DE488530C - Gleisrelais fuer Eisenbahn-Blockeinrichtungen - Google Patents

Gleisrelais fuer Eisenbahn-Blockeinrichtungen

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DE488530C
DE488530C DEB125758D DEB0125758D DE488530C DE 488530 C DE488530 C DE 488530C DE B125758 D DEB125758 D DE B125758D DE B0125758 D DEB0125758 D DE B0125758D DE 488530 C DE488530 C DE 488530C
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    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/18Railway track circuits
    • B61L1/181Details
    • B61L1/185Use of direct current

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

Bei den durch Gleisstromkreise erzeugten selbsttätigen Eisenbahnzeichengebungen sind gewöhnlich Relais benutzt worden, die hinsichtlich der Zeichengebungen, die sie bewirken können, in zwei Klassen eingeteilt werden können:
1. Relais, welche angeben, ob die Gleisstrecke, auf die sie wirken, frei oder von einem Zuge besetzt ist (Gleichstrom- oder Wechselstromrelais für zwei Stellungen, Motorrelais).
2. Relais, welche außer der vorerwähnten Zeichengebung auch noch angeben, ob die auf die Gleisstrecke, auf die das Relais eingeschaltet ist, folgende Gleisstrecke frei oder besetzt ist (Gleichstrom- oder Wechselstromrelais für drei Stellungen).
Die Zeichengebungen dieser Relais sind unabhängig von der Fahrtrichtung der Züge.
Wenn das Gleis von Zügen in einer einzigen Fahrtrichtung durchfahren wird, muß das Relais nur die Zeichengebungen für diese Richtung betätigen und ein jedes dieser Relais kann diesem Zwecke Folge leisten.
Wenn dagegen das Gleis von Zügen in beiden Richtungen befahren werden soll, dann ist es nötig, daß das Relais seine Wirkung je nach der Richtung der Fahrt der Züge ändert und bei Durchfahrt eines jeden Zuges nur die Betätigung der Zeichengebungen für die entsprechende Richtung bewirkt und diejenigen für die Gegenrichtung auf Haltestellung läßt.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Relais erfüllt diese Bedingungen.
Das Relais besteht im wesentlichen aus zwei Spulen, von denen je eine an einem von zwei benachbarten Gleisstromkreisen angeschlossen ist; die beiden Spulen bilden, wenn sie erregt sind, zwei sich kreuzende magnetische Felder und bewirken die Einstellung eines Rotors in eine entgegengesetzte Stellung zu derjenigen, auf welche ein darauf angebrachtes Gewicht ihn zurückzuführen strebt.
Bei der Durchfahrt eines jeden Zuges werden die beiden Felder nacheinander aufgehoben und dann wieder erregt und bewirken eine vollständige Drehung des Rotors in der einen oder der anderen zweier entgegengesetzter Richtungen, je nach der Fahrtrichtung des Zuges auf dem Gleis.
Jede Drehung findet durch die Einstellung des Rotors in drei aufeinanderfolgende Stellungen statt, welche drei aufeinanderfolgenden Zeitpunkten während der Durchfahrt des Zuges auf den beiden benachbarten Blockabschnitten entsprechen.
Die Relaisstellung ändert sich folglich nicht
nur je nach der Fahrtrichtung der Züge, sondern auch je nach der Besetzung der beiden Gleisabschnitte.
Infolge dieser besonderen Wirkungsweise gestattet das Relais außer dem Hauptzwecke der Verwirklichung der Zeichengebungen auf den eingleisigen Strecken auch noch die Verwirklichung der Betätigung der Zeichengebung auf drei Stellungen, und zwar lediglich durch to Erregung und Nichterregung der Feldspulen. Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. ι schaubildlich das Gleisrelais R und verschiedene seiner Arbeitsstellungen, Abb. 2 bis 4 die Kontaktvorrichtung des Relais in verschiedenen Stellungen,
Abb. 5 als Ausführungsbeispiel eine Blockeinrichtung auf eingleisiger Strecke mit Anwendung des Gleisrelais R.
V und V" sind zwei gegen Erde und gegeneinander elektrisch isolierte Gleisstromkreise. R ist das senkrecht aufgestellte Relais. Es besteht aus einem den Ständer bildenden Gestell mit vier Polen, welche rechtwinklig zueinander nach innen ragen und aus einem Ringrotor r, welcher in 0 gelagert ist und ein Gegengewicht ζ trägt.
Die Spulen a, b sind auf zwei entgegengesetzten Polen aufgewickelt, die in dem Gleis-Stromkreis V eingeschaltet sind und von der Stromquelle φ' gespeist werden; auf den anderen Polen sind die Spulen c, d aufgewickelt, welche in dem Gleisstromkreis V" eingeschaltet sind und von der Stromquelle p" gespeist werden. Die Spulen sind derart angebracht, daß sie zwei Nordpole in a, 0 und zwei Südpole in b, d bilden. Auf dem Rotor ist eine einzige geschlossene Spule immer in derselben Richtung aufgewickelt, welche an zwei entgegengesetzten Punkten von der unten in der Abb. 1 dargestellten Stromquelle^) gespeist wird, so daß an diesen Punkten zwei ungleichnamige Pole bestehen. Diese Spule ist beständig erregt. Wenn sich kein Zug auf der Strecke befindet, sind beide Spulenpaare a-b, c-d erregt und bilden zwei sich kreuzende Magnetfelder, die zusammen ein einziges Feld N', S' bilden, nach welchem sich der Rotor bezüglich seiner eigenen Polarität einstellt. Diese Stellung ist der Stellung entgegengesetzt, in die das Gegengewicht ζ zu gelangen strebt.
Wenn ein Zug in der Fahrtrichtung A-B den Gleisabschnitt V befährt, so schaltet er durch seine Achsen die Spulen a, b aus, wobei das von ihnen erregte Feld vernichtet wird. Der Rotor stellt sich nach der Richtung des Feldes der Spulen c, d und gelangt in die in dem Stellungsbild 1 angegebene Stellung.
Wenn der Zug auf den Gleisabschnitt V" kommt, schaltet er auch die Spulen c, d aus und vernichtet das von denselben gebildete Feld. Der Rotor nimmt sodann unter der Wirkung des Gegengewichtes ζ die in dem Stellungsbild 2 dargestellte Stellung ein.
Wenn der Zug den Gleisabschnitt V völlig durchfahren hat, werden die Spulen a, b neuerdings erregt, und der Rotor geht von der Stellung 2 auf die Stellung 3 über.
Wenn der Zug den Gleisabschnitt V" völlig durchfahren hat, werden auch die Spulen c, d wieder erregt und der Rotor kehrt in seine eigene normale Stellung N', S' zurück, nachdem er eine vollständige Drehung von links nach rechts ,ausgeführt hat.
Wenn, während der in Betracht kommende Zug sich noch auf den Gleisabschnitt V" befindet (der Rotor in der Stellung 3), ein zweiter Zug den Gleisabschnitt V besetzt, werden die Spulen a, b nicht erregt, und der Rotor geht unter der Wirkung des Gewichtes Z von der Stellung 3 in die Stellung 2 zurück. Wenn dann der erste Zug den Gleisabschnitt V" völlig durchfahren hat, werden die Spulen c, d von neuem erregt, und der Rotor geht noch von der Stellung 2 in in die Stellung 1 zurück. Von dieser Stellung beginnt also aufs neue die Drehung von links nach rechts für den zweiten Zug.
In ganz gleicher Weise bewirkt ein nacheinander die beiden Gleisabschnitte V", V in der entgegengesetzten Richtung von B nach A durchfahrender Zug nacheinander die Einstellung des Rotors nach den Stellungsbildern 4, 5, 6, der so eine vollständige Drehung von rechts nach links ausführt. Wenn ein Zug auf dem Gleisabschnitt V" ankommt, während ein anderer Zug noch den Gleisabschnitt V besetzt (Rotor in der Stellung 6), wird der Rotor von der Stellung 6 in die Stellung 5 zurückgehen und wenn dieser erste Zug vollständig den Gleisabschnitt V durchfahren haben wird, wird der Rotor von der Stellung 5 in die Stellung 4 übergehen.
Die Drehung des Rotors in der einen oder in der anderen Richtung wird dazu benutzt, Kontakte für die Zeichengebungen je nach der Fahrtrichtung der Züge zu schließen bzw. zu öffnen.
Dies wird durch die Kontaktvorrichtung bewirkt, welche in Abb. 2 in Vorderansicht dargestellt ist.
Diese Vorrichtung besteht aus zwei Hebelarmen 1', 2', die sich um zwei feste Zapfen 3', 4' drehen können; diese Zapfen sind untereinander durch die von dem Arm 1' getragenen Zapfen 7,8 und die von dem Arme 2' getragenen Zapfen 9, 10 mittels zweier Zugstangen 5', 6' verbunden. Die Zapfen 3', 4' sind von den Stützen 11, 12 getragen, die mit dem Relaisgehäuse fest verbunden sind. Die Kontaktvorrichtung befindet sich in einer zu der Achse des Rotors 13 senkrechten Ebene und ist durch die Wirkung der an den Stüzen 11, 12 befestigten Blattfedern
14, 15 in. der in Abb. 2 dargestellten Stellung gehalten, die der Ruhelage der Federn entspricht. In dieser Stellung befindet sich ein an der unteren Zugstange 6' der Kontaktvorrichtung vorgesehener Zahn i6 in einer Aussparung 17 der zylindrischen Oberfläche der Trommel 18, welche mit der Achse 13 des Rotors verbunden ist* Wenn die Trommel 18 sich im Uhrzeigersinne dreht, stoßen die Kanten der Aussparung 17 gegen den Zahn 16 und bewirken die Verstellung der Kontaktvorrichtung in die in Abb. 3 dargestellten Stellung, und in die Stellung gemäß Abb. 4, wenn die Drehung entgegengesetzt im Uhrzeigersinne stattfindet.
Die Kontaktvorrichtung bleibt in dieser Stellung während der ganzen Drehung, bis die Trommel 18 wieder die Aussparung 17 unter den Zahn 16 gebracht hat; die Kontaktvorrichtung kehrt alsdann wieder durch die Wirkung der Federn 14, 15 in ihre Ruhelage (Abb. 2) zurück.
Auf den Zugstangen 5', 6' der Kontaktvorrichtung sind zwei Ebonitplatten ig, 20 befestigt, auf welchen wiederum die Kontaktlamellen angebracht sind. Auf der oberen Platte 19 ist parallel zur Verstellungsebene der Kontaktvorrichtung die starre, metallene Lamelle 21 angebracht, außerdem sind auf ihr die zu dieser Ebene senkrechten, starren, metallenen Lamellen 22,23 befestigt. Auf der unteren Platte 20 ist parallel zur Verstellungsebene der Kontaktvorrichtung die starre, metallene Platte 24 und die zu dieser Ebene senkrechten biegsamen Lamellen 25, 26 befestigt. Die Lamellen 24, 25, 26 tragen an ihren freien Enden je eine dünne metallene Lamelle 27, 28, 29, welche biegsam und gebogen ist und dazu dient, einen leichten, gleichmäßigen und regelbaren Kontaktdruck herzustellen. Auf den Lamellen 25, 26 ist weiter ein gegen die zylindrische Oberfläche einer mit der Achse 13 des Rotors verbundenen Trommel 32 gerichteter Zahn 30, 31 befestigt. Wenn die Kontaktvorrichtung sich in ihrer Ruhelage befindet (Abb. 2), berühren sich die Lamellen 21 und 27, und die Lamellen 22 und 28 bzw. 23 und 29 sind dagegen voneinander entfernt.
Wenn die Kontaktvorrichtung sich in der in der Abb. 3 dargestellten Stellung befindet, sind die Lamellen 21 und 27 sowie 23 und 29 voneinander entfernt und die Lamellen 22 und 28 nähern sich einander, aber der Zahn 30 der Lamelle 25 stößt gegen die zylindrische Oberfläche der Trommel 32 und die Lamelle 25 erhält eine Biegung, welche die Berührung der Lamelle 28 mit der Lamelle 22 verhindert (Stellung 33 Abb. 3). Wenn die Trommel 32 in einer gewissen Drehstellung und die Aussparung 34 gegenüber dem Zahn 30 sich befinden, geht die biegsame Lamelle 25 in ihre eigentliche Ruhelage über (Stellung 35 Abb. 3) und stellt den Kontakt zwischen den Lamellen 28 und 22 her.
Wenn die Kontaktvorrichtung sich in der in der Abb. 4 dargestellten Stellung befindet, sind die Lamellen 21, 27 und 22, 28 voneinander entfernt und die Lamellen 23, 29 sind genähert (Stellung 36), aber die Berührung (Stellung 38) erfolgt erst, wenn die Trommel 32 sich mit der Aussparung 37 vor dem Zahn 31 befindet.
Endlich schließt die Kontaktvorrichtung die Kontakte 21, 27 in der Ruhelage (Abb. 2) ; während der Drehung des Rotors von links nach rechts (Abb. 3) schließt er in einen bestimmten Zeitpunkt die Kontakte 22, 28, und während der Drehung von rechts nach links (Abb. 4) ebenfalls in einem bestimmten Zeitpunkt die Kontakte 23, 29.
In gleicher Weise kann in einer jeden der in den Abb. 3 und 4 dargestellten Stellungen der Kontaktvorrichtung die Schließung von zwei oder mehreren Kontaktgruppen in verschiedenen aufeinanderfolgenden Zeitpunkten bewirkt werden. Die Anzahl der Kontakte und der Zeitpunkt der Kontaktgebung sind jeweils entsprechend den Stromkreisen festzulegen, die man mit dem Relais herzustellen wünscht.
In dem Schaubild K (Abb. 1) ist eine Kontaktvorrichtung mit mehreren Kontaktgruppen in ihrer Ruhelage dargestellt. In dieser Stellung sind die Kontakte e, f geschlossen und die übrigen offen. Während der Drehung von links nach rechts entspricht der Stellung 1 des Rotors die in dem Schaubild i/c dargestellte Stellung der Kontakte (m, η geschlossen, alle anderen offen); der Stellung 2 des Rotors entspricht die Stellung 2fe der Kontakte (alle offen); der Stellung 3 entspricht die Stellung 3fe (t geschlossen, alle anderen offen).
Während der Drehung von rechts nach links entsprechen den aufeinanderfolgenden Stellungen des Rotors 4^ 5, 6 die in den Schaubildern4fc (h, i geschlossen, alle anderen offen), 5ft (alle offen) und 6fc (s geschlossen, alle anderen offen) dargestellten Stellungen der Kontakte.
In Abb. 5 ist ein Schaltbild einer Blockeinrichtung auf eingleisiger Strecke mit regelmäßig in Haltestellung sich befindenden Dreistellungsignalen als Anwendungsbeispiel des beschriebenen Gleisrelais dargestellt. S1, S3, S5, S7 sind die Signale für die Richtung A-B. S2, S4, S6, S8 sind diejenigen für die Richtung B-A. F1, F2, F3 sind die den drei Abschnitten des in Betracht kommenden Blockes entsprechenden Gleisstromkreise. Va, Vb sind Gleisstromkreise, welche sich auf die in Betracht kommenden benachbarten Blockstrecken beziehen. R1, R2, R,s i?4 sind die Gleisrelais, von denen oben die Spulen und unten die Kontakte dargestellt sind. R1 ist auf die Stromkreise Va und F1, R2 auf F1 und F2, R3 auf F2 und Vs sowie R* auf Vs und Vh geschaltet. Die Stromquelle in der Mitte
von F1 (nicht dargestellt) speist die im Nebenschluß zueinander geschalteten Spulen c1, d1 von R1 und a2, b2 von R2, die Stromquelle von F2 speist die Spulen dz, c2 von R2 und az, b3 von R3 ; die Stromquelle von Vs speist die Spulen c3, ii3von2?3und«4, 64voni?4. Demzufolge schließt ein einen Gleisabschnitt besetzender Zug nacheinander beide an die Abschnittenden angeschlossenen Spulenpaare kurz,
ίο L, P-, I2, I3 sind die Leitungen für die Zeichengebung. L ist zwischen die Stromquellen pJ, pb geschaltet und geht über die Kontakte e1, e2, e3, ei des Gleisrelais, ii ist zwischen die Stromquellen p1, p2 geschaltet und geht über die Kontakte g1, f2 ; 12 ist zwischen die Stromquellen p2,p3 geschaltet und geht über die Kontakte g2, f3; 13 ist zwischen die Stromquellen ■p3,pi geschaltet und geht über die Kontakteg3, f4. Die Stromquellen haben alle gleiche Spannung und gleichen inneren Widerstand. Die beiden Stromquellen eines Stromkreises sind, wie dies im Schaltbild angedeutet ist, parallel geschaltet.
Die Bewegung der Signale wird durch in der Zeichnung nicht dargestellte Motoren bewirkt. Die Motoren von S1, S3, S5, S7 sind mit den Kontakten m1, nl, mz, n2, ms, n3, ml, n* gekuppelt, die Motoren von S2, S4, S6, S8 sind mit den Kontakten hl, i*, h3, i3, h2, i2, hx, i1 gekuppelt. Diese Kontakte sind gewöhnlich offen, die Motoren sind also gewöhnlich abgeschaltet und die Signale stehen auf der Haltstellung.
Wenn der Zug in der Richtung A-B den Abschnitt Va besetzt, schaltet er die Spulen a1, b1 kurz und R1 nimmt die Stellung 1 ein (e1, f1, g1 offen, m1, n1 geschlossen), wodurch der Motor des Signals S1 auf die folgenden Stromkreise eingeschaltet ist:
i. Hauptstromkreis (dick gezeichnet) :Tb,pb, L, e4, L, e3, L, e2, L, n\ S\ T1.
2. Nebenstromkreis (dünn gezeichnet): T2, p2, f2, V, m\ S1, TK
Wenn sich kein Zug auf der eingleisigen Strecke befindet, sind die anderen Relais e2, R2, R3, R4· in normaler Stellung, die Kontakte e2, e3, e* und f2 sind geschlossen und S1 stellt sich infolge der Wirkung der Ströme dieser beiden Stromkreise auf den Einstellungsmotor auf Fahrtstellung.
Wenn der Zug S1 überfahren hat und auf dem
Abschnitt F1 ankommt, schaltet er auch die Spulen c1, d1 kurz; R1 geht in der Stellung 1 auf die Stellung 2 über (m1, ti1 offen) und S1 kehrt zur Haltstellung zurück.
Wenn dieser Zug Va völlig durchfahren hat nnd sich auf V1 befindet, erregen sich die Spulen a1, b1 neuerdings und die Spulen c1, d1 und a2, b2 sind hingegen abgeschaltet. Sodann nimmt R1 die Stellung 3 und R2 die Stellung 1 ein.
Wenn nun, während sich dieser erste Zug noch auf V1 befindet, ein zweiter auf Va ankommt, geht R1 von der Stellung 3 in die Stellung 2 über (m1, n1 offen) und kann nicht die Stromkreise 1,2 bilden. Jedenfalls wären diese Stromkreise in e2, f2 (R2 in Stellung 1) unterbrochen ; folglich bleibt das Signal S1 auf Haltstellung, um den sich auf F1 befindenden Zug zu schützen.
Wenn der erste Zug F1 besetzt (R2 in Stellung i, m2, ^geschlossen), bildet er die folgenden Stromkreise, die den Stromkreisen 1 und 2 entsprechen :
3. Hauptstromkreis: pb, L, e*, L, es, L, n2, S3, T2, Tb.
4. Nebenstromkreis: p3, f3, t2, m2, S3,Γ2,T3, R3, RA sind in normaler Stellung (e3, e4, f3 geschlossen) und S3 stellt sich auf Fahrt. Wenn derselbe Zug F2 besetzt, geht i?2 von der Stellung ι auf die Stellung 2 über und S3 kehrt zur Haltstellung zurück.
Wenn dieser erste Zug F1 völlig durchfahren hat und sich auf F2 befindet, erregen sich die Spulen c1, d1 und a2, b2 neuerdings; R1 kehrt unter der Wirkung des zweiten sich auf Va befindenden Zuges von der Stellung 2 auf die Stellung 1 zurück und bildet neuerdings die Stromkreise 1, 2 für den zweiten Zug. R2 nimmt die Stellung 2 ein.
Der Stromkreis ι ist in e2 unterbrochen, in t2 wieder hergestellt und wird von p2 gespeist; der Stromkreis 2 ist in f2 unterbrochen; das Signal S1 stellt sich infolge der alleinigen Wirkung des Stromes des Stromkreises 1 auf Warnstellung. Die Stromkreise 3, 4 sind in m2, n2 unterbrochen (R2 in Stellung 3) und in e3, f3 (R3 in Stellung 1) und das Signal S3 ist auf Haltstellung blockiert. Der erste Zug ist also durch S1 auf Warnstellung und durch das blockierte Signal S3 auf Haltstellung geschützt.
Wenn hingegen der erste Zug F2 völlig durchfahren hat und sich auf F3 befindet, nimmt R3 die Stellung 3 ein und R2 kehrt zur normalen Stellung zurück (e2, f2, g2 geschlossen). Sodann ist der Stromkreis 1 in e3 unterbrochen, in ts wieder hergestellt und wird von j>3 gespeist; der Stromkreis 2 ist in f2 wieder hergestellt. Das Signal S1 stellt sich infolge der Wirkung der beiden Stromkreise für den zweiten Zug auf Fahrt, der erste sich auf F3 befindende Zug ist durch S3 geschützt, welches sich nur auf Warnstellung stellen kann, und durch Signal S5, welches auf Haltstellung blockiert ist.
Die Signalgebungen für die Gegenrichtung erfolgen in gleicher Weise.
i?4 in Stellung 4 (Zug auf Vb) schließt die Kontakte ä4, iA und schaltet das Signal S2 auf die folgenden Stromkreise ein:
5. Hauptstromkreis: pa, L, e1, L, e2, L, e3, L, A4, S2, Γ4, T*.
6. Nebenstromkreis: ps, gs, t3, i*, S2, T4, T3.
Das Signal S2 bleibt auf Haltstellung, stellt sich auf Warnstellung oder auf Fahrtstellung, je nachdem sich ein vorhergehender Zug auf Vs (R3 in Stellung 4, &3, g3 unterbrochen), auf F2 (R3 in Stellung 6, Stromkreis 5 unterbrochen in e3, wiederhergestellt in s3, Stromkreis 6 unterbrochen in g3) oder auf F1 (Rz in Stellung 6, R3 normal) befindet.
Vorausgesetzt, daß ein Zug in Richtung A-B sich z. B. in dem Abschnitte F1 befindet und ein Zug in der Gegenrichtung A-B den Abschnitt F* besetzt, so nimmt 2?4 die Stellung 4 ein und unterbricht in e* den von J?2 in Stellung 1 gebildeten Stromkreis 3; andererseits unterbricht R2 in Stellung 1 in e2 den von R* in Stellung 4 gebildeten Stromkreis 5; das Signal S3, welches sich für den F1 besetzenden Zug der Richtung A-B in Fahrtstellung befand, kehrt zur Haltstellung zurück, während das Signal S2 auf Haltstellung bleibt.
Im allgemeinen sind, wenn ein Zug einer Fahrtrichtung sich auf der eingleisigen Strecke befindet, die Signale für die Gegenrichtung auf der Haltstellung blockiert.
Zwei Züge in entgegengesetzter Richtung haben keine andere Wirkung, als daß sie die Signale beider Richtungen wieder auf Haltstellung zurückführen und blockieren.
Bei den Blocksignalen mit zwei Stellungen fallen die im Schaltbild dünn gezeichneten Nebenstromkreise fort.
Die dargestellte Blockeinrichtung ist nur ein Ausführungsbeispiel des Relais gemäß der Erfindung, Das Relais kann wegen seiner besonderen Arbeitsweise mit Vorteil auch auf den doppelgleisigen Strecken verwendet werden, besonders, wenn sie mit regelmäßig geschlossenen Signalen betrieben werden, und ferner im allgemeinen in allen .Anlagen, deren Verkehrszustände hinsichtlich der Fahrtrichtung der Züge oder in zwei aufeinanderfolgenden Zeitpunkten zu bestimmen ist.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Gleisrelais für Eisenbahn-Blockeinrichtungen mit zwei die Stellung des Rotors bestimmenden Feldspulen, dadurch gekennzeichnet, daß je eine der beiden Feldspulen (a, b bzw. c, d) an je einen von zwei benachharten Blockabschnitten bzw. Gleisstromkreisen (F', F") angeschlossen ist.
2. Gleisrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Feldspulen (a, b bzw. c, d) in erregtem Zustande den Rotor (r) in einer Stellung festhalten, die der bei stromlosen Feldspulen infolge des Gewichtes (Z) am Rotor if) eingenommenen Stellung entgegengesetzt ist.
3. Gleisrelais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der normalen Stellung des Rotors (r) ein an der Zugstange (6') der Kontaktvorrichtung befestigter Zahn (16) in eine Aussparung (17) der zylindrischen Oberfläche einer auf der Achse (13) des Rotors (r) angebrachten Trommel (18) eingreift und je nach der Drehungsrichtung des Rotors (r) eine der beiden Kontaktfedern (25 bzw. 26) gegen die zylindrische Oberfläche einer zweiten Trommel (32) stößt, die ebenfalls auf der Achse (13) des Rotors(r) sitzt und Aussparungen (34, 37) trägt, derart, daß der Kontakt zwischen den Federn (28, 22 bzw. 23, 29) nur während einer bestimmten Zeit der Drehung geschlossen ist (Abb. 2 bis 4).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEB125758D 1925-06-01 1926-06-01 Gleisrelais fuer Eisenbahn-Blockeinrichtungen Expired DE488530C (de)

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