DE498906C - Schaltungsanordnung zur Weiterleitung des Anrufes ueber mit Verstaerkern ausgeruestete Leitungen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Weiterleitung des Anrufes ueber mit Verstaerkern ausgeruestete LeitungenInfo
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- DE498906C DE498906C DES73229D DES0073229D DE498906C DE 498906 C DE498906 C DE 498906C DE S73229 D DES73229 D DE S73229D DE S0073229 D DES0073229 D DE S0073229D DE 498906 C DE498906 C DE 498906C
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- Devices For Supply Of Signal Current (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
30. MAI 1930
30. MAI 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 498906 KLASSE 21a3 GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
ausgerüstete Leitungen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1926 ab
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für mit Verstärkern ausgerüstete
Leitungen, insbesondere Vierdrahtleitungen mit Gabelverstärkern, bei welchen zur Ubertragung
des Rufstromes über die Verstärker eine niederfrequente Trägerwelle verwendet ist, welche innerhalb des Sprachfrequenzbereiches
liegt. Bei dieser Anordnung ist es erforderlich, an der Empfangsstelle Hilfsverstärker,
Gleichrichter und besondere Abstimmungsmittel vorzusehen.
Gemäß der Erfindung ist einerseits im weitgehendsten Maße vermieden, daß ein
irgendwie verursachter, über die Leitung kommender Strom mit gleicher oder ähnlicher
Frequenz die Rufeinrichtung zum Ansprechen bringt, andererseits ist die Schaltungsanordnung
wesentlich vereinfacht, indem für den Empfang und die Weiterleitung des Ruf-
ao stromes nur entsprechend ausgebildete mechanische Relais verwendet werden.
Erfindungsgemäß steuert dabei ein auf die Trägerfrequenz abgestimmtes Resonanzrelais,
das vorzugsweise als Stimmgabelrelais aus-
»5 gebildet ist, ein Stromstoßrelais, dessenAnker
infolge seiner Trägheit den einzelnen Stromstößen im Rhythmus der Trägerfrequenz nicht
zu folgen vermag, sondern nur im Rhythmus der Anruf frequenz den Stromstoß gruppen entsprechend
bewegt wird. Die Abfallverzögerung ist zweckmäßig so bemessen, daß eine
Weiterleitung der Rufstromgabe verhindert • wird, wenn die Anruf frequenz einen bestimmten
Wert überschreitet, indem dann ein dauernder Ankeranzug stattfindet. Zur Verbesserung
der Wirkung kann das Stromstoßrelais auch mechanisch auf die Anruffrequenz abgestimmt sein.
Die Wirkung des Stromstoßrelais wird auf ein Rufrelais zweckmäßig mittels eines
Übertragers übertragen, der beispielsweise über einen Widerstand dauernd an Spannung
liegt. Dies erfolgt, um die Amplitude der Einschaltstöße unter einer bestimmten Grenze
zu halten, so daß dieses Rufrelais nicht bereits durch einzelne Stromstöße zum Ansprechen
gebracht werden kann. Dieses Rufrelais ist nun in einen Stromkreis eingeschaltet,
der auf die Anruffrequenz abgestimmt ist, so daß eine ungewollte Betätigung der Rufeinrichtung durch Ströme anderer
Frequenzen als der der Anrufströme verhindert ist. Das Rufrelais selbst arbeitet mit
einer Abfallverzögerung, die so groß ist, daß sein Kontakt während der ganzen Dauer eines
Rufes durchgehend geschlossen bleibt. An
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Wilhelm Brechelt in Berlin-Siemensstadt.
Stelle dieses Übertragers kann auch ein Spartransformator zur Verwendung kommen. Um
jede Möglichkeit einer Fehlbetätigung der Weiterrufschaltung auszuschließen, ist es
ferner zweckmäßig, die Weitergabe des Rufes in die abgehende Leitung zu verzögern.
In diesem Fall werden Störströme von der Frequenz des Trägerstromes, die durch die
vorgesehenen Siebmittel nicht unterdrückt to worden sind, daran gehindert, ein fehlerhaftes
Ansprechen des .Weiterrufrelais herbeizuführen, da sie nur unregelmäßig und stoßweise
auftreten. Die Verzögerung der Rufgabe kann dadurch erreicht werden, daß das Weiterrufrelais oder ein ihm vorgeschaltetes
Relais mit verzögertem Anzug arbeitet, beispielsweise derart, daß die Einschwingzeit
eines Schwingungskreises als Verzögerungszeit ausgenutzt wird.'
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
Der im Anrufrhythmus von z. B. 25 Hertz durch eine Trägerfrequenz von 500 Hertz
modulierte Rufstrom gelangt über den Veras stärker Vst und die Doppeladern a, b der
Vierdrahtleitung in das als Stimmgabelrelais ausgebildete Resonanzrelais Rf, welches an
seinen Arbeitskontakten 1 und 2 ein Stromstoßrelais / entsprechend dem unterbrochenen
Tonfrequenzstrom im Anrufrhythmus über Erde, Stimmgabel S, 1 oder 2, /, Batterie,
Erde erregt. Parallel zu dem Stromstoßrelais / ist ein Kondensator K1 und ein Widerstand
W1 zur Funkenlöschung an denKontakten
1, 2 geschaltet. Beim Ansprechen des Stromstoßrelais/ wird nun durch dessen
schwingenden Arbeitskontakt 3 in der Primärwicklung I des Übertragers Ue, welche
über Erde, Widerstand W2, I, Batterie, Erde zur Vormagnetisierung dauernd an Spannung
liegt, ein unterbrochener Strom von 25 Hertz erzeugt, der über die Sekundärwicklung II
des Übertragers Ue und den Kondensator K2
auf das Rufrelais R übertragen wird. Die Sekundärwicklung II des Übertragers Ue, der
Kondensator K2 und die Wicklung des Relais R bilden einen Abstimmungskreis, so daß
nur Strom bestimmter Frequenz in voller Stärke dem Relais R zugeführt wird. Bei
der Erregung des Relais R wird über Erde, 4, Ws, Batterie, Erde das Weiterrufrelais Wz
erregt, welches an seinen Arbeitskontakten 5 und 6 Rufstrom von 25 Perioden an die abgehenden
Leitungen e, f schaltet, an deren Ende in bekannter Weise eine Kunstleitung
LN liegt und die über einen Übertrager Ue1 an die Leitungen a, b und c, d der
Vierdrahtleitung angeschlossen sind. Über den Ruhekontakt 6 des Weiterrufrelais Ws ist
das Rufrelais Rz angeschlossen, über welches ein Anruf in die Leitung c, d des Vierers geleitet
wird. Der Übertrager Ue1 wird beim Ansprechen des Relais Wz an seinem Arbeitskontakt 7 kurzgeschlossen, so daß der über die
Leitung a, b ankommende Ruf nicht in die Leitung c, d gelangen kann.
Das Relais / ist, wie schon angedeutet, mit Abfallverzögerung ausgestattet, so daß dieses
bei Erhöhung der Frequenz dauernd erregt bleibt und eine Erregung des Relais R nicht
stattfindet.
Durch den Abstimmungskreis ist es auch ermöglicht, das Ansprechen der Rufeinrichtung
auf einen bestimmten Rhythmus, z. B. zwischen 10 bis 50 Hertz, zu (beschränken und
alle darüber- oder darunterliegenden Frequenzen auszuschließen.
Claims (9)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung zur Weiterleitung des Anrufes über mit Verstärkern ausgerüstete Leitungen, insbesondere Vierdrahtleitungen mit Gabelverstärkern, bei welchen zur Übertragung des Rufstromes eine innerhalb des Sprachfrequenzbereiches liegende niederfrequente Trägerwelle verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf die Trägerfrequenz abgestimmtes Resonanzrelais (S), welches vorzugsweise als ,Stimmgabelrelais ausgebildet ist, ein Stromstoßrelais (/) steuert, welches vermöge seiner Abfallverzögerung nur bei einem bestimmten, eine gewisse Größe nicht überschreitenden Anrufrhythmus erregt wird und die Weiterleitung der die Rufstromgabe einleitenden Stromstöße bewirkt.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eines der für die Weiterleitung des Rufes dienenden Relais (R) elektrisch, ein anderes (/) mechanisch auf die Modulierfrequenz abgestimmt ist.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromstoßrelais (7) auf einen auf den Anrufrhythmus (25 Hertz) abgestimmten Kreis einwirkt, in dem das Rufrelais (R) liegt.
- 4. Schaltungsanordnung nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromstoßrelais (J) auf die Primärwicklung eines Übertragers einwirkt, der zwecks Begrenzung der Stromstoßamplitude vormagnetisiert ist und deshalb über einen Widerstand dauernd an Spannung liegt.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Übertragers ein Spartransformator vorgesehen ist.
- 6. Schaltungsanordnung nach An-spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Weitergabe des Rufes in die abgehende Leitung verzögert ist.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Weiterrufrelais oder ein ihm vorgeschaltetes Relais mit verzögertem Anzug arbeitet, vorzugsweise derart, daß die Einschwingzeit eines das Relais enthaltenden Kreises als Verzögerungszeit ausgenutzt wird.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rufrelais (R) bei seiner Erregung ein Weiterruf relais (Wz) erregt, welches einerseits Rufstrom normaler Frequenz (z. B. 25 Hertz) an die weiterführende Leitung legt und andererseits in an sich bekannter Weise das für einen in entgegengesetzter Richtung abgehenden Ruf dienende Relais (Rz) abtrennt.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß über einen Arbeitskontakt des Weiterrufrelais (Wz) bei dessen Erregung der Übertrager (Ue1) an der abgehenden Seite des Vierers in an sich bekannter Weise kurzgeschlossen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES73229D DE498906C (de) | 1926-02-05 | 1926-02-05 | Schaltungsanordnung zur Weiterleitung des Anrufes ueber mit Verstaerkern ausgeruestete Leitungen |
| DES78588D DE500374C (de) | 1926-02-05 | 1927-02-27 | Anordnung zur UEbertragung von Anrufstroemen, insbesondere fuer Zweidrahtleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES73229D DE498906C (de) | 1926-02-05 | 1926-02-05 | Schaltungsanordnung zur Weiterleitung des Anrufes ueber mit Verstaerkern ausgeruestete Leitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE498906C true DE498906C (de) | 1930-05-30 |
Family
ID=7503755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES73229D Expired DE498906C (de) | 1926-02-05 | 1926-02-05 | Schaltungsanordnung zur Weiterleitung des Anrufes ueber mit Verstaerkern ausgeruestete Leitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE498906C (de) |
-
1926
- 1926-02-05 DE DES73229D patent/DE498906C/de not_active Expired
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