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Aus Längsabschnitten zusammensetzbares Boot Die Erfindung bezieht
sich auf ein aus Längsabschnitten zusammensetzbares Boot, insbesondere Kajak, für
Sportzwecke, bei dem der Bootsrumpf aus ringförmigen Schüssen aus steifem, widerstandsfähigem
Baustoff (Holz, Sperrholz, Metall o. dgl.) besteht.
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Gemäß der Erfindung sind die Schüsse ineinanderschiebbar und dichten
sich im ausgezogenen Zustand, abgesehen von etwa zusätzlichen Dichtungswulsten,
-ringen o. dgl., an den Verbindungsstellen im wesentlichen durch konische Pressung.
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An sich sind Konstruktionen von Booten bekannt, die aus ringförmigen
Schüssen zusammensetzbar sind. Dort sind jedoch die Teile mit besonderen Verbindungsgliedern
aneinandergefügt, so daß neben großem Raumbedarf des zerlegten Bootes und großem
Gewicht eine umständliche und zeitraubende Zusammenbauarbeit erforderlich ist.
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Demgegenüber bietet die Anordnung gemäß der Erfindung erhebliche Vorteile.
Aufbau und Zusammenlegen des Bootes kann einfach und schnell vorgenommen werden,
indem beispielsweise zum Aufbau Bug oder Heck des Bootes an der Erde oder an einem
Baum verankert wird und durch Zug am anderen Ende des Bootes die Schüsse in die
Gebrauchslage gespreizt werden. Die Abdichtung der Verbindungsstellen wird dabei
im wesentlichen durch die konische Pressung erzielt.
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Auch gegenüber den bekannten Konstruktionen von zusammenlegbaren,
insbesondere Faltbooten, ergeben sich die erheblichen Vorteile der Steifigkeit und
Widerstandsfähigkeit des Bootes gegen beliebige im Betrieb auftretende Beanspruchung.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
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Abb. x zeigt die Aufsicht auf das Boot, Abb. 2 die Längenansicht,
während Abb. 3 einen Schnitt durch den mittleren Schuß im vergrößerten Maßstabe
veranschaulicht.
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Die vorderen Schüsse sind mit 1r, 12, 13 bezeichnet, die hinteren
Schüsse mit 1q., 15, 16. Die Schüsse =z, r2, 13 sind ineinanderschiebbar; ebenso
wie die Schüsse 1q., 15, 16, während der Mittelschuß 17 von etwa doppelter Länge
der übrigen Schüsse ausgeführt ist, so daß die zusammengeschobenen vorderen und
hinteren Schüsse in den Mittelschuß 17 einschiebbar sind.
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Die ausgezogenen Schüsse sitzen infolge der Pressung außerordentlich
fest ineinander. Der Sitz kann dadurch verbessert und die Dichtigkeit der Fugen
dadurch gesteigert werden, daß, wie Abb. q. im vergrößerten Maßstabe zeigt, zwischen
den einzelnen Schüssen Dichtungsstellen 2o angeordnet werden. So kann man zum Zweck
der Dichtung das jeweils innen liegende Schußende mit einer Nut versehen und diese
Nut mit einem Dichtungsstoff, z. B. aus in der Feuchtigkeit quellendem Stoff, Hanf
oder sonstigen Textilstoffen, anfüllen oder auch Gummi, Leder o. dgl. verwenden.
Auch kann der Dichtungsstoff mit Wasser abweisendem Stoff getränkt
oder
imprägniert werden, wie Fette und ähnliche.
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Um die in die Spreizlage gezogenen Schüsse sicherer in ihrer gegenseitigen
Lage zu halten, können in weiterer Ausbildung der Erfindung die Schüsse durch längs
des Bootes laufende Streben versteift werden oder durch sonstige längs des Bootes
angeordnete Zug- oder Druckmittel. Diese Streben können, wie beispielsweise bei
21, 22 (Abb. 3), an den Seiten des Bootes oder, wie bei 23, auch am Kiel des Bootes
oder an beiden Stellen zugleich angeordnet sein. Die Streben können mit der Bootshaut
verschraubt werden. Eine einfache, sichere, zugleich aber auch beim Zusammenschieben
des Bootes schnell lösbare Versteifungsanordnung ergiebt sich, wenn die Schüsse
Keile oder Keilnuten, vorzugsweise von Schwalbenschwanzprofil, tragen, die mit quer
zur Bootslänge gerichteten Keilnuten der Längsstreben zusammenwirken.
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In Abb. 5 ist in Seitenansicht ein Ausschnitt der Bootshaut 26 veranschaulicht,
der einen Keil 27 von Schwalbenschwanzprofil trägt, wie dies aus der Aufsicht Abb.
6 ersichtlich ist. Die Strebe 22 weist eine der Keilform entsprechende, sich verjüngende
Schwalbenschwanznut 28 auf, wie Abb. 7 in Aufsicht, Abb. 8 (zu Abb. 7 nach unten
geklappt) in -Seitenansicht zeigt.
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Der Aufbau und die Sicherung des Bootes erfolgt nunmehr auf diese
Weise, daß zunächst die Schüsse auseinandergezogen werden, bis die Teilung der auf
den Streben angeordneten Keile oder Keilnuten mit der Teilung der Keilnuten oder
Keile an der Bootshaut übereinstimmt. Alsdann werden die Streben mit ihren Keilen
oder Keilnuten in die Nuten bzw. über die Keile der Bootshaut geschoben. Zur weiteren
Versteifung des Bootes können Spanten oder Ringe, beispielsweise in der Mitte (bei
3o Abb. i), angeordnet werden. Auch können die letzten Bugschüsse durch Schotten
abgedichtet werden, um das Boot, falls es kentern sollte, über Wasser zu halten.
i Die Sitzöffnungen des Bootes 32, 33 können mit einem Flanschring 34 35, beispielsweise
von Winkelprofil, versehen sein, der ebenfalls zur Versteifung der Bootshaut beiträgt.
Um auch den Flanschring bequem in dem zusammengeschobenen Boote unterzubringen,
kann er beispielsweise in der Längsachse des Bootes mit Scharnieren 37 versehen
und zusammenklappbar sein, wie dies Abb. g in vergrößertem Maßstab veranschaulicht.