DE545866C - Verfahren zur Herstellung eines AEtzmittels zur Mattglaserzeugung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines AEtzmittels zur MattglaserzeugungInfo
- Publication number
- DE545866C DE545866C DEC43030D DEC0043030D DE545866C DE 545866 C DE545866 C DE 545866C DE C43030 D DEC43030 D DE C43030D DE C0043030 D DEC0043030 D DE C0043030D DE 545866 C DE545866 C DE 545866C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- parts
- soda
- production
- etchant
- frosted glass
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C15/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by etching
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Surface Treatment Of Glass (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
- Dental Preparations (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Ätzmittels zur Mattglaserzeugung,
dessen Grundmaterial Natriumfluorid oder calcinierte Soda oder beides enthält.
Bei den bisherigen Verfahren, Glasgegenständen, z. B. Glühlampenbirnen, durch Ätzen eine matte Oberfläche zu geben, werden
Lösungen benutzt, in denen sich in der Hauptsache Flußsäure sowie deren Salze befinden.
Man hat dabei teilweise die Ätzflüssigkeit in mehr oder weniger breiter Form verwendet. Zu ihrer Herstellung wurden die
Rohstoffe zunächst gemahlen und dann gemischt.
Es ist schon bekannt geworden, zur Herstellung von Ätzlösungen Alkalifluoride,
Flußsäure und Soda zu verwenden. Die Soda lag dabei in pulverisierter und calcinierter
Form vor. In vielen Fällen nahm man auch Kristallsoda.
Es hat sich nun herausgestellt, daß man eine viel wirksamere, längere Zeit verwendbare
und auch billigere Lösung erhält, wenn man mindestens einen Teil des Fluornatriums
des verwendeten Alkalifluorids oder einen Teil der calcinierten Soda oder je einen Teil
beider Stoffe schmilzt, auf den gewünschten Feinheitsgrad mahlt und dann mit den anderen
zur Mattglaserzeugung nötigen Stoffen vermischt.
Versuche, welche angestellt wurden, um diesen Unterschied zu deuten, haben ergeben,
daß bei Verwendung ungeschmolzener Soda in der Ätzlösung die Fällung des Fluorids
mehr oder weniger gallertartig erfolgt und so eine Kolloidglasätzlösung gebildet wird,
die bei Zusatz von Kristallsoda dick und sahneartig ist, bei Zusatz von calcinierter
Soda (auf 2000 C vorher erhitzter Soda) zwar dünner, aber immer noch flockig ist.
Im Gegensatz dazu ist der Natriumfluoridniederschlag, der sich bei Verwendung von
fein gemahlener, geschmolzener Soda mit der Flußsäure der Ätzlösung bildet, deutlich
kristallin. Es bildet sich also eine dünnflüssige Glasätzlösung mit feinem, sandähnlichem
Niederschlag. Es stellte sich ferner heraus, daß die Glasätzlösungen, welche die
Natriumfluoridfällung in mehr oder weniger kolloider Form enthalten, die Glasflächen in
ungenügender Weise ätzen und sehr ungleichmäßig matte Flächen hervorrufen, die ein streifiges und fleckiges Aussehen haben,
während die Ätzlösungen, die mit fein gemahlener, geschmolzener Soda hergestellt
sind und daher eine kristalline Natriumfluoridfällung enthalten, die Glasflächen wirksamer
ätzen als die obengenannten. Man erhält bei Verwendung der Ätzlösungen nach der Erfindung sehr glatte und feinkörnig
matte Flächen von gleichmäßigem Aussehen. In Übereinstimmung mit dem Fällungszustande
des Natriumfluorids sind die sich bei der Ätzung bildenden Siliciumfluoride beim Arbeiten mit den bekannten Ätzlösungen
mehr oder weniger kolloid, während die Siliciumfluoride, welche sich bei Verwendung
der Ätzlösung nach der Erfindung bilden,
kristallin sind und daher die Lösung nicht so schnell verdicken, wie das bei den bekannten
Ätzlösungen zu beobachten ist. Das Verfahren nach der !Erfindung soll an den folgenden
Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Beispiel ι
Bei einer bevorzugten Ausführung des to Verfahrens wird eine Grundmasse von der
folgenden Zusammensetzung benutzt: 15 Gewichtsteile calcinierte Soda Na2CO3, 30 Gewichtsteile
Ammoniumcarbonat (NHJ2CO3,
11 Gewichtsteile flußsaures Natron NaF, X5 1SS Gewichtsteile Fluorwasserstoffsäure HF
(6o°/0), 168 Gewichtsteile doppelflußsaures
Ammonium NH4 F · HF und 109 Gewichtsteile Wasser, und aus dieser Grundmasse
wird eine Lösung erhalten, welche besteht ao aus:
Fluorwasserstoffsäure HF
(100 °/o) ..-· =27,8%
flußsaurem Ammonium NH4F = 28,9 °/0,
Wasser H2O =38 "/„,
flußsaurem Natron NaF = 5,3 °/0.
Die Lösung wird vorzugsweise in der fol-
genden Weise hergestellt:
Das flußsaure Natron und die calcinierte Soda werden getrennt geschmolzen und dann
getrennt bis auf den gewünschten Feinheitsgrad vermählen. 15 Gewichtsteile der calcinierten
Soda werden nun mit 30 Teilen Ammoniumcarbonat, 37 Teilen Wasser, 90 Teilen
6o°/0iger Fluorwasserstoffsäure und 69 Teilen doppelflußsaurem Ammonium gemischt;
dies zusammen bildet den einen Teil der Masse. Der andere Teil wird gebildet aus 11 Teilen flußsaurem Natron, 72 Teilen
Wasser, 45 Teilen 6o°/0iger Fluorwasserstoffsäure und 99 Teilen doppelflußsaurem Ammonium;
diese Teile werden vorzugsweise in einer mit Gummi ausgelegten Kugelmühle gemischt.
Schließlich werden gleiche Mengen der beiden Gemische miteinander gemischt.
Eine etwas anders zusammengesetzte Masse ist die folgende: 18,25 Gewichtsteile
calcinierte Soda Na2CO3, 36 Gewichtsteile
Ammoniumcarbonat (NH4) 2CO3, 108 GewichtsteileFluorwasserstoffsäure
HF (60 °/0), 84 Gewichtsteile doppelflußsaures Ammonium
NH4 F · HF, 43,5 Gewichtsteile Wasser und
2 Gewichtsteile flußsaures Kalium. Beim Herstellen einer Masse von dieser Zusammensetzung
wird ein Teil der calcinierten Soda geschmolzen und auf den gewünschten Feinheitsgrad vermählen. Dann wird dieser
Teil mit dem anderen Teil Soda und dem Ammoniumcarbonat zusammen vermählen,
und das Ganze bildet den einen Teil der Masse. Der andere Teil besteht aus dem Wasser, der Fluorwasserstoffsäure und dem
doppelflußsauren Ammonium, welche Stoffe zusammen gerührt werden; während des Rührens wird zunächst noch das zermahlene
Carbonat hinzugetan und dann auch das flußsaure Kalium. Es können verschiedene Gemische
aus geschmolzener und nicht geschmolzener Soda benutzt werden. Ein besonders zweckentsprechendes Gemisch besteht aus
10,25 Teilen geschmolzener Soda und 8 Teilen ungeschmolzener.
Das vorausgehende Schmelzen des flußsauren Natrons ermöglicht das Herstellen eines
dichteren Schlamms, der weniger Raum in der Lösung einnimmt und daher eine dünnere
oder wäßrigere Lösung gibt. An den zu ätzenden Gegenständen bleibt auch weniger Ätzlösung
haften, je dünner sie ohne Verringerung ihrer Ätzwirkung gemacht werden kann. Bei einer Lösung gemäß der Erfindung beträgt
die Ersparnis annähernd 25 °/0.
Eine besondere Verbesserung bei den durch diese Lösung mit" einer Mattfläche versehenen
Gegenständen besteht darin, daß eine vollkommen gleichmäßig mattierte Fläche erhalten
und die schädliche Wirkung von kolloidem Material in der Masse, durch welches
die Mattfläche an verschiedenen Stellen des Gegenstandes verschiedenartig gemacht
würde, auf ein Mindestmaß gebracht wird.
Bei Benutzung der vorliegenden Erfindung werden die Kosten des Herstellens
der Ätzlösung erheblich gemindert, ohne daß die Wirksamkeit dieser Lösungen beeinträchtigt
wird, und dieses höchst erwünschte Ergebnis wird durch das an sich ganz einfache
Mittel erhalten, durch Schmelzen eines Teils der Rohmaterialien einen dünnen Schlamm
zu erzeugen, der von den zu ätzenden Gegenständen schnell'abtropft.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung eines Ätzmittels zur Mattglaserzeugung, dessen Grundmaterial z. B. Natriumfluorid oder calcinierte Soda oder beides enthält, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens no ein Teil des Fluornatriums oder ein Teil der calcinierten Soda oder je ein Teil beider Stoffe geschmolzen, auf den gewünschten Feinheitsgrad gemahlen und dann mit den anderen zur Mattglaserzeugung nötigen Stoffen vermischt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US312054XA | 1928-05-19 | 1928-05-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE545866C true DE545866C (de) | 1932-03-07 |
Family
ID=21858165
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC43030D Expired DE545866C (de) | 1928-05-19 | 1929-05-01 | Verfahren zur Herstellung eines AEtzmittels zur Mattglaserzeugung |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | USRE17682E (de) |
| DE (1) | DE545866C (de) |
| FR (1) | FR673113A (de) |
| GB (1) | GB312054A (de) |
| NL (1) | NL25299C (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3262767A (en) * | 1960-08-22 | 1966-07-26 | H I Thompson Fiber Glass Compa | Method for preparing vitreous silica fibers |
| US3171768A (en) * | 1961-04-25 | 1965-03-02 | Ball Brothers Co Inc | Method of detecting flaws in glass surfaces and solution used therefor |
| FR2702765A1 (fr) * | 1993-03-16 | 1994-09-23 | Solman Jean | Procédé pour conférer à un article en verre une variation d'indice de réfraction suffisante pour modifier la quantité de lumière transmise et articles obtenus par ce procédé. |
-
0
- NL NL25299D patent/NL25299C/xx active
- US US17682D patent/USRE17682E/en not_active Expired
-
1929
- 1929-04-15 FR FR673113D patent/FR673113A/fr not_active Expired
- 1929-04-17 GB GB11946/29A patent/GB312054A/en not_active Expired
- 1929-05-01 DE DEC43030D patent/DE545866C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL25299C (de) | |
| FR673113A (fr) | 1930-01-10 |
| USRE17682E (en) | 1930-05-27 |
| GB312054A (en) | 1930-07-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2453882C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Schaumglas mit hoher mechanischer Festigkeit bei einem Porendurchmesser von höchstens 1,5 mm und einer Schüttdichte von weniger als 1 | |
| DE1282854B (de) | Zahnpasta | |
| DE545866C (de) | Verfahren zur Herstellung eines AEtzmittels zur Mattglaserzeugung | |
| DE1053746B (de) | Verfahren zum Herstellen eines Glasgemenges | |
| DE2817176C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Filterstoffes mit großer spezifischer Oberfläche | |
| CH465918A (de) | Verfahren zur Herstellung eines gaschromatographischen Trägermaterials | |
| DE475114C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Zahnputzmittels | |
| DE571738C (de) | Verfahren zur Herstellung einer schmierseifenartigen Natronseife | |
| DE485007C (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem weissen und fein verteilten Barium- oder Calciumsulfat | |
| DE854321C (de) | Verfahren zur Erzeugung einheitlich verkitteter, ungebrannter Koerper | |
| AT158074B (de) | Verfahren zur Herstellung von thixotropen, Kupferoxychlorid enthaltenden Pflanzenschutzmitteln. | |
| DE481696C (de) | Verfahren zur Herstellung grosser Salmiakkristalle | |
| DE580198C (de) | Kolloidale Aktivkohle | |
| DE886248C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffueberzuges auf einer Glasflaeche | |
| DE479832C (de) | Duengemittel | |
| DE410413C (de) | Kristallinisches Tonerdeprodukt | |
| DE535432C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gips aus Anhydrit | |
| DE855438C (de) | Verfahren zur Herstellung von Anstrichmassen | |
| DE622975C (de) | Verfahren zur Herstellung von Bleiglasuren | |
| DE707609C (de) | Verfahren zum Herstellen von bernsteinfarbenem Glas | |
| AT130246B (de) | Verfahren zur Herstellung von künstlichem Marmor. | |
| DE525256C (de) | Verfahren zur Tonung photographischer Silberbilder | |
| DE564702C (de) | Verfahren zum Mattieren von Glaesern | |
| AT293497B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Sulfid-Überzuges an den Schirmen von Oszillographen- und Fernsehbildröhren | |
| DE2234147A1 (de) | Verfahren zur herstellung von kalziumnitrat- und phosphorsaeureloesungen, die keine suspendierten feststoffteilchen enthalten |