DE49682C - Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zink oder Zinn unter Anwendung einer Zinkat- bezw. Stannatlösung - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zink oder Zinn unter Anwendung einer Zinkat- bezw. Stannatlösung

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DE49682C
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Dr. CH. A. BURGHARDT, Dozent an der Victoria - Universität in Manchester, Fountain Street 35, Grafschaft Lancaster, England
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/16Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of zinc, cadmium or mercury

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
bezw. Stannatlösung.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Gewinnung von Zink und Zinn aus den Erzen dieser Metalle und hat zum Hauptzweck, letztere in sehr reinem Zustande und mit einem sehr kleinen Verlust an Metall zu gewinnen. Für gewisse Zwecke ist es von gröfster Wichtigkeit, Zink und namentlich Zinn in reinem Zustande, d. h. frei von Blei, Eisen, Mangan, Kupfer oder anderen Stoffen, welche gewöhnlich mit diesen Metallen zusammen in den Erzen vorkommen, zu erhalten.
Ich werde zunächst das Verfahren beschreiben, welches zur Darstellung reinen Zinks dient.
Ich nehme^Zinkoxyd oder bei Anwesenheit von Schwefel geröstetes Zinkerz, welches durch geeignete Vorrichtungen möglichst fein gepulvert wurde, und führe es durch._ Behandeln mit Aetzkali .oder .Natron in Kalium- bezw. Natriumzinkat über; aus der wässerigen Lösung des letzteren wird durch den elektrischen Strom chemisch reines Zink abgeschieden.
Zur Herstellung einer solchen Lösung schmelze ich_jestes _Aetznatron (bezw. Kali) und^setze darm allmälig_das öxj'd-TSezwTEfzpulveFjäT. Die Masse wird unter stetefn~TJmrühren längere Zeit erhitzt, um eine vollständige Einwirkung des Aetznatrons auf das Erz zu erzielen. Um diese Einwirkung wesentlich zu fördern, versehe ich das Erzpulver. vor dem Eintragen in die Schmelze mit 3 bis 4 pCt. (seines Gewichts) Kohle oder kohlenstoffhaltiger Substanz unter möglichst inniger Mischung der Stoffe. Bei ' solchem Verfahren wird nämlich durch die Kohle das Zinkoxyd momentan zum Metall reducirt und dieses verbindet sich dann, gleichsam in statu nascendi, leicht mit dem Aetznatron zu Zinkat. Je feiner das Erz gepulVert wird, desto vollkommener ist die Reaction. Sobald die gegenseitige Einwirkung als vollendet erachtet wird, lasse ich die Masse sich abkühlen, bis man ohne Gefahr so viel Wasser zufügen kann, als zur Auflösung des gebildeten Zinkats nöthig ist.
Aus der auf diese Weise erhaltenen Lösung gewinne ich das reine Zink durch elektrolytische Zersetzung derselben. Als Kathoden wende ich vorzugsweise Platten von möglichst reinem Zink an. Um das Verfahren zu einem continuirlichen zu machen, verfahre ich folgendermafsen (s. beiliegende Zeichnung).
In die Lösung hänge ich Taschen t von Asbesttuch oder ähnlichem engmaschigen Gewebe. In diesen befinden sich die eisernen Anoden a, aufserdem sind sie mit gepulvertem. Erz gefüllt, und zwar in der Weise, dafs beide Seiten der Eisenplatten (Anoden) von Erzpulver umgeben sind. Durch diese Vorrichtung erreiche ich, dafs die Flüssigkeit ihren Gehalt an Zink ziemlich constant erhält, indem der elektrische Strom in demselben Mafse, wie er an den Kathoden c metallisches Zink ausscheidet, das Erz zersetzt, d. h. die freiwerdende Natronlauge bildet an den Anoden immer wieder neues Zinkat. Man kann so durch stetes Auffüllen der Taschen mit Erzpulver das Verfahren eine ziemliche Zeit lang fortdauern
lassen, ohne dafs man die Lösung zu erneuern braucht. Nach einiger Zeit macht es natürlich die nicht zu vermeidende Anhäufung von fremden Stoffen in der Lösung nothwendig, den Behälter zu leeren und ihn mit neuer Lösung zu versehen. Die aus dem Behälter abgelaufene Lösung kann abgedampft werden, indefs nachdem man sie vorher vollständig elektrolytisch zersetzt hat. Das auf diese Weise dann wiedergewonnene Aetznatron wird von neuem mit Erz geschmolzen u. s. f.
Zur Gewinnung des Zinns stelle ich eine Stannatlösung her, und zwar in derselben Weise wie die Zinkatlösung. Das mit 3 bis 4 pCt. Kohle gemischte fein gepulverte Erz wird mit einem Ueberschufs von Aetznatron geschmolzen und das gebildete Stannat durch Behandeln mit Wasser ausgelaugt. Anwesenheit von Arsen, Antimon und Schwefel machen vorheriges Rösten des Erzes nothwendig; bei Abwesenheit dieser Stoffe kann das Erz direct benutzt werden. Aus der Lösung wird durch den elektrischen Strom chemisch reines Zinn als silberweifses Metall abgeschieden; die Flüssigkeit wird dabei am besten auf einer Temperatur von + 6o° C. gehalten. Man kann das Zinn entweder auf Kathoden von Zinn oder auf solche von Eisen oder irgend einem anderen beliebigen Metall niederschlagen. Das Verfahren, durch Umgebung der Anoden mit Zinnerz die Lösung constant zu erhalten, la'fst sich beim Zinn nicht anwenden, da der elektrische Strom ohne Einwirkung auf das Erz zu sein scheint. Als Anoden werden auch hier Platten von Eisenblech angewendet.

Claims (1)

  1. PaTENT-An SPRtI CH :
    Das Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zink oder Zinn, bestehend in dem Erhitzen eines Gemenges von Oxyd oder geröstetem Erz und Kohle mit geschmolzenem Aetznatron (bezw. Kali), dem Auslaugen der resultirenden Masse, Niederschlagung des Metalles durch elektrolytische Zersetzung der Zinkat- bezw. Stannatlösung und schliefslich in der Wiedergewinnung des Aetznatrons aus der erschöpften Lösung zum neuen Gebrauch.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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