DE488471C - Verfahren zur Herstellung eines fuer die Bereitung zahnaerztlicher Amalgame geeigneten Metall- oder Metallegierungspulvers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines fuer die Bereitung zahnaerztlicher Amalgame geeigneten Metall- oder Metallegierungspulvers

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DE488471C
DE488471C DEF62834D DEF0062834D DE488471C DE 488471 C DE488471 C DE 488471C DE F62834 D DEF62834 D DE F62834D DE F0062834 D DEF0062834 D DE F0062834D DE 488471 C DE488471 C DE 488471C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C7/00Alloys based on mercury
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/84Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising metals or alloys
    • A61K6/847Amalgams

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines für die Bereitung zahnärztlicher Amalgame geeigneten Metall- oder metallegierungspulvers Zahnkitt wird bekanntlich in der Weise hergestellt, daß man ein aus Metall, beispielsweise Zinn, oder gewöhnlicher aus einer Metallegierung, beispielsweise Silber und Zinn, bestehendes Pulver mit -Quecksilber vermischt und diese Mischung kräftig rührt, bis eine Amalgamation stattfindet. Dieser Zahnkitt muß hierbei, da er nach kurzer Zeit hart wird, unmittelbar vor der Verwendung zubereitet werden. Da nun Quecksilber das gewöhnlich benutzte Metallegierungspulver erst langsam angreift, so daß man die Mischung recht lange rühren mufi, bevor die Amalgamation stattfindet, so bedeutet die Zubereitung des Zahnkittes in der bisher üblichen Weise einen erheblichen Zeitverlust für die Zahnärzte. Es hat sich auch gezeigt, daß bei Verwendung des üblichen Metallegierungspulvers die Amalgamation noch fortschreitet, nachdem das _ Amalgam hart geworden ist, so daß die bereits fertiggestellten Zahnplomben leicht gewisse, nicht erwünschte Volumenveränderungen erleiden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden nun die erwähnten Übelstände dadurch beseitigt oder zum mindesten wesentlich vermindert, daß, die Pulverteilchen des Metall-oder Metallegierungspulvers vorher an ihrer Oberfläche mit Quecksilber überzogen werden. Hierdurch wird die Amalgamation bei der Zubereitung des Zahnkittes wesentlich erleichtert und beschleunigt, so daß durch Benutzung des auf diese Weise vorbehandelten Pulvers ein wesentlicher Zeitgewinn. erzielt wird. Außerdem wird die Amalgamation eine viel bessere und vollständigere, so daß sie bereits abgeschlossen ist, wenn das Amalgam in die Zahnhöhlen eingefüllt wird. Spätere Volumenänderungen der Plomben können nicht stattfinden.
  • Es ist bereits bekannt, zum Verspiegeln durchsichtiger Gegenstände und zur Herstellung von Arzneisalben eine durch Zusatz von fein verteiltem Quecksilber zu pulverförmigen Metallegierungen erhaltene Paste zu verwenden; jedoch handelt es sich bei diesen bekainnten Verfahren in allen Fällen um eine vollkommene Amalgamation, während gemäß der Erfindung die Met:allpulverteilchen nur an ihrer Oberfläche mit Quecksilber überzogen werden sollen und die eigentliche Amalgamation erst bei der Zubereitung des Zahnkittes erfolgt.
  • Die Behandlung des Metall- oder Metalllegierungspulvers mit Quecksilber wird zweckmäßig auf nassem Wege ausgeführt, und zwar in der Weise, daß das Pulver mit fein verteiltem. Quecksilber und mit einer schwach ätzenden Lösung behandelt wird. Man kann z. B. das Pulver, und zwar -am besten in der Wärme, mit einem Quecksilbersalz, beispielsweise Quecksilberchlorid, und miteiner Säure, welche Zinn. löst, aber nicht oxydierend wirkt, -beispielsweise Salzsäure, behandeln. Die zinnlösende Eigenschaft der Säure ist hierbei 'erförder@i:ch,' nni " eihe Ätzung der Pulverteilchen durch Lösen einer geringen Menge von Zinn zu bewirken. Das hierbei. ,gebildete Zinnsalz muß ferner in der Flüssigkeit löslich sein, damit es nicht die Pulverteilchen verunreinigt und dadurch eine gleichmäßige Amalgamation verhindert. Eine andere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß man das Pulver, und zwar ebenfalls in. der Wärme, mit fein verteiltem, durch Kochen einer Quecksilberformiatlösung erhaltenen Quecksilber und mit verdünnter Salzsäure behandelt.
  • .Als Beispiele der Ausführung des Verfahrens werden folgende erwähnt: i. 25o ccm 5prozentige Quecksilberchloridlösun.g werden mit ioo ccm Salzsäure und etwa 5oo ccm Wasser vermischt, worauf die Mischung bis zum Kochen erhitzt wird. Die heiße Lösung wird über i kg Metallegierungs-, pulver gegossen. und die Mischung während kurzer Zeit (etwa 5 Minuten) kräftig gerührt. Unmittelbar hierauf wird die saure Lösung wieder abgegossen und das Pulver mit Wasser gewaschen, bis das Waschwasser keine saure Reaktion zeigt. Das Pulver wird schließlich in schwacher Wärme getrocknet und kann. dann während langer Zeit aufbewahrt werden, bis es von den Zahnärzten verwendet werden soll 2. i kg Metallegierungspulver wird mit 6oo:ccm verdünnter Salzsäure (1.- 5) von Zimmertemperatur übergossen. Hierauf wird fein verteiltes Quecksilber zugesetzt, welchle@s auf folgende Weise hergestellt worden ist: iog fein pulverisiertes Quecksilberoxydwerden unter Schütteln in 25o ccm 2prozentige Ameisensäure von Zimmertemperatur gelöst. Die Lösung wird bis zum Kochen erwärmt, wobei das Quecksilber in Form eines aus feinen Teilchen bestehenden grauen Pulvers schnell ausfällt. Die warme Lösung mit dem ausgefällten Quecksilber wird dann der das Metallegierungspulver enthaltenden verdünnten Salzsäure auf .einmal zugesetzt, und die Mischung etwa 5 Minuten lang kräftig geschüttelt. Unmittelbar hierauf wird die Lösung, wie bei dem vorhergehenden Beispiel, wieder abgegossen und das Pulver mit Wasser gewaschen und schließlich bei schwacher Wärme getrocknet.

Claims (3)

  1. PATrNTANSPRIJcI3r: i. Verfahren zur Herstellung eines für die Bereitung zahnärztlicher Amalgame geeigneten Metall- oder Metallegierungspulvers, dadurch gekennzeichnet, daß, man die Metallpulverteilchen an ihrer Oberfläche mit Quecksilber überzieht, um die Amalgamation bei der Zubereitung des Zahnkittes zu erleichtern und zu beschleunigen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver mit fein verteiltem Quecksilber und mit einer schwach ätzenden Lösung behandelt wird.
  3. 3. Verfahren. nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver mit einem Quecksilbersalz, z. B. Quecksilberchlorid, und mit einer zinnlösenden, aber nicht oxydierenden Lösung, z. B. Salzsäure, behandelt wird. q.. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver in der Wärme mit fein verteiltem, durch Kochen einer Quecksilberformiatlösung erhaltenen Quecksilber und mit verdünnter Salzsäure behandelt wird.
DEF62834D 1927-01-11 1927-01-11 Verfahren zur Herstellung eines fuer die Bereitung zahnaerztlicher Amalgame geeigneten Metall- oder Metallegierungspulvers Expired DE488471C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018589B (de) * 1953-03-10 1957-10-31 Bayer Ag In Tablettenform gepresste gekoernte Silberlegierung fuer die Herstellung von Zahnamalgam

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1018589B (de) * 1953-03-10 1957-10-31 Bayer Ag In Tablettenform gepresste gekoernte Silberlegierung fuer die Herstellung von Zahnamalgam

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