diase Weise wird im letzten Teil des Abwärtsganges
der Spindel die Welle 77 über das Getriebe 91 bis 94 usw. und über das
Übersetzungsgetriebe 107, 108 in Drehung versetzt.
Das obere Ende der Spindel 14 ist von einer Wickelfeder no umgeben, die -zwischen
einer Anlage in und einem Zahnrad: 25 liegt, das im oberen Ende des nach vorn gerichteten
Teils des. Gehäuses 26 arbeitet. Wie man leicht sieht, wird die Feder 110 beim
Niedergehen der Spindel 14 zusammengedrückt. Nähert sich aber die Spindel einem
vorbestimmten Punkt ihrer Bahn, nämlich demjenigen, wo durch das Werkzeug 27 ein
Gewinde von bestimmter Länge geschnitten ist, so wird die Spindel 14 freigegeben, so
daß sie unter der Wirkung der Feder 110 fast augenblicks ihre Rückbewegung nach oben
ausführt. Damit die Spindel 14 unter der Wirkunig der Feder 110 zurücklaufen- kann, no
ist es notwendig, die Schnecke 100 von dein Schneckenrad 101 zu entfernen. Dies geschieht durch die Feder 103, welche die Welle
99 in ihre Ausgangstage zurückführt, und zwar weil der Nocken 64 derart (geformt ist,
daß sich in diesem Augenblick die Rolle 83 auf die Nockendrehachse zu bewegt. Die
Rückkehr der Spindel 14 in ihre Anfangslage gestattet die Ausgtangsbewegung des Nockens
63, die zum Niedergehen der Spindel führt. Es sei nunmehr diese Steuervorrichtung beschrieben.
Wie erwähnt, ragt die quergerichtete Welle 77 bis über das Gehäuse 109 hinaus und ist
mit Gewinde 76 versehen (Abb. 6). Auf diesem mit Gewinde versehenen Teil der
Spindel befinden sich außer dem Anschlag 78 noch die Anschläge 112 und 113, zwischen
denen eine Mutter 114 wandert; die Anschläge und dieMutter haben Vorsprünge 112a,
ΐΐ3α, 114°, die ineinandergreifen können.
Die Mutter steht durch einen Arm 115 (Abb. 1) und einen Lenker 116 mit der
Stange 57 in Verbindung, welche die Haltestifte 53 und 54 des Hauptsteuergetriebes
bedient. Die tiefste Stellung, bis zu der die Spindel hinabgehen darf, kann durch Verstellung
des Anschlages 112 (Abb. 6) entsprechend der Länge des zu schneidenden Gewindes
oder der Tiefe des zu bohrenden Loches eingestellt werden. Ist diese Stellung erreicht, so berührt die Mutter 114 den Anschlag
112, und die daraus folgende Drehung der Mutter bewegt die Stange 116 nach oben
und nach vorn und bringt die Sperrklinke 48 aus dem Bereich des Anschlagstiftes 53, wo·
durch die Sperrklinke zum Eingriff mit den Zähnen, 47 des Kopfes 39 gelangt. Bei der
nunmehr einsetzenden Drehung des Kopfes wird die Nockenwelle 44 in Umdrehung versetzt,
und bei dieser Drehung der Nockenwelle gestattet der Nocken 64 eine Bewegung der
Rolle 83, so daß die Feder 103** die Schnecke
100 von dem Schneckenrad 101 zu lösen vermag.
Jetzt bewegt sich die Bohrspindel aufwärts; infolge der Wirkung Uer quieirgieirichtetein HilfsstteueEwelle 77 dreht sich das Kettenrad 75, um den zu dem Nocken 63 gehörenden Hebel 66 in seine Anfanigsetellung zurückzubringen (Abb. 4). Erreicht die Spindfei ihre höchste Stellung, so stößt die Mutter 114 gegen den Anschlag 113, bewegt dadurch die Stange 57 nach unten und hinten und bringt den Haltestift 54 aus dem Bereich der Sperrklinke 48. Es ist zu beachten, daß sich nach der Ablösung des Nockens 64 von der Rolle 83 die Welle 44 ungefähr um i8o° dreht und den Nocken 63 zu fast augenblicklichem Eingriff mit dem Hebel 66 bringt. Daher wirkt nach der Rückkehr der Spindel in ihre höchste Stellung der Nocken 63 unmittelbar darauf hin, daß die Spindel ihre Abwärtsbewegung mit hoher Geschwindigkeit wieder beginnt; die Wirkung des Nockens 64 schließt sich an, um das Niedergehen der Spindel während des Schneidens fortzusetzen.
Jetzt bewegt sich die Bohrspindel aufwärts; infolge der Wirkung Uer quieirgieirichtetein HilfsstteueEwelle 77 dreht sich das Kettenrad 75, um den zu dem Nocken 63 gehörenden Hebel 66 in seine Anfanigsetellung zurückzubringen (Abb. 4). Erreicht die Spindfei ihre höchste Stellung, so stößt die Mutter 114 gegen den Anschlag 113, bewegt dadurch die Stange 57 nach unten und hinten und bringt den Haltestift 54 aus dem Bereich der Sperrklinke 48. Es ist zu beachten, daß sich nach der Ablösung des Nockens 64 von der Rolle 83 die Welle 44 ungefähr um i8o° dreht und den Nocken 63 zu fast augenblicklichem Eingriff mit dem Hebel 66 bringt. Daher wirkt nach der Rückkehr der Spindel in ihre höchste Stellung der Nocken 63 unmittelbar darauf hin, daß die Spindel ihre Abwärtsbewegung mit hoher Geschwindigkeit wieder beginnt; die Wirkung des Nockens 64 schließt sich an, um das Niedergehen der Spindel während des Schneidens fortzusetzen.
Es ist Vorsorge getroffen, daß die Mutter 114 beim Abwärtsgehen dier Spindiel statt
infolge ihres Anlegens gegen den Anschlag 112 vieimeiiir durch idle sielbstöffnendie Bakkenanardnung
27 zur Wirkung gebracht wird. Hierzu ist ein Hebel 117 bei 118 an eine
Stütze 119 angelenkt, so daß er mit dem
einen, unten am Umfange der selbstöffnenden Backenanordnung 27 anliegenden Ende
in waagerechter Richtung schwingen, kann. In dieser Backenanordnung finden sich meh- '
rere Gewindebacken, die so angeordnet sind, daß sie sich nach außen bewegen und aus dem
Umfange der Backenanordnung hervorstehen, sobald sich diese öffnet. Der Hebel 117 steht
durch einen Winkelhebel 121, der gleichfalls
an der Stütze 119 angelenkt ist, mit einer
Stange 122 in Verbindung, die an ihrem oberen Ende mit einem an der Mutter 114 starr
befestigten Handgriff 123 gelenkig verbunden ist. Die Mutter ist mit der Stange 57 des ".
Steuergetriebes verbunden, so daß der Nocken zur Unterbrechung des Vorschubs und
Freigabe der Spindel unmittelbar nach Ausführung der gewünschten Schneid- oder sonstigen
Arbeit tätig wird.
Es sei nochmals betont, daß die Erfindung, obwohl als Ausf uhrurngslbeispiel eine Gewindeschneidmaschine
gewählt wurde, ebenso gut andere Arbeiten tun kann. 8g
Claims (3)
1. Steuer getriebe für !Spanabhebende Werkzeugmaschinen mit drehender go
Schnittbewegung bei Hinundhergang der Werkzeiigspinlcliel unter absatzwieisein
Antrieb einer Treibwelle durch eine Kupplung, die durch den Hinundhergang der
Werkzeugspindel selbsttätig gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Einfluß des Hinundhergangs der
Werkzeugspindel (14) zwei die Kupplung (43, 48, 47, 39) steuernde Stifte (53, 54)
hin und her bewegt werden, um eine Klinke (48), die innerhalb eines Wellenstücks
(43) in axialer Richtung schwenkbar ist, von der Verzahnung (47) des Kupplungsgegengliedes abzuziehen oder
unter der Wirkung einer Feder (51) in die Verizahnung zurückschnappen zu
lassen.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine als Gewindespindel
ausgebildete Hdlfssteuerwelle (77) no beim Leerganig von einem als Mutter gestalteten,
sich gegen einen einstellbaren Anschlag. (78) legenden Raid (75) angetrieben
wird, während eine zweite, zwischen zwei weiteren einstellbaren· Anschlagen
(112 und 113) hin und her
gehende Mutter (114) die Stifte (53, 54) und dadurch die Kupplung (43, 48, 47, 39)
für das Eül·- und Ausrücken der beiden
Gänge steuert. iao
3. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter
(ι 14) zur weiteren Sicherung des rechtzeitigen
Abfangens mit einem StellJiebel (117) verbunden ist, den das Werkzeug
(27) auf der Spindel (14) in Bewegung setzt, sobald das Werkzeug seine Arbeit
an dem Werkstück getan hat, wobei die Mutter (114) und durch sie die Anschlagstifte
(53, 54) so bedient werden, daß dem Aibwärtsgang der Spindel Einhalt getan wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB125114D DE501034C (de) | 1926-04-23 | 1926-04-23 | Steuergetriebe fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen mit drehender Schnittbewegung bei Hinundhergang der Werkzeugspindel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB125114D DE501034C (de) | 1926-04-23 | 1926-04-23 | Steuergetriebe fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen mit drehender Schnittbewegung bei Hinundhergang der Werkzeugspindel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE501034C true DE501034C (de) | 1930-06-28 |
Family
ID=6996384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB125114D Expired DE501034C (de) | 1926-04-23 | 1926-04-23 | Steuergetriebe fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen mit drehender Schnittbewegung bei Hinundhergang der Werkzeugspindel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE501034C (de) |
-
1926
- 1926-04-23 DE DEB125114D patent/DE501034C/de not_active Expired
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