DE495332C - Darstellung von Halogennaphthalinketonen - Google Patents

Darstellung von Halogennaphthalinketonen

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DE495332C
DE495332C DEI32774D DEI0032774D DE495332C DE 495332 C DE495332 C DE 495332C DE I32774 D DEI32774 D DE I32774D DE I0032774 D DEI0032774 D DE I0032774D DE 495332 C DE495332 C DE 495332C
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DE
Germany
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weight
parts
chloride
naphthalene
aluminum chloride
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Expired
Application number
DEI32774D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Diefenbach
Dr Georg Kraenzlein
Heinrich Vollmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE495332C publication Critical patent/DE495332C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/45Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by condensation
    • C07C45/46Friedel-Crafts reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C49/00Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
    • C07C49/76Ketones containing a keto group bound to a six-membered aromatic ring
    • C07C49/80Ketones containing a keto group bound to a six-membered aromatic ring containing halogen
    • C07C49/813Ketones containing a keto group bound to a six-membered aromatic ring containing halogen polycyclic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Darstellung von Halogennaphthalinketonen Bei der Einwirkung von Carbonsäurechlor *den auf Naphthalin unter dem Einfluß von Aluminiumchlorid entstehen- Monoketone. Je nach der Art der Carbonsäure und der Versuch.sbedingungen - vor allem der Temperatur - werden a- oder f-Monoketone vorwiegend gebildet. Die Einwirkung von Carbonsäurechloriden und Aluminiumchlorid auf Substitutionsprodukte des Naphthalins ist nur bei den Naphtholen und Naphtholäthern eingehender studiert worden. So entstehen bei der Einwirkung von Acetylchlorid auf @-Naphthol und Aluminiumchlorid 2-Oxy-r-acetylnaphthalin (Fries, -Ber. 5d., 7r r), aus a-Naphtholäthyläther vorwiegend r-Äthoxy-.4-benzoylnaphthalin (S c h o 11, Annalen 398, 85 und 86). Nach bekannten Regeln erleichtert hier die Hydroxyl- bzw. Alkoxylgruppe das Eintreten der Friedel-Craftschen Reaktion. Die Einwirkung von Acetylchlorid auf a- und fl-Monobromnaphthalin beschreibt S ch w e i tz e r inden Berichten 2.4, 550. über die Möglichkeit der Übertragung der Friedel-Craftschen Reaktion auf Polyhalogentlaphthaline ist bisher nichts bekannt geworden.
  • Es ist nun gefunden worden, daß man bei der Einwirkung von Carbonsäurechloriden oder -anhydriden und Aluminiumchlorid auf Polyhalogennaphthaline mit guten Ausbeuten zu wohl charakterisierten Ketonderivaten gelangen kann. So liefern beispielsweise sowohl 1,q.- wie auch r,5-Dichlornaphthalin bei der Einwirkung von Benzoylchlorid einheitliche Monoketonderivate. Ähnlich wie Benzoylchlorid reagieren substituierte Aroylchloride, beispielsweise o- und p-Chlorbenzoylchlorid, a-Naphthoylchlorid, ferner Meth-axybenzoylchlorid, Acetylchlorid, Propionylchlorid. Diese Tatsache war keineswegs vorherzusehen, da es auch unter energischen Bedingungen bisher nicht gelungen ist, Dihalogenbenzoie, z. B. p-Dichlorbenzol mit Carbonsäurechloriden oder -anhydriden, wie Phthalsäureanhydrid, nach Friedel-Craft zu kondensieren.
  • Die nach vorliegender Erfindung erhältlichen Halogennaphthaline sind als Zwischenprodukte zur Darstellung von Farbstoffen von Bedeutung. . Beispiele I. 35 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden mit 6o Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff gerührt und eine Lösung von 2o Gewichtsteilen I,4-Dichlornaphthalin in 16 Crewichtsteilen Benzoylchlorid und 7o Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff - zugegeben. Die Mischung wird 7 Stunden auf dem Wasserbade in mäßigem Sieden erhalten. Darauf wird mit Wasser zersetzt, der Schwefelkohlenstoff verjagt, mit Sodalösung aufgekocht, filtriert, der Rückstand mit verdünnter Salzsäure zweimal aufgekocht und neutral gewaschen. Das Rohprodukt kann aus Sprit unter Zusatz von Tierkohle umkristallisiert «-erden. Ulan erhält so farblose Prismen vorn Schmelzpunkt io4 bis io5°; die Lösungsfarbe irr konzentrierter Schwefelsäure ist gelb. Vermutlich liegt hier das 1,4-Dichlor-8-benzoylnaphthalin vor. Ausheute 75 bis 8o %.
  • 2. 3o Gewichtsteile i,4-Dichlornapbthalin «-erden in 63 Gewichtsteilen Benzoylchlorid unter Rühren (im Ölbad) gelöst und darauf 6o Gewichtsteile Aluminiumchlorid zugesetzt. Die Temperatur des Ölbades wird innerhalb 8 Stunden allmählich bis auf 16o` erhöht.
  • ach dem Erkalten wird das erstarrte Reaktionsprodukt finit Dampf destilliert, der Destillationsrückstand zweimal mit verdünnter Salzsäure ausgekocht, neutral gewaschen und getrocknet. Das gereinigte Produkt entspricht in seinen Eigenschaften dem unter Beispiel i beschriebenen. Ausbeute 75 bis 80 3. 5o Gewichtsteile i,5-Dichlornaphtlialin werden mit 35o Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff, 38 Gewichtsteilen Benzoylchlor id und 7o Gewichtsteilen Aluminiumchlorid während ungefähr 15 Stunden auf dem Wasserbade unter Rückfluß gerührt.
  • Das durch Zersetzen mit Wasser, Auswaschen und Trocknen erhaltene feste Rohketon kann zur Reinigung im Vakuum bei etwa 27o bis 275 °d 5 mm destilliert werden. Aus Sprit kristallisiert das so erhaltene 8-Benzoyl-i,5-dichlornaplitlialin in farblosen, glänzenden Prismen vom Schmelzpunkt ii2°. Ausbeute 7o %.
  • 4.. 2o Gewichtsteile i,5-Dichlornaphthalin werden mit i8 Gewichtsteilen gepulvertem Phthalsäureanhydrid und i5o Ge-,vichtsteilen Schwefelkohlenstoff gerührt und sodann 25 Gewichtsteile Aluminiumchlorid eingetragen. Das Gemisch wird 8 Stunden unter Rühren im Sieden gehaltert. Nach der Zersetzung mit Wasser und Verjagen des Schwefelkohlenstoffs wird dreimal mit verdünnter Salzsäure, zweimal mit Nasser ausgekocht und der mit Natronlauge alkalisch gemachte Rückstand zur Befreiung von Dichlornaphthalin mit Dampf destilliert: Der Kolbeninhalt wird vom Ungelösten abfiltriert und das im Filtrat gelöste Reaktionsprodukt durch Säure gefällt. Der so erhaltene farblose Körper löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe, die beim Erwärmen in Rotviolett übergeht. Ausbeute 70 % .
  • 5. i,4-Dichlor-8-(p-chlorbenzoyl)-naphthalin: ioo Gewichtsteile i,4-Dichlornaphtbalin, 88 Gewichtsteile p-Chlorb; nzoylchlorid, 135 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden in 5oo Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff urfiter Rückfluß ao Stunden am Wasserbade gerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit Eiswasser zersetzt, 2 Stunden mit Wasserdampf destilliert, dann zweimal mit verdünnter Salzsäure und Wasser ausgekocht. Nach dem Trocknen wird das harzartige Rohketon durch Vakuumdestillation von nicht umgesetztem Dichlornaphthalin gereinigt. Das so erhaltene zähe gelbe (51 wird mit viel Alkohol verrieben und so kristallisiert erhalten. Zur weiteren Reinigung kann noch aus Äthylalkohol umkristallisiert werden. Farblose Nadeln; Schmelzpunkt 118°. Ausbeute 75 % .
  • 6. 1,4-Dichlor-8-(o-chlorbenzoyl)-naphthalin: 57 Gewichtsteile i,4-Dichlornaphihalin, 5o Gewichtsteile o-Chlorbenzoylchlorid, 8o Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden in 300 Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff 15 Stunden bei ungefähr 5o° gerührt.
  • Aufarbeitung des Reaktionsproduktes erfolgt wie im vorigen Beispiel. Farblose Prismen aus Sprit; Schmelzpunkt 12z bis i23°. Ausbeute 72 % .
  • 7. 1,4-Dichlor-8- (v.-naphthoyl)-naphthalin 5o Gewichtsteile i,4-Dichlornaphthalin, 50 Gewichtsteile v.-Naphthoylchlorid, 7o Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden in 3oo Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff 2o Stunden lang am Wasserbade unter Rühren im Sieden gehalten. Das auf die übliche Weise behandelte Reaktionsprodukt läßt sich direkt aus Eisessig unter Zusatz von Tierkohle kristallisiert erhalten. Schwach gelbliche Prismen vom Schmelzpunkt 163 bis 164°. Ausbeute 8o bis 85 %.
  • B. i,4-Dichlor-8-(o-naphthoyl)-naphthalin: 75 Gewichtsteile i,4-Dichlornaphthalin, 75 Gewichtsteile ß-Naphthoylchlorid, io5 Gewichtsteile Aluminiumchlorid und 45o Gewichtsteile Schwefelkohlenstoff werden 12 Stunden am Wasserbade unter Rückfluß gerührt. Das in der üblichen Weise aufgearbeitete Keton ist ein in der Kälte sehr sprödes, braunes Harz, welches aus Eisessig umkristallisiert wird. Ausbeute 75 °/" .
  • 9. i,4-Dichlor-8-(p-toluyl)-naphtbalin: ioo Gewichtsteile Dichlornaphthalin, 8o Gewichtsteile p-Toloylsäurechlorid, 135 Gewichtsteile Aluminiumchlorid und 5oo Gewichtsteile Schwefelkohlenstoff werden 15 Stunden unter Rückfloß am Wasserbade gerührt. Die Aufarbeitung erfolgt wie oben angegeben. Das Rohketon wird durch Vakuumdestillation gereinigt, wobei die zwischen 275° und 280° (15 mm) übergehende Fraktion aufgefangen wird. Das hellgelbe, in der Kälte spröde Harz wird durch Umkristallisieren aus Eisessig in kleinen, rein weißen Prismen erhalten. Die Substanz schmilzt nach vorhergehendem starken Sintern unscharf bei i35°. Ausbeute 76 % ". io. ioo Gewichtsteile i,d.-Dichlornaphthalin, 8o Gewichtsteile o-Töluylchlorid, 135 Gewichtsteile Aluminiumchlorid und 5oo Gewichtsteile Schwefelkohlenstoff werden 2o Stunden unter Rückfluß am Wasserbade gerührt. Die Aufarbeitung entspricht derjenigen des vorigen Beispiels. Das bei der Vakuumdestillation erhaltene hellgelbe Harz hat nur wenig Neigung zur Kristallisation. Es kristallisiert aus Sprit in farblosen Prismen vom F. P. 9i bis g2°. Lösungsfarbe in konzentrierter Schwefelsäure gelb. \usbeute 83°,ö.
  • ii. ioo Gewichtsteile i,4.-Dichlornaphthalin, _1.j Gewichtsteile Acetylchiorid, 135 Gewichtsteile .@luminiumchlorid werden in 500 Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff 15 Stunden unter Rückfluß gerührt. Das wie üblich aufgearbeitete Reaktionsprodukt wird durch zweimalige Vakuumdestillation gereinigt. (Siedepunkt 25o°, 13 mm.) Es stellt ein gelbes 01 dar mit sehr geringer INTeigung zur Kristallisation. Ausbeute 87 io .
  • 12. 57,2 Gewichtsteile i,q.-Dibromnaphthalin und 3o Gewichtsteile Benzoylchlorid werden in 3oo Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff gelöst und bei Zimmertemperatur 55 Gewichtsteile gepulvertes Aluminiumchlorid eingetragen. Nach vierstündigem Erwärmen auf dem Wasserbad wird mit Wasser zersetzt und wie in den vorigen Beispielen aufgearbeitet. Durch Umkristallisieren aus Alkohol oder Eisessig erhält man farblose Nadeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Halogennaphthalinketonen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Polyhalogennaphthaline Carbonsäurechloride oder -anbvdride bei Anwesenheit von Aluminiumchlorid und bei Gegenwart oder Abwesenheit von Verdünnungsmitteln einwirken lüßt.
DEI32774D 1927-11-27 1927-11-27 Darstellung von Halogennaphthalinketonen Expired DE495332C (de)

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