DE495366C - Verfahren zur Herstellung von Benzanthronderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzanthronderivaten

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DE495366C
DE495366C DEB130628D DEB0130628D DE495366C DE 495366 C DE495366 C DE 495366C DE B130628 D DEB130628 D DE B130628D DE B0130628 D DEB0130628 D DE B0130628D DE 495366 C DE495366 C DE 495366C
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Germany
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benzanthrone
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sulfuric acid
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DEB130628D
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Imperial Chemical Industries Ltd
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British Dyestuffs Corp Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/02Benzathrones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Benzanthronderivaten Benzanthronsulfosäuren wurden bisher in der Weise hergestellt, daß man Anthrachinonsufosäuren oder ihre Reduktionsprodukte mit Glycerin kondensierte. Beispielsweise ist in dem britischen Patent 16 538/1904 die Herstellung von Benzanthronsulfosäure aus dem Natriumsalz der Anthrachinon-z-sulfosäureauf diese Weise beschrieben.
  • Es wurde nun gefunden, daß Benzanthron einschließlich Methylbenzanthron direkt in der üblichen Weise sulfoniert werden kann, beispielsweise mit konzentrierter Schwefelsäure, Sch-#vefelsäuremonohydrat oder Oleum, mit oder ohne Katalysatoren, wie Quecksilber, wobei wertvolle Benzanthronsulfosäuren entstehen. Wenn man diese Sulfosäuren mit Kaliumhydroxyd schmilzt, erhält man Küpenfarbstoffe, welche Baumwolle aus der alkalischen Hydrosuitlösung färben. Die Farbstoffe können auch als Ausgangsmaterial für weitere neue Farbstoffe dienen.
  • In folgendem ist beispielsweise die Methode zur Ausführung der Erfindung erläutert, aber die Erfindung beschränkt sich nicht auf diese Beispiele, da es möglich ist, die besonderen Bedingungen innerhalb weiter Grenzen abzuändern. Beispiel i Herstellung von Benzanthronsulfos.äure durch Sulfonierung mit Monohydrat 3o Gewichtsteile Benzanthron und 213 Gewichtsteile Monohydrat werden unter Umrühren 3i/2 Stunden bei 18o bis i90° C erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird in 95o Gewichtsteile Eis und Wasser eingegossen, 15o Gewichtsteile Salz hinzugefügt und das Ganze mehrere Stunden hindurch umgerührt. Nach Stehen über Nacht wird die ausgefällte Sulfosäure filtriert, mit gesättigter Salzlösung gewaschen und getrocknet. Beispiel a Sulfonierung mit Monohydrat und Quecksilber 0,35 Gewichtsteile Quecksilber und --13 Gewichtsteile Monohydrat werden bei 6¢° C eine Stunde - hindurch gerührt. 3o Gewichtsteile Benzanthron werden dann hinzugefügt, und die Temperatur wird auf i80 bis i90° C erhöht und 3r/2 Stunden hindurch dabei erhalten. Die Sulfosäure wird wie in Beispiel i abgetrennt. Beispiel 3 Sulfonierung mit Schwefelsäure. von 66°B6 mit oder ohne Zusatz von Borsäure 2o Gewichtsteile Benzanthron und 36o Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure von 66° B6 wenden 18 Stunden hindurch unter Umrühren bei i 8o bis igo° erhitzt. Man gießt darauf die Masse in goo Gewichtsteile Eis und Wasser und trennt die Sulfosäure durch Zusatz von 25o Gewichtsteilen Salz zur Lösung ab. Wenn io Gewichtsteile Borsäure zuerst in der Schwefelsäure gelöst werden, so kann die Sulfonierung in ähnlicher Weise ausgeführt, oder die Temperatur kann auf 22o bis 23o° C erhöht werden. Beispiel q. Sulfonierung mit 3oprozentigem Oleum 5 Gewichtsteile Benzanthron und 5 q. Gewichtsteile von 3oprozendgem Oleum werden unter Umrühren 3 Stunden hindurch bei 9o° erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird in einen überschuß von Wasser eingegossen und die Sulfosäure aus der Lösung durch Zusatz von Kochsalz abgeschieden.
  • Beispiel 5 Sulfonierung mit 7prozentigem Oleum ioo Gewichtsteile Benzanthron und 7oo Gewichtsteile 7prozentiges Oleum werden unter Umrühren bei 98 bis ioo° C erhitzt, bis eine gezogene Probe sich vollständ:g in Wasser löst. Das Reaktionsprodukt kann, wie in den früheren Beispielen, aufgearbeitet werden. Wenn notwendig, .wird es durch- Auflösen in Wasser und Wiederausfällen mit Kgchsalz gereinigt werden. Die gemäß obigem "Beispiel erhaltenen Sulfosäuren sind in konzentrierter Schwefelsäure mit gelblichbrauner Färbung löslich, und die Lösung zeigt eine stark grüne Fluoressenz. Die Lösung in heißem .Wasser verändert sich bei Zusatz von Alkali kaum in der Färbung. Beim Schmelzen mit Alkali erhält man ein Produkt, welches in konzentrierter Schwefelsäure eine violette Färbung gibt. _Beisgiel 6 Alkalischmelze der Benzanthronsulfosäuren der obigen Beispiele io Gewichtsteile Sulfosäüre von Beispiel i werden allmählich unter Umrühren zu ioo Gewichtsteilen geschmolzenem Ätzkali bei i8o° C hinzugefügt. Die Temperatur wird alsdann allmählich auf 2q.0° C gesteigert und bei. dieser Temperatur i Stunde hindurch aufrechterhalten. Das Reaktionsprodukt wird mit iooo Gewichtsteilen Wasser behandelt, erhitzt, mit Luft ausgeblasen und filtriert. Der Rückstand wird mit heißem Wasser gewaschen, bis er von alkalildslichem Material frei ist. Der so erhaltene Farbstoff gibt mit alkalischer Natriumhydrosulfitlösuug eine purpurfarbige Küpe, aus der Baumwolle rötlichblau gefärbt wird.
  • Die Sulfosäuren gemäß Beispie12 bis 6 können mit ähnlichem Ergebnis verwendet werden. Beispiel 7 Sulfonierung von Methylbenzanthron und alkalische Schmelze des Produkts 3o Gewichtsteile Methylbenzanthron vom Schmelzpunkt 198 bis i99° C und ?io Gewichtsteile 7prozentiges Oleum werden unter Umrühren miteinander vermischt. Die Lösung wird schnell auf einem Wasserbad auf 98 bis ioo° C erhitzt und bei dieser Temperatur erhalten, bis eine gezogene Probe in Wasser vollständig löslich ist. Das Reaktionsprodukt wird schnell abgekühlt und in ein umgerührtes Gemisch von 56o Gewichtsteilen Eis und 28o Gewichtsteilen Wasser eingegossen, worauf man 21o Gewichtsteile Salz hinzufügt. Nach einstündigem Umrühren wird das Produkt durch Filtration getrennt, mit 2oprozentiger Salzlösung gut gewaschen und getrocknet. Vor dem Trocknen kann es durch Aussahen aus dieser wäßrigen Lösung gereinigt werden.
  • io Gewichtsteile der so gewonnenen Sulfosäure werden unter Umrühren allmählich zu ioo Gewichtsteilen geschmolzenem Ätzkali bei. i8o° C hinzugefüggt. Die Temperatur wird alsdann allmählich auf 235° C erhitzt 'und eine Stünde hindurch: bei z35 bis 2q.0° C erhalten. Das Reaktionsprodukt wird mit i Soo Gewichtsteilen Wasser behandelt, erhitzt, worauf man mehrere Stunden Luft hindurchbläst und schließlich filtriert. Der Rückstand wird mit heißem Wasser gewaschen, bis er von alkalilöslichem Material. frei ist. Der Farbstoff gibt mit alkalischer Natriumhydrosulfitlösung eine rötlichviolette Küpe, aus der Baumwolle rötlichblau gefärbt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Benzanthronderivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Benzanthron oder Methylbenzanthron mit Schwefelsäure oder rauchender Schwefelsäure in Gegenwart oder Abwesenheit eines Katalysators sulfoniert und die so entstandenen Sulfosäuren mit Ätzalkalien schmilzt.
DEB130628D 1926-06-19 1927-04-01 Verfahren zur Herstellung von Benzanthronderivaten Expired DE495366C (de)

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