AT121654B - Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie Verfahren zur Herstellung desselben.Info
- Publication number
- AT121654B AT121654B AT121654DA AT121654B AT 121654 B AT121654 B AT 121654B AT 121654D A AT121654D A AT 121654DA AT 121654 B AT121654 B AT 121654B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- alloy powder
- silver alloy
- manufacture
- amalgam
- mercury
- Prior art date
Links
Landscapes
- Powder Metallurgy (AREA)
- Dental Preparations (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie
Verfahren zur Herstellung desselben.
Der von den Zahnärzten am meisten benutzte Zahnkitt wird bekanntlich in der Weise hergestellt. dass man ein aus einer Silberlegierung, gewöhnlich Silber und Zinn, bestehendes Pulver mit Quecksilber vermischt und diese Mischung kräftig rührt, bis eine Amalgamation stattfindet. Dieser Zahnkitt muss hiebei, da er nach kurzer Zeit hart wird, unmittelbar vor der Verwendung zubereitet werden. Da nun Quecksilber das benutzte Silberlegierungspulver erst langsam angreift, so dass man die Mischung recht lange rühren muss, bevor die Amalgamation stattfindet, so bedeutet die Zubereitung des Zahnkittes in der bisher üblichen Weise einen erheblichen Zeitverlust für die Zahnärzte.
Es hat sich auch gezeigt. dass bei Verwendung des Silberlegierungspulvers die Amalgamation noch fortschreitet, nachdem das Amalgam hart geworden ist, so dass die bereits fertiggestellten Zahnplomben leicht gewisse, nicht erwünschte Volumenveränderungen erleiden.
Die Erfindung betrifft nun ein Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahn- ärztliche Zwecke, durch welches die erwähnten Ubelstände beseitigt oder zumindestens wesentlich vermindert werden. Die Erfindung besteht in der Hauptsache darin, dass die Pulverteilchen des Silberlegierungspulvers im voraus an ihrer Oberfläche mit Quecksilber präpariert sind, derart, dass sie lediglich an ihrer Oberfläche eine dünne Amalgamhaut haben. Hiedurch wird die Amalgamation bei der Zubereitung des Zahnkittes wesentlich erleichtert und beschleunigt, so dass durch Benutzung des auf diese Weise vorbehandelten Silberlegierungspulvers ein wesentlicher Zeitgewinn erzielt wird.
Ausserdem wird die Amalgamation eine viel bessere und vollständigere, so dass sie bereits abgeschlossen ist, wenn das Amalgam in die Zahnhöhlen eingefiillt wird, und spätere Volumenänderungen der Plomben nicht stattfinden.
Es ist allerdings schon bekannt, bei der Herstellung von Kupferamalgam eine vorbereitende Behandlung des Kupfers mit Quecksilber vorzunehmen. Diese vorbereitende Behandlung von Kupfer ist aber eine notwendige Operation bei der fabriksmässigen Herstellung von Kupferamalgam. Zum Unterschied von den Silberamalgamen, welche unmittelbar vor der Verwendung von den Zahnärzten zubereitet werden müssen, ist nämlich das Kupferamalgam eine Handelsware, welche nie von den Zahn- ärzten zubereitet, sondern stets in fertigem Zustande verkauft wird und bei der Verwendung nur einer Erhitzung unterworfen wird, um weich zu werden. Die Herstellung des Kupferamalgams ist daher mit der Erfindung nicht vergleichbar.
Die Präparierung des Silberlegierungspulvers mit dem Quecksilber wird zweckmässig auf nassem
EMI1.1
Quecksilbersalz, beispielsweise Quecksilberchlorid, und mit einer Säure, welche Zinn löst, aber nicht oxydierend wirkt, beispielweise Salzsäure, behandeln. Die zinnlösende Eigenschaft der Säure ist hiebei erforderlich, um eine Ätzung der Pulverteilchen durch Lösen einer geringen Menge von Zinn zu bewirken.
Das hiebei gebildete Zinnsalz muss ferner in der Flüssigkeit löslich sein, damit es nicht die Pulverteilchen verunreinigt und dadurch eine gleichmässige Amalgamation verhindert. Eine andere Ausführungsform
<Desc/Clms Page number 2>
des Verfahrens besteht darin, dass man das Pulver, u. zw. ebenfalls in der Wärme, mit feinverteiltem, durch Kochen einer Quecksilberformiatlösung erhaltenen Quecksilber und mit verdünnter Salzsäure behandelt.
EMI2.1
Wärme getrocknet und kann dann während langer Zeit aufbewahrt werden, bis es von den Zahnärzten verwendet werden soll.
EMI2.2
in Form eines aus feinen Tropfen bestehenden grauen Pulvers schnell ausfällt.
Die warme Lösung mit dem ausgefällten Quecksilber wird dann der das Metallegierungspulver enthaltenden verdünnten Salzsäure auf einmal zugesetzt, und die Mischung etwa 5 Minuten lang kräftig geschüttelt. Unmittelbar hierauf wird die Lösung, wie bei dem vorhergehenden Beispiel, wieder abgegossen, und das Pulver mit Wasser gewaschen und schliesslich in schwacher Wärme getrocknet.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Silberlegierungspulverteilehen im voraus an ihrer Oberfläche mit Quecksilber präpariert sind, derart, dass sie lediglich an ihrer Oberfläche eine dünne Amalgamhaut haben, um die Amalgamienmg bei der später erfolgenden Zubereitung des Zahnkittes zu erleichtern und zu beschleunigen.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung des Silberlegierungspulvers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die Präparierung des Silberlegierungspulvers auf nassem Wege in der Weise ausgeführt wird. dass das Pulver mit feinverteiltem Quecksilber und mit einer schwach ätzenden Lösung behandelt wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberlegiemngspulver mit einem Quecksilbersalz und mit einer Säure, welche Zinn löst, aber nicht oxydierend wirkt, behandelt wird.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberlegierungspulver in der Wärme mit einer Lösung von Quecksilberchlorid und Salzsäure behandelt wird.5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberlegierungspulver in der Wärme mit feinverteilte, durch Kochen einer Qnecksilberformiatlösung erhaltenen Quecksilber und mit verdünnter Salzsäure behandelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE121654X | 1927-01-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT121654B true AT121654B (de) | 1931-03-10 |
Family
ID=5657018
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT121654D AT121654B (de) | 1927-01-10 | 1928-01-02 | Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie Verfahren zur Herstellung desselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT121654B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1243081B (de) * | 1959-06-27 | 1967-06-22 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zum Verdichten keramischer Werkstoffe |
-
1928
- 1928-01-02 AT AT121654D patent/AT121654B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1243081B (de) * | 1959-06-27 | 1967-06-22 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zum Verdichten keramischer Werkstoffe |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT121654B (de) | Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie Verfahren zur Herstellung desselben. | |
| DE475114C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Zahnputzmittels | |
| DE488471C (de) | Verfahren zur Herstellung eines fuer die Bereitung zahnaerztlicher Amalgame geeigneten Metall- oder Metallegierungspulvers | |
| DE545866C (de) | Verfahren zur Herstellung eines AEtzmittels zur Mattglaserzeugung | |
| AT58859B (de) | Verfahren zur Herstellung von Sammlerelektroden. | |
| AT146283B (de) | Verfahren zur Herstellung einer sauren, im Mundspeichel und in Wasser löslichen Zahnpaste. | |
| DE398406C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiatloesungen | |
| DE336473C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen | |
| DE461303C (de) | Verfahren zur Herstellung von AEthylalkohol-Gel | |
| DE363129C (de) | Harte Metallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| CH177061A (de) | Verfahren zur Herstellung von Goldschwamm für Zahnfüllungen. | |
| AT88164B (de) | Verfahren zur Herstellung einer gießbaren elastischen Masse. | |
| DE715906C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kaliumsulfat aus Syngenit | |
| DE688575C (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserfesten Wasserglasmassen | |
| AT56027B (de) | Verfahren zur Gewinnung von metallischem Zink aus Zinkstaub (Poussière) und anderen zinkoxydhaltigen Produkten. | |
| DE370549C (de) | Verfahren zur Herstellung eines zwei oder mehr Edlmetalle enthaltenden Zahnfuellmittels | |
| DE499628C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zangen, insbesondere Kombinationszangen u. dgl. durch Ablaengen eines profilierten Koerpers | |
| AT102932B (de) | Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus Alkalisilikaten. | |
| AT76182B (de) | Verfahren zur Entzuckerung von Melasse und zur Verkochung von Abläufen. | |
| AT76378B (de) | Verfahren zur Herstellung von Harnstoffsuperphosphatgemischen. | |
| DE539882C (de) | Verfahren zum AEtzen von Druckplatten aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen | |
| DE563721C (de) | Verfahren zur Herstellung neuer Praeparate aus 7-Jod-8-oxychinolin-5-sulfonsaeure bzw. ihren Salzen | |
| DE535839C (de) | Verfahren zur Herstellung loeslicher Staerke | |
| AT122522B (de) | Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher komplexer Antimonsalze der Polyoxymonocarbonsäuren. | |
| CH100628A (de) | Verfahren zur Herstellung von Sprengmitteln. |