DE49199C - Vorrichtung zum Bedecken der Augen scheuer Pferde - Google Patents

Vorrichtung zum Bedecken der Augen scheuer Pferde

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DE49199C
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Germany
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Application number
DENDAT49199D
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Original Assignee
F. PELTZER in Ruhrort, Fabrikstrafse 19
Publication of DE49199C publication Critical patent/DE49199C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/10Blinkers
    • B68B1/12Blinkers movable

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 56: Pferdegeschirr.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 9. März 1889 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche es ermöglicht, auf einfache und sichere Weise durchgehende Pferde sofort zum Stillstehen zu bringen. Sie besteht im wesentlichen aus einem Mechanismus, durch den im geeigneten Augenblick dem Pferde die Augen verdeckt werden, um es am Sehen zu verhindern.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι die Vorrichtung in ihrer Ruhelage,
Fig. 2 und 3 zeigen die Stellung derselben während ihrer Wirksamkeit;
Fig. 4 bis 18 veranschaulichen Einzelheiten;
Fig. 19 zeigt, wie die Vorrichtung an einem Pferdegeschirr anzubringen ist.
Gleiche Buchstaben bezeichnen in den Figuren gleiche Theile.
Auf einem an der Scheuklappe zu befestigenden Blech α sind zwei Hebel b und c angebracht, von denen ersterer sich um den Punkt b\ letzterer um den Punkt c1 drehen kann. Der Hebel c ist bei c2 mit einem Zwischenstück d verbunden, in welches auf der einen Seite eine Drahtfeder e eingreift, zum Zwecke, die auf der anderen Seite dieses Zwischenstückes mit diesem drehbar verbundene Augenklappe f selbstthä'tig in der in Fig. 1 gezeichneten Ruhelage zu halten. Die Augenklappe f ist um die Stifte oder Achsen g g drehbar in dem Blech α oder in den mit diesem verbundenen Lagern t gelagert und ferner durch das Auge h derart mit dem Zwischenstück d verbunden, dafs beim Bewegen des Hebels c sich die Augenklappe f etwa 900 um die Stifte bezw. Achsen g g drehen kann.
Diese Bewegung geschieht durch ein Anziehen der an dem Hebel b befindlichen Kette i. Diese ist mit einer Schnur r verbunden, welche über eine unter dem Sattelhaken m angebrachte Rolle k läuft. Die Rolle k ist um einen Stift / drehbar gelagert; auf diesen Stift / drückt mittelst der Spiralfeder η der in einer mit dem Sattelhaken verbundenen Hülse 0 angeordnete Bolzen p, so dafs für gewöhnlich die Rolle k festgehalten ist. Eine zweite Schnur r1 führt von der Rolle k zum Führer des Wagens. 5 ist eine Deckplatte zur genauen Führung der Hebel b und c, und t sind die Lager für die Achsen g der Augenklappe /.
Die an beiden Scheuklappen angeordnete Vorrichtung wirkt wie folgt:
Sobald die Pferde durchgehen, wird die Schnur r1 angezogen, hierdurch wird die unter dem Sattelhaken m befindliche Rolle k aus ihrer Lage unter dem Bolzen ρ hervorgezogen, die Schnüre r und Kette i folgen der Bewegung und dadurch wird Hebel b aus seiner Lage (s. Fig. 1) in die durch Fig. 2 veranschaulichte Lage gebracht; er drückt nun mit seinem Arm b2 den Hebel c seitlich und infolge dessen auf das Zwischenstück d. Das mit diesem verbundene Auge h der Augenklappe/ bewegt nun die letztere um etwa 900 um ihre Achse g, Fig. 2, 3 und 19, so dafs nun, da die Vorrichtung an beiden Scheuklappen angebracht ist, beide Augen des Pferdes vollständig zugedeckt sind.
Erfahrungsgemäfs bleibt das Pferd nun stehen; man läfst dann die Schnur r1 los und die
Feder e bringt die Hebel b und c selbsttätig in ihre ursprüngliche Lage, Fig. i, ebenso die Augenklappe f. Letztere ist, um die Augen der Pferde nicht zu beschädigen, mit weichem Leder, Zeug oder ähnlichem Stoff überzogen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Eine Vorrichtung zum Bedecken der Augen scheuer Pferde, bestehend aus der Augenklappe /, deren Auge (Scharnier) h mittelst des Zwischenstückes d derart mit dem Hebel c verbunden ist, dafs \die durch einen Zug an der am Hebel b befestigten Kette i ausgeübte seitliche Verschiebung des Hebels b eine solche des Hebels c und infolge dessen eine Drehung der Augenklappe / um ihre Achse gg um ca. 90 ° bewirkt, nach Aufhören des Zuges aber die Rückwärtsbewegung der Augenklappe/ und der Hebel c und b durch die am Zwischenstück d befestigte Drahtfeder e selbstthätig veranlafst wird.
    An der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Verbindung der Kette i mit der über die unter dem Sattelhaken m befindlichen Rolle k geführten Schnur r, derart, dafs der Stift / der Rolle k durch den vermittelst der Spiralfeder η niedergedrückten Bolzen ρ so festgehalten wird, dafs beim Bewegen des Kopfes des Pferdes die Schnur r sich frei um die Rolle k drehen kann, ohne die Augenklappe/ zu bewegen, dies vielmehr erst dann erfolgt, wenn durch einen Zug an der Schnur (oder dem Zügel) r1 die Rolle k unter dem Bolzen ρ hervorgezogen und
    angezogen wird.
    dadurch die Kette i
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