DE499744C - Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen

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DE499744C
DE499744C DEG69569D DEG0069569D DE499744C DE 499744 C DE499744 C DE 499744C DE G69569 D DEG69569 D DE G69569D DE G0069569 D DEG0069569 D DE G0069569D DE 499744 C DE499744 C DE 499744C
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GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/18Trisazo or higher polyazo dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

Es wurde gefunden, daß man neue substantive Azofarbstoffe erhält, wenn man in beliebiger Reihenfolge auf 1 Mol. Resorcin 1 Mol. diazotierter Dehydrothiotoluidinsulfonsäure und ι Mol. eines diazotierten p-AminoazofarbstofEes der allgemeinen Formel R1 — N = N — R2 — NH2, in welcher R1 und R2 gleiche oder verschiedene hydroxylgruppenfreie aromatische Kerne bedeuten, einwirken
to läßt.
Die neuen Farbstoffe, welche sich durch ein vorzügliches Egalisierungs vermögen auszeichnen, erzeugen auf der pflanzlichen Faser gelbbraune bis rot- bzw. violettbraune und olive Farbtöne von guter Lichtechtheit und Ätzbarkeit. Sie können auch, falls sie Nitro- oder Aminoacidylgruppen enthalten, reduziert bzw. verseift werden, so daß die dann erzielbaren Farbstoffe noch auf der Faser weiter
ao entwickelt werden können.
Beispiel 1
Der Monoazofarbstoff aus 19,5 Teilen diazotiertem sulfanilsaureni Natrium und 24,5 Teilen Natriumsalz der 1 Naphthylamin-6- bzw. 7-sulfonsäure wird in üblicher Weise diazotiert und die Diazoverbindung in Gegenwart von Soda mit dem Monoazofarbstoff vereinigt, der entsteht, wenn man 32 Teile Dehydrothioparatoluidinsulfonsäure diazo tiert, die Diazoverbindung zu einer wässerigen Lösung von 11 Teilen Resorcin gibt und die Mineralsäure mit der berechneten Sodamenge abstumpft. Die Kupplung zum Trisazofarbstoff ist nach kurzer Zeit beendet. Der gebildete Farbstoff wird ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Er stellt ein schwarzbraunes Pulver dar, welches sich in Wasser auf Sodazusatz rotbraun löst. In konzentrierter Schwefelsäure ist er mit dunkelgrüner Farbe löslich. Auf Baumwolle erzeugt er braune Färbungen.
Der gleiche Farbstoff entsteht auch, wenn man die Diazoverbindung des obigen Monoazofarbstoffes aus Sulfanilsäure und 1 Naphthylamin-6- bzw. 7-sulfonsäure auf Resorcin in Gegenwart von Soda einwirken läßt und den entstandenen Diazofarbstoff in üblicher Weise mit diazotierter Dehydrothioparatoluidinsulfonsäure vereinigt.
Ähnliche Produkte werden erhalten, wenn man die Sulfanilsäure durch die Metanilsäure oder die o-Aminobenzolsulfonsäure, die Toluidinsolfonsäuren, die Anisidinsulfonsäuren usw. ersetzt. Es können auch als Anfangskomponenten Disulfonsäuren und als Mittelkomponente a-Naphthylamin verwendet werden. Der Ersatz der Sulfanilsäure durch
die p-Nitranilin-o-sulfonsäure führt zu einem gelbbraun färbenden Farbstoff, der Ersatz der Sulfanjlsäure durch Monoacetyl-p-phenylendiamin führt zu einem Farbstoff, der nach Verseifung der Acetylgruppe die Baumwolle rotbraun färbt.
Beispiel 2
30 Teile p-aminoazobenzol-p-sulfonsaures Natrium werden in üblicher Weise diazotiert und die Diiazoverbindung auf dem, wie im Beispiel 1 beschrieben, hergestellten Monoazo farbstoff, erhalten aus 32 Teilen Dehydrothioparatoluidinsulfonsäure und 11 Teilen Resorcin, in sodaalkalischer Lösung- einwirken gelassen. Nach vollendeter· Kupplung wird der gebildete Trisaizofarbstoff ausgesalzen, nitriert und getrocknet. Er stellt ein dunkelbraunes Pulver dar, welches sich im ao Wasser auf Sodazusatz mit gelbbrauner Farbe löst. In konzentrierter Schwefelsäure ist es mit violetter Farbe löslich. Die Färbung auf Baumwolle ist orangebraun.
Ähnlich konstituierte Farbstoffe erhält man durch Heranziehung der p-Aminoazofarbstoffe, welche in bekannter Weise aus den verschiedenen Anilin-, Toluidin-, Chloranilin-, Chlortoluidin-, Nitranälin-, Aminopheinoläthersulfonsäuren usw. und Aminen, wie Ani-Hn, o-Toluidin, p-Xylidin, o-Anisidin, o-Phenetidin, Kresidin usw., erhalten werden.
p-Aminoazofarbstoffe, welche in den beiden Kernen sulfiert sind, wie Aminoazotolüoldisulfonsäure, können auch verwendet werden.
Beispiel 3
34,7 Teile 2-naphthylamin-4» 8-disulfonsaures Natrium werden wie üblich diazotiert und mit 13,7 Teilen Kresidin gekuppelt. Nach vollendeter Kupplung wird der Monoazofarbstoff wie üblich mit Nitrit und Salzsäure weiter diazotiert und mit der sodäalkalisöhen Lösung des wie im Beispiel 1 beschrieben hergestellten Zwischenfarbstoffes aus 32 Teilen Diehydrothiopafatoluidinsulfonsäure und 11 Teilen Resorcin vereinigt. Die Kupplung ist nach kurzer Zeit vollendet. Der Trisazo^- farbstoff wird ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Er stellt ein schwarzbraunes PuI-ver dar, welches sich in Wasser aus Sodazusatz rotbraun löst. In konzentrierter Schwefelsäure" ist das Produkt mit violettgrauer Farbe löslich. Die Färbung auf Baumwolle ist ein Rotbraun.
Hier kann selbstverständlich auch die 2-Naphthylamin-4 · 8-disulfonsäure durch weitere Mono- und Disulfonsäuren, welche sich sowohl vom ß- als auch vom crNaphthylamin ableiten, ersetzt werden. Der Kresidinres-t kann auch durch Reste anderer primärer Amine mit unbesetzter 4-Stellung, wie p-Yylidin, m-Toluidin, o-Anisddin, o-Toluidin, Anilin usw. ersetzt werden.
B ei spi el 4
Der Monoazofarbstoff aus 34,7 Teilen 2-naphthylamin-4 · 8-disulf onsaurem Natrium und 14,3 Teilen a-Naphthylamin wird in üblicher Weise diazotiert und die Diazoverbindung auf den im Beispiel 1 beschriebenen Zwischenfarbstoff aus 32 Teilen Dehydrotbioparatoluidinsulfonsäure und 11 Teilen Resorcin in sodaalkalischer Lösung einwirken gelassen. Nach vollendeter Kupplung wird der Trisazofafbstoff ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Er stellt ein schwarzbraunes Pulver dar, welches sich in Wasser auf Sodazusatz violettbraun löst. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich olive auf. Die Färbung auf Baumwolle ist ein Violettbraun.
Auch hier können statt der 2-Naphthylamin-4 · 8^disulf onsäure andere Naphthylaminsulfonsäuren, wie die 2-Naphthylamin-6-sulfonsäure oder die i-Naphthylamin-2- bzw. 3- bzw. 4- bzw. 5- bzw. 6- oder 7-sulfonsäure oder Difulsonsäuren, wie die i-Naphthylamin-3 · 6- oder 4 · 6-difulsonsäure, verwendet werden, auch kann das a-Naphthylamin durch seine in 4-Stellung kuppelnden Substitutionsprodukte ersetzt werden. So bildet z, B. der go Farbstoff 1 Naphthylamin-6- bzw. 7-sulfonsäure —->- T-Naphthylamin-6- bzw. 7-sulfonsäure —->- Resorcin -<— Dehydrothioparatoluidinsulfonsäure ein schwarzbraunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe, in Wasser auf Zusatz von Sodalösung mit violettbrauner Farbe löst und auf Baumwolle ebenfalls violettbraune Töne erzeugt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man in beliebiger Reihenfolge auf 1 Mol. Resorcin 1 Mol. diazotierter Dehydrothiotoluidinsulfonsäure und1 i'Mol. eines diazotierten p-Aminoazofarbstoffes der allgemeinen Formel R1 — N =: N —■ R2 — NH2, in welcher R1 und R2 gleiche oder verschiedene hydroxylgruppenfreie aromatische Kerne bedeuten, einwirken läßt.
DEG69569D 1926-03-08 1927-02-22 Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen Expired DE499744C (de)

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CH122754A (de) 1927-10-01
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