AT121654B - Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie Verfahren zur Herstellung desselben.

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AT121654B
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Austria
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alloy powder
silver alloy
manufacture
amalgam
mercury
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Erik Wilhelm Fischer
Erik Wilhelm J Son Virgin
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Erik Wilhelm Fischer
Erik Wilhelm J Son Virgin
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie
Verfahren zur Herstellung desselben. 



   Der von den Zahnärzten am meisten benutzte Zahnkitt wird bekanntlich in der Weise hergestellt. dass man ein aus einer Silberlegierung, gewöhnlich Silber und Zinn, bestehendes Pulver mit Quecksilber vermischt und diese Mischung kräftig rührt, bis eine Amalgamation stattfindet. Dieser Zahnkitt muss hiebei, da er nach kurzer Zeit hart wird, unmittelbar vor der Verwendung zubereitet werden. Da nun Quecksilber das benutzte Silberlegierungspulver erst langsam angreift, so dass man die Mischung recht lange rühren muss, bevor die Amalgamation stattfindet, so bedeutet die Zubereitung des Zahnkittes in der bisher üblichen Weise einen erheblichen Zeitverlust für die Zahnärzte.

   Es hat sich auch gezeigt. dass bei Verwendung des Silberlegierungspulvers die Amalgamation noch fortschreitet, nachdem das Amalgam hart geworden ist, so dass die bereits   fertiggestellten Zahnplomben leicht   gewisse, nicht   erwünschte     Volumenveränderungen   erleiden. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahn- ärztliche Zwecke, durch welches die erwähnten   Ubelstände   beseitigt oder zumindestens wesentlich vermindert werden. Die Erfindung besteht in der Hauptsache darin, dass die Pulverteilchen des Silberlegierungspulvers im voraus an ihrer Oberfläche mit Quecksilber präpariert sind, derart, dass sie lediglich an ihrer Oberfläche eine dünne Amalgamhaut haben. Hiedurch wird die Amalgamation bei der Zubereitung des Zahnkittes wesentlich erleichtert und beschleunigt, so dass durch Benutzung des auf diese Weise vorbehandelten Silberlegierungspulvers ein wesentlicher Zeitgewinn erzielt wird.

   Ausserdem wird die Amalgamation eine viel bessere und vollständigere, so dass sie bereits abgeschlossen ist, wenn das Amalgam in die Zahnhöhlen eingefiillt wird, und spätere Volumenänderungen der Plomben nicht stattfinden. 



   Es ist allerdings schon bekannt, bei der Herstellung von Kupferamalgam eine vorbereitende Behandlung des Kupfers mit Quecksilber vorzunehmen. Diese vorbereitende Behandlung von Kupfer ist aber eine notwendige Operation bei der fabriksmässigen Herstellung von   Kupferamalgam.   Zum Unterschied von den Silberamalgamen, welche unmittelbar vor der Verwendung von den Zahnärzten zubereitet werden müssen, ist nämlich das Kupferamalgam eine Handelsware, welche nie von den Zahn- ärzten zubereitet, sondern stets in fertigem Zustande verkauft wird und bei der Verwendung nur einer Erhitzung unterworfen wird, um weich zu werden. Die Herstellung des   Kupferamalgams   ist daher mit der Erfindung nicht vergleichbar. 



   Die   Präparierung des Silberlegierungspulvers   mit dem Quecksilber wird zweckmässig auf nassem 
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 Quecksilbersalz, beispielsweise Quecksilberchlorid, und mit einer Säure, welche Zinn   löst,   aber nicht oxydierend wirkt, beispielweise Salzsäure, behandeln. Die zinnlösende Eigenschaft der Säure ist hiebei erforderlich, um eine Ätzung der Pulverteilchen durch Lösen einer geringen Menge von Zinn zu bewirken. 



  Das hiebei gebildete Zinnsalz muss ferner in der Flüssigkeit löslich sein, damit es nicht die Pulverteilchen verunreinigt und dadurch eine   gleichmässige Amalgamation verhindert. Eine andere Ausführungsform   

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 des Verfahrens besteht darin, dass man das Pulver, u. zw. ebenfalls in der Wärme, mit   feinverteiltem,   durch Kochen einer Quecksilberformiatlösung erhaltenen Quecksilber und mit verdünnter Salzsäure behandelt. 
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   Wärme getrocknet   und kann dann während langer Zeit aufbewahrt werden, bis es von den Zahnärzten verwendet werden soll. 
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 in Form eines aus feinen Tropfen bestehenden grauen Pulvers schnell ausfällt.

   Die warme Lösung mit dem   ausgefällten Quecksilber wird   dann der das Metallegierungspulver enthaltenden verdünnten Salzsäure auf einmal zugesetzt, und die   Mischung   etwa   5   Minuten lang   kräftig geschüttelt. Unmittelbar   hierauf wird die Lösung, wie bei dem vorhergehenden Beispiel, wieder   abgegossen,   und das Pulver mit Wasser gewaschen und   schliesslich   in schwacher Wärme getrocknet. 



     PATENT-ANSPRUCHE   :
1. Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für   zahnärztliche Zwecke, dadurch   gekennzeichnet, dass die Silberlegierungspulverteilehen im voraus an ihrer Oberfläche mit Quecksilber präpariert sind, derart, dass sie lediglich an ihrer Oberfläche eine dünne Amalgamhaut haben, um die Amalgamienmg bei der später erfolgenden Zubereitung des Zahnkittes zu erleichtern und zu beschleunigen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung des Silberlegierungspulvers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die Präparierung des Silberlegierungspulvers auf nassem Wege in der Weise ausgeführt wird. dass das Pulver mit feinverteiltem Quecksilber und mit einer schwach ätzenden Lösung behandelt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberlegiemngspulver mit einem Quecksilbersalz und mit einer Säure, welche Zinn löst, aber nicht oxydierend wirkt, behandelt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberlegierungspulver in der Wärme mit einer Lösung von Quecksilberchlorid und Salzsäure behandelt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberlegierungspulver in der Wärme mit feinverteilte, durch Kochen einer Qnecksilberformiatlösung erhaltenen Quecksilber und mit verdünnter Salzsäure behandelt wird.
AT121654D 1927-01-10 1928-01-02 Silberlegierungspulver zur Herstellung von Amalgam für zahnärztliche Zwecke, sowie Verfahren zur Herstellung desselben. AT121654B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1243081B (de) * 1959-06-27 1967-06-22 Bbc Brown Boveri & Cie Verfahren zum Verdichten keramischer Werkstoffe

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