DE336473C - Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen

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DE336473C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/849Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising inorganic cements
    • A61K6/864Phosphate cements

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen. Zur Bereitung der plastischen Massen für permanente Zahnfüllungen wird ein anorganisches Präparat, das »Pulver«, mit einer »Flüssigkeit« verrührt, welche aus Lösungen der Ortho-, Meta- oder Pyrophosphorsäure oder deren sauren Salzen besteht. Die Verwendung <der Phosphorsäure führt indes keineswegs stets zu einwandfreien Ergebnissen; denn die damit bereiteten Füllungen sind in frischem Zustande außerordentlich empfindlich gegen wäßrige Flüssigkeiten (Speichel) und verderben regelmäßig, wenn sie in noch nichtvöllig erhärtetem Zustande damit .in Berührung gebracht werden. Dies äußert sich alsdann z. B. darin, daß sich Sprünge bilden oder daß die Füllung an der Oberfläche etwas 'erweicht und matt wird, wobei gleichzeitig die anfangs vorhandene Durchscheinigkeit zurückgeht. Die Füllungen müssen daher unter Speichelausschlußgelegt und durch einen Lack- oder Wachsüberzug tunlichst lange -vor der Berührung mit .dem Speichel geschützt werden. -Die mit Phosphorsäure bereiteten Füllungen zeigen außerdem .häufig einen beträchtlichen Grad von Sprödigkeit, so daß sie sich sehr wenig' der zähelastischen Härte des Zahnbeins anschließen. Es wurde nun gefunden, daß die erwähnten Übelstände Nermieden und weitere Vorteile hinzugewonnen werden können, wenn man die Phösphorsäure und deren saure Salze ersetzt durch die'für den genannten Zweck. bisher noch-nicht verwendete phosphorige Säure und deren saure Salze. .
  • Durch vergleichende Versuche. wurde festgestellt, daß die phosphorige Säure in mehrfacher Hinsicht ganz erhebliche Vorteile bietet. Diese Vorteile und charakteristischen Unterschiede sind besonders folgende: r. Die phosphorige Säure reagiert unerwarteterweise energischer mit den als »Pulver« benutzten Präparaten als die Phosphorsäure. Damit in Zusammenhang steht, daß die phosphorige Säure 2. härtere und weniger spröde Füllungen mit den, als »Pulver« benutzten Präparaten liefert, als die Phosphorsäure und daß die mit phosphoriger Säure bereiteten Füllungen 3. ungleich widerstandsfähiger sind gegen wäßrige Flüssigkeiten (Speichel) als entsprechende mit Phosphorsäure bereitete Füllungen. Die Neigung zur Bildung von Sprüngen oder matter, erweichter Oberfläche ist ganz wesentlich geringer bei der phospho--rigen Säure, daß sie sich in diesem Punkte ganz besonders der Phosphorsäure überlegen zeigt.
  • q.. Die mit phosphoriger Säure bereiteten Füllungen lösen sich schwerer in verdünnten organischen Säuren (Mundsäuren) als entsprechende Füllungen mit Phosphorsäure.
  • Die Verwendungsmöglichkeit der phosphorigen Säure- ist daher eine viel größere und allgemeinere als diejenige-der Phosphorsäure, und es erscheint damit auch die Auffindung solcher Subtanzen, welche sich zur Herstellung von transparenten und zugleich widerstandsfähigen Füllungen eignen, ganz wesentlich erleichtert, wenn man für die Zusammensetzung der »Flüssigkeit« die phosphoiige Säure zugrunde legt. Zur Bereitung einer »Flüssigkeit« vermittels phosphoriger Säure löst man beispiels-,vv-eise 21 g kristallisierte phosphorige Säure in So ccm Wasser auf,-. erwärmt auf dem Wasserfad auf etwa 9o° C und trägt -eine 7,1 g Alp (OH), entsprechende Menge Aluminiumhydroxyd ein.
  • Nach dem Eindampfen auf das Gewicht von 55 g werden 12 g phosphoriger Säure hinzugefügt und die Flüssigkeit filtriert.
  • Die nach dieser Vorschrift bereitete »Flüssigkeit« enthält- neben saurem Aluminiumphosphit freie phosphorige Säure. Man kann indes für manche Zwecke auch Lösungen verwenden, welche nur phosphorige Säure oder nur saure Phosphite enthalten. Man kann derartige Lösungen auch kombinieren mit Lösungen der Phosphorsäure oder deren sauren Salzen.
  • Mit phosphoriger Säure bereitete »Flüssigkeiten« eignen sich zur Verwendung mit den Silikaten, Phosphaten und Boraten des Aluminiums und Berylliums sowie mit allen unter Zugrundelegung dieser Salze bereiteten Zahnzementen. Auch mit Zinkoxyd binden die neuen »Flüssigkeiten« zu sehr harten Massen ab.
  • Außer -einer wesentlichen, günstigen Beeinflussung gerade der wertvollsten Eigenschaften der Zahnzemente, der Widerstancisfähi@keit und der Transparenz haben die nach dem vorliegenden Verfahren gewonnenen Füllungen eine neue chemische Zusammensetzung, welche sie von den bisher bekannten Zahnzementen unterscheidet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen, gekennzeichnet durch die Verwendung von Lösungen der phosphorigen Säure oder ihrer sauren Salze oder von Mischungen beider für sich oder in Mischung mit den Lösungen anderer Stoffe.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung' von plastischen, für permanente .Zahnfüllungen geeigneten Massen, dadurch gekennzeichnet, daß man aus Silikaten, Phosphaten, oder Boraten des Aluminiums oder Berylliums bereitete Präparate -mit Lösungen der phosphorigen Säure oder ihrer sauren Salze oder der Mischungen beider oder mit Mischungen vorgenannter aus phosphoriger Säure bereiteter Lösungen mit anderen geeigneten, bereits gebräuchlichen Stoffen derart verrührt, daß :plastische und nachher erhärtende Massen erhalten werden.-
DE1913336473D 1913-02-12 1913-02-12 Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen Expired DE336473C (de)

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